Wie wirkt sich eine Massage auf die Psyche aus?

Entspannung pur: Stressabbau für Körper & Geist

21/04/2023

Rating: 4.26 (8291 votes)

In unserer schnelllebigen Zeit fühlen sich viele Menschen von den täglichen Anforderungen im Beruf und im Privatleben überfordert. Stress ist zu einem ständigen Begleiter geworden, der nicht nur unsere Psyche, sondern auch unseren Körper belastet. Doch es gibt eine wirksame und zugängliche Lösung: Entspannungsübungen. Diese einfachen Techniken bieten eine wunderbare Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit zur Ruhe zu kommen, Stress abzubauen und die täglichen Herausforderungen besser zu bewältigen. Sobald Sie Ihre persönlichen Favoriten unter diesen Übungen entdeckt haben, verfügen Sie über einen wertvollen „Entspannungsschatz“, auf den Sie jederzeit und nach Bedarf zurückgreifen können, um Ihr Wohlbefinden zu steigern und Ihre innere Balance wiederzufinden.

Was sind Entspannungsübungen?
Oft sind größere persönliche Veränderungen (Jobwechsel, Trennung, Distanzierung, Loslassen, Umzug, Auszeit) erforderlich, um Entspannung und Leichtigkeit zurückzugewinnen. Entspannungsübungen helfen Ihnen hingegen umgehend. Sie stärken Ihren Körper und Geist. Regelmäßig durchgeführt wirken sie nachweisbar gegen die o. a. Belastungssymptome.
Inhaltsverzeichnis

Warum Entspannungsübungen für Körper und Geist so wichtig sind

Der Weg aus anhaltender Belastung ist selten über Nacht zu bewältigen. Oft sind tiefgreifende persönliche Veränderungen nötig, um langfristig Entspannung und Leichtigkeit zurückzugewinnen. Entspannungsübungen bieten hier eine sofortige und effektive Unterstützung. Sie stärken nachweislich Körper und Geist und wirken bei regelmäßiger Durchführung gezielt gegen die Symptome von Stress und Überforderung. Sie sind ein Fundament für Ihre Selbstfürsorge und ermöglichen es Ihnen, proaktiv für Ihre Gesundheit einzustehen.

Wirksame Entspannungsübungen für den Alltag: Anleitungen für jede Situation

Die folgenden Übungen sind bewährte Methoden, die Sie flexibel im Liegen, Sitzen oder Stehen ausführen können. Probieren Sie verschiedene Ansätze aus, um jene zu finden, die am besten zu Ihnen passen und Ihnen die größte Erleichterung verschaffen.

1. Bäumchen, rüttele und schüttele dich

Diese dynamische Übung ist eine hervorragende Methode, um Verspannungen schnell aus dem Körper zu schütteln und Schmerzen vorzubeugen. Stellen Sie sich aufrecht hin und beginnen Sie, locker auf der Stelle zu hüpfen. Schütteln Sie dabei gleichzeitig Ihre Körperpartien und Muskulatur durch – den Rücken, die Schultern, Arme und Hände, ganz so, wie das Bäumchen im Märchen. Führen Sie dies etwa eine Minute lang aus. Anschließend kreisen Sie langsam den Kopf von links nach rechts für eine Minute. Wiederholen Sie das Hüpfen und Schütteln für eine weitere Minute, gefolgt von einer Minute Kopfreisen in die andere Richtung. Beenden Sie die Übung mit einer letzten Minute Hüpfen, Rütteln und Schütteln. Diese fünf Minuten sind eine wahre Wohltat für einen verspannten Körper und lassen sich selbst in einem hektischen Alltag integrieren.

2. Stress fall ab

Eine einfache, aber sehr bildliche Übung, um psychischen Ballast loszulassen. Stellen Sie sich gerade und entspannt hin. Heben Sie nun Ihren rechten Arm und strecken Sie ihn hoch. Stellen Sie sich vor, wie sich aller aktueller Stress in diesem Arm sammelt. Dann lassen Sie den Arm mit einem lauten Seufzer nach unten fallen und schlaff hängen. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit dem linken Arm. Zum Abschluss heben Sie beide Arme weit nach oben, lassen sie dann zeitgleich fallen und den Oberkörper etwas nach vorne kippen. Stellen Sie sich dabei vor, wie der gesamte angestaute Stress direkt aus Ihren Händen zu Boden fällt und sich in Luft auflöst. Diese Übung hilft, psychische Anspannung sichtbar zu machen und aktiv abzustreifen.

3. Zwei Minuten für tiefe Entspannung

Diese Übung ist eine schnelle Beruhigungsmethode, die Sie auch zwischendurch im Büro anwenden können. Halten Sie Ihre Hände vor Ihr Gesicht und schließen Sie die Augen. Rufen Sie eine schöne Erinnerung hervor – Bilder vom letzten Urlaub oder andere positive Erlebnisse, die angenehme Emotionen wecken. Atmen Sie dann tief ein, sodass sich Ihr Bauch wölbt (Bauchatmung), halten Sie kurz die Luft an und atmen Sie langsam wieder aus. Wiederholen Sie dies etwa fünfmal. Nachdem Ihre Gedanken auf Angenehmes ausgerichtet und Ihre Atmung ruhiger geworden ist, ziehen Sie Grimassen hinter Ihren Händen. Diese Gesichtsmuskelübung entspannt durch Stress verspannte Gesichtsmuskelpartien, was sich positiv auf den gesamten Körper auswirkt. Kneten Sie anschließend noch kräftig Ihren Nacken durch, um dortige Verspannungen zu lösen.

4. Der Blick in die Ferne

Gerade bei Bildschirmarbeit ist diese Übung Gold wert. Wenden Sie Ihren Blick regelmäßig vom Bildschirm ab und schauen Sie aus dem Fenster. Suchen Sie sich einen Punkt oder ein Objekt in der Ferne – das Weiteste, das Sie mit bloßem Auge erkennen können. Wandern Sie dann mit den Augen den Horizont entlang. Diese Übung wirkt beruhigend, entspannt die Augen und entlastet sie von der ständigen Fokussierung auf den Computerbildschirm. Es ist eine hervorragende Möglichkeit, Mikropausen einzulegen und die Augen zu regenerieren.

5. Auspowern und Loslassen

Wenn Bewegung in Ihrem Alltag zu kurz kommt, ist diese Übung ideal. Machen Sie Liegestütze oder springen Sie auf der Stelle mit nach oben schwenkenden Armen, bis Sie körperlich erschöpft sind. Legen Sie eine kurze Pause ein und wiederholen Sie die Auspower-Bewegung. Legen Sie sich dann irgendwo hin, schließen Sie die Augen und spüren Sie, wie sich Ihre Muskeln entspannen. Ihre Gedanken werden ruhiger, und ein wohliges Gefühl der Entspannung durchströmt Ihren Körper. Diese Methode verbindet körperliche Aktivität mit tiefer Entspannung und fördert gleichzeitig Ihre Fitness.

6. Nackenmassage

Bildschirmarbeit führt oft zu einem verspannten Nacken. Gönnen Sie sich zwischendurch eine wohltuende Nackenmassage. Sitzen Sie locker auf Ihrem Stuhl und lassen Sie den Kopf entspannt hängen. Greifen Sie mit den Händen auf den jeweiligen Schulterbereich und beginnen Sie, sanft von den Schultern bis zum Nacken hin zu massieren und zu kneten, so lange es Ihnen angenehm ist. Lassen Sie danach die Hände hängen und machen Sie zur weiteren Lockerung einige Kreisbewegungen mit dem Kopf. Regelmäßig angewendet, beugt diese Übung Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich sowie daraus resultierenden Schmerzen effektiv vor.

7. Eine Minute lang grinsen

Die Kraft des Lachens und Lächelns ist enorm unterschätzt. Lachen oder lächeln Sie bewusst und halten Sie dieses Grinsen mindestens eine Minute lang. Danach lassen Sie die Gesichtsmuskeln wieder locker. Beim Lächeln oder Lachen drückt der Gesichtsmuskel zwischen Wange und Auge auf einen Nerv, der unserem Gehirn eine positive Stimmung signalisiert. Auch ein gekünsteltes Lächeln hat bereits dieselbe positive Wirkung. Es mag sich anfangs seltsam anfühlen, aber Ihre Stimmung wird sich heben, und Sie werden sich entspannen. Probieren Sie es morgens im Bett, vor dem Badezimmerspiegel oder unter der Dusche – die Möglichkeiten sind vielfältig.

8. Entspannungsübung zum Einschlafen (4-7-8-Methode)

Diese von Dr. Andrew Weil entwickelte Technik soll das Einschlafen innerhalb kürzester Zeit ermöglichen. Begeben Sie sich in eine bequeme Position, z. B. auf dem Rücken liegend im Bett, um freies Atmen zu gewährleisten. Drücken Sie Ihre Zunge sanft hinter den Zähnen an den Gaumen. Atmen Sie nun ein und zählen Sie dabei langsam bis 4. Halten Sie den Atem an und zählen Sie entspannt von 1 bis 7. Atmen Sie langsam aus und zählen Sie dabei bis 8. Wiederholen Sie den Durchgang viermal. Regelmäßiges Üben steigert die Wirksamkeit dieser Methode erheblich.

9. Wackeln Sie mit den großen Zehen

Eine simple, aber effektive Übung gegen Nervosität. Viele Menschen tun dies unbewusst in Stresssituationen. Um die Zehen zu bewegen, muss Ihr Gehirn einen Teil der durch den Stress blockierten Energie abzweigen. Zudem wird durch die Zehenbewegung die Muskelanspannung und die stressbedingte Muskelstarre gelöst. Ein weiterer Vorteil: Es fällt niemandem auf, wenn Sie in Ihren Schuhen mit den Zehen wackeln. Eine diskrete Methode, um sofortige psychische und physische Entspannung zu erreichen.

10. Rhythmische Atmung

Die bewusste Kontrolle der Atmung ist eine der grundlegendsten und wirksamsten Entspannungstechniken. Zählen Sie beim Ein- und Ausatmen, beispielsweise fünf Sekunden lang ein- und fünf Sekunden lang ausatmen. Legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch, atmen Sie tief in den Bauch hinein und nehmen Sie diese Atmung bewusst wahr. Stellen Sie sich beim Einatmen vor, wie Sie einen wohltuenden Duft aufsaugen, der Ihren ganzen Körper durchströmt. Beim Ausatmen stellen Sie sich vor, wie Sie in eine Pusteblume pusten oder eine Kerze ausblasen. Es geht nicht darum, einen Rekord aufzustellen, sondern um das gleichmäßige, rhythmische Atmen. Das Einatmen sollte durch die Nase, das Ausatmen durch den Mund erfolgen. Steigern Sie sich langsam, aber achten Sie stets darauf, dass es nicht zu einer Überanstrengung führt.

11. Schnelle Entspannungsübung für den Alltag

Diese Übung ist ideal für schnelle Entspannung zwischendurch. Atmen Sie etwa fünf Sekunden lang über die Nase ein und spannen Sie dabei so viele Muskeln wie möglich an. Halten Sie die Luft und die Muskeln ungefähr gleich lang angespannt. Dann atmen Sie langsam über den Mund aus und entspannen alle Muskeln wieder. Wiederholen Sie diesen Vorgang mindestens dreimal oder so lange, wie es Ihnen angenehm ist. Achten Sie dabei stets darauf, in Ihrem Wohlfühlbereich zu bleiben.

Zusätzlich zu diesen elf Übungen gibt es noch weitere Ansätze, die Ihnen helfen können, zur Ruhe zu kommen und Gelassenheit zu finden.

12. Body-Scan-Meditation

Diese Achtsamkeitsübung führt Sie durch eine systematische Wahrnehmung jedes Körperteils. Legen Sie sich bequem hin und schließen Sie die Augen. Beginnen Sie, Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Zehen zu richten, spüren Sie alle Empfindungen dort. Wandern Sie dann langsam mit Ihrer Aufmerksamkeit durch Ihren Körper – zu den Füßen, den Waden, den Knien, den Oberschenkeln, dem Becken, dem Bauch, dem Brustkorb, den Armen, Händen, dem Nacken und schließlich dem Kopf. Verweilen Sie an jedem Bereich und nehmen Sie wahr, ohne zu bewerten. Wenn Sie Spannungen bemerken, atmen Sie bewusst dorthin und stellen Sie sich vor, wie die Spannung mit dem Ausatmen weicht. Diese Übung fördert tiefe körperliche und geistige Entspannung und schult die Körperwahrnehmung.

13. Achtsames Gehen

Achtsamkeit muss nicht immer im Stillen praktiziert werden. Gehen Sie langsam und bewusst. Spüren Sie jeden Schritt, wie Ihr Fuß den Boden berührt, sich abrollt und wieder abhebt. Nehmen Sie die Empfindungen in Ihren Beinen und Füßen wahr. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Atmung und auf die Geräusche und Gerüche um Sie herum, ohne sich von ihnen ablenken zu lassen. Achtsames Gehen hilft, den Geist zu beruhigen und im gegenwärtigen Moment anzukommen, besonders wenn Sie sich von Gedanken überwältigt fühlen.

14. Progressive Muskelentspannung (PME) nach Jacobson

Die Progressive Muskelentspannung ist eine der bekanntesten und wissenschaftlich am besten untersuchten Entspannungstechniken. Dabei werden verschiedene Muskelgruppen in einer festgelegten Reihenfolge – progressiv (fortschreitend) – nacheinander bewusst angespannt und wieder entspannt. Beginnen Sie beispielsweise mit den Händen, dann den Armen, dem Gesicht, dem Nacken, den Schultern, dem Rücken, dem Bauch, den Beinen und Füßen. Halten Sie jede Anspannung für etwa 5–7 Sekunden und lassen Sie dann die Spannung abrupt für 20–30 Sekunden los, während Sie sich auf das Gefühl der Entspannung konzentrieren. Dieser Wechsel von Anspannung und Entspannung hat eine wohltuende Wirkung auf Körper und Geist und hilft, körperliche Anspannung und Stress zu reduzieren.

15. Autogenes Training

Das Autogene Training ist eine anerkannte Psychotherapiemethode, die auf Autosuggestion und der eigenen Vorstellungskraft basiert. Der Entspannungszustand wird durch konzentrierte gedankliche Formeln herbeigeführt, die Schwere und Wärme in verschiedenen Körperteilen suggerieren. Zum Beispiel: „Mein rechter Arm ist ganz schwer.“ oder „Meine Hände sind angenehm warm.“ Durch die Konzentration auf diese Formeln steuert der Geist den Körper, und es kommt tatsächlich zu einer verstärkten Durchblutung und Entspannung. Regelmäßiges Training ist hier entscheidend, um die volle Wirksamkeit zu entfalten.

16. Die 5-4-3-2-1-Methode (Erdung)

Diese Methode ist besonders nützlich, wenn Sie sich überfordert oder ängstlich fühlen und schnell ins Hier und Jetzt zurückkehren möchten. Benennen Sie: 5 Dinge, die Sie sehen können; 4 Dinge, die Sie fühlen können (z.B. die Kleidung auf Ihrer Haut, den Stuhl unter Ihnen); 3 Dinge, die Sie hören können; 2 Dinge, die Sie riechen können; 1 Sache, die Sie schmecken können. Diese Technik lenkt Ihre Aufmerksamkeit von aufwühlenden Gedanken weg und verankert Sie fest in der Gegenwart, was eine sofortige Beruhigung bewirken kann.

17. Kurze Atempausen im Alltag

Manchmal sind es die kleinsten Übungen, die die größte Wirkung erzielen. Nehmen Sie sich mehrmals täglich eine Minute Zeit für bewusstes Atmen. Schließen Sie kurz die Augen, atmen Sie tief in den Bauch ein und langsam wieder aus. Konzentrieren Sie sich ausschließlich auf den Fluss Ihres Atems. Diese kurzen, regelmäßigen Atempausen können Wunder wirken, um den Stresspegel über den Tag hinweg niedrig zu halten und die Achtsamkeit zu fördern.

Ihren persönlichen „Entspannungsschatz“ finden und trainieren

Es gibt keine „beste“ Entspannungsübung, denn Entspannung ist immer individuell. Eine Übung, die bei einer Person schnell Beruhigung bewirkt, muss bei einer anderen nicht denselben Effekt haben. Deshalb ist es entscheidend, verschiedene Übungen und Techniken auszuprobieren. Nur so finden Sie jene, auf die Sie besonders gut ansprechen und die zu Ihrem Lebensstil passen.

Entspannung in den Alltag integrieren: Ein bewährtes Ritual

Der Zweck eines Entspannungstrainings besteht darin, eine feste Entspannungsroutine zu entwickeln. Nach einer Einübungsphase können Sie dann vor, während oder nach Belastungssituationen gezielt auf die für Sie wirksamsten Übungen zurückgreifen, um Beruhigung und Stabilität zu erlangen. Etablieren Sie für Ihr Training ein Ritual. Rituale sind kleine Fixpunkte in unserem Leben, die uns einfach guttun.

Eine bewährte Methode ist es, Entspannungsübungen auf kleine Zettelchen zu schreiben und diese in ein ansprechendes Gefäß zu geben. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Probieren Sie verschiedene Entspannungsübungen aus der Liste oben aus. Notieren Sie jene, die Ihnen besonders gefallen und gut tun, auf separaten Zettelchen.
  • Falten Sie die Zettelchen und legen Sie sie in ein schönes Gefäß Ihrer Wahl.
  • Ziehen Sie in regelmäßigen Intervallen (z.B. einmal pro Woche) ein Zettelchen aus dem Gefäß. Schon dieser Akt des Ziehens ist ein kleiner Moment der Entspannung mit Überraschungseffekt.
  • Setzen Sie die gezogene Übung nun täglich in Ihrem Alltag um.
  • Nachdem das Übungsintervall (z.B. eine Woche) beendet ist, greifen Sie nach einer neuen Entspannungstechnik.
  • Sollten Sie feststellen, dass Ihnen eine Übung nicht liegt, sortieren Sie diese aus.
  • Wiederholen Sie den Vorgang, bis Sie sämtliche Zettelchen durchgearbeitet und Ihre favorisierten und wirksamsten Übungen entdeckt haben. Diese geben Sie dann erneut in Ihr Entspannungsgefäß.

Mit dieser Vorgehensweise bringen Sie Abwechslung in Ihren Übungsalltag und halten die Motivation langfristig aufrecht. Sie werden staunen, wie gut Ihnen diese regelmäßigen Momente der Ruhe tun und wie Sie jeden Tag etwas entspannter und gelassener werden. Auch wenn der Tag nicht Ihr Freund war, können Sie ihn mit einer Entspannungsübung zu einem guten Ende führen.

Entspannungsübungen in der Gruppe

Übungskärtchen werden auch häufig in Gruppentherapien eingesetzt, um die Integration von Beruhigungstechniken in den Alltag zu unterstützen. Die Teilnehmer erhalten ein Kärtchen, üben die Technik zu Hause und berichten bei der nächsten Sitzung von ihren Erfahrungen. Auch in Schulen und Kindergärten finden Entspannungsübungen für Kinder zunehmend Anwendung, um frühzeitig Stresskompetenzen zu vermitteln.

Was bewirken Entspannungsübungen? Die wissenschaftliche Perspektive

Beruhigungsübungen reduzieren sowohl die psychische als auch die physische Anspannung. Das bedeutet, die körperliche und geistige Anspannung wird aktiv gelöst und in Wohlbefinden umgewandelt. Dies kann sowohl in einer akuten Stresssituation helfen, Ruhe zu bewahren, als auch nachhaltig Ihre allgemeine Stressresistenz verbessern.

Der Entspannungszustand lässt sich physiologisch und psychologisch feststellen durch:

  • Eine spürbare emotionale, geistige und körperliche Beruhigung.
  • Eine Verringerung der Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin.
  • Eine Reduzierung der Muskelspannung, insbesondere in typischen Problembereichen wie Schultern, Rücken, Armen und Kopf.
  • Eine Senkung der Herzfrequenz, des Blutdrucks und des Pulses.
  • Eine Zunahme von Alphawellen im Gehirn, die einen entspannten Wachzustand kennzeichnen.

Hilfsmittel, die Ihre Entspannung fördern

Bestimmte Hilfsmittel können die Wirkung von Entspannungstechniken verstärken und die Atmosphäre für Ihre Übungen optimieren:

  • Entspannungsmusik: Sanfte Klänge können den Geist beruhigen und eine entspannte Stimmung fördern.
  • Naturgeräusche: Das Rauschen des Meeres, Vogelgezwitscher oder das Plätschern eines Baches wirken oft tief beruhigend auf unser vegetatives Nervensystem.
  • Düfte: Ätherische Öle wie Lavendel, Kamille oder Bergamotte können direkt auf das vegetative Nervensystem wirken und eine beruhigende Atmosphäre schaffen.
  • Bilder: Das Betrachten von harmonischen oder inspirierenden Bildern kann die visuelle Wahrnehmung beruhigen und den Geist auf positive Aspekte lenken.

Wenn Sie beispielsweise eine Entspannungsübung durchführen, während Sie auf ein harmonisches Bildmotiv blicken, im Hintergrund sanfte Entspannungsmusik läuft und der Raum von einem beruhigenden Duft dezent erfüllt ist, werden Sie schneller und tiefer entspannen können.

Häufig gestellte Fragen zu Entspannungsübungen

Welche Entspannungsverfahren gibt es?

Zu den bekanntesten Entspannungsverfahren, deren Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist und die in verschiedenen Therapien und im Wellnessbereich Anwendung finden, zählen:

  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
  • Meditation (insbesondere Achtsamkeitsmeditation)
  • Atemübungen
  • Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR)
  • Yoga
  • Qigong
  • Tai Chi
  • Biofeedback
  • Imagination (geführte Fantasiereisen)

Wo werden Entspannungsübungen eingesetzt?

Entspannungsmethoden sind vielseitig einsetzbar und finden in zahlreichen Bereichen Anwendung, oft als unterstützende Zusatzmaßnahme. Dazu gehören die Entspannungstherapie, Psychotherapie, psychosomatische Medizin, Prävention, Rehabilitation, Rückfallprophylaxe, Sporttherapie und natürlich der breite Wellnessbereich. Sie werden eingesetzt zur Behandlung und Linderung von:

  • Stresssymptomen und Burnout
  • Nervosität und innerer Unruhe
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Angststörungen und (leichten) Depressionen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Störungen (z.B. Bluthochdruck)
  • Konzentrations- und Schlafstörungen
  • Chronischen Schmerzen

Wie oft und wie lange sollte man Entspannungsübungen üben?

Es gibt keine starren Regeln für die Häufigkeit und Dauer von Entspannungsübungen, da dies stark von individuellen Bedürfnissen und dem Lebensstil abhängt. Um jedoch einen nachhaltigen Effekt zu erzielen und die Vorteile voll auszuschöpfen, empfiehlt sich ein regelmäßiges, optimalerweise tägliches Üben. Anfänger beginnen am besten mit kurzen Einheiten von 5-10 Minuten pro Tag. Wählen Sie dafür eine Übung, die sich einfach in Ihren Alltag integrieren lässt. Wenn Sie sich damit wohlfühlen und die positive Wirkung spüren, können Sie die Übungseinheiten allmählich auf 20-30 Minuten steigern. Wichtig ist, dass das Üben nicht zu einem Zwang wird, sondern eine angenehme Routine bleibt, die Sie gerne in Ihren Tag einbauen.

Wie integriert man Entspannungsübungen am besten in den Alltag?

Für eine nachhaltige Wirksamkeit machen Sie das Üben am besten zu einer täglichen Routine, ähnlich dem Zähneputzen. Reservieren Sie sich bewusst Zeit für Ihre Entspannungsübungen, zum Beispiel jeden Abend vor dem Schlafengehen, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen, oder morgens nach dem Aufstehen, um gelassen in den Tag zu starten. Darüber hinaus können Sie Entspannungsübungen auch gezielt kurz vor herausfordernden Alltagssituationen oder in akuten Stressphasen einsetzen, um schnell wieder zur Ruhe zu kommen und Ihre innere Mitte zu finden. Die konsequente Integration ist der Schlüssel zur langfristigen Stressreduktion und zur Steigerung der Lebensqualität.

„Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“ Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe fasst die Essenz der Entspannungspraxis perfekt zusammen. Das Wissen um wirksame Techniken ist nur der erste Schritt. Der eigentliche Erfolg liegt in der konsequenten Anwendung und der Bereitschaft, aktiv etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun. Beginnen Sie noch heute damit, Ihren persönlichen Weg zu mehr Ruhe und Gelassenheit zu finden. Ihr Körper und Geist werden es Ihnen danken!

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Entspannung pur: Stressabbau für Körper & Geist kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Entspannung besuchen.

Go up