Welche Arten von Saunen gibt es?

Saunawelten: Ihr Weg zu tiefer Entspannung

05/03/2026

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In einer Welt, die sich immer schneller dreht, suchen wir ständig nach Oasen der Ruhe und des Wohlbefindens. Die Sauna, ein Jahrtausende altes Ritual, bietet genau das: einen Rückzugsort, um Körper und Geist zu regenerieren und neue Energie zu schöpfen. Doch Sauna ist nicht gleich Sauna. Es gibt eine erstaunliche Vielfalt an Saunatypen, die jeweils einzigartige Eigenschaften und Wirkungen auf unser Wohlbefinden haben. Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die verschiedenen Saunawelten und hilft Ihnen, die für Sie passende Oase der Hitze und Entspannung zu finden.

Welche Arten von Saunen gibt es?
Bio-Sauna: Eine Sauna mit milderer Temperatur und höherer Luftfeuchtigkeit, geeignet für die, die es nicht so heiß mögen. Außensaunen: Drei Saunen im Freien, die eine Verbindung zur Natur bieten und bei verschiedenen Wetterbedingungen genutzt werden können.

Die positiven Effekte eines regelmäßigen Saunabesuchs sind weitreichend: Er stärkt das Immunsystem, fördert die Durchblutung, entspannt die Muskulatur und hilft, Stress abzubauen. Doch welche Saunaart ist die richtige für Sie? Lassen Sie uns die bekanntesten Typen genauer beleuchten.

Inhaltsverzeichnis

Die Klassikerin: Die Finnische Sauna

Die finnische Sauna ist der Inbegriff des Saunierens und die wohl bekannteste Form weltweit. Sie zeichnet sich durch extrem hohe Temperaturen von 80 bis 100 °C aus, kombiniert mit einer sehr geringen Luftfeuchtigkeit von nur 10 bis 30 Prozent. Die Hitze wird traditionell durch einen Ofen erzeugt, in dem Saunasteine erhitzt werden. Gelegentlich wird Wasser auf diese heißen Steine gegossen, wodurch ein kurzer, intensiver Dampfstoß – der sogenannte Aufguss – entsteht, der die gefühlte Temperatur kurzzeitig erhöht und oft mit ätherischen Ölen angereichert wird.

Das Erlebnis in einer finnischen Sauna ist intensiv und belebend. Die trockene Hitze lässt den Körper schnell schwitzen, was einen effektiven Entgiftungsprozess in Gang setzt. Die anschließende Abkühlung, oft durch eine kalte Dusche oder ein Tauchbecken, ist ein wesentlicher Bestandteil des Rituals und trainiert Herz-Kreislauf-System sowie das Immunsystem. Die finnische Sauna ist ideal für erfahrene Saunagänger, die eine intensive Hitzetherapie und eine maximale Stimulation des Stoffwechsels suchen.

Die Sanfte: Die Bio-Sauna (Sanarium)

Für diejenigen, die die intensive Hitze der finnischen Sauna als zu extrem empfinden, ist die Bio-Sauna, oft auch als Sanarium bekannt, eine hervorragende Alternative. Hier herrschen mildere Temperaturen zwischen 45 und 65 °C bei einer höheren Luftfeuchtigkeit von 40 bis 55 Prozent. Diese Bedingungen sind kreislaufschonender und ermöglichen längere Verweildauern, was die Entspannung vertieft.

Die Bio-Sauna wird häufig mit zusätzlichen Sinneserlebnissen kombiniert: Farblichttherapie, die je nach Farbe beruhigend oder anregend wirken kann, und Aromatherapie mit duftenden Aufgüssen aus Kräutern oder ätherischen Ölen. Diese sanftere Form der Sauna ist ideal für Sauna-Anfänger, Menschen mit empfindlichem Kreislauf oder alle, die eine weniger intensive, dafür aber umso entspannendere und sinnlichere Saunaerfahrung bevorzugen. Sie fördert die Hautdurchblutung, lockert die Muskulatur und kann bei Atemwegsbeschwerden lindernd wirken.

Die Tiefenwirksame: Die Infrarotkabine

Die Infrarotkabine unterscheidet sich grundlegend von den traditionellen Saunen, da sie nicht die Umgebungsluft, sondern den Körper direkt durch Infrarotstrahlen erwärmt. Die Lufttemperatur in einer Infrarotkabine liegt mit 35 bis 50 °C deutlich niedriger als in einer klassischen Sauna. Die Infrarotstrahlen dringen tief in das Gewebe ein und erzeugen eine Wärme von innen heraus.

Es gibt verschiedene Arten von Infrarotstrahlern (A, B, C), die sich in ihrer Eindringtiefe und Wirkung unterscheiden. Kurzwellige A-Strahlen dringen am tiefsten ein und werden oft zur Schmerzlinderung eingesetzt, während langwellige C-Strahlen eher die oberen Hautschichten erwärmen und zur allgemeinen Entspannung dienen. Die Infrarotkabine ist besonders vorteilhaft für Menschen mit Muskelverspannungen, Gelenkschmerzen oder Rückenproblemen, da die Tiefenwärme effektiv zur Linderung beitragen kann. Auch für Personen, die hohe Temperaturen meiden müssen, ist sie eine ausgezeichnete Wahl. Das Schwitzen beginnt hier oft später, ist aber intensiv und reinigend.

Die Feuchte: Das Dampfbad

Obwohl es streng genommen keine Sauna im klassischen Sinne ist, wird das Dampfbad oft im gleichen Atemzug genannt und in vielen Wellnessbereichen angeboten. Es zeichnet sich durch eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit von nahezu 100 Prozent aus, bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen von 40 bis 50 °C. Die Kabinen sind oft mit Keramik oder Marmor ausgekleidet, und der Raum ist von dichtem, warmem Wasserdampf erfüllt.

Das Dampfbad ist eine Wohltat für die Atemwege und die Haut. Der feuchte Dampf befreit die Atemwege, lindert Husten und Heiserkeit und ist daher ideal bei Erkältungen oder Asthma. Die Haut wird intensiv gereinigt, die Poren öffnen sich, und Unreinheiten werden abtransportiert, was zu einem frischen und strahlenden Teint führt. Das feuerfeuchte Klima wirkt zudem entspannend auf die Muskulatur und kann Stress abbauen. Das Dampfbad ist eine hervorragende Wahl für alle, die ein feuchtes, reinigendes und atemwegsbefreiendes Erlebnis suchen.

Exotische und Traditionelle Varianten

Neben den gängigen Saunatypen gibt es weitere, teils sehr traditionelle oder spezialisierte Formen, die ein einzigartiges Saunaerlebnis bieten:

  • Erdsauna / Rauchsauna: Diese ursprünglichste Form der Sauna wird in einer Grube oder einem Erdwall gebaut. Die Steine werden durch ein offenes Feuer erhitzt, der Rauch entweicht durch eine Öffnung und hinterlässt einen charakteristischen rauchigen Geruch im Raum. Die Temperaturen sind hoch, die Luftfeuchtigkeit variiert. Sie bietet ein sehr authentisches, naturverbundenes Erlebnis.
  • Salzsauna: Eine Salzsauna kombiniert oft die Eigenschaften einer finnischen Sauna oder Bio-Sauna mit den Vorteilen von Salz. Dies kann durch Salzwände, Salzinhalationsgeräte oder die Verwendung von Salzsole in Aufgüssen geschehen. Das salzhaltige Klima ist besonders wohltuend für die Atemwege und die Haut, ähnlich wie ein Aufenthalt am Meer oder in einer Salzgrotte.
  • Kräutersauna: Ähnlich der Bio-Sauna, jedoch mit einem starken Fokus auf aromatische Kräuter, die in speziellen Schalen über dem Ofen platziert werden und ihre wohltuenden Düfte im Raum verteilen. Jedes Kraut hat spezifische Wirkungen, von beruhigend bis belebend.

Vergleich der Saunatypen

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, hier eine vergleichende Übersicht der wichtigsten Saunatypen:

SaunatypTemperaturLuftfeuchtigkeitWirkung / Ideal für
Finnische Sauna80-100 °C10-30 %Intensive Entgiftung, Stärkung Immunsystem, erfahrene Saunagänger
Bio-Sauna (Sanarium)45-65 °C40-55 %Schonend für Kreislauf, Entspannung, Farblicht/Aroma-Therapie, Anfänger
Infrarotkabine35-50 °CGeringTiefenwärme, Muskel- & Gelenkschmerzen, kreislaufschonend
Dampfbad40-50 °C100 %Atemwege, Hautpflege, Schleimlösung, sehr feuchtigkeitsliebend
SalzsaunaVariabel (oft Bio-Sauna Niveau)Variabel (oft erhöht)Atemwege, Hautgesundheit, Entspannung

Vorteile des Saunierens für Körper und Geist

Unabhängig vom gewählten Saunatyp bietet das regelmäßige Saunieren eine Fülle von gesundheitlichen Vorteilen, die weit über die bloße Entspannung hinausgehen:

  • Stärkung des Immunsystems: Der Wechsel zwischen Hitze und Kälte stimuliert die Produktion von Abwehrzellen und macht den Körper widerstandsfähiger gegen Infektionen. Regelmäßige Saunabesuche können die Häufigkeit von Erkältungen reduzieren.
  • Entgiftung und Hautreinigung: Durch das starke Schwitzen werden Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte über die Haut ausgeschieden. Die Poren öffnen sich, und die Haut wird porentief gereinigt, was zu einem klareren und gesünderen Hautbild führt.
  • Muskelentspannung und Schmerzlinderung: Die Wärme lockert verspannte Muskeln und kann bei Gelenkschmerzen und rheumatischen Beschwerden lindernd wirken. Besonders die Infrarotkabine ist hierfür bekannt, da die Wärme tief ins Gewebe eindringt.
  • Stressabbau und mentale Entspannung: Die ruhige Atmosphäre und die wohlige Wärme helfen, den Alltagsstress abzubauen. Das Saunieren ist eine bewusste Auszeit, die zur mentalen Ruhe und inneren Balance beiträgt. Viele empfinden es als meditative Erfahrung.
  • Verbesserung der Durchblutung: Die Hitze erweitert die Blutgefäße, was die Durchblutung im gesamten Körper verbessert. Dies fördert die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Zellen und Organe.
  • Förderung eines besseren Schlafs: Die Entspannung, die durch den Saunagang erreicht wird, kann zu einem tieferen und erholsameren Schlaf beitragen. Der Körper ist nach dem Saunieren angenehm müde und bereit für die Nachtruhe.

Tipps für ein optimales Saunaerlebnis

Damit Ihr Saunabesuch zum vollen Erfolg wird und Sie die maximale Wirkung erzielen, beachten Sie folgende grundlegende Empfehlungen:

  1. Duschen vor dem Saunagang: Reinigen Sie Ihre Haut gründlich, um Schweiß, Kosmetika und Schmutz zu entfernen. Dies öffnet die Poren und erleichtert das Schwitzen.
  2. Trocknen Sie sich gut ab: Trockene Haut schwitzt leichter.
  3. Ruhe und Entspannung: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Vermeiden Sie Hektik und Lärm. Das Saunieren ist eine Auszeit für sich.
  4. Trinken Sie ausreichend: Vor und nach dem Saunagang ist es wichtig, viel Wasser, ungesüßten Tee oder Saftschorlen zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
  5. Beginnen Sie langsam: Besonders als Anfänger sollten Sie mit kürzeren Saunagängen und niedrigeren Temperaturen beginnen und sich langsam steigern.
  6. Hören Sie auf Ihren Körper: Verlassen Sie die Sauna, sobald Sie sich unwohl fühlen. Jeder Körper reagiert anders auf Hitze.
  7. Abkühlung ist entscheidend: Nach jedem Saunagang ist eine gründliche Abkühlung unerlässlich, um den Kreislauf zu trainieren und die Poren zu schließen. Kalte Duschen, Tauchbecken oder ein Spaziergang an der frischen Luft eignen sich hervorragend.
  8. Ruhepausen einlegen: Zwischen den Saunagängen sollten Sie ausreichend lange Ruhepausen einlegen (mindestens 15-20 Minuten), um den Körper zu regenerieren.
  9. Wiederholen Sie das Ritual: Ein Saunagang besteht idealerweise aus zwei bis drei Durchgängen mit jeweils einer Hitzephase, einer Abkühlphase und einer Ruhephase.

Häufig gestellte Fragen zum Saunieren

Wie oft sollte man in die Sauna gehen?

Die ideale Häufigkeit hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen und Ihrer Kondition ab. Für gesundheitliche Vorteile und zur Stärkung des Immunsystems wird oft ein- bis zweimal pro Woche empfohlen. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Regelmäßigkeit.

Was sollte man vor und nach dem Saunagang beachten?

Vor dem Saunagang sollten Sie nicht mit vollem Magen, aber auch nicht hungrig sein. Eine leichte Mahlzeit etwa zwei Stunden vorher ist ideal. Duschen Sie sich gründlich und trocknen Sie sich ab. Nach dem Saunagang ist es wichtig, den Flüssigkeitsverlust durch Trinken auszugleichen und dem Körper ausreichend Ruhe zu gönnen.

Ist Sauna für jeden geeignet?

Grundsätzlich ist Saunieren für die meisten gesunden Menschen unbedenklich und wohltuend. Bei bestimmten Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Problemen, akutem Fieber, Entzündungen oder bestimmten Hauterkrankungen sollte jedoch vor dem Saunabesuch Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Schwangere sollten ebenfalls vorsichtig sein und ärztlichen Rat einholen. Kinder können unter Aufsicht und in kürzeren, milderen Saunagängen mitgenommen werden.

Was ist der „Aufguss“?

Der Aufguss ist ein zentrales Ritual in der finnischen Sauna. Dabei wird Wasser, oft mit ätherischen Ölen oder Kräuteressenzen versetzt, auf die heißen Saunasteine gegossen. Dadurch entsteht ein intensiver Dampfstoß, der die Luftfeuchtigkeit schlagartig erhöht und die gefühlte Temperatur intensiviert. Der Saunameister verteilt den Dampf oft mit einem Handtuch, um die Hitzewirkung zu verstärken und die Aromen im Raum zu verteilen.

Wie lange sollte man in der Sauna bleiben?

Die Dauer eines Saunagangs variiert je nach Saunatyp und persönlichem Empfinden. In der finnischen Sauna liegt die empfohlene Verweildauer meist zwischen 8 und 15 Minuten. In der Bio-Sauna oder Infrarotkabine können es auch 20 bis 30 Minuten sein. Hören Sie immer auf die Signale Ihres Körpers und verlassen Sie die Sauna, sobald Sie sich unwohl fühlen.

Was ist der Unterschied zwischen Sauna und Dampfbad?

Der Hauptunterschied liegt in Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Die Sauna (insbesondere die finnische) ist heiß und trocken, während das Dampfbad feucht und weniger heiß ist. Die Sauna fördert vor allem das Schwitzen und die Kreislaufstimulation, das Dampfbad ist besonders wohltuend für die Atemwege und die Haut.

Fazit: Finden Sie Ihre persönliche Saunawelt

Die Welt der Saunen ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis die passende Form der Entspannung und Gesundheitsförderung. Ob Sie die intensive Hitze der finnischen Sauna bevorzugen, die sanfte Wärme einer Bio-Sauna schätzen, die tiefenwirksame Erleichterung einer Infrarotkabine suchen oder die reinigende Kraft eines Dampfbades genießen möchten – jede Art hat ihre einzigartigen Vorzüge.

Nehmen Sie sich die Zeit, verschiedene Saunatypen auszuprobieren und herauszufinden, welcher am besten zu Ihnen passt. Ein regelmäßiger Saunabesuch ist eine Investition in Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihre mentale Ausgeglichenheit. Erleben Sie, wie der Wechsel von Hitze und Kälte, von Anspannung und Entspannung, Ihren Körper belebt und Ihren Geist beruhigt. Tauchen Sie ein in die wunderbare Welt der Saunen und entdecken Sie Ihre ganz persönliche Oase der Ruhe.

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