Was muss ich bei einer Sauna beachten?

Das perfekte Fundament für Ihre Gartensauna

01/05/2024

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Eine eigene Sauna im Garten – das ist für viele ein Traum von purer Entspannung und Wellness. Doch bevor Sie sich in wohliger Wärme verlieren können, steht eine wichtige Entscheidung an: die Wahl des richtigen Fundaments. Insbesondere Fasssaunen sind keine Leichtgewichte; größere Modelle können gut und gerne 1.000 Kilogramm und mehr auf die Waage bringen. Da stellt sich die Frage zurecht: Benötigt eine Sauna überhaupt ein Fundament? Die klare Antwort lautet: Ja! Ein fachgerechtes Fundament ist nicht nur für die Sicherheit Ihrer Sauna von entscheidender Bedeutung, sondern auch für deren Langlebigkeit und den Schutz vor äußeren Einflüssen wie Feuchtigkeit und Frost. Es bildet die unverzichtbare Basis für viele Jahre ungestörter Saunafreuden.

Was ist ein Fundament für eine Sauna?
Ein Fundament garantiert, dass Ihre Fasssauna auf jedem Untergrund einen sicheren Stand hat. Legen Sie ein Fundament für Ihre Fasssauna, schützen Sie diese vor Frost und Feuchtigkeit und erhöhen damit die Lebensdauer Ihrer Sauna erheblich. Zudem werden Schäden durch ein Wegrutschen oder Kippen verhindert.
Inhaltsverzeichnis

Warum ist ein Fundament für Ihre Sauna unerlässlich?

Das hohe Eigengewicht einer Gartensauna, insbesondere von Fasssaunen, macht ein stabiles Fundament in der Regel alternativlos. Ähnlich wie bei einem Gartenhaus sorgt es für einen sicheren Stand und verhindert, dass Ihre Sauna ins Wanken gerät oder gar umkippt. Auch wenn ein Platz auf den ersten Blick eben und waagerecht erscheint, birgt der Verzicht auf ein Fundament erhebliche Risiken:

  • Schäden an der Sauna: Durch nicht sichtbare Unebenheiten im Untergrund könnte sich das Holz verziehen. Dies führt zu erheblichen Schäden an der Struktur und Funktionalität Ihrer Sauna.
  • Gefahr für Personen und Sachwerte: Eine instabile Sauna kann im schlimmsten Fall umkippen, was nicht nur zu Sach-, sondern auch zu Personenschäden führen kann.

Ein Fundament schützt Ihre Sauna nicht nur vor dem Absinken oder Kippen, sondern auch vor aufsteigender Feuchtigkeit und Frost. Es bildet eine Barriere zwischen dem Erdboden und der Sauna, die die Lebensdauer des Holzes erheblich verlängert und die Bausubstanz schützt. Eine Fasssauna ohne Fundament ist daher grundsätzlich nicht empfehlenswert.

Tipp: Sollte das Errichten eines professionellen Fundaments aus Platz- oder anderen Gründen nicht in Frage kommen, könnte eine mobile Fasssauna eine Überlegung wert sein. Diese kann prinzipiell auf einem geeigneten PKW-Anhänger verbleiben und dort genutzt werden. Gerade kleinere Modelle lassen sich so sogar auf Camping-Ausflüge mitnehmen. Wichtig ist jedoch, den Anhänger vor jeder Nutzung mit entsprechenden Stützen zu stabilisieren, um einen sicheren Stand zu gewährleisten.

Die Wahl des richtigen Fundaments: Worauf kommt es an?

Möchten Sie ein Fundament für Ihre Fasssauna oder Gartensauna errichten, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Welches Fundament am besten geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Zu den wichtigsten gehören:

  • Gewicht und Größe der Sauna: Schwere und große Saunen erfordern eine robustere und flächendeckendere Basis.
  • Beschaffenheit des Untergrunds: Die Bodenbeschaffenheit spielt eine entscheidende Rolle. Besteht der Untergrund größtenteils aus Torf oder Humus, ist eine aufwendigere Vorbereitung (z.B. mit Schotter, Kies oder Sand) notwendig. Mineralsteingemische eignen sich hingegen sehr gut als Grundlage. Eine Bodenprobe zur Analyse kann Aufschluss über die genauen Gegebenheiten geben.
  • Handwerkliches Geschick und persönliches Know-how: Einige Fundamentarten lassen sich einfacher in Eigenregie umsetzen als andere, die Spezialwerkzeuge oder tiefgreifendes Fachwissen erfordern.

Oft empfiehlt es sich, den Boden vorzubereiten, bevor mit der Fundamentlegung begonnen wird. Holen Sie immer eine persönliche Fachberatung ein, bevor Sie selbst Hand anlegen – oder überlassen Sie die Arbeit gleich einem Fachmann. Im Folgenden nehmen wir einige gängige Fundamentarten genauer in den Blick.

Verschiedene Fundamentarten für Ihre Gartensauna

Jede Fundamentart hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile sowie unterschiedliche Anforderungen an den Untergrund und das handwerkliche Geschick.

1. Das Punktfundament

Das Punktfundament ist eine vergleichsweise günstige und leicht zu verwirklichende Option, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Es besteht aus einzelnen, in den Boden eingelassenen Säulen, die eine zuverlässige Stütze bieten – insbesondere an Stellen, auf die ein hohes Gewicht einwirkt (z.B. unter den Standkufen einer Fasssauna). Es eignet sich vor allem für kleine bis mittelgroße Saunen.

Installation:

Die einzelnen Fundamentstücke werden in gleichmäßigen Abständen auf der geplanten Fläche der Sauna platziert. Wichtig ist, dass jedes Punktfundament mindestens 80 cm tief in die Erde gebracht wird, um Frostsicherheit zu gewährleisten, und eine Mindestgröße von 30 x 30 cm aufweist. Eine genaue Vermessung und Ausrichtung ist essenziell.

Vor- und Nachteile des Punktfundaments:

VorteileNachteile
Vergleichsweise günstigEignet sich nur für leichte bis mittelschwere Saunen
Tropfwasser kann leicht versickern (keine Bodenversiegelung)Nicht für jeden Untergrund geeignet (Absackgefahr bei unebenem/weichem Boden)
Vergleichsweise einfache Herstellung und InstallationAnfällig für ungleichmäßiges Absacken, was die Statik schädigen kann

2. Das Streifenfundament

Das Streifenfundament ist ein bewährter Klassiker, der sich bei Fasssaunen vielfach bewährt hat. Es sorgt für eine ausgeglichene Lastenverteilung der Sauna, indem die Streifen entlang der tragenden Flächen der Sauna (z.B. unter den Standkufen oder tragenden Wänden) gegossen werden. Es ist frostsicher und sehr robust, ideal für mittlere bis schwere Saunen und Linienlasten.

Installation:

Zunächst wird ein Graben im Bereich der Außenwände und anderer tragender Wände ausgehoben. Dieser sollte ca. 30 cm breit und 80 cm tief sein, um Frostsicherheit zu gewährleisten. Alle weiteren Bereiche des Fundaments werden dann noch ca. 20 cm tief ausgehoben. In diese Rille kommt eine etwa 10 cm dicke Kies- oder Schotterschicht, die verdichtet wird. Darauf wird eine PE-Folie gelegt, bevor das Betongemisch in einzelnen Lagen eingefüllt wird.

Wie baut man eine Sauna im Garten?
Ein Fundament gewährleistet diesen in der Regel sehr gut. Wir zeigen Ihnen die unterschiedlichen Fundamentarten, die Sie für Ihre Sauna im Garten bauen können. Innensaunen fühlen sich allerdings auf einem Estrich oder Fliesenboden in Ihrem Haus oder in Ihrer Wohnung wohl und werden lediglich gut isoliert und an den Wänden verankert.

Vor- und Nachteile des Streifenfundaments:

VorteileNachteile
Sehr langlebig und robustRelativ großer Arbeitsaufwand bei der Errichtung
Kann große Lasten aushalten und gleichmäßig verteilen
Frostsicher bei ausreichender Tiefe

3. Die Bodenplatte (aus Beton)

Wenn Sie auf der Suche nach der stabilsten und sichersten Lösung für Ihr Gartensauna-Fundament sind, ist die Bodenplatte die richtige Wahl. Hierbei handelt es sich um eine flächendeckende Betonschicht, die den besten Schutz vor Feuchtigkeit und Frost bietet und das Gewicht der Sauna optimal verteilt. Sie ist extrem robust und langlebig und erfüllt viele Jahre beständig ihren Zweck.

Installation:

Die gesamte Fläche des Grundrisses wird ca. 30 cm tief ausgehoben. Anschließend wird eine ca. 15 cm dicke Kiesschicht in die Grube geschüttet und mit einem Rüttler verdichtet. Im nächsten Schritt kommt eine PE-Folie auf den Kies, bevor der Grundriss mit Holzlatten eingeschalt wird. Nun kann die Betonmischung in den Aushub geschüttet werden. Sehr wichtig ist dabei die Zugabe von Stahlmatten, um den Beton bestmöglich zu stabilisieren und zu verdichten. Die Bodenplatte muss anschließend mehrere Stunden bis Tage aushärten. Diese Arbeit sollte nur an frostfreien Tagen durchgeführt werden.

Vor- und Nachteile der Bodenplatte:

VorteileNachteile
Gewicht wird gleichmäßig verteilt (gleichmäßiges Absinken des Gebäudes)Sehr hohes Eigengewicht der Bodenplatte
Extrem robust und langlebigDas Verlegen ist recht kompliziert und zeitaufwendig
Bester Schutz gegen Feuchtigkeit und FrostKeine nachträglichen Veränderungen mehr möglich

4. Das Schraub-Pfahl-Fundament (Erdanker-Fundament)

Das Schraub-Pfahl-Fundament ist eine innovative Lösung, die komplett ohne Beton auskommt. Es wird über spezielle Erdschrauben einfach in den Boden geschraubt und mit einem Gerüst aus stabilen Bodenplatten oder -balken versehen, das dann als Fundament dient. Die Erdverdrängung sorgt für ausreichend Halt. Es ist auch als Bohrfundament oder Erdanker-Fundament bekannt.

Installation:

Die großen Schrauben werden mit Spezialwerkzeug in den Boden geschraubt. Auf den Schraub-Ankern wird anschließend ein Gerüst aus massiven Bodenbalken montiert. Da keine Aushärtezeit erforderlich ist, kann die Arbeit schneller fortgeführt und die Sauna rascher genutzt werden. Unebenheiten im Boden lassen sich durch die Schraub-Tiefe relativ einfach ausgleichen.

Vor- und Nachteile des Schraub-Pfahl-Fundaments:

VorteileNachteile
Keine Betonarbeiten und Aushärtezeiten notwendigNicht ganz so robust wie eine massive Betonbodenplatte
Schnelle Installation, auch auf abschüssigem Gelände möglichSpezialwerkzeug und tiefgreifendes Know-how sind unabdingbar
Hohe Stabilität und Langlebigkeit
Wiederverwendbarkeit des Fundaments (z.B. bei Umzug)
Umweltschonend (kein Beton, keine Versiegelung)

5. Das Plattenfundament (aus Gehwegplatten oder Pflastersteinen)

Als Alternative, insbesondere für kleinere, leichtere Sauna-Modelle, kann die Nutzung von Gehwegplatten oder Pflastersteinen als Fundament in Betracht gezogen werden. Allerdings ist auch hier eine sorgfältige Bodenvorbereitung essenziell, um ein Absinken zu vermeiden.

Installation:

Die gesamte Fläche, auf der die Sauna stehen soll, wird ca. 30 cm tief ausgehoben. Dann wird eine Kies- und Schotterschicht von ungefähr 20 cm Stärke in die Rille geschüttet, gleichmäßig verteilt und mit einem Rüttler befestigt. Die einzelnen Platten können dann auf den möglichst glatten Kies gelegt werden. Mit einem Gummihammer wird für eine leichte Vertiefung gesorgt, und mit einer Wasserwaage wird die Ebenheit kontrolliert.

Vor- und Nachteile des Plattenfundaments:

VorteileNachteile
Vergleichsweise günstigBietet keinen vollständigen Frostschutz
Geringer Arbeits- und ZeitaufwandNicht so langlebig wie andere Varianten
Kann gut in Eigenregie verlegt werdenNicht vollständig versiegelt – Wasser kann von unten eindringen

Wie stark muss ein Sauna-Fundament sein?

Die erforderliche Stärke eines Fundaments lässt sich nicht pauschal beantworten, da sie stark vom Gewicht Ihrer Sauna und der spezifischen Fundamentart abhängt. Generell sollte ein Fundament für Ihre Sauna mindestens 15 cm dick sein, um einen sicheren Stand zu gewährleisten und ein Einsinken zu verhindern. Für Betonfundamente wie die Bodenplatte oder das Streifenfundament ist eine frostfreie Gründungstiefe von mindestens 80 cm oder mehr unerlässlich, um das Abplatzen oder Sprengen des Betons durch Frost zu verhindern.

Welchen Beton brauche ich für das Fundament?

Nicht jedes Gartensauna-Fundament benötigt Beton. Das Schraubfundament oder das Plattenfundament aus Gehwegplatten kommen beispielsweise ohne diesen aus. Entscheiden Sie sich jedoch für ein Fundament, das mit Beton errichtet wird, sollten Sie normalen Ortbeton wählen. Idealerweise weist dieser eine Qualität der Stufe C25/30 auf, was eine hohe Druckfestigkeit und Langlebigkeit garantiert.

Was ist ein Fundament für eine Sauna?
Ein Fundament garantiert, dass Ihre Fasssauna auf jedem Untergrund einen sicheren Stand hat. Legen Sie ein Fundament für Ihre Fasssauna, schützen Sie diese vor Frost und Feuchtigkeit und erhöhen damit die Lebensdauer Ihrer Sauna erheblich. Zudem werden Schäden durch ein Wegrutschen oder Kippen verhindert.

Um absolut auf der sicheren Seite zu sein, ist es ratsam, vor der Errichtung eines massiven Beton-Fundaments ein hydrogeologisches Bodengutachten durchführen zu lassen. Dabei wird der Grundwasserpegel und das Sickerverhalten des Bodens geprüft. Dies hat direkten Einfluss darauf, ob der Boden gut bebaubar ist oder zu Schlamm neigt, was eine schlechte Grundlage für schwere Betonfundamente darstellen würde.

Wann sollte man einen Fachmann beauftragen?

Je nach individuellen Anforderungen und der gewählten Fundamentart kann die Erstellung eines Saunafundaments durchaus komplex sein. Fachwissen und handwerkliches Geschick sind in jedem Fall erforderlich. In den meisten Fällen empfiehlt es sich daher, einen professionellen Handwerker für die Installation des Fasssauna-Fundaments zu beauftragen. Ein Fachmann bietet zahlreiche Vorteile:

  • Er kann die Bodenbeschaffenheit umfassend prüfen und beurteilen.
  • Er gibt Ihnen fundierte Tipps zur Auswahl des am besten geeigneten Fundaments.
  • Er bestimmt die korrekten Maße (erforderliche Dicke, Breite, Höhe) des Fundaments.
  • Er ist Profi in der Vermessung von Abständen und Winkeln, was für die Statik entscheidend ist.
  • Er bringt die erforderlichen (Spezial-)Werkzeuge mit.
  • Er ist in der Lage, die Installation in vergleichsweise kurzer Zeit professionell zu bewerkstelligen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Sauna-Fundament

Hier finden Sie Antworten auf die gängigsten Fragen rund um das Fundament Ihrer Gartensauna.

F1: Kann ich eine Fasssauna ohne Fundament aufstellen?
Nein, es wird dringend davon abgeraten. Das hohe Eigengewicht der Fasssauna birgt ohne Fundament erhebliche Risiken wie Verziehen des Holzes, Instabilität und die Gefahr des Umkippens.

F2: Wie lange dauert es, bis ein Betonfundament aushärtet?
Die Aushärtungszeit für ein Betonfundament hängt von der Dicke und den Umgebungsbedingungen ab. Während es nach einigen Tagen begehbar ist, kann der vollständige Aushärtungsprozess, bis der Beton seine volle Tragfähigkeit erreicht hat, durchaus mehrere Wochen dauern.

F3: Ist ein Schraubfundament wiederverwendbar?
Ja, ein großer Vorteil des Schraub-Pfahl-Fundaments ist seine Wiederverwendbarkeit. Bei einem Umzug oder einer Umgestaltung des Gartens können die Schrauben aus dem Boden entfernt und an anderer Stelle erneut eingesetzt werden.

F4: Eignet sich ein Punktfundament für schwere Saunen?
Ein Punktfundament eignet sich eher für leichte bis mittelschwere Saunen. Für sehr schwere Modelle oder bei einem nicht absolut ebenen Untergrund ist ein Streifenfundament oder eine Bodenplatte die sicherere Wahl.

F5: Schützt jedes Fundament vor Frost?
Nein. Während die Bodenplatte und das Streifenfundament bei ausreichender Tiefe (mind. 80 cm) frostsicher sind, bieten das Plattenfundament aus Gehwegplatten oder das Punktfundament keinen vollständigen Frostschutz, es sei denn, die einzelnen Punkte sind ebenfalls tief genug gegründet.

Fazit: Die richtige Basis für Ihre Wellness-Oase

Ein stabiles und fachgerecht errichtetes Fundament ist die unverzichtbare Basis für Ihre Gartensauna. Es schützt nicht nur Ihre Investition, sondern sorgt auch für die Entspannung und Sicherheit, die Sie sich von Ihrer persönlichen Wellness-Oase wünschen. Die Wahl der passenden Fundamentart hängt von der Größe und dem Gewicht Ihrer Sauna, der Bodenbeschaffenheit Ihres Grundstücks und Ihrem handwerklichen Geschick ab. Nehmen Sie sich die Zeit, die verschiedenen Optionen sorgfältig abzuwägen und holen Sie im Zweifelsfall professionelle Hilfe hinzu. So steht Ihre Sauna stets sicher und fest, bereit für viele entspannte Stunden in wohliger Wärme!

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