Wie führt man die Abluft in die Sauna ab?

Sauna selbst bauen: Vom Fundament zum Wohlfühl-Paradies

04/05/2023

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Der Traum von einer eigenen Sauna im Garten ist für viele ein Inbegriff von Luxus und Entspannung. Eine private Wellnessoase, die jederzeit zugänglich ist, verspricht pure Erholung vom Alltag. Doch bevor Sie die wohlige Hitze genießen können, steht ein spannendes Projekt an: der Bau Ihrer eigenen Gartensauna. Dieses Vorhaben mag auf den ersten Blick komplex erscheinen, doch mit der richtigen Planung und den passenden Anleitungen wird es zu einem lohnenden Erlebnis. Von der soliden Basis bis hin zur gemütlichen Innenausstattung – jeder Schritt trägt dazu bei, einen Rückzugsort zu schaffen, der nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend ist und Ihnen viele Jahre Freude bereiten wird. Tauchen Sie ein in die Welt des Saunabaus und entdecken Sie, wie Sie Ihren persönlichen Wellnesstraum verwirklichen können.

Welche Fenster eignen sich für die Sauna?
Um die Sauna gut belüften zu können haben wir ein Fenster eingebaut. Ideal sind natürlich Holzfenster, wir haben aber eines aus Kunststoff genommen. Da Kunststofffenster und Hitze nicht wirklich gut zusammen passen haben wir eine Holzabdeckung gebaut, die das Fenster schützt, wenn die Sauna in Betrieb ist.
Inhaltsverzeichnis

Das unverzichtbare Fundament: Stabilität und Langlebigkeit

Bevor die erste Saunawand steht, ist der Grundstein für Ihr Bauwerk zu legen: ein stabiles und sorgfältig errichtetes Fundament. Viele unterschätzen die Bedeutung dieses Schrittes, doch ein solides Fundament erfüllt gleich mehrere entscheidende Funktionen. Es sorgt nicht nur für eine optisch ansprechende und professionelle Optik Ihrer Gartensauna, sondern gewährleistet auch eine absolut stabile und vor allem ebene Unterlage für Ihr Saunahaus. Darüber hinaus bietet es, dank der notwendigen Verdichtung des Bodens, einen essenziellen Schutz vor Frost und unerwünschten Nagetieren, die sich sonst unter Ihrem Bauwerk einnisten könnten.

Schritt 1: Die Vorbereitung des Bodens – Ausheben und Ebnen

Der erste konkrete Schritt besteht darin, die Bodenfläche für Ihr Fundament auszuheben. Beginnen Sie damit, die Erde auf eine Tiefe von etwa 25 Zentimetern zu entfernen, sodass eine Mulde entsteht. Hierbei erweist sich ein Spaten als Ihr bester Freund, um effizient in den Boden einzudringen. Achten Sie darauf, dass der Rand der ausgehobenen Fläche rund 10 Zentimeter größer ist als die geplante Grundfläche Ihrer zukünftigen Sauna. Dies gibt Ihnen ausreichend Arbeitsraum und stellt sicher, dass das Fundament die gesamte Saunakonstruktion optimal trägt.

Nach dem Aushub ist es von größter Bedeutung, den Gartenboden zu ebnen und vor allem zu verdichten. Dieser Zwischenschritt ist absolut kritisch, um Ihr Saunahaus unter anderem vor Frost zu schützen. Eine unzureichend verdichtete Fläche kann bei feuchtem Wetter dazu führen, dass die Saunahütte absackt oder sich ungleichmäßig senkt, was langfristig zu Rissen und Instabilität führen kann. Für eine kleine Fläche mag ein Handstampfer ausreichen, um eine gerade und stark verdichtete Fläche zu erzielen. Wenn Sie jedoch eine größere Sauna im Garten aufbauen möchten, lohnt sich die Anschaffung oder Miete einer Rüttelplatte. Dieses Gerät gewährleistet eine effektive und gleichmäßige Verdichtung des Bodens, die mit manuellem Walzen allein nicht zu erreichen ist. Sobald die Fläche dann gleichmäßig begradigt und verdichtet wurde, können Sie mit dem Aufbau der eigentlichen Unterkonstruktion fortfahren.

Schritt 2: Die Wahl des Fundaments – Typen und Aufbau

Es gibt verschiedene Arten von Fundamenten, die sich für Ihre Gartensauna eignen, abhängig von Größe, Gewicht und den spezifischen Anforderungen Ihres Projekts. Im Großen und Ganzen unterscheidet man zwischen Fundamenten mit Bodenplatten und verschiedenen Betonfundamenten.

Die einfachste und oft kostengünstigste Variante ist der Fundamentbau mit Bodenplatten. Diese Option ist ideal für kleinere, leichtere Schwitzhütten und relativ unkompliziert zu realisieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Art von Fundament in der Regel nicht frostgeschützt ist, was in kälteren Klimazonen oder bei ganzjähriger Nutzung ein Nachteil sein kann. Für den Aufbau verteilen Sie zunächst mit einem Rechen eine dicke Schicht Kies, Split oder Schotter. Diese Schicht sollte eine Dicke von etwa 5 bis 10 Zentimetern aufweisen und ebenfalls gut verdichtet werden. Anschließend verlegen Sie die Platten oder Fundamentsteine sorgfältig und gleichmäßig. Eine Stärke von mindestens 3 Zentimetern für die Platten ist hierbei empfehlenswert. Eine lange Wasserwaage ist ein unverzichtbares Werkzeug, um sicherzustellen, dass alle Platten perfekt ausgerichtet und eben liegen. Zum Schluss können Sie feinen Sand in die Fugen der Platten streuen, um diese zusätzlich zu verdichten und die Stabilität zu erhöhen.

Für größere oder schwerere Gartensaunen ist ein solides Betonfundament die Regel. Hier gibt es verschiedene Ausführungen:

Fundament-TypBeschreibungVorteileNachteileEignung
BodenplattenfundamentKiesbett, darauf einzelne Beton- oder Terrassenplatten verlegt.Einfach, kostengünstig, schnell zu realisieren.Nicht frostgeschützt, für leichtere Konstruktionen.Kleine, leichte Gartensaunen.
Plattenfundament (Beton)Eine durchgehende Betonplatte, oft mit Bewehrung, auf einer Schotterschicht.Sehr stabil, gute Lastverteilung, frostgeschützt, schützt vor Feuchtigkeit.Aufwendiger in der Errichtung, höhere Kosten.Mittelgroße bis große, schwere Gartensaunen.
Streifenfundament (Beton)Betonstreifen unter den tragenden Wänden des Saunahauses.Sehr gute Lastverteilung, ideal bei unebenem Gelände, frostgeschützt.Komplexer in der Planung und Ausführung, Erdarbeiten.Große, individuelle Saunahäuser, bei schwierigem Untergrund.
Punktfundament (Beton)Einzelne Betonpunkte unter den Hauptstützen der Saunakonstruktion.Materialsparend, flexibel anpassbar, gute Belüftung unter der Sauna.Präzise Planung der Lastpunkte, nicht für alle Konstruktionen geeignet.Saunahäuser auf Stelzen, leichtere Rahmenkonstruktionen.

Selber bauen oder bauen lassen?

Die Entscheidung, ob Sie das Fundament selbst bauen oder von einer Baufirma errichten lassen, hängt von Ihrem handwerklichen Geschick, Ihrer Zeit und Ihrem Budget ab. Wenn Sie das Fundament selbst in die Hand nehmen, sparen Sie sich relativ hohe Kosten für Arbeitsleistung. Zudem sind Sie an der frischen Luft, betätigen sich körperlich und lernen dabei wertvolle handwerkliche Fähigkeiten. Andernfalls müssten Sie eine Baufirma beauftragen. Diese würde Ihnen zwar viel Zeit und Arbeit ersparen und qualitativ hochwertige Arbeit leisten, aber die Kosten sind hier nicht zu vernachlässigen. Für eine Innensauna in einem großen Keller ist übrigens kein aufwendiges Fundament nötig, da Sie sich hier keine Sorgen um Witterungsschutz machen müssen.

Der Innenausbau der Sauna: Vom Rohbau zur Wohlfühloase

Nachdem der Rohbau für Ihre Gartensauna fertiggestellt ist und das Fundament solide steht, beginnt der aufregende Teil: der Innenausbau. Hier erwacht Ihre Sauna zum Leben und verwandelt sich in den Ort der Entspannung, den Sie sich vorgestellt haben. Bei der Wahl der Materialien und der Ausführung der Arbeiten sind bestimmte Aspekte von großer Bedeutung, um Langlebigkeit, Sicherheit und maximalen Komfort zu gewährleisten.

Materialwahl und Wandgestaltung

Für den Bau des Innenbereichs sollten Sie ausschließlich naturbelassenes Holz verwenden. Wir haben Fichtenholz genutzt, da es eine gute Balance aus Verfügbarkeit, Kosten und Eigenschaften bietet. Schöner und oft in kommerziellen Bausätzen zu finden sind jedoch Pappelholz oder Zedernholz. Diese Hölzer zeichnen sich durch ihre geringe Harzbildung und ihre angenehmen Düfte aus, was das Saunaerlebnis zusätzlich bereichert.

Die Innenwände der Holzständerkonstruktion haben wir zunächst mit OSB-Platten verkleidet. Diese Platten bieten eine stabile Basis und lassen sich gut bearbeiten. Für die endgültige Verkleidung von Wänden und Decke der Sauna haben wir Profilbretter aus dem Baumarkt verwendet. Bevor diese angebracht werden, ist es essenziell, eine Lattung zu montieren. Diese Lattung erfüllt mehrere wichtige Funktionen: Sie sorgt für eine gute Belüftung hinter den Profilbrettern, was der Feuchtigkeitsregulierung dient, und schafft eine angenehme Oberflächentemperatur der Holzverkleidung. Zudem verbessert sie die Isolierung zur Außenwand. Die Profilbretter sollten mit speziellen Klammern befestigt werden, wie es auch bei der Verkleidung von Decken üblich ist. Ein einfaches Schrauben oder Nageln direkt durch die Bretter ist hier nicht zu empfehlen, da das freiliegende Metall im Saunabetrieb unangenehm heiß werden und zu Verbrennungen führen könnte.

Der Saunafußboden: Stabil und hygienisch

Nachdem die Beton-Bodenplatte mit einer Folie abgedeckt wurde, haben wir Lagerhölzer für den Fußboden waagerecht ausgerichtet. Die Zwischenräume zwischen diesen Lagerhölzern wurden mit 4 x 6 cm Dachlatten geschlossen. Durch das Verschrauben der 18mm starken OSB-Platten mit diesen Dachlatten und den Lagerhölzern für den Fußboden entsteht eine absolut stabile Konstruktion. Wir haben den Fußboden nicht weiter gedämmt, da unsere Gartensauna nur gelegentlich genutzt werden soll. Bei häufigerer Nutzung oder in sehr kalten Regionen kann es jedoch sinnvoll sein, die Zwischenräume zwischen den Lagerhölzern beispielsweise mit Mineralwolle zu dämmen, um den Energieverbrauch zu optimieren.

Für den eigentlichen Saunafußboden haben wir gehobelte Fichtenbretter mit Nut und Feder verwendet. Zuerst wurden Dachlatten auf eine Stärke von 2 cm zugeschnitten. Diese dienen als Lagerhölzer für den Saunaboden und gewährleisten eine hervorragende Luftzirkulation unter den Brettern. Dies ist entscheidend, damit der Fußboden nach dem Saunagang immer gut trocknen kann und sich keine Feuchtigkeit staut. Beim Verlegen der Holzfußbodenbretter muss man, ähnlich wie beim Rauhspund verlegen, darauf achten, dass die Bretter gut und fest zusammengepresst werden. Andernfalls können später, wenn das Holz weiter trocknet, unschöne Spalten zwischen den Brettern entstehen. Die Fußbodenbretter wurden auf die Lagerhölzer genagelt. Abschließend wurde der gesamte Fußboden mit einem Excenterschleifer glatt geschliffen, um eine splitterfreie und angenehme Oberfläche zu schaffen.

Fenster in der Sauna: Licht, Luft und Gartenblick

Ein Fenster in der Sauna mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, ist aber für die Belüftung und das Saunaerlebnis von großem Wert. Um die Sauna nach Gebrauch gut lüften zu können, haben wir ein Fenster eingebaut. Ideal wären natürlich Holzfenster, da Holz die Hitze gut verträgt und sich harmonisch in das Gesamtbild einer Sauna einfügt. Wir haben uns jedoch für ein Kunststofffenster entschieden, da diese oft günstiger und wartungsärmer sind. Da Kunststofffenster und die hohe Hitze in einer Sauna nicht optimal zusammenpassen, haben wir eine clevere Holzabdeckung konstruiert, die das Fenster schützt, wenn die Sauna in Betrieb ist.

Seitlich des Fensters wurden Kanthölzer mit einer 8 mm starken Nut verschraubt. Dazwischen kam ein Leimholzbrett, das ebenfalls 8 mm stark war und an dem wir noch einen kleinen Griff befestigten. Auch unterhalb des Fensters war ein entsprechendes Kantholz mit einer Nut angebracht. Das Brett lässt sich, wenn der Saunaofen in Betrieb ist, einfach nach unten schieben und das Fenster ist so optimal vor der Hitze geschützt. Diese Konstruktion ermöglicht eine flexible Nutzung: während des Saunierens ist das Fenster geschützt, danach kann es zur schnellen und effizienten Belüftung geöffnet werden.

Wie verschließe ich eine Sauna von außen?
Bevor die Sauna von außen verschlossen werden kann muss die Technik installiert werden. Hierzu gehört es, dass der Ofen aufgehangen und verkabelt wird. Allerdings auch Dinge wie die Elektrik für die Beleuchtung oder Belüftung (wir haben eine Dampfsauna gebaut und somit hier noch eine Belüftung).

Wir haben zudem in die Saunatür ein kleines Fenster eingebaut, um ein Gefühl von Offenheit zu vermitteln und das Innere der Sauna nicht zu beengt wirken zu lassen. Ein besonderes Highlight unserer Gartensauna ist eine große Glasscheibe, die wir in die Außenwand der Sauna integriert haben. Diese Scheibe bietet einen wunderschönen Blick in den Garten, während man entspannt in der Sauna sitzt – ein wahres Naturerlebnis. Für beide Fenster – das kleine in der Tür und die große in der Außenwand – haben wir Isolierglasscheiben verwendet, um den Wärmeverlust zu minimieren und die Energieeffizienz der Sauna zu gewährleisten.

Komfortzone Sauna: Bänke und Ofenschutz

Die Saunabänke sind das Herzstück des Komforts in Ihrer Sauna und müssen daher sorgfältig geplant und gebaut werden. Für die Saunabänke haben wir 23 x 40 mm starke Fichtenlatten verwendet. Diese sind gehobelt bei jedem Baustoffhändler oder in gut sortierten Baumärkten erhältlich und relativ günstig. Es ist jedoch von größter Bedeutung, diese Latten äußerst sorgfältig mit einem Excenterschleifer zu schleifen. Eine perfekt glatte Oberfläche verhindert Splitter und sorgt für ein angenehmes Gefühl auf der Haut, auch bei hohen Temperaturen.

Die Latten wurden von der Unterseite her mit der Unterkonstruktion der Bänke verbunden. Dies ist wichtig, da keine Schraubenköpfe oder Nägel an der Oberfläche sichtbar sein sollten, die sich aufheizen und Verbrennungen verursachen könnten. Bei der Planung der Sauna sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Liegefläche ausreichend groß ist, damit man sich auch als größere Person entspannt ausstrecken kann. Auch unterschiedliche Höhen der Bänke sollte man berücksichtigen. Die obere Bank sollte hoch genug sein, damit auch eine größere Person aufrecht sitzen kann, ohne mit dem Kopf an die Decke zu stoßen. Die Höhenunterschiede zwischen den Bänken sollten idealerweise zwischen 50 und 60 cm betragen, um ein bequemes Sitzen und Aufsteigen zu ermöglichen. Das von uns verwendete Holz für die Bänke haben wir bewusst nicht behandelt, um chemische Ausdünstungen bei Hitze zu vermeiden und das natürliche Holzgefühl zu bewahren.

Der Saunaofen ist das Zentrum der Hitzeerzeugung und muss aus Sicherheitsgründen geschützt werden. Wir haben aus den gleichen Fichtenlatten, die wir für den Bau der Saunabänke verwendet haben, einen Schutzrahmen um den Ofen herum gebaut. Dieser Schutz verhindert den direkten Kontakt zum Ofen, der äußerst schmerzhaft sein könnte, falls man versehentlich dagegen stößt. Durch den Abstand zwischen den Latten ist aber auch eine gute Luftzirkulation um den Ofen herum gewährleistet, was für eine effiziente Wärmeverteilung im Raum wichtig ist. Die gesamte Elektroinstallation des Saunaofens, einschließlich Fühler, Steuerung und Stromanschluss, sollte unbedingt von einem qualifizierten Fachmann durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um eine sicherheitsrelevante Arbeit, die nicht unterschätzt werden darf.

Lüftung und Türen: Die unsichtbaren Helden der Sauna

Neben dem Ofen und den Bänken spielen die Lüftung und die Saunatür eine entscheidende Rolle für ein optimales Saunaerlebnis und die Langlebigkeit Ihrer Anlage.

Effiziente Belüftung

Eine Sauna sollte nach Gebrauch immer gut belüftet werden, um die Feuchtigkeit abzuführen und die Lebensdauer der Holzkonstruktion zu verlängern. Da es sich hierbei um eine Gartensauna handelt, wollten wir zur Lüftung nicht einfach die Saunatür dauerhaft geöffnet lassen. Im Garten und am Gartenhaus rennt schon mal der eine oder andere Gartenbewohner (Tiere) herum, den wir nicht in der Sauna haben möchten. Wir haben, ebenso wie bei dem Fenster, eine clevere Konstruktion aus Kanthölzern mit einer Nut und einem Sperrholzbrett gebaut. Diese verschließbare Lüftungsöffnung ermöglicht eine gezielte Luftzirkulation, ohne dass die Tür offenstehen muss.

Die Saunatür: Ein präzises Meisterwerk

Das Bauen der Saunatür ist eine anspruchsvollere Arbeit, die man mit einer gut ausgestatteten Werkstatt und handwerklichem Geschick aber auch hinbekommen kann. Hier ist sehr sorgfältig zu arbeiten, da Saunatür und Zarge (der Türrahmen) einhundertprozentig zueinanderpassen müssen, damit die Tür auch absolut dicht schließt. Eine undichte Saunatür führt zu unnötigem Wärmeverlust und beeinträchtigt die Effizienz des Saunaofens. Wir haben in die Saunatür auch ein kleines Fenster eingebaut, um ein Gefühl von Weite zu schaffen und den Raum nicht zu beengt wirken zu lassen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Saunabau

Welches Holz ist am besten für den Saunabau geeignet?

Für den Innenausbau der Sauna eignen sich Hölzer, die wärmebeständig, harzarm und splitterfrei sind. Fichtenholz ist eine gängige und kostengünstige Wahl, wie in diesem Artikel beschrieben. Hochwertigere Optionen sind Pappelholz und Zedernholz, die sich durch ihre geringe Harzbildung und angenehmen Geruch auszeichnen. Für Bänke sind auch Abachi oder Espe sehr beliebt, da sie Wärme schlecht leiten und sich daher auch bei hohen Temperaturen angenehm anfühlen.

Muss der Saunaboden isoliert werden?

Die Isolierung des Saunabodens ist optional und hängt von der Nutzung und den klimatischen Bedingungen ab. Für gelegentlich genutzte Gartensaunen, wie in unserem Beispiel, kann darauf verzichtet werden. Bei häufiger Nutzung, insbesondere in kalten Wintern, oder um die Energieeffizienz zu maximieren, ist eine Dämmung des Bodens mit Materialien wie Mineralwolle empfehlenswert. Sie hilft, Wärmeverluste nach unten zu minimieren und die Sauna schneller aufzuheizen.

Sind Kunststofffenster in der Sauna sicher?

Grundsätzlich sind Kunststofffenster in einer Sauna aufgrund der hohen Temperaturen nicht die erste Wahl, da Kunststoff sich verformen oder Weichmacher freisetzen könnte. Wie im Artikel beschrieben, können sie jedoch mit einer speziellen Holzabdeckung, die das Fenster während des Betriebs schützt, sicher verwendet werden. Ideal sind spezielle Holzfenster oder Isolierglasscheiben für Saunen, die für diese extremen Bedingungen ausgelegt sind.

Wie tief muss das Fundament für eine Gartensauna sein?

Für eine Gartensauna sollte die Baugrube für das Fundament in der Regel etwa 25 Zentimeter tief ausgehoben werden. Dies ist notwendig, um eine frostgeschützte und stabile Basis zu schaffen. Die genaue Tiefe kann je nach Bodentyp und regionalen Frosttiefen variieren, aber 25 cm ist ein guter Richtwert für die meisten Anwendungen, insbesondere in Kombination mit einer verdichteten Schotterschicht.

Kann ich die Elektroinstallation für den Saunaofen selbst vornehmen?

Nein, die Elektroinstallation für den Saunaofen, einschließlich des Anschlusses des Ofens, der Steuerung und der Fühler, sollte unbedingt von einem zertifizierten Elektrofachmann durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um Hochspannungsanschlüsse und sicherheitsrelevante Arbeiten, bei denen Fehler schwerwiegende Folgen wie Brandgefahr oder Stromschläge haben können. Die Sicherheit Ihrer Sauna steht an erster Stelle.

Der Bau Ihrer eigenen Gartensauna ist ein Projekt, das sowohl handwerkliches Geschick als auch sorgfältige Planung erfordert. Doch die Mühe lohnt sich: Das Gefühl, in der selbstgebauten Sauna zu entspannen, ist unvergleichlich. Es ist ein Ort, der nicht nur körperliche Erholung bietet, sondern auch das Ergebnis Ihrer eigenen Arbeit und Hingabe widerspiegelt. Mit einem stabilen Fundament, einem durchdachten Innenausbau und der richtigen Materialwahl schaffen Sie sich ein langlebiges Wohlfühl-Paradies, das Ihnen und Ihrer Familie viele Jahre Freude bereiten wird. Genießen Sie die Früchte Ihrer Arbeit und tauchen Sie ein in die Welt der Entspannung, die Sie eigenhändig geschaffen haben.

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