Wie massiert man den Unterarm?

Tennis- & Golferarm: Schmerzfrei durch den Alltag

29/12/2023

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Der Tennisarm, medizinisch als Epicondylitis radialis humeri bekannt, und sein Gegenstück, der Golferarm (Epicondylitis ulnaris humeri), sind weit verbreitete Beschwerden, die entgegen ihrem Namen oft Menschen betreffen, die niemals einen Schläger in der Hand hielten. Es handelt sich um schmerzhafte Überlastungssyndrome der Sehnenansätze im Ellenbogenbereich, die den Alltag erheblich einschränken können. Ob beim Heben einfacher Gegenstände, beim Händedruck oder sogar bei der Arbeit am Computer – die stechenden oder ziehenden Schmerzen können hartnäckig sein und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Doch es gibt gute Nachrichten: In den meisten Fällen lassen sich diese Beschwerden ohne invasive Eingriffe erfolgreich behandeln. Dieser Artikel führt Sie durch die Ursachen, Symptome und die vielfältigen Therapiemöglichkeiten, die Ihnen helfen können, wieder schmerzfrei durchs Leben zu gehen und Ihre volle Beweglichkeit zurückzugewinnen.

Wie wird ein Tennisarm behandelt?
Wie wird ein Tennisarm behandelt? Die Beschwerden eines Tennisarms (Tennisellenbogens) oder Golferarms (Golferellenbogens) verschwinden meist nach einigen Monaten auch ohne größere Behandlung. Dehn- und Kräftigungsübungen können dazu beitragen, dass die Beschwerden schneller abklingen.
Inhaltsverzeichnis

Was genau ist ein Tennis- oder Golferarm?

Obwohl beide Begriffe umgangssprachlich oft synonym verwendet werden, bezeichnen sie unterschiedliche, wenngleich verwandte, Beschwerdebilder. Der Tennisarm betrifft die Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens, genauer gesagt die Ursprünge der Streckmuskulatur des Unterarms. Diese Muskeln sind für das Strecken des Handgelenks und der Finger zuständig. Wenn diese Sehnen durch wiederholte oder übermäßige Beanspruchung gereizt werden, können sich kleinste Mikroeinrisse bilden, die zu einer schmerzhaften Entzündungsreaktion führen. Der Golferarm hingegen lokalisiert sich an der Innenseite des Ellenbogens und betrifft die Sehnen der Beugemuskeln des Unterarms, die für das Beugen des Handgelenks und das Greifen verantwortlich sind. Beide Zustände sind das Ergebnis einer chronischen Überlastung.

Die Ursachen im Detail: Wenn Überlastung zum Schmerz wird

Die Hauptursache für die Entwicklung eines Tennis- oder Golferarms ist eine immer wiederkehrende Fehl- oder Überlastung der entsprechenden Unterarmmuskulatur. Dies geschieht, wenn dieselben Bewegungsabläufe über einen längeren Zeitraum hinweg oder mit zu hoher Intensität ausgeführt werden. Es ist dabei unerheblich, ob diese Belastung im Sport, im Beruf oder bei alltäglichen Tätigkeiten auftritt. Typische Beispiele sind:

  • Berufliche Tätigkeiten: Langes Arbeiten am Computer mit ungünstiger Maus- oder Tastaturhaltung, manuelle Handwerkstätigkeiten (Schrauben, Hämmern, Montieren), Fließbandarbeit, Friseurberufe.
  • Sportliche Aktivitäten: Ungenaue Technik bei Rückhand-Schlägen im Tennis, zu schwere Schläger, falsche Schwungtechnik beim Golf, Wurfsportarten, Klettern.
  • Freizeitaktivitäten: Häufiges Tragen schwerer Taschen, Gartenarbeit (Schneiden, Graben), Stricken oder Häkeln, Musizieren (z.B. Geige, Gitarre).

Die ständige Beanspruchung führt zu einer Ermüdung der Muskeln und Sehnen. Die Sehnen sind dann nicht mehr in der Lage, die Belastung adäquat abzufangen, was zu den bereits erwähnten Mikroeinrissen und einer schmerzhaften Entzündungsreaktion führt. Oft spielen auch unzureichende Aufwärmphasen, mangelnde Dehnung oder eine unzureichende Kräftigung der Muskulatur eine Rolle.

Symptome erkennen: Wann sollten Sie handeln?

Die Symptome eines Tennis- oder Golferarms entwickeln sich oft schleichend und können sich im Laufe der Zeit verstärken. Ein charakteristisches Anzeichen ist ein drückender, ziehender oder brennender Schmerz im Bereich des Ellenbogens – außen beim Tennisarm, innen beim Golferarm. Dieser Schmerz verstärkt sich typischerweise bei bestimmten Bewegungen:

  • Beim Tennisarm: Schmerz bei Streckbewegungen des Handgelenks, beim Drehen des Unterarms nach außen (z.B. beim Schrauben).
  • Beim Golferarm: Schmerz bei Beugebewegungen des Handgelenks, beim Drehen des Unterarms nach innen (z.B. beim Werfen).

Oft strahlen die Schmerzen vom Ellenbogen über die jeweilige Seite des Unterarms bis in die Hand aus. Dies kann selbst leichte Tätigkeiten wie das Anheben einer Tasse, das Öffnen einer Tür, das Händeschütteln oder das Schreiben am PC extrem schmerzhaft machen. Manchmal kann auch eine Schwäche im Handgelenk oder in der Hand wahrgenommen werden. Es ist wichtig, auf diese Anzeichen zu achten und frühzeitig zu handeln, um eine Chronifizierung der Beschwerden zu vermeiden.

Die konservative Behandlung: Erste Schritte zur Linderung

Die gute Nachricht ist, dass die meisten Fälle von Tennis- oder Golferarm mit konservativen Methoden erfolgreich behandelt werden können. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einem multimodalen Ansatz, der Ruhe, gezielte Übungen und gegebenenfalls unterstützende Therapien kombiniert.

Ruhe und Schonung: Die Basis jeder Genesung

Der erste und oft wichtigste Schritt ist die Schonung des betroffenen Arms. Dies bedeutet, alle Aktivitäten zu vermeiden, die Schmerzen verursachen oder verstärken. Auch wenn es schwerfällt, ist es entscheidend, dem überlasteten Gewebe Zeit zur Heilung zu geben. „Ruhigstellen“ bedeutet nicht immer absolute Immobilität, sondern eher eine Reduktion der schmerzverursachenden Bewegungen. In manchen Fällen kann eine vorübergehende Sport- oder Arbeitsunfähigkeit sinnvoll sein.

Schmerzmittel und Gele: Akuthilfe bei Entzündungen

Zur Linderung akuter Schmerzen und zur Bekämpfung der Entzündung können rezeptfreie Schmerzgele, die entzündungshemmende Wirkstoffe wie Diclofenac (z.B. Voltaren Schmerzgel) enthalten, direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Diese Gele dringen in die Haut ein und wirken lokal, wodurch systemische Nebenwirkungen minimiert werden. Bei stärkeren Schmerzen können auch orale entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAIDs) kurzfristig eingesetzt werden, jedoch immer in Absprache mit einem Arzt.

Bandagen und Orthesen: Unterstützung für den Ellenbogen

Eine spezielle Ellenbogenbandage oder -orthese kann eine wertvolle Unterstützung im Heilungsprozess sein. Diese Bandagen üben durch individuell angepasste Polster einen leichten, gezielten Druck auf die Unterarmmuskulatur aus, entlasten so die gereizten Sehnenansätze und stabilisieren das Ellenbogengelenk. Sie können dazu beitragen, Verspannungen zu lösen und Schwellungen abklingen zu lassen, was den Heilungsprozess beschleunigt. Eine Bandage sollte jedoch nicht dauerhaft getragen werden, sondern gezielt bei Belastung oder zur Unterstützung im Alltag.

Gezielte Übungen: Ihr Weg zur Stärkung und Vorbeugung

Regelmäßige und korrekt ausgeführte Übungen sind ein zentraler Bestandteil der Therapie und Prävention eines Tennis- oder Golferarms. Sie helfen nicht nur, bestehende Beschwerden zu lindern, sondern stärken auch die Muskulatur und Sehnen, um zukünftiger Überlastung vorzubeugen.

Dehnübungen: Flexibilität zurückgewinnen

Die Dehnung der überlasteten Muskulatur ist entscheidend, um Verspannungen zu lösen und die Flexibilität zu verbessern. Für den Tennisarm sind dies die Streckmuskeln des Unterarms:

Handgelenk-Dehnung (Streckmuskulatur): Strecken Sie den betroffenen Arm gerade nach vorne aus, die Handfläche zeigt nach unten. Lassen Sie die Finger locker nach unten zeigen, sodass der Handrücken zu Ihnen zeigt. Mit der anderen Hand greifen Sie die Finger der betroffenen Hand und ziehen sie sanft weiter nach unten, bis Sie eine leichte Dehnung an der Außenseite des Unterarms spüren. Halten Sie die Dehnung für 20-30 Sekunden und wiederholen Sie sie 3-5 Mal. Achten Sie darauf, dass der Schmerz nicht verstärkt wird, sondern nur eine angenehme Dehnung entsteht.

Für den Golferarm zielen die Dehnübungen auf die Beugemuskeln ab. Hierzu strecken Sie den Arm ebenfalls nach vorne, die Handfläche zeigt jedoch nach oben. Die Finger zeigen nach unten. Mit der anderen Hand ziehen Sie die Finger sanft nach unten, bis Sie eine Dehnung an der Innenseite des Unterarms spüren.

Kräftigungsübungen: Muskeln aufbauen, Belastbarkeit erhöhen

Besonders effektiv zur Stärkung der Sehnen und Muskeln haben sich exzentrische Übungen erwiesen. Diese Übungen wirken muskelverlängernd und fördern die Heilung der Sehnenstruktur.

Hantelheben und -senken (Exzentrisch für Strecker): Setzen Sie sich an einen Tisch und legen Sie den betroffenen Unterarm so auf die Tischplatte, dass die Hand mit der Faust und einer leichten Hantel (beginnen Sie mit 0,5 kg bis max. 1-2 kg) über die Tischkante hinausragt. Die Handfläche zeigt nach unten. Heben Sie nun das Handgelenk so weit wie möglich nach oben (konzentrisch) und senken Sie es dann sehr langsam und kontrolliert wieder ab (exzentrisch). Die Absenkphase sollte etwa doppelt so lange dauern wie das Anheben. Wiederholen Sie diese Übung 10-15 Mal für 2-3 Sätze. Alternativ können Sie die Hantel mit der gesunden Hand anheben und dann nur mit der betroffenen Hand langsam absenken, um die exzentrische Phase zu betonen.

Handtuch-Auswringen (Exzentrisch für beide): Nehmen Sie ein Handtuch, das Sie zu einer Rolle zusammenrollen. Halten Sie es mit beiden Händen fest und wringen Sie es aus, als würden Sie Wasser herausdrücken. Achten Sie darauf, dass Sie dabei sowohl die Streck- als auch die Beugemuskulatur beanspruchen. Wiederholen Sie dies 10-15 Mal.

Wie wird ein Tennisarm behandelt?
Wie wird ein Tennisarm behandelt? Die Beschwerden eines Tennisarms (Tennisellenbogens) oder Golferarms (Golferellenbogens) verschwinden meist nach einigen Monaten auch ohne größere Behandlung. Dehn- und Kräftigungsübungen können dazu beitragen, dass die Beschwerden schneller abklingen.

Ein spezieller Trainingsstab, wie der Flexbar, kann ebenfalls für exzentrische Übungen genutzt werden und ist oft noch effektiver als ein Handtuch, da er einen konstanten Widerstand bietet.

Faszientraining: Entspannung für das Gewebe

Das Ausrollen und -streichen der Faszien am Arm mithilfe einer Faszienrolle (idealerweise eine Mini-Faszienrolle) kann eine wohltuende Wirkung haben und zur Lockerung der Muskulatur beitragen. Faszien sind das Bindegewebe, das Muskeln und Organe umhüllt und bei Verspannungen ebenfalls Schmerzen verursachen kann.

Anwendung der Faszienrolle: Platzieren Sie eine Mini-Faszienrolle auf einem Tisch. Legen Sie den Handrücken des betroffenen Arms auf die Rolle. Bewegen Sie nun langsam den Arm hin und her, sodass die Rolle über den Unterarm gleitet. Rotieren Sie den Arm dabei leicht nach innen und außen, um verschiedene Muskelgruppen und Faszienzüge zu erreichen. Verweilen Sie an besonders schmerzhaften Punkten und üben Sie sanften Druck aus. Dies fördert die Durchblutung und löst Verklebungen.

Übungen für Zuhause: Einfach und effektiv

Auch ohne spezielle Geräte können Sie einfache Übungen in Ihren Alltag integrieren:

  • Leichte Stützübung gegen eine Wand: Stellen Sie sich mit dem Gesicht zur Wand, die Hände auf Schulterhöhe an die Wand gelegt. Lehnen Sie sich leicht nach vorne, sodass die Arme gebeugt werden, und drücken Sie sich dann wieder zurück. Dies aktiviert die Muskulatur ohne starke Belastung.
  • Handgelenksdehnung (variiert): Strecken Sie den Arm aus und lassen Sie die Finger nach unten zeigen, sodass die Handrücken zu Ihnen zeigen. Mit der anderen Hand drücken Sie die Finger sanft nach unten, um eine leichte Dehnung an der Unterarmaußenseite zu erzeugen.

Fortgeschrittene Therapien: Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen

Sollten die oben genannten konservativen Maßnahmen über einen längeren Zeitraum keine ausreichende Besserung bringen, gibt es weitere therapeutische Optionen, die in Absprache mit einem Facharzt für Orthopädie oder einem Handspezialisten in Betracht gezogen werden können. Das MVZ im Helios bietet hierfür umfassende Möglichkeiten der derzeit besten Therapien.

Physikalische Therapien: Kälte, Wärme und Ultraschall

  • Lokale Kälteanwendungen: Bei akuten Schmerzen und Entzündungen kann das Auflegen von Kühlpacks (nicht direkt auf die Haut!) helfen, Schwellungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern.
  • Lokale Wärmeanwendungen: In chronischen Phasen kann Wärme die Durchblutung fördern und zur Entspannung der Muskulatur beitragen.
  • Ultraschallanwendungen: Therapeutischer Ultraschall kann die Geweberegeneration anregen und Entzündungen reduzieren, indem er Mikrovibrationen im Gewebe erzeugt.

Stoßwellentherapie: Impulse für die Heilung

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine nicht-invasive Behandlung, bei der hochenergetische Schallwellen gezielt auf den schmerzenden Bereich am Ellenbogen gerichtet werden. Diese Stoßwellen können die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen, die Durchblutung verbessern und die Regeneration von geschädigtem Sehnengewebe fördern. Sie wird oft bei chronischen Sehnenentzündungen eingesetzt, die auf andere Therapien nicht ansprechen.

ACP-Therapie (Autologes Konditioniertes Plasma): Die Kraft des eigenen Blutes

Die ACP-Therapie, auch bekannt als PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma), nutzt die körpereigenen Heilkräfte. Hierbei wird dem Patienten eine geringe Menge Blut entnommen, das speziell aufbereitet wird, um ein hochkonzentriertes Plasma zu gewinnen, das reich an Blutplättchen und Wachstumsfaktoren ist. Dieses konzentrierte Plasma wird dann gezielt in den Bereich des geschädigten Sehnenansatzes injiziert. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen die Zellregeneration anregen, Entzündungen hemmen und somit den Heilungsprozess beschleunigen. Diese Methode hat sich als vielversprechend bei hartnäckigen Fällen erwiesen.

Tennisarm vs. Golferarm: Ein Vergleich

Um die Unterschiede noch einmal zu verdeutlichen, hier eine kurze Übersicht:

MerkmalTennisarm (Epicondylitis radialis humeri)Golferarm (Epicondylitis ulnaris humeri)
Betroffene SeiteAußenseite des EllenbogensInnenseite des Ellenbogens
Betroffene MuskelnStreckmuskulatur des UnterarmsBeugemuskeln des Unterarms
Typische BewegungSchmerz bei Handgelenkstreckung, Unterarm-AußenrotationSchmerz bei Handgelenkbeugung, Unterarm-Innenrotation
SchmerzausstrahlungOft über die Außenseite bis in den HandrückenOft über die Innenseite bis in die Handfläche
HäufigkeitDeutlich häufigerSeltener
UrsacheWiederholte Überlastung (z.B. Schrauben, Mausbedienung, Rückhandschlag)Wiederholte Überlastung (z.B. Werfen, Golfschwung, Greifen)
BehandlungÄhnliche konservative und physiotherapeutische AnsätzeÄhnliche konservative und physiotherapeutische Ansätze

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Obwohl ein Tennis- oder Golferarm oft von selbst abklingen kann, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Schmerzen:

  • Sehr stark sind und den Alltag erheblich einschränken.
  • Nicht innerhalb weniger Wochen durch Schonung und einfache Maßnahmen besser werden.
  • Wiederholt auftreten oder chronisch werden.
  • Mit Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder einer deutlichen Schwäche einhergehen, die auf eine Nervenbeteiligung hindeuten könnten.

Eine frühzeitige und präzise Diagnose durch einen Facharzt ist entscheidend, um die richtige Therapie einzuleiten und einem chronischen Verlauf vorzubeugen. Ihr Arzt kann andere Erkrankungen ausschließen und einen individuellen Behandlungsplan erstellen, der auf Ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie lange dauert die Heilung eines Tennisarms?

Die Heilungsdauer eines Tennis- oder Golferarms kann stark variieren. Leichte Fälle können innerhalb weniger Wochen abklingen, während hartnäckige oder chronische Fälle mehrere Monate, manchmal sogar über ein Jahr, dauern können. Geduld und konsequente Therapie sind entscheidend. Dehn- und Kräftigungsübungen können den Heilungsprozess erheblich beschleunigen.

Kann ein Tennisarm von selbst heilen?

Ja, in vielen Fällen verschwinden die Beschwerden auch ohne intensive Behandlung nach einigen Monaten. Allerdings kann der Verlauf sehr hartnäckig sein und den Alltag stark beeinträchtigen. Gezielte Maßnahmen können die Heilung beschleunigen und Rückfälle verhindern.

Was ist der Unterschied zwischen Tennis- und Golferarm?

Der Hauptunterschied liegt in der Lokalisation des Schmerzes und der betroffenen Muskelgruppe. Beim Tennisarm sind die Sehnen der Streckmuskulatur an der Außenseite des Ellenbogens betroffen, während beim Golferarm die Sehnen der Beugemuskeln an der Innenseite des Ellenbogens schmerzen. Die Ursachen (Überlastung) und viele Behandlungsmethoden sind jedoch ähnlich.

Welche Sportarten sind bei einem Tennisarm zu meiden?

Es sollten alle Sportarten oder Bewegungen vermieden werden, die den Schmerz im Ellenbogen auslösen oder verstärken. Dies kann Tennis (insbesondere die Rückhand), Golf, Klettern, Gewichtheben oder andere Aktivitäten mit starker Beanspruchung der Unterarmmuskulatur umfassen. Eine Pause oder die Anpassung der Technik ist oft notwendig.

Ist eine Operation bei Tennis- oder Golferarm immer notwendig?

Nein, eine Operation ist nur in sehr seltenen Fällen notwendig und wird in der Regel erst in Betracht gezogen, wenn alle konservativen Behandlungsmethoden über einen längeren Zeitraum (mindestens 6-12 Monate) keinen Erfolg gezeigt haben und die Schmerzen chronisch und unerträglich sind. Die überwiegende Mehrheit der Patienten profitiert von nicht-operativen Therapien.

Ein Tennis- oder Golferarm mag eine lästige und schmerzhafte Angelegenheit sein, doch mit dem richtigen Ansatz und der nötigen Geduld können Sie die Beschwerden effektiv in den Griff bekommen. Konsequente Schonung, gezielte Übungen, unterstützende Therapien und gegebenenfalls die Konsultation eines Spezialisten ebnen den Weg zurück zu einem schmerzfreien und aktiven Leben. Nehmen Sie Ihre Schmerzen ernst und beginnen Sie noch heute mit den Maßnahmen, die Ihnen helfen, Ihre Beweglichkeit und Ihr Wohlbefinden wiederzuerlangen.

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