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Die Zukunft des Swissôtels Oerlikon

07/09/2023

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Die Skyline von Zürich-Oerlikon prägte über Jahrzehnte ein markantes Gebäude: das Swissôtel. Einst als höchstes Gebäude der Stadt erbaut, erlebte es im September 2020 eine schmerzliche Zäsur, als es aufgrund der Coronavirus-Pandemie seine Pforten schliessen musste. Doch wo eine Tür sich schliesst, öffnet sich oft ein neues Kapitel. Für das ehemalige Swissôtel steht nun eine umfassende Revitalisierung an, die das Gebäude nicht nur wiederbeleben, sondern in ein vielseitiges Zentrum für Wohnen, Gastfreundschaft und Begegnung verwandeln soll.

Wie kommt man zum Neumarkt in Oerlikon?
Der Neumarkt Oerlikon liegt ganz zentral im Herzen von Oerlikon. Direkt neben dem frisch umgebauten Bahnhof Oerlikon. Egal ob Sie mit dem Auto oder mit dem öffentlichen Verkehr anreisen – es geht kaum einfacher. Die Anreise mit Tram und Bus könnte einfacher nicht sein.

Die Credit Suisse, Eigentümerin der Liegenschaft, hat ehrgeizige Pläne für das 28-stöckige Hochhaus. Die Vision ist es, das Gebäude durch eine «innere Verdichtung» und die Anreicherung mit vielfältigen Nutzungen zukunftsfähig zu machen. Dies markiert einen bedeutenden Wandel von einem reinen Hotelbetrieb hin zu einem gemischt genutzten Komplex, der den modernen Anforderungen an urbanen Lebensraum gerecht wird.

Ein Hotel mit reduziertem Fussabdruck, aber starker Präsenz

Trotz der umfassenden Transformation wird das Swissôtel seine Wurzeln als Hotel nicht gänzlich verlieren. Die Pläne sehen vor, den Hotelbetrieb auf eine reduzierte Fläche zu konzentrieren. Konkret sollen die ersten zwölf Etagen des Gebäudes weiterhin Hotelzimmer beherbergen. Diese Neuausrichtung ermöglicht es, die Effizienz des Hotelbetriebs zu optimieren und gleichzeitig Raum für neue, innovative Nutzungen zu schaffen. Die bewährten Mischnutzungen im Gebäudesockel, die bereits zuvor Konferenzräume, Restaurants und Verkaufsläden umfassten, sollen in angepasstem Umfang erhalten bleiben. Dies stellt sicher, dass das Gebäude weiterhin ein wichtiger Anlaufpunkt für Geschäftsreisende und Touristen bleibt, wenn auch in einer kompakteren Form.

Die Entscheidung, die Hotelnutzung zu verkleinern, spiegelt auch die veränderten Marktbedingungen und die Notwendigkeit wider, Immobilien flexibler zu gestalten. Durch die Konzentration auf die unteren Stockwerke kann ein effizienter Hotelbetrieb gewährleistet werden, während die oberen Etagen für ein neues Wohnkonzept erschlossen werden.

Wohnraum mit Weitsicht: Ein innovatives Konzept

Ab der dreizehnten Etage beginnt der aufregendste Teil der Neugestaltung: Hier entstehen rund 132 kleinere Wohneinheiten. Das geplante Wohnkonzept ist vielfältig und soll einen breiten Bewohnermix ansprechen. Von Micro-Apartments über Loft-Wohnungen bis hin zu Spezial- und Triplex-Wohnungen – die Auswahl ist darauf ausgelegt, unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebensstilen gerecht zu werden. Diese Diversität soll eine lebendige und dynamische Gemeinschaft innerhalb des Hochhauses fördern und einen Beitrag zur Attraktivität des Standorts Oerlikon leisten.

Die Schaffung von Wohnraum in einem so prominenten Gebäude ist ein klares Zeichen für die Urbanisierung und die Nachfrage nach zentral gelegenem Wohnraum mit guter Infrastruktur. Die Bewohner können von einer einzigartigen Aussicht über die Stadt profitieren und sind gleichzeitig optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

Der "Stadtbalkon": Ein neuer Treffpunkt für Oerlikon

Ein besonderes Highlight der Umbaupläne ist der sogenannte Stadtbalkon. Auf Höhe des zweiten Obergeschosses ist eine grosszügige Aussichtsterrasse geplant, die für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Über eine ausladende Treppenanlage vom Bahnhofsplatz her kommend, können Besucher diesen neuen städtischen Raum erreichen. Auf dem Stadtbalkon ist zudem eine überdachte Pergola vorgesehen, die sich ideal für externe Veranstaltungen eignet. Dies schafft nicht nur einen neuen Erholungsraum für die Bewohner und Hotelgäste, sondern auch einen belebten Treffpunkt für die gesamte Bevölkerung von Oerlikon.

Der Stadtbalkon unterstreicht die Absicht, das Gebäude stärker in das urbane Gefüge von Oerlikon zu integrieren und es nicht nur als privaten Komplex zu betrachten. Er bietet einen Mehrwert für das Quartier und fördert die soziale Interaktion im öffentlichen Raum.

Zeitplan und Übergangsnutzung: Ein nahtloser Übergang

Die Pläne für den Umbau und die Sanierungsarbeiten werden in Kürze im Amt für Baubewilligungen der Stadt Zürich öffentlich aufliegen. Ein Mediensprecher der Credit Suisse gab bekannt, dass das Bauvorhaben voraussichtlich zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Der Abschluss der Arbeiten wird frühestens im ersten Quartal 2024 erwartet.

Wie geht es weiter mit dem Haus in Oerlikon?
Eine auf dem Instagram-Profil der Stadt Oerlikon veröffentlichte Planauflage weist darauf hin, dass die Credit Suisse (CS) eine Sanierung und Revitalisierung des Gebäudes vornehmen will. Swissôtel Zürich-Oerlikon. Zum einen soll eine «innere Verdichtung» stattfinden und das Haus mit weiteren Nutzungen angereichert werden.

Während der Planungs- und Umbauphase steht das Gebäude jedoch nicht leer. Es ist eine Übergangsnutzung vorgesehen, die bis Ende 2021 andauern soll. Das Restaurant im Erdgeschoss wurde bereits an einen Betreiber vermietet, der es als Pop-up-Restaurant nutzt. Auch die Hotelzimmer können in dieser Übergangszeit monatlich gemietet werden, beispielsweise über flatfox.ch, zu Preisen ab 790 Franken. Dies zeigt die pragmatische Herangehensweise, Leerstand zu vermeiden und dem Gebäude auch während der Transformation Leben einzuhauchen. Der Startschuss für die eigentlichen Umbauarbeiten wird voraussichtlich im ersten Quartal 2022 fallen.

Die Akteure: Accor und Credit Suisse

Die ursprüngliche Schliessung des Swissôtels mit knapp 350 Zimmern und Suiten erfolgte durch Accor, die das 4-Sterne-Superior-Hotel in Zürich betrieben hatten. Trotz der Neuausrichtung und der Reduzierung des Hotelbereichs ist es wahrscheinlich, dass Accor weiterhin als Betreiber des Hotels auftreten wird. Die Credit Suisse steht diesbezüglich in engem Austausch mit der französischen Hotelkette, um den Hotelbetrieb fortzuführen.

Das Swissôtel selbst gehört seit Juli 2012 zum Portfolio des CS REF Hospitality, einem Immobilienfonds, der von Credit Suisse Asset Management verwaltet wird. Im Jahr 2016 ging der Betrieb des Hotels an Accor über. Diese Konstellation aus Eigentümer (CS REF Hospitality), Verwalter (Credit Suisse Asset Management) und Betreiber (Accor) zeigt die komplexen Strukturen hinter einem solchen Grossprojekt.

Oerlikon: Ein Quartier im Wandel – Die Anbindung des Neumarkts

Die Transformation des Swissôtels ist nur ein Beispiel für die dynamische Entwicklung des Quartiers Oerlikon. Dieser Stadtteil Zürichs hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Geschäfts-, Wohn- und Kulturzentrum entwickelt. Die hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist dabei ein entscheidender Faktor.

Ein weiteres Beispiel für die durchdachte Infrastruktur Oerlikons ist der Neumarkt, der eine direkte unterirdische Verbindung zum Bahnhof Oerlikon besitzt. Besucher und Bewohner können somit bei jedem Wetter trockenen Fusses zwischen dem Neumarkt und dem Bahnhof zirkulieren. Der Zugang vom Bahnhof befindet sich gleich hinter dem Coop, bei der Fahrrad-Unterführung. Vom Neumarkt aus ist der Zugang im Untergeschoss nach dem Denner, gegenüber dem Aufgang zum Swissôtel, zu finden. Diese nahtlose Integration von Einkaufszentren und Verkehrsknotenpunkten ist beispielhaft für die moderne Stadtplanung in Oerlikon und trägt massgeblich zur Lebensqualität bei.

Ausblick und Fazit

Die geplante Umgestaltung des ehemaligen Swissôtels ist ein ambitioniertes Projekt, das die urbane Landschaft von Zürich-Oerlikon nachhaltig prägen wird. Von einem reinen Hotelgiganten wandelt sich das Gebäude zu einem multifunktionalen Komplex, der Wohnen, Gastfreundschaft, Handel und öffentliche Räume miteinander verbindet. Diese Mischnutzungen sind ein Schlüssel zur Schaffung lebendiger und resilienter Stadtquartiere.

Der "Stadtbalkon" wird ein neuer Anziehungspunkt sein, die Wohnungen bieten moderne Lebensqualität mit bester Anbindung, und der reduzierte Hotelbetrieb sichert die Tradition der Gastfreundschaft. Mit dem Beginn der Bauarbeiten im ersten Quartal 2022 und der erwarteten Fertigstellung im ersten Quartal 2024 blickt Oerlikon einer spannenden Zukunft entgegen. Das ehemalige Swissôtel wird nicht nur ein Gebäude sein, sondern ein pulsierender Teil des städtischen Lebens, der die Geschichte des Ortes fortschreibt und gleichzeitig neue Massstäbe setzt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum musste das Swissôtel schliessen?
Das Swissôtel in Zürich-Oerlikon musste Ende September 2020 aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie schliessen.
Wer plant den Umbau des Gebäudes?
Die Credit Suisse plant die Sanierung und Revitalisierung des Gebäudes.
Wird das Gebäude wieder ein Hotel?
Ja, ein Teil des Gebäudes (die ersten 12 von 28 Stockwerken) soll wieder als Hotel betrieben werden. Der Rest wird für Wohnungen und öffentliche Bereiche genutzt.
Welche Art von Wohnungen entstehen im Gebäude?
Ab der 13. Etage sind rund 132 kleinere Wohneinheiten als Micro-, Loft-, Spezial- und Triplex-Wohnungen vorgesehen.
Gibt es öffentliche Bereiche im neuen Konzept?
Ja, es ist ein sogenannter "Stadtbalkon" auf Höhe des 2. Obergeschosses mit einer grossen Aussichtsterrasse und einer Pergola geplant, der öffentlich zugänglich sein wird.
Wann sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein?
Das Bauvorhaben soll zwei Jahre dauern und frühestens im ersten Quartal 2024 abgeschlossen sein.
Kann man Zimmer im Gebäude schon jetzt mieten?
Ja, während der Übergangsphase bis Ende 2021 können Zimmer ab 790 Franken monatlich über flatfox.ch gemietet werden.
Bleibt Accor der Hotelbetreiber?
Accor dürfte weiterhin als Betreiber des Hotels auftreten. Die Credit Suisse steht in engem Austausch mit der Hotelkette.
Wie ist der Neumarkt an den Bahnhof Oerlikon angebunden?
Der Neumarkt verfügt über eine direkte unterirdische Verbindung zum Bahnhof Oerlikon, die einen trockenen Zugang bei jedem Wetter ermöglicht.

Vergleich der Gebäudenutzung: Vorher vs. Nachher

Die geplante Transformation des ehemaligen Swissôtels stellt einen signifikanten Wandel in der Nutzung des ikonischen Gebäudes dar. Die folgende Tabelle veranschaulicht die wesentlichen Unterschiede zwischen dem früheren reinen Hotelbetrieb und dem künftigen Mischnutzungskonzept:

MerkmalVor der Schliessung (Swissôtel)Nach dem Umbau (Geplantes Konzept)
HotelnutzungKnapp 350 Zimmer und Suiten auf 28 StockwerkenHotelbetrieb auf den ersten 12 Etagen (reduzierter Umfang)
WohnnutzungKeine dedizierten WohneinheitenCa. 132 Wohneinheiten (Micro-, Loft-, Spezial-, Triplex-Wohnungen) ab der 13. Etage
Öffentliche/MischflächenRestaurant im Erdgeschoss, Konferenzräume, Verkaufsläden im Sockel"Stadtbalkon" mit Aussichtsterrasse und Pergola (öffentlich zugänglich), Konferenzräume, Restaurant, Verkaufsläden im Sockel
GesamtnutzungReines 4-Sterne-Superior-HotelMultifunktionaler Komplex mit Hotel, Wohnen, Gastronomie, Handel und öffentlichen Begegnungszonen
Primärer ZweckBeherbergung und KonferenzenUrbanes Wohnen, Gastfreundschaft, öffentliche Nutzung und Handel

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