Welche Arten von Mineralwasser gibt es?

Mineralwasser im Test: Klarheit im Flaschen-Dschungel

27/12/2021

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In einer Welt, in der die Auswahl an Getränken schier unendlich scheint, bleibt Mineralwasser für viele die erste Wahl, wenn es um gesunde Erfrischung geht. Es verspricht nicht nur Hydration, sondern auch eine Fülle wertvoller Mineralien, die tief aus der Erde stammen. Doch wie rein und unbedenklich ist unser Mineralwasser wirklich? Und können wir den Werbeversprechen der Hersteller blind vertrauen? Um Licht ins Dunkel zu bringen und Ihnen eine fundierte Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, verlassen sich Verbraucher in Deutschland auf die unabhängigen und strengen Prüfungen von Institutionen wie Stiftung Warentest und ÖKO-TEST.

Welche Arten von Mineralwasser gibt es?
Stiftung Warentest und ÖKO-TEST untersuchen regelmäßig und unabhängig voneinander Mineralwasser. Ob klassisch sprudelnd, medium oder stilles Mineralwasser - wir zeigen Ihnen die Testsieger.

Diese renommierten Organisationen nehmen regelmäßig die gängigsten Mineralwassersorten unter die Lupe, um deren Qualität, Reinheit und Mineralstoffgehalt zu bewerten. Ob sprudelnd, medium oder still – kein Wasser entgeht ihrem kritischen Blick. In diesem umfassenden Artikel fassen wir die wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Tests zusammen, beleuchten die Sieger und Verlierer und geben Ihnen wertvolle Tipps, worauf Sie beim Kauf Ihres Mineralwassers achten sollten, um das beste Produkt für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Inhaltsverzeichnis

Mineralwasser: Ein tiefer Blick in die Quelle der Reinheit

Der Name „Mineralwasser“ ist Programm: Es ist reich an Mineralien und Spurenelementen. Im Gegensatz zu unserem alltäglichen Leitungswasser, das aus oberflächennahen Quellen oder Grundwasserreservoirs stammt und oft aufbereitet wird, entspringt Mineralwasser ausschließlich aus tief liegenden, geschützten unterirdischen Wasservorkommen. Diese Isolation schützt es vor äußeren Einflüssen und verleiht ihm eine ursprüngliche Reinheit. Es wird direkt an der Quelle abgefüllt und darf nur minimal behandelt werden, um seine natürlichen Eigenschaften zu bewahren. Das ist das sogenannte Reinheitsversprechen. Doch bedeutet dieser natürliche Ursprung automatisch, dass Mineralwasser besser ist als Leitungswasser? Nicht unbedingt. Für die meisten Menschen ist Leitungswasser in Deutschland von hervorragender Qualität und völlig ausreichend, um den täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Es ist zudem die umweltfreundlichste und kostengünstigste Option. Dennoch schätzen viele Konsumenten den Geschmack und das Mineralienprofil von Mineralwasser.

Die Qualität des Mineralwassers in Deutschland ist generell hoch, doch wie die Tests zeigen, gibt es auch hier signifikante Unterschiede. Experten von Stiftung Warentest und ÖKO-TEST haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Unterschiede aufzudecken und zu bewerten. Ihre detaillierten Analysen helfen uns zu verstehen, welche Marken ihr Reinheitsversprechen halten und welche möglicherweise unerwünschte Substanzen enthalten.

Die großen Tests: Stiftung Warentest und ÖKO-TEST im Vergleich

Zwei der wichtigsten Verbraucherschutzorganisationen in Deutschland, Stiftung Warentest und ÖKO-TEST, prüfen regelmäßig Mineralwasser. Obwohl beide das Ziel haben, Verbrauchern Orientierung zu bieten, unterscheiden sich ihre Testschwerpunkte und Bewertungsmethoden oft. Stiftung Warentest legt großen Wert auf die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte und die allgemeine Qualität, während ÖKO-TEST häufig strengere Maßstäbe anlegt und auch geringste Spuren von potenziell kritischen Substanzen abwertet, selbst wenn diese unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen.

Stiftung Warentest: Die Ergebnisse im Detail

Die Stiftung Warentest hat in den letzten Jahren zahlreiche Mineralwässer in verschiedenen Kategorien getestet. Die Ergebnisse sind oft ermutigend, zeigen aber auch, dass selbst bei bekannten Marken Schwachstellen existieren können.

Classic-Mineralwasser: Sprudelnde Sieger

Für die Ausgabe 08/2024 untersuchte die Stiftung Warentest 29 Sorten Classic-Mineralwasser, also jene mit viel Kohlensäure. Das Gesamturteil war äußerst positiv: Elf Mineralwässer erhielten die Bestnote „sehr gut“, und weitere 14 wurden mit „gut“ bewertet, darunter auch zwei Classic-Quellwässer. Die verbleibenden vier Produkte schnitten „befriedigend“ ab, was bedeutet, dass keines der getesteten Wässer durchfiel – die schlechteste Note war eine immer noch akzeptable 3. Der unangefochtene Testsieger mit der Note 1,3 war das Saxonia Quelle Classic. Dicht gefolgt von einigen überzeugenden und preiswerten Eigenmarken der Discounter und Supermärkte, die mit einer Note von 1,4 ebenfalls hervorragend abschnitten und dabei oft nur 19 Cent pro Liter kosten:

  • Lidl Saskia Classic
  • Norma Surf Classic
  • Penny Classic
  • Aldi Quellbrunn Classic
  • Edeka Gut & Günstig Classic

Medium-Mineralwasser: Die goldene Mitte

Zuletzt wurden für die Ausgabe 7/2023 auch 29 Marken Medium-Mineralwasser von der Stiftung Warentest geprüft. Auch hier zeigte sich ein positives Bild, mit vielen Marken, die „sehr gut“ oder „gut“ abschnitten. Zu den Testsiegern in dieser Kategorie gehörten:

  • Aquintus Medium (Rewe)
  • Kaufland K-Classic Medium
  • Lidl Saskia Jessen Medium
  • Penny Medium Quintus Quelle

Die am schlechtesten bewerteten Marken in dieser Kategorie waren dm Ivorell Medium und Edeka Gut & Günstig Medium, die immerhin noch ein „befriedigend“ erhielten. Auch hier gab es also keine Produkte, die als mangelhaft eingestuft wurden.

Stilles Mineralwasser: Ruhe mit Überraschungen

Der Test von 32 stillen Mineralwässern in der Ausgabe 08/2021 zeigte ebenfalls ein überwiegend positives Ergebnis. Acht Wassermarken erreichten die Note „sehr gut“, während sechs Produkte „befriedigend“ oder schlechter abschnitten. Die Mehrheit der stillen Wässer erhielt die Note „gut“. Zu den besten Wassermarken im Test der Stiftung Warentest zählten:

  • Fürst Bismarck Still
  • Kaufland K-Classic Still
  • Lichtenauer Mineralquellen Pur
  • Aqua Vitale Naturelle
  • Lidl Saskia Still
  • Penny Elitess Still
  • Rewe Ja still

Die drei „Verlierer“ in diesem Test, die schlechter abschnitten, waren Healsi, Voss Artisan water from Norway und Rieser Urwasser Bio still. Trotz einer „guten“ Gesamtnote gerieten die Marken Volvic und Adelholzener naturell in Kritik, da die Stiftung Warentest hier eine erhöhte Konzentration kritischer Stoffe feststellte, die zu Abwertungen führte.

ÖKO-TEST: Nachhaltigkeit und Reinheit im Fokus

ÖKO-TEST ist bekannt für seine strengeren Kriterien und seinen Fokus auf Umweltverträglichkeit und das Vorkommen selbst geringster Spuren von Schadstoffen. Ihre Tests decken oft Aspekte auf, die bei anderen Prüfungen weniger Gewicht haben.

Classic-Mineralwasser: Sprudelnde Wahrheiten

In der Ausgabe 6/2024 testete ÖKO-TEST spritziges Mineralwasser. Von 54 Sorten schnitten 28 „sehr gut“ und 11 „gut“ ab – ein insgesamt erfreuliches Ergebnis. Allerdings fiel ein Wasser mit der Wertung „mangelhaft“ (Note 5) durch: die Marius Quelle Classic aus Sachsenheim. Im Labor wurden neben Pestizidabbauprodukten auch Bor nachgewiesen, was zur Abwertung führte. Zu den besten Wassersorten (classic) im Test der ÖKO-TEST gehörten unter anderem:

  • Adelholzener Classic
  • Gerolsteiner Sprudel

Medium-Mineralwasser: Die Balance finden

Auch Medium-Mineralwasser wurde von ÖKO-TEST genau unter die Lupe genommen. Rund die Hälfte der Marken schnitt mit „sehr gut“ ab, was die gute Qualität vieler Produkte unterstreicht. Allerdings fielen auch hier vier Wassermarken durch. Bei diesen abgewerteten Sorten wurden Spuren von Pestiziden, Uran, Bor und Nitrat gefunden. Zu den besten Wassersorten (medium) im Test der ÖKO-TEST gehörten unter anderem:

  • K-Classic Natürliches Mineralwasser Medium
  • Lidl Saskia Medium

Zu den schlechtesten Wassersorten (medium) im Test der ÖKO-TEST gehörte unter anderem Apollinaris Medium, das aufgrund der gefundenen Belastungen abgewertet wurde.

Wie viel Mineralwasser schneidet gut ab?
Öko-Test hat 53 stille Mineralwasser im Labor untersucht. Mehr als die Hälfte schneidet gut ab, doch aufgrund von zu hoher Belastung Schwermetallen und Keimen fallen diese 6 Wässer durch.

Stilles Mineralwasser: Stille Wasser sind oft tief

Der Test von stillem Mineralwasser durch ÖKO-TEST in der Ausgabe 10/2020 umfasste 98 Wassermarken. Viele schnitten „sehr gut“ oder „gut“ ab. Die Tester fanden jedoch bei einigen Sorten Belastungen mit unter anderem Schwermetallen wie Chrom (VI) und Arsen, was zu entsprechenden Abwertungen führte. Chrom (VI) ist als krebserregend eingestuft, und Arsen kann bereits in geringen Mengen Tumore und Nervenstörungen auslösen, auch wenn die gemessenen Gehalte unter den gesetzlichen Grenzwerten lagen. Diese strengere Bewertung macht den Unterschied zu anderen Tests aus.

Zu den besten Wassersorten (still) im Test der ÖKO-TEST gehörten unter anderem:

  • K-Classic Mineralwasser Still
  • Lidl Saskia Still

Zu den schlechtesten Wassersorten (still) im Test der ÖKO-TEST gehörten unter anderem Merkur Still, Evian und Volvic, die aufgrund von Belastungen abgewertet wurden.

Übersicht der Testergebnisse: Sieger und Verlierer im Vergleich

Um Ihnen einen schnellen Überblick zu ermöglichen, haben wir die Ergebnisse der wichtigsten Tests von Stiftung Warentest und ÖKO-TEST in übersichtlichen Tabellen zusammengefasst:

Stiftung Warentest: Die Top-Performer und ihre Herausforderer

KategorieTestsieger (Auszug, „Sehr Gut“)Abgewertete/Kritisierte Produkte
Classic-Mineralwasser (08/2024)Saxonia Quelle Classic, Lidl Saskia Classic, Norma Surf Classic, Penny Classic, Aldi Quellbrunn Classic, Edeka Gut & Günstig ClassicVier Produkte mit „Befriedigend“
Medium-Mineralwasser (07/2023)Aquintus Medium, Kaufland K-Classic Medium, Lidl Saskia Jessen Medium, Penny Medium Quintus Quelledm Ivorell Medium, Edeka Gut & Günstig Medium („Befriedigend“)
Stilles Mineralwasser (08/2021)Fürst Bismarck Still, Kaufland K-Classic Still, Lichtenauer Mineralquellen Pur, Aqua Vitale Naturelle, Lidl Saskia Still, Penny Elitess Still, Rewe Ja stillHealsi, Voss Artisan water from Norway, Rieser Urwasser Bio still (Kritik an Volvic, Adelholzener naturell)

ÖKO-TEST: Reinheit auf dem Prüfstand

KategorieTestsieger (Auszug, „Sehr Gut“)Durchgefallene/Abgewertete Produkte
Classic-Mineralwasser (06/2024)Adelholzener Classic, Gerolsteiner SprudelMarius Quelle Classic („Mangelhaft“ wegen Pestizidabbauprodukten, Bor)
Medium-MineralwasserK-Classic Natürliches Mineralwasser Medium, Lidl Saskia MediumVier Wassermarken („Mangelhaft“ wegen Pestiziden, Uran, Bor, Nitrat), u.a. Apollinaris Medium
Stilles Mineralwasser (10/2020)K-Classic Mineralwasser Still, Lidl Saskia StillMerkur Still, Evian, Volvic (wegen Schwermetallen, TFA)

Warum gibt es unterschiedliche Testergebnisse?

Es mag verwirrend erscheinen, dass ein und dasselbe Produkt in verschiedenen Tests unterschiedliche Bewertungen erhält. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen hängt das Ergebnis stark davon ab, wann ein Test durchgeführt wurde. Die Qualität von Mineralwasser kann sich über die Zeit ändern, und Hersteller passen ihre Prozesse an. Zum anderen legen die Testinstitute unterschiedliche Schwerpunkte. Während Stiftung Warentest oft die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte als Hauptkriterium heranzieht, bewertet ÖKO-TEST auch Spuren von Substanzen kritisch, die zwar noch innerhalb der gesetzlichen Norm liegen, aber aus Sicht der Umweltschützer oder Toxikologen bedenklich sind. So können beispielsweise Wässer, die bei Stiftung Warentest als „gut“ gelten, bei ÖKO-TEST aufgrund geringster Belastungen mit Schwermetallen oder Pestizidrückständen abgewertet werden. Dieser Ansatz von ÖKO-TEST zielt darauf ab, die Hersteller zu noch größerer Reinheit anzuhalten, auch über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.

Qualität und Belastungen: Was die Tests aufdecken

Die Tests von Stiftung Warentest und ÖKO-TEST offenbaren, dass das Reinheitsversprechen vieler Mineralwasser-Anbieter nicht immer vollständig erfüllt wird. Obwohl die Mehrheit der Wässer gute Ergebnisse erzielt, finden sich immer wieder unerwünschte Substanzen.

Schwermetalle und Halbmetalle

In einigen Produkten wurden erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen wie Chrom (VI) und Arsen festgestellt. Chrom (VI) ist nach der EU-Chemikalienverordnung als krebserregend eingestuft. Auch wenn die im Test gemessenen Gehalte von ÖKO-TEST als nicht akut giftig bewertet werden, kann eine Aufnahme über Jahre ein unnötiges Risiko darstellen. Arsen, ein giftiges Halbmetall, kann schon in geringen Mengen Tumore, Hautschäden, Entwicklungs- und Nervenstörungen auslösen. Auch wenn die Grenzwerte hier nicht überschritten werden, haben die Tester dies entsprechend deutlich abgewertet.

Pestizidabbauprodukte und weitere Chemikalien

Spuren von Pestizidabbauprodukten, Uran, Bor und Nitrat wurden in verschiedenen Wässern gefunden. Diese Substanzen gelangen oft durch landwirtschaftliche Aktivitäten oder geologische Gegebenheiten ins Grundwasser. Obwohl die Konzentrationen oft gering sind, weisen sie darauf hin, dass die Quellen nicht immer so unberührt sind, wie man es erwarten würde.

Trifluoressigsäure (TFA)

Eine besonders bemerkenswerte Entdeckung ist das Vorkommen von Trifluoressigsäure (TFA) in fast allen getesteten Produkten. TFA ist ein Abbauprodukt verschiedener industrieller Chemikalien und Pestizide. Ihre weite Verbreitung im Mineralwasser stellt das Image der ursprünglichen Reinheit in Frage. Obwohl die gesundheitlichen Auswirkungen von TFA in geringen Konzentrationen noch nicht vollständig geklärt sind, sehen die Tester das Vorkommen als unerwünscht an.

Keime

In einigen Fällen wurden auch zu viele Keime gefunden, was auf mangelnde Hygiene bei der Abfüllung oder Lagerung hindeuten kann. Dies ist besonders bei Produkten bedenklich, die für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobt werden.

Die Wahl des richtigen Mineralwassers: Was ist zu beachten?

Angesichts der Testergebnisse stellt sich die Frage: Welches Mineralwasser ist das gesündeste oder beste für mich? Die Antwort hängt von individuellen Bedürfnissen und Prioritäten ab.

Kohlensäuregehalt

Ob Classic, Medium oder Still – der Kohlensäuregehalt ist reine Geschmackssache. Stilles Wasser ist seit Jahren eines der beliebtesten Getränke in Deutschland, besonders bei Menschen bis 35 Jahre. Es ist sanft zum Magen und oft leichter zu trinken.

Welches Mineralwasser ist am gesündesten?
Stilles Mineralwasser sollte im besten Fall natriumarm sein, um den Körper nicht unnötig zu belasten. Empfehlenswert ist laut Ärzten zudem stilles Wasser mit viel Calcium. Des Weiteren ist stilles Wasser mit viel Magnesium reizvoll. Schon ab einem Magnesiumgehalt von 50 mg je Liter darf sich ein Mineralwasser als magnesiumhaltig bezeichnen.

Mineralstoffgehalt

Jedes Mineralwasser hat ein einzigartiges Mineralienprofil. Achten Sie auf den Gehalt an Calcium und Magnesium, die wichtige Elektrolyte für Knochen, Muskeln und Nerven sind. Wenn Sie einen Mangel ausgleichen möchten, können Sie gezielt nach Wässern mit hohem Gehalt dieser Mineralien suchen.

Eignung für Säuglingsnahrung

Für die Zubereitung von Babynahrung gelten strengere Kriterien. Das Wasser sollte besonders schadstoffarm sein und einen niedrigen Nitratgehalt aufweisen. Achten Sie auf Auslobungen wie „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ oder Prüfsiegel wie „SGS-Institut-Fresenius-geprüft“. Diese Wässer unterliegen strengeren Kontrollen und sind in der Regel frei von kritischen Substanzen.

Verpackung und Nachhaltigkeit

Die Tests bescheinigen stillem Mineralwasser aus der Glasflasche oft ein gutes Urteil, nicht nur wegen der Reinheit, sondern auch wegen der Nachhaltigkeit. Glas-Mehrwegflaschen sind umweltfreundlicher als Einweg-Plastikflaschen, da sie wiederbefüllt werden können und weniger Abfall produzieren. Auch wenn Kunststoff-Mehrwegflaschen eine gute Alternative sind, schneiden Glasflaschen in puncto Reinheit oft besser ab, da keine Mikroplastikpartikel ins Wasser gelangen können.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Wie die Tests zeigen, müssen gute Mineralwässer nicht teuer sein. Viele Eigenmarken der Discounter und Supermärkte schneiden hervorragend ab und bieten eine hohe Qualität zu einem Bruchteil des Preises von Markenprodukten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Mineralwasser

Ist Mineralwasser gesünder als Leitungswasser?

Nicht unbedingt. In Deutschland ist Leitungswasser von sehr hoher Qualität und wird streng kontrolliert. Es ist in der Regel ausreichend, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken und liefert ebenfalls Mineralien, wenn auch in variablen Mengen. Mineralwasser stammt aus geschützten Quellen und hat ein konstantes Mineralienprofil, ist aber nicht pauschal gesünder. Für die meisten Menschen ist Leitungswasser eine hervorragende und umweltfreundliche Alternative.

Welches Mineralwasser ist für Babynahrung geeignet?

Für Babynahrung sind Mineralwässer mit der Auslobung „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ zu bevorzugen. Diese Wässer müssen besonders strenge Grenzwerte für Nitrat, Nitrit, Natrium und andere potenziell schädliche Substanzen einhalten. Ein hoher Calcium- und Magnesiumgehalt ist wünschenswert, aber die Reinheit steht an erster Stelle. Achten Sie auf Siegel wie „SGS-Institut-Fresenius-geprüft“.

Warum wird Volvic oft kritisiert?

Volvic wurde in verschiedenen Tests kritisiert. Bei Stiftung Warentest (stilles Wasser, 08/2021) wurden erhöhte Konzentrationen kritischer Stoffe festgestellt, was zu einer Abwertung führte. ÖKO-TEST (stilles Wasser, 10/2020) bemängelte ebenfalls Belastungen, unter anderem mit Schwermetallen und Trifluoressigsäure. Diese Kritikpunkte betreffen die Reinheit, die das Unternehmen eigentlich verspricht.

Was bedeutet „sehr gut“ im Mineralwassertest?

Die Bewertung „sehr gut“ bedeutet, dass das Mineralwasser im Test die höchsten Qualitätsstandards erfüllt hat. Dies beinhaltet in der Regel eine ausgezeichnete mikrobiologische Qualität, eine sehr geringe oder gar keine Belastung mit unerwünschten Substanzen (wie Schwermetallen, Pestizidrückständen, TFA) und eine korrekte Deklaration der Inhaltsstoffe. Bei ÖKO-TEST fließt oft auch die Umweltfreundlichkeit der Verpackung in die Bewertung ein.

Was ist Trifluoressigsäure (TFA) und warum ist sie ein Problem?

Trifluoressigsäure (TFA) ist ein stabiles Abbauprodukt verschiedener Fluorchemikalien, die in der Industrie oder in Pestiziden verwendet werden. Sie ist sehr mobil und gelangt leicht in die Umwelt, auch ins Grundwasser. Das Problem ist, dass TFA in fast allen getesteten Mineralwässern gefunden wurde, was das Werbeversprechen der „ursprünglichen Reinheit“ untergräbt. Obwohl die gesundheitlichen Auswirkungen in den gefundenen Konzentrationen noch nicht abschließend geklärt sind, sehen Verbraucherschützer das Vorkommen als unerwünscht an, da es auf eine anthropogene Belastung der Quellen hinweist.

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