27/09/2023
Die Schwangerschaft ist eine einzigartige und oft transformierende Zeit im Leben einer Frau. Während dieser Monate steht das Wohlbefinden an erster Stelle, und viele werdende Mütter suchen nach Wegen, um sich zu entspannen, Stress abzubauen und ihren Körper zu unterstützen. Für all jene, die bereits vor der Schwangerschaft die wohltuende Wärme und die entspannende Atmosphäre der Sauna geschätzt haben, stellt sich unweigerlich die Frage: Muss ich während der Schwangerschaft auf dieses geliebte Ritual verzichten? Oder kann die Sauna sogar eine positive Wirkung auf mich und mein Baby haben?
Die gute Nachricht lautet: Ja, der Saunabesuch ist auch in der Schwangerschaft grundsätzlich erlaubt und kann sogar förderlich sein, vorausgesetzt, bestimmte Regeln und Vorsichtsmaßnahmen werden beachtet. Es ist jedoch entscheidend, genau zu wissen, wann die Sauna eine Quelle der Entspannung ist und wann sie besser gemieden werden sollte. Dieser Artikel beleuchtet umfassend alle Aspekte des Saunierens für Schwangere, von den gesundheitlichen Vorteilen bis zu den wichtigen Sicherheitstipps, damit Sie diese besondere Zeit in vollen Zügen genießen können – entspannt und sicher.

- Darf man in der Schwangerschaft in die Sauna? Die klare Antwort
- Vorteile des Saunierens für Schwangere: Mehr als nur Entspannung
- Wann sollte man die Sauna meiden? Kontraindikationen für Schwangere
- Risiken und Mythen: Was ist mit der Kerntemperatur des Babys?
- Wichtige Tipps für den Saunabesuch in der Schwangerschaft
- Sauna vs. Dampfbad: Welche Alternative ist besser für Schwangere?
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Saunieren in der Schwangerschaft
Darf man in der Schwangerschaft in die Sauna? Die klare Antwort
Um es gleich vorwegzunehmen: Wenn Sie bereits vor Ihrer Schwangerschaft regelmäßig in die Sauna gegangen sind, gesund sind und keine Risikoschwangerschaft oder Komplikationen vorliegen, dann steht dem Saunabesuch auch mit Babybauch prinzipiell nichts im Wege. Dies gilt sogar vom ersten Trimester an bis kurz vor der Geburt. Ihr Körper ist an die Hitze gewöhnt, und Ihr Kreislauf ist trainiert, mit den Temperaturschwankungen umzugehen.
Anders verhält es sich, wenn Sie ein Sauna-Neuling sind oder sich während des Saunierens unsicher fühlen. In diesem Fall raten Experten, insbesondere der Berufsverband der Frauenärzte e.V., dazu, in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten – also während des ersten Trimesters – auf den Saunabesuch zu verzichten. In dieser frühen Phase ist der Körper durch die hormonellen und physiologischen Umstellungen der Schwangerschaft bereits stark gefordert, und die zusätzliche Belastung durch die Hitze könnte einen untrainierten Kreislauf schnell überfordern. Ab dem zweiten Trimester können Sie sich jedoch vorsichtig an das Saunieren herantasten, wenn Sie sich danach fühlen und Ihr Arzt grünes Licht gibt.
Grundsätzlich gilt immer die Empfehlung, vor einem Saunabesuch während der Schwangerschaft Rücksprache mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Gynäkologen zu halten. Diese Fachleute kennen Ihre individuelle Situation, Ihre Gesundheit und den Verlauf Ihrer Schwangerschaft am besten. Sie können eine fundierte Einschätzung darüber geben, ob und unter welchen Bedingungen ein Saunabesuch für Sie als werdende Mutter eine gute Idee ist. Ihre Gesundheit und die Ihres Babys haben oberste Priorität.
Vorteile des Saunierens für Schwangere: Mehr als nur Entspannung
Regelmäßige Saunabesuche sind bekannt für ihre vielfältigen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Diese Vorteile können sich auch in der Schwangerschaft bemerkbar machen und das Wohlbefinden der werdenden Mutter auf besondere Weise fördern:
- Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems: Der Wechsel von Wärme und Kälte regt die Durchblutung an und trainiert die Blutgefäße, was den Kreislauf stabilisiert und stärkt. Dies kann dazu beitragen, typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Kreislaufprobleme zu mildern.
- Stärkung des Immunsystems: Die Hitze in der Sauna stimuliert die Produktion von weißen Blutkörperchen, was die Abwehrkräfte des Körpers stärkt und die Anfälligkeit für Infekte wie Erkältungen verringert. Eine robuste Immunabwehr ist in der Schwangerschaft besonders wichtig.
- Vorbeugung von Wassereinlagerungen (Ödemen): Durch das intensive Schwitzen in der Sauna kann überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper ausgeschieden werden. Dies wirkt der Bildung von Ödemen entgegen, die bei vielen Schwangeren, insbesondere in den Beinen und Füßen, auftreten können.
- Linderung von Gelenk- und Muskelschmerzen: Die Wärme entspannt die Muskulatur und kann Verspannungen im Rücken- und Beckenbereich lösen, die durch das wachsende Gewicht des Bauches entstehen können. Dies fördert die allgemeine Beweglichkeit und das Wohlgefühl.
- Reduzierung von Krampfadern und Thrombosen: Wie von Experten wie Prof. Dr. med. Eberhard Conradi, ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Sauna-Bundes, betont, kann der regelmäßige Wechsel von Wärme und Kälte die Venen entlasten und die Durchblutung verbessern. Dies hilft, dem erhöhten Druck auf die Venen entgegenzuwirken und das Risiko von Krampfadern und Thrombosen, die durch die Schwangerschaft begünstigt werden können, zu verringern.
- Psychisches Wohlbefinden und Stressabbau: Die tiefe Entspannung in der Sauna führt zur Ausschüttung von Endorphinen, den sogenannten Glückshormonen. Dies hellt die Stimmung auf, reduziert Stress und Ängste und fördert ein Gefühl von Ruhe und Ausgeglichenheit – Aspekte, die in der Schwangerschaft von unschätzbarem Wert sind.
- Positive Auswirkung auf die Geburt: Regelmäßige Saunabesuche können die Muskulatur, insbesondere im Beckenboden, entspannen und geschmeidiger machen. Eine entspannte Muskulatur kann dazu beitragen, die Geburtsdauer zu verkürzen und den Geburtsvorgang als weniger anstrengend zu empfinden.
Es ist faszinierend zu sehen, wie die Sauna nicht nur zur allgemeinen Gesundheitsförderung beiträgt, sondern auch spezifische Beschwerden der Schwangerschaft lindern und den Körper optimal auf die bevorstehende Geburt vorbereiten kann. Doch all diese Vorteile setzen voraus, dass man die Sauna bewusst und sicher nutzt.
Wann sollte man die Sauna meiden? Kontraindikationen für Schwangere
Trotz der vielen potenziellen Vorteile gibt es bestimmte Situationen und gesundheitliche Bedingungen, unter denen ein Saunabesuch während der Schwangerschaft absolut vermieden werden sollte. Die Gesundheit von Mutter und Kind hat immer Vorrang. Konsultieren Sie unbedingt Ihre Hebamme oder Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:
- Vorzeitige Wehentätigkeit: Die Wärme und die körperliche Anstrengung können Wehen auslösen oder verstärken, was ein Risiko für eine Frühgeburt darstellt.
- Verkürzter Gebärmutterhals: Dies ist ein Zeichen für ein erhöhtes Risiko einer Frühgeburt, und die Sauna könnte diese Gefahr zusätzlich erhöhen.
- Gestose (Schwangerschaftsvergiftung): Eine Gestose ist eine schwerwiegende Komplikation, die den Kreislauf und die Organe stark belastet. Die Hitze der Sauna würde diese Belastung unzulässig steigern.
- Bluthochdruck (Hypertonie): Schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck oder eine bereits bestehende Hypertonie können durch die Hitze in der Sauna verschlimmert werden, was gefährlich für Mutter und Kind sein kann.
- Ausgeprägte Krampfadern: Obwohl die Sauna Krampfadern vorbeugen kann, können bereits stark ausgeprägte Krampfadern durch die Hitze anschwellen und Beschwerden verursachen.
- Nierenprobleme: Bei vorbestehenden Nierenerkrankungen kann der Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen und die Belastung des Kreislaufs problematisch sein.
- Starke Kreislaufprobleme: Wenn Sie bereits in der Schwangerschaft unter Schwindel, Ohnmachtsanfällen oder anderen schweren Kreislaufproblemen leiden, ist die Sauna eine zu große Belastung.
- Risikoschwangerschaften und Schwangerschaftskomplikationen: Bei jeder Art von Risikoschwangerschaft oder wenn Komplikationen wie Blutungen, vorzeitige Plazentaablösung oder eine Plazenta praevia vorliegen, ist ein Saunabesuch strikt untersagt.
Diese Kontraindikationen sind ernst zu nehmen. Im Zweifelsfall oder bei Unsicherheiten ist es immer ratsam, auf den Saunabesuch zu verzichten und stattdessen andere, sicherere Entspannungsmethoden zu wählen. Ihre medizinische Fachkraft kann Ihnen hier die beste individuelle Empfehlung geben.
Risiken und Mythen: Was ist mit der Kerntemperatur des Babys?
Eine häufige Sorge von werdenden Müttern betrifft die potenzielle Auswirkung der Hitze auf das ungeborene Baby. Es gibt Studien, die eine erhöhte Körperkerntemperatur der werdenden Mutter mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen in der Organbildung und Neuralrohrdefekten (wie dem "offenen Rücken") in Verbindung bringen. Es ist wichtig, diesen Punkt differenziert zu betrachten.
Ihr Baby ist im Fruchtwasser und der Fruchtblase gut geschützt und bekommt von der Hitze in der Sauna nicht direkt etwas mit. Das Hauptanliegen ist die Erhöhung Ihrer eigenen Körperkerntemperatur. Problematisch wird es erst, wenn die Körperinnentemperatur der Mutter über 39°C bis 40°C steigt und über einen längeren Zeitraum auf diesem Niveau verweilt. Ein kurzer, gemäßigter Saunabesuch, wie er für Schwangere empfohlen wird, ist in der Regel nicht ausreichend, um die Körpertemperatur dermaßen zu erhöhen.
Dennoch ist Vorsicht geboten. Insbesondere kurz vor dem errechneten Geburtstermin sollten hohe Temperaturen sowie bestimmte ätherische Öle in Aufgüssen, wie beispielsweise Zedernholzöl, gemieden werden, da sie wehenfördernd wirken können. Wenn Sie sich in den letzten Wochen der Schwangerschaft befinden, genießen Sie das Saunabaden lieber ohne Aufguss oder wählen Sie sehr milde, unbedenkliche Aromen.
Bei Unsicherheiten oder wenn Sie sich Sorgen machen, sprechen Sie stets mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt. Sie können Ihnen genaue Informationen und beruhigende Erklärungen zu diesem Thema geben.
Wichtige Tipps für den Saunabesuch in der Schwangerschaft
Selbst wenn Sie eine erfahrene Saunagängerin sind, gibt es während der Schwangerschaft einige spezielle Punkte zu beachten, um den Saunabesuch sicher und wohltuend zu gestalten. Ihr Körper reagiert nun anders, und es ist entscheidend, auf seine Signale zu hören.
- Nicht übertreiben: Kürzere Aufenthalte sind während der Schwangerschaft empfehlenswert. Für ungeübte Saunagängerinnen sind 5 bis 10 Minuten pro Gang ausreichend, während erfahrene Saunagängerinnen maximal 15 Minuten bleiben sollten. Beschränken Sie sich auf zwei Saunagänge pro Besuch und nicht mehr als einen Saunabesuch pro Woche. Weniger ist hier oft mehr.
- Lieber etwas kühler: Vermeiden Sie klassische finnische Saunen mit Temperaturen um 90 Grad Celsius, da diese den Kreislauf stark belasten. Wählen Sie stattdessen mildere Saunatypen mit Niedrigtemperatur, bei denen die Temperaturen zwischen 50 Grad Celsius und 60 Grad Celsius liegen. Diese werden als angenehmer und gut verträglicher empfunden.
- Den Körper richtig vorbereiten: Um Ihren Kreislauf sanft auf die Wärme einzustimmen und die Durchblutung anzuregen, empfiehlt der Berufsverband der Frauenärzte e.V. vor dem Saunabesuch ein warmes Fußbad. Dies bereitet den Körper optimal vor und verringert das Risiko von Kreislaufproblemen.
- Ausreichend trinken: Durch das Schwitzen verlieren Sie Flüssigkeit. Es ist absolut entscheidend, diesen Verlust nach dem Saunieren umgehend auszugleichen. Trinken Sie reichlich Wasser, ungesüßte Fruchtschorlen oder isotonische Getränke. Eine gute Flüssigkeitszufuhr ist unerlässlich, um Dehydrierung und damit verbundene Kreislaufprobleme zu vermeiden.
- Auf die Hygiene achten: In öffentlichen Saunen ist es besonders wichtig, auf Hygiene zu achten. Legen Sie immer ein frisches, ausreichend großes Handtuch unter, um direkten Hautkontakt mit den Saunabänken zu vermeiden und Infektionen im Intimbereich vorzubeugen.
- Höre auf deinen Körper: Dies ist der wichtigste Tipp überhaupt. Auch wenn Sie vor der Schwangerschaft eine geübte Saunagängerin waren, kann Ihr Körper – insbesondere Ihr Kreislauf – nun völlig anders reagieren. Falls Ihnen schwindelig wird, Sie sich unwohl fühlen, Übelkeit verspüren oder Ihr Herz rast, brechen Sie den Saunabesuch sofort ab und verlassen Sie die Kabine. Ihr Körpergefühl ist Ihr bester Ratgeber.
- Ruhepausen einplanen: Gönnen Sie Ihrem Körper zwischen den Saunagängen und nach dem gesamten Saunabesuch ausreichend lange Ruhepausen. Entspannen Sie sich im Liegen, damit sich Ihr Kreislauf vollständig erholen kann. Eine kleine, sanfte Massage kann die Entspannung abrunden.
- Lieber zu zweit: Gerade bei Schwangeren besteht bei plötzlich auftretenden Kreislaufbeschwerden eine erhöhte Sturzgefahr. Es kann sehr beruhigend sein, nicht allein in der Sauna zu sein, sodass im Notfall schnell Hilfe geleistet werden kann.
- Richtig abkühlen: Nach dem Saunieren ist ein sanftes Abkühlen essenziell, um den Kreislauf nicht zu überfordern. Nutzen Sie einen Wasserschlauch und beginnen Sie langsam an den Füßen, arbeiten Sie sich über die Beine und Arme bis zum Rücken und Bauch vor. Vermeiden Sie abrupte Kaltwasseranwendungen wie Tauchbäder oder eiskalte Duschen, da diese den Kreislauf zu stark belasten könnten.
- Sitzplatz wählen: Setzen Sie sich in der Sauna auf die unteren Bänke. Dort sind die Temperaturen meist milder, und Sie können die Kabine im Notfall schneller verlassen.
Indem Sie diese Richtlinien befolgen, können Sie die Vorteile des Saunierens auch während Ihrer Schwangerschaft sicher genießen und sich optimal entspannen.
Sauna für Schwangere: Dos und Don'ts im Überblick
Um Ihnen eine schnelle Orientierung zu geben, haben wir die wichtigsten Empfehlungen für das Saunieren in der Schwangerschaft in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst:
| Was Sie tun sollten (Dos) | Was Sie vermeiden sollten (Don'ts) |
|---|---|
| Vorab ärztlichen Rat einholen (Hebamme/Gynäkologe). | Saunieren bei Risikoschwangerschaft oder Komplikationen. |
| Auf niedrige Temperaturen (50-60°C) setzen. | Hohe Temperaturen (90°C) in der klassischen finnischen Sauna. |
| Kurze Saunagänge (max. 10-15 Min.) und max. 2 Gänge pro Besuch. | Lange Saunagänge oder mehr als 2 Gänge pro Besuch. |
| Ausreichend Flüssigkeit (Wasser, Schorlen) trinken. | Dehydrierung riskieren oder zu wenig trinken. |
| Auf das eigene Körpergefühl hören und bei Unwohlsein abbrechen. | Schwindel, Übelkeit oder Herzrasen ignorieren. |
| Sanft und schrittweise abkühlen (Wasserschlauch, Füße zuerst). | Kaltes Tauchbad, Schnee oder extreme Temperaturwechsel. |
| Warmes Fußbad zur Vorbereitung auf den Saunagang. | Ohne jegliche Vorbereitung direkt in die Hitze gehen. |
| Ausreichend lange Ruhepausen zwischen den Gängen einplanen. | Ohne Erholung direkt zum nächsten Saunagang wechseln. |
| Auf Hygiene achten (immer ein frisches Handtuch unterlegen). | Ohne Unterlage auf die Saunabänke setzen. |
| Wehenfördernde Aufgüsse (z.B. Zedernholzöl) meiden, besonders zum Ende der Schwangerschaft. | Aromen und Aufgüsse verwenden, die Wehen auslösen könnten. |
| Nach Möglichkeit nicht alleine saunieren, falls Kreislaufprobleme auftreten. | Alleine saunieren, wenn Sie zu Kreislaufschwäche neigen. |
Sauna vs. Dampfbad: Welche Alternative ist besser für Schwangere?
Neben der klassischen Sauna gibt es auch andere Formen des Schwitzens, wie das Dampfbad oder die Dampfsauna. Viele Schwangere fragen sich, ob diese eine bessere oder sicherere Alternative darstellen.

Ein Dampfbad oder Hammam zeichnet sich durch niedrigere Temperaturen (oft um 40-50°C) aus, aber durch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von nahezu 100%. Während die mildere Temperatur auf den ersten Blick angenehmer erscheinen mag, kann die feuchte Hitze den Kreislauf stärker belasten als die trockenere Hitze der Sauna. Die hohe Luftfeuchtigkeit kann bei manchen Personen auch zu Atemnot führen.
Generell gilt: Wenn Sie sich für eine Art des Wärmebades entscheiden, wählen Sie milde Varianten, die Ihren Kreislauf schonen:
- Familiensauna: Mit Temperaturen zwischen 48 und 75 Grad Celsius ist sie oft eine gute Option, da sie weniger extrem ist als die klassische finnische Sauna.
- Dampfsauna / Aromabad: Hier liegen die Temperaturen zwischen 40 und 60 Grad Celsius, oft mit aromatischen Aufgüssen. Achten Sie hier auf die Art der verwendeten Aromen (siehe Hinweise zu wehenfördernden Ölen).
- Niedrigtemperatur-Sauna / Warmluftbad: Diese Saunen arbeiten mit Temperaturen von 45 bis 60 Grad Celsius und sind eine ausgezeichnete Wahl für Schwangere, da sie eine sanfte Wärme bieten.
- Infrarotsauna: Mit Temperaturen von nur 30 bis 40 Grad Celsius ist die Infrarotsauna besonders kreislaufschonend. Die Wärme dringt direkt in den Körper ein, ohne die Umgebungsluft stark zu erhitzen, was sie zu einer sehr guten Option für Personen mit empfindlichem Kreislauf macht.
Letztendlich hängt die Wahl zwischen Sauna und Dampfbad von Ihren individuellen Vorlieben und Ihrem Körpergefühl ab. Hören Sie auch hier genau auf die Signale Ihres Körpers und wählen Sie die Methode, bei der Sie sich am wohlsten und sichersten fühlen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Saunieren in der Schwangerschaft
Hier finden Sie Antworten auf weitere häufig gestellte Fragen zum Thema Sauna in der Schwangerschaft:
F: Ab wann darf ich in der Schwangerschaft in die Sauna gehen?
A: Erfahrene Saunagängerinnen können ab dem Beginn der Schwangerschaft (erstes Trimester) in die Sauna gehen, sofern keine Komplikationen vorliegen. Sauna-Neulinge sollten besser bis zum zweiten Trimester warten, um ihren Kreislauf nicht zu überfordern. In jedem Fall ist eine Ärzterücksprache mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Gynäkologen unerlässlich.
F: Wie lange darf ich als Schwangere in der Sauna bleiben?
A: Halten Sie sich pro Saunagang nicht länger als 10 bis 15 Minuten in der Kabine auf. Für ungeübte Schwangere reichen 5 bis 10 Minuten. Beschränken Sie die Anzahl der Gänge auf maximal zwei pro Besuch und einen Saunabesuch pro Woche.
F: Muss ich Angst um mein Baby haben wegen der Hitze?
A: Ihr Baby ist im Fruchtwasser gut geschützt. Eine normale, gemäßigte Saunanutzung, bei der die mütterliche Körperkerntemperatur nicht über 39°C steigt, ist in der Regel unbedenklich. Die kurzfristige und moderate Erhöhung der Körpertemperatur, die bei einem Saunagang auftritt, ist nicht ausreichend, um dem Baby zu schaden. Bei anhaltender Sorge sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
F: Welche Temperaturen sind für Schwangere in der Sauna geeignet?
A: Idealerweise sollten Schwangere Saunatypen mit Niedrigtemperatur zwischen 50°C und 60°C wählen. Vermeiden Sie sehr heiße Saunen über 75°C.
F: Kann Saunieren die Geburt beeinflussen?
A: Ja, regelmäßiges Saunieren kann die Muskulatur entspannen und geschmeidiger machen, was potenziell zu einer kürzeren und leichteren Geburt beitragen kann. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass hohe Temperaturen und bestimmte ätherische Öle (wie Zedernholzöl) gegen Ende der Schwangerschaft wehenfördernd wirken können. Seien Sie in den letzten Wochen besonders vorsichtig mit Aufgüssen.
F: Was ist der Unterschied zwischen Sauna und Dampfbad für Schwangere?
A: Eine Sauna hat trocken-warme Luft, während ein Dampfbad feucht-warm ist. Die feuchte Hitze im Dampfbad kann den Kreislauf stärker belasten als die trockenere Hitze der Sauna, auch wenn die Temperaturen niedriger sind. Milde, trockenere Saunatypen (wie Bio-Sauna, Warmluftbad) oder Infrarotsaunen werden für Schwangere oft als angenehmer und kreislaufschonender empfunden.
F: Kann ich mit Wassereinlagerungen (Ödemen) in die Sauna?
A: Ja, das Saunieren kann sogar helfen, Wassereinlagerungen zu reduzieren, da durch das Schwitzen überschüssige Flüssigkeit ausgeschieden wird. Achten Sie jedoch darauf, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und Kreislaufprobleme zu vermeiden.
F: Sollte ich eine Damensauna bevorzugen?
A: Wenn Sie sich in einer reinen Damensauna wohler fühlen, ist das eine gute Option. Viele öffentliche Saunen bieten spezielle Zeiten oder Bereiche nur für Frauen an, was das Gefühl von Privatsphäre und Komfort erhöhen kann.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Saunabesuch für viele Schwangere eine wunderbare Möglichkeit zur Entspannung und zur Förderung des Wohlbefindens sein kann. Der Schlüssel liegt in der Achtsamkeit, der richtigen Vorbereitung und dem Wissen um die eigenen Grenzen. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und suchen Sie im Zweifelsfall immer den Rat Ihrer medizinischen Fachkraft. So steht einem sicheren und wohltuenden Saunaerlebnis mit Babybauch nichts im Wege.
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