23/02/2023
Der Traum von einer eigenen Sauna ist für viele Menschen ein Inbegriff von Entspannung und Wohlbefinden. Doch die hohen Anschaffungskosten für eine professionell installierte Kabine schrecken oft ab. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Wissen und etwas handwerklichem Geschick können Sie Ihre persönliche Wohlfühloase auch selbst bauen. Ob im Keller, auf dem Dachboden oder in einem anderen ungenutzten Raum – ein individueller Saunabau ist nicht nur kostengünstiger, sondern ermöglicht auch eine perfekte Anpassung an Ihre räumlichen Gegebenheiten und persönlichen Vorstellungen. Dieser detaillierte Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess, von der ersten Planung bis zur vollständigen Fertigstellung Ihrer maßgeschneiderten Sauna. Erfahren Sie, welche Materialien und Werkzeuge Sie benötigen und wie Sie die einzelnen Bauphasen erfolgreich meistern, um Ihre private Wellness-Oase zu erschaffen.

- Die Planung Ihrer Traumsauna
- Zwei Wege zum Saunaglück: Freistehend oder Raumausbau?
- Schritt für Schritt zum Sauna-Gerüst
- Die Innenverkleidung: Ästhetik und Sicherheit
- Effiziente Wärmedämmung
- Der Saunaofen: Herzstück Ihrer Wärme-Oase
- Das Steuergerät: Die Kontrolle in Ihrer Hand
- Die richtige Belüftung: Frische Luft für Ihr Saunaerlebnis
- Die Saunatür: Sicherheit geht vor
- Komfort in der Kabine: Saunamobiliar
- Wichtige Sauna-Accessoires
Die Planung Ihrer Traumsauna
Bevor Sie mit dem eigentlichen Bau beginnen, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Dies ist der Grundstein für ein erfolgreiches Projekt und eine Sauna, die Ihren Bedürfnissen entspricht. Zunächst müssen Sie den idealen Standort für Ihre Kabine festlegen. Ein ebener, wasserfester Fußboden ist hierbei eine Grundvoraussetzung. Fliesen auf einer Isolierschicht bilden eine solide und langlebige Grundlage. Überlegen Sie, ob die Sauna als freistehende Kabine oder als Ausbau eines vorhandenen Raumes realisiert werden soll. Jede Option hat ihre spezifischen Anforderungen und Vorteile.
Nach der Standortwahl geht es an die Bestimmung der Größe und der gewünschten Ausstattung. Wie viele Personen sollen die Sauna gleichzeitig nutzen können? Welche Art von Ofen bevorzugen Sie? Diese Überlegungen beeinflussen den Materialbedarf erheblich. Erstellen Sie eine detaillierte Liste aller benötigten Baustoffe und Komponenten. Bestellen Sie den Saunaofen und das passende Steuergerät frühzeitig, da diese oft längere Lieferzeiten haben können. Auch das Bauholz sollte in ausreichender Menge und der benötigten Qualität eingekauft werden, um Verzögerungen im Bauprozess zu vermeiden. Eine präzise Planung spart Zeit, Nerven und unnötige Kosten.
Zwei Wege zum Saunaglück: Freistehend oder Raumausbau?
Für den Selbstbau Ihrer Sauna bieten sich grundsätzlich zwei bewährte Konstruktionsweisen an, die jeweils auf unterschiedliche räumliche Gegebenheiten zugeschnitten sind:
Die freistehende Rahmenkabine
Wenn die Saunakabine in einem größeren Raum aufgestellt werden soll und nicht direkt an bestehende Wände angebunden wird, ist die Rahmenbauweise die ideale Lösung. Bei dieser Methode montieren Sie ein selbsttragendes Gerüst aus Latten, das anschließend von innen und außen verkleidet wird. Zwischen den Verkleidungen werden Dämmmaterial und eine Feuchtigkeitssperre integriert. Eine solche Kabine steht freitragend und benötigt keine zusätzliche Befestigung an den Raumwänden. Sie bietet maximale Flexibilität bei der Platzierung und kann bei Bedarf auch an einen anderen Ort versetzt werden.
Der Ausbau eines vorhandenen Raumes
Wenn Sie einen kleinen Kellerraum, den Dachboden oder eine Nische in Ihrem Haus in eine Sauna umwandeln möchten, ist der Ausbau des Raumes die passende Wahl. Hierbei wird eine Unterkonstruktion aus Latten direkt an die bestehenden Wände geschraubt, ähnlich einer Profilholz-Verbretterung. Die Zwischenräume dieser Lattung werden anschließend mit wärmeisolierendem Dämmmaterial aufgefüllt. Um eine ausreichende Dämmstärke zu gewährleisten, müssen die Latten hierbei stärker dimensioniert sein als bei einer einfachen Wandverkleidung. Die Profilbretter für die Innenverkleidung werden dann verdeckt genagelt oder mit speziellen Profilholz-Krallen befestigt, um eine ästhetische und sichere Oberfläche zu schaffen.
Schritt für Schritt zum Sauna-Gerüst
Die Rahmenkonstruktion ist das Skelett Ihrer Sauna und erfordert Präzision. Als Baumaterial eignen sich ungehobelte Dachlatten (4 x 6 cm) aus Tanne oder Fichte oder Latten mit ähnlichen Maßen, die eine hohe Stabilität gewährleisten. Die Verbindungen der einzelnen Latten werden genagelt; für eine besonders robuste Verbindung empfehlen sich Spax-Schrauben mit Kreuzschlitz, besonders wenn Sie einen Elektroschrauber besitzen.
Beginnen Sie mit dem Zusammensetzen der beiden gleich großen Abschlussrahmen (Bodenrahmen B und Deckenrahmen C). Legen Sie zuerst den Bodenrahmen aus und richten Sie ihn mittels Unterkeilen exakt waagerecht aus. An den Ecken und als Begrenzung der späteren Türöffnung werden die senkrechten Latten (A) gesetzt. Diese verbinden Sie mit schräg gesetzten Stichnägeln sowohl mit dem Bodenrahmen als auch mit dem daraufgelegten Deckenrahmen. Zwischen die Senkrechten nageln Sie die Querstücke (G) ein. Richten Sie deren Abstände genau nach den Breitenmaßen Ihres Isoliermaterials aus, um eine lückenlose Dämmung zu ermöglichen.
Besondere Beachtung verdienen die senkrechten Stützen (H), die dort in den Rahmen eingesetzt werden, wo später die Saunabänke und der Ofen angehängt werden sollen. Diese Stützen sind auch an den Stellen erforderlich, an denen die Lüftungsöffnungen eingebaut werden. Sie gewährleisten die notwendige Stabilität für diese wichtigen Elemente.
Der stabile Türrahmen
Der fertige Türrahmen (E) wird sorgfältig zwischen zwei der senkrechten Latten (A) eingesetzt und sicher verschraubt. Eine solide Befestigung ist hier entscheidend, damit die Tür auch bei häufigem Gebrauch stabil bleibt und nicht aus dem Rahmen fällt. Zuletzt werden die Latten (F) angebracht, an denen später die Deckenbretter befestigt werden. Während aller Arbeiten am Rahmengerüst ist es von größter Wichtigkeit, ständig mit Winkel und Wasserwaage zu kontrollieren, ob alles gerade und rechtwinklig wird. Einzelne Bauteile wie die Rahmen für die Lüftungen und den Türrahmen sollten Sie bereits vorher zusammenfügen und dann in die Gesamtkonstruktion integrieren. Wenn der Raum groß genug ist, können Sie die gesamte Rahmenkonstruktion zunächst in der Raummitte zusammenbauen, die Außenverkleidung an den später schlecht zugänglichen Eckwänden anbringen und erst dann den gesamten Bau mit Hilfe eines Helfers in die Raumecke schieben und exakt ausrichten.
Diagonalverstrebungen und Außenverkleidung
Nachdem der Rahmen vernagelt oder verschraubt ist, sind die einzelnen Verbindungen zwar stabil, doch die gesamte Konstruktion ist noch nicht verwindungsfest. Sie benötigt Diagonalverstrebungen oder befestigte Flächen, um ein Verschieben des Rahmens zu verhindern. Bringen Sie provisorische Streben aus Resthölzern diagonal an, um den Rahmen zu stabilisieren, bis die Innenverbretterung angebracht ist. Richten Sie die Konstruktion dabei exakt mit einer Wasserwaage aus und verkeilen Sie sie. Schlagen Sie die Nägel für diese Streben nicht ganz ein, damit sie sich später leichter wieder entfernen lassen. Überprüfen Sie nach dem Anbringen der Streben nochmals mit der Wasserwaage, ob sich die Winkel durch Erschütterungen verschoben haben.
Für die Außenverkleidung der Kabine können Sie an den später nicht sichtbaren Seiten feuchtigkeitsbeständige, 10 mm starke Spanplatten verwenden. Die sichtbaren Wände hingegen erhalten eine dekorative Profilholz-Verkleidung. Sie können hierfür das gleiche Material wie für die Innenverkleidung nutzen oder die Außenwände farblich an die umgebenden Raumwände anpassen, um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen.
Die Innenverkleidung: Ästhetik und Sicherheit
Nachdem das Rahmengerüst stabilisiert ist, beginnt die Innenverkleidung der Kabine. Ein entscheidender Schritt ist hierbei das Anbringen der Dampfsperre: Über alle Innenflächen wird eine Alufolie gespannt und mit Tackerklammern oder kleinen Nägeln befestigt. Diese Schicht verhindert, dass Feuchtigkeit in die Dämmung eindringt und dort Schäden verursacht.
Für die Innenverkleidung selbst empfehlen sich Profilbretter aus unbehandeltem Holz wie Hemlock oder Fichte in A-Sortierung. Spezielle Profile für den Saunabau verfügen über besonders lange Federn, die auch bei starkem „Arbeiten“ des Holzes keine Ritzen zwischen den einzelnen Brettern entstehen lassen. Ein Blockhaus-Profil kann Ihrer Sauna zudem einen besonders rustikalen Charakter verleihen, gefertigt aus ausgesuchter ast- und harzfreier Fichte.
Die Anbringung der Profilbretter erfolgt entweder mit Profilholz-Krallen, wie man sie von normalen Wandverbretterungen kennt, oder durch verdecktes Nageln. Hierbei werden die Nägel in die untere Flanke der Nut geschlagen und von der Feder des nächsten Brettes verdeckt. Wenn Sie einen Elektrotacker mit schmaler Spitze besitzen, können Sie die Bretter auch damit befestigen. Es ist absolut entscheidend, dass Sie auf keinen Fall sichtbar nageln oder schrauben! Die Nagel- oder Schraubenköpfe würden sich bei der Nutzung der Sauna extrem aufheizen und könnten zu schmerzhaften Verbrennungen führen. Eine rustikale Alternative bietet eine Stülpschalung aus Schwartenbrettern. Diese werden sichtbar genagelt, wobei jeder einzelne Nagel mit einem Senkstift so tief in das Holz eingetrieben werden muss, dass eine Berührung mit der Haut ausgeschlossen ist. Unabhängig von der gewählten Holzart oder dem Profil: Die Verkleidung darf niemals lasiert oder gewachst werden, da dies bei Hitze schädliche Dämpfe freisetzen könnte.
Markieren Sie auf der Innenverkleidung sorgfältig die Lage der senkrechten Latten und Querstreben. Dies ist wichtig, da Sie später beim Anbringen des Ofens und der Bänke die Schrauben genau in diese tragenden Elemente setzen müssen, um eine sichere Befestigung zu gewährleisten.
Effiziente Wärmedämmung
Um keine wertvolle Heizenergie zu verschwenden und einen effizienten Saunabetrieb zu gewährleisten, ist eine sorgfältige Isolierung der Saunawände und -decke unerlässlich. Hierfür können Sie einfache Mineralwolle verwenden, die in jedem gut sortierten Baumaterialhandel erhältlich ist. Es ist nicht zwingend erforderlich, eine Qualität zu wählen, die nach DIN 4102 bis 1800°C temperaturbeständig ist, da die direkte Hitzeeinwirkung auf die Dämmung durch die Innenverkleidung und die Dampfsperre reduziert wird.
Bei einer Lattenstärke von 6 cm empfiehlt sich eine Isoliermattenstärke von 7 cm. Diese wird beim Einbau leicht zusammengepresst, wodurch eine optimale Füllung der Zwischenräume zwischen den Latten erreicht wird. Mineralwolle ist in Matten- oder Rollenform erhältlich, oft auch mit einer seitlich überstehenden, einseitigen Alu-Kaschierung. Schneiden Sie die einzelnen Dämmteile etwas größer zu als die Felder zwischen den Latten. Nur wenn das Material diese vollständig ausfüllt, dichtet es effektiv gegen Wärmeverluste ab. Sollten sich kleine Hohlräume bilden, stopfen Sie diese gründlich mit möglichst loser Mineralwolle aus. Je besser Sie isolieren, desto weniger Energie verbrauchen Sie später beim Saunabetrieb, was sich langfristig in geringeren Heizkosten niederschlägt. Beim Anbringen der Isolierung sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen, da die feinen Mineralwoll-Teilchen die Haut reizen können. Ebenso wie die Wände muss auch die Decke der Kabine gegen Wärmeverluste gedämmt werden. Ist der Raum zwischen Innen- und Außenverkleidung zugänglich, kann die Mineralwolle hier auch nachträglich eingebracht werden.
Der Saunaofen: Herzstück Ihrer Wärme-Oase
Der Saunaofen ist das zentrale Element, das Ihre Kabine auf die gewünschte Temperatur bringt. Obwohl es auch holz- oder gasbetriebene Öfen gibt, wird in den meisten Fällen einem elektrischen Ofen der Vorzug gegeben. Er erfordert den geringsten Installationsaufwand und ist daher am einfachsten aufzustellen. Da ein Saunaofen in der Regel nur für einige Stunden betrieben wird, spielen die bei einem Elektroofen etwas höheren Energiekosten im Vergleich zu den Installationskosten und dem Komfort eine untergeordnete Rolle.
Elektrische Heizwiderstände erhitzen vulkanische Steine, die dann Wärme an die Raumluft abgeben. Genau genommen sind Steine bei modernen Elektroöfen nicht mehr zwingend erforderlich, da die Luft auch direkt durch die Heizkörper erwärmt werden kann. Doch die Steine sind nicht nur dekorativ, sondern sorgen auch für das charakteristische Zischen beim Aufgießen von Wasser, das viele Saunagänger schätzen. Es gibt heute auch Saunaöfen, die ganz ohne Steine funktionieren und Dampf erzeugen können.
Die Größe und Heizleistung des passenden Ofens richten sich nach dem Rauminhalt Ihrer Kabine. Als Faustregel gilt, dass Sie für einen Kubikmeter Kabinenraum eine Heizleistung von 1000 Watt benötigen. Bei Kabinengrößen von über sechs Kubikmetern reicht eine Leistung von 0,75 kW für jeden weiteren Kubikmeter aus, und bei Größen über 16 Kubikmetern genügen 0,5 kW pro zusätzlichem Kubikmeter. Öfen für den Hausgebrauch leisten typischerweise zwischen 6 und 12 kW. In den montierten Ofen legen Sie ausschließlich Steine vulkanischen Ursprungs. Nur diese sind in der Lage, die hohen Temperaturen auszuhalten, ohne zu platzen.
Wandbefestigte Öfen nehmen am wenigsten Raum ein und erleichtern die Reinigung des Bodens. Allerdings haben das Metallgehäuse und die eingefüllten Steine ein beträchtliches Gewicht, weshalb eine stabile Befestigung unerlässlich ist. Stellen Sie sicher, dass sich an den Stellen, wo die Schrauben eingedreht werden, hinter der Innenverbretterung eine ausreichend starke Lattenkonstruktion befindet. Um die Berührungsgefahr mit dem heißen Ofen zu verringern, sollte er immer durch ein Holzgitter abgeteilt sein. Ein selbst gezimmerter Lattenrahmen um den Ofen dient als Sicherheitsgitter und schützt effektiv vor schmerzhaften Verbrennungen. Es gibt auch moderne, platzsparende Saunaöfen, die sich hinter einer flachen Verblendung aufstellen lassen und mit halbautomatischen Aufguss-Systemen arbeiten, ohne Steine zu benötigen.
Das Steuergerät: Die Kontrolle in Ihrer Hand
Das Steuergerät ist das Gehirn Ihrer Sauna, das alle elektrischen Funktionen schaltet und überwacht. Es muss unbedingt zum Ofen passen und sollte idealerweise zusammen mit diesem gekauft werden, um eine optimale Abstimmung auf die Heizleistung des Ofens zu gewährleisten. Ein grundlegendes Steuergerät sollte folgende Funktionen bieten:
- Einen Hauptschalter, um im Notfall alle elektrischen Geräte sofort abschalten zu können.
- Eine Schaltmöglichkeit für die Kabinenbeleuchtung.
- Einen Schalter zum Ein- und Ausschalten des Ofens.
- Ein Thermostat, mit dem die Temperatur in der Kabine von 50 bis 110°C reguliert werden kann.
- Eine Sicherheits-Schaltung, die den Ofen bei einer Lufttemperatur von über 140°C automatisch abschaltet, um Überhitzung zu verhindern.
Steuergeräte der gehobenen Preisklasse bieten zusätzliche Funktionen, wie zum Beispiel eine Elektronik, die die Kabinentemperatur konstant hält (mit einer Abweichung von nur 1 bis 2 Grad Celsius, im Gegensatz zu herkömmlichen Thermostaten, die mit Toleranzen von ±10 Grad Celsius arbeiten). Eine elektronische Schaltuhr kann zudem so programmiert werden, dass sich der Saunaofen zu einer vorgewählten Zeit einschaltet. Auch das automatische Ausschalten des Ofens nach einer bestimmten Betriebsdauer (z.B. 3, 4 oder 6 Stunden) wird von ihr übernommen, was Komfort und Sicherheit erhöht.
Montieren Sie das Steuergerät am besten an der Außenwand der Kabine, direkt neben der Tür. So ist es im Notfall sofort erreichbar. Es darf auf keinen Fall in der Nähe der Dusche oder des Tauchbeckens angebracht werden, um das Risiko von Wasserschäden oder Stromschlägen zu minimieren.
Wichtiger Hinweis zur Elektroinstallation
Die hohe Leistungsaufnahme eines Saunaofens erfordert in der Regel einen Drehstromanschluss mit gesonderter Absicherung. Die Elektroinstallation dürfen Sie auf keinen Fall selbst ausführen. Der Gesetzgeber erlaubt grundsätzlich nur Fachleuten, Arbeiten an elektrischen Anlagen durchzuführen. Informieren Sie sich unbedingt bei einem qualifizierten Elektriker, der die Installation sicher und gemäß den geltenden Vorschriften vornimmt.
Die richtige Belüftung: Frische Luft für Ihr Saunaerlebnis
Die Belüftung der Sauna ist ein oft unterschätzter, aber entscheidender Faktor für ein angenehmes und gesundes Saunaerlebnis. Die Öffnungen für die Be- und Entlüftung der Saunakabine haben eine wichtige Aufgabe: Sie sorgen für die Abführung der feuchten, verbrauchten Luft und ersetzen sie permanent durch frische Luft. Dabei ist es essenziell, dass die Öffnungen so angebracht sind, dass man nicht im unangenehmen Luftzug sitzt.
Der beste Platz für die Zuluftöffnung befindet sich unterhalb des Ofens. Die hier eintretende kalte Außenluft wird sofort erwärmt und wirkt somit nicht als störender Zug. Die Öffnung für die Abluft sollte sich diagonal gegenüber, im oberen Bereich der Kabine befinden. Da die Zuluft dem Raum vor der Saunakabine entnommen wird, sollten Sie dort keine stark riechenden Güter lagern, die unangenehme Gerüche in die Sauna bringen könnten.
Um die Luftmenge regulieren zu können, versehen Sie die Fensteröffnungen mit Schiebern aus Sperrholz. Die dafür benötigten kleinen Rahmen werden oft mitgeliefert, oder Sie können sie leicht selbst bauen und in die Innenverkleidung der Sauna setzen. Es ist absolut wichtig, dass Sie auf gar keinen Fall Metallgitter oder Lüftungsrosetten verwenden. Diese würden bei der großen Hitze in der Kabine extrem heiß werden und könnten zu schweren Verbrennungen führen. Auch Ventilatoren oder Kunststoffteile dürfen für die Öffnungen nicht verwendet werden, da die Hitze auch für sie zu groß wäre und sie schmelzen oder schädliche Dämpfe abgeben könnten.
Die Saunatür: Sicherheit geht vor
Auch wenn Sie Ihre Saunakabine selbst bauen, sollten Sie die Tür unbedingt fertig kaufen. Saunatüren sind in verschiedenen Abmessungen und Ausführungen erhältlich und werden mit einem einbaufertigen Rahmen geliefert. Sie verfügen über die nötigen Sicherheitsbeschläge, die jederzeit ein problemloses Öffnen von innen ermöglichen – ein entscheidender Aspekt für Ihre Sicherheit. Die Standardausführung einer Saunatür ist innen und außen mit Fichtenholz verkleidet und gemäß DIN 4102 isoliert. Für mehr Licht und Einblick gibt es auch Türen mit zwei Isolierglasscheiben, die ebenfalls mit einem passenden Einbaurahmen geliefert werden.
Komfort in der Kabine: Saunamobiliar
Für Liegen und Bänke sind Pappel oder Abachi die am besten geeigneten Hölzer. Diese splitterfreien Hölzer sind an ihren Kanten bereits leicht abgerundet und die Oberfläche ist geschliffen, was für ein angenehmes Hautgefühl sorgt. In Baumärkten können Sie spezielle Saunabank-Latten aus diesen Materialien kaufen. Diese Latten werden auf Querriegeln aus preiswertem Fichtenholz mit einem Abstand von etwa 1,5 cm zu 50 bis 60 cm breiten Liegeflächen zusammengesetzt. Dieser Abstand ist entscheidend für eine ausreichende Luftzirkulation in der Kabine und ermöglicht ein schnelles Trocknen des Holzes. Einfache Latten dienen als Auflage für die Bänke und werden in entsprechender Höhe fest an die Kabinenwände geschraubt.
Höhenunterschiede für individuellen Genuss
Es empfiehlt sich, Liegen und Sitzbänke in verschiedenen Höhen einzuplanen, um die Hitzeeinwirkung individuell dosieren zu können. Die unterste Stufe sollte in etwa 45 cm Höhe liegen, die nächste in etwa 90 cm Höhe. Die genaue Aufteilung richtet sich nach der Größe Ihrer Kabine; sowohl reine Sitzbänke als auch längere Liegeflächen sind möglich. Die verschiedenen Sitzhöhen sind wichtig, da die Hitze in einer Sauna nach oben steigt. Auf der unteren Bank kann es leichter zu Dauerschwitzen kommen, was Herz und Kreislauf übermäßig belasten kann. Hier ist besondere Vorsicht geboten!
Alle Schrauben, die für die Befestigung des Mobiliars verwendet werden, müssen aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit rostgeschützt sein und sollten ausschließlich von der Unterseite in die Hölzer gedreht werden. So vermeiden Sie gefährliche Berührungen mit aufgeheizten Schraubenköpfen, die zu Verbrennungen führen könnten. Für eine gründliche Reinigung der Kabine ist es praktisch, die Bänke und Liegen lose auf die Latten an den Wänden aufzulegen oder sie so zu konstruieren, dass man sie leicht hochklappen kann. Dies verschafft Ihnen mehr Bewegungsfreiheit und erleichtert die Hygiene. Die einfachsten Liegen bestehen aus einem Querstück, zwei Randlatten und den zur Liegefläche zusammengesetzten Saunabank-Latten. Zwei untereinander gesetzte Randlatten genügen, um eine kleine Rückenlehne für die tiefergelegene Liegenstufe zu schaffen. Zwischen die Liegenstufen können Sie eine Verblendung aus breiteren Brettern setzen, auch hierfür eignen sich Abachi oder Pappel.
Wichtige Sauna-Accessoires
Neben der Grundausstattung gibt es einige Accessoires, die das Saunaerlebnis komplettieren und für zusätzlichen Komfort und Sicherheit sorgen:
- Beleuchtung: Eine gemütliche, nicht zu dunkle Beleuchtung ist wichtig. Spezielle Sauna-Leuchten sind für Feuchträume bestens geeignet. Um ein angenehmes Licht zu erzielen, können sie leicht mit Blenden aus dünnen Furnierstreifen verkleidet werden. Fertig montierte Blendschirme aus Holz sind ebenfalls erhältlich.
- Messinstrumente: Ein Hygrometer zeigt Ihnen jederzeit die in der Kabine herrschende Luftfeuchtigkeit an, während das unverzichtbare Thermometer die Temperatur der Luft misst. Es gibt auch Kombigeräte, die beide Instrumente vereinen.
- Saunauhr: Eine spezielle Uhr, die das besondere Saunaklima verträgt, sollte in der Kabine nicht fehlen, um die Verweildauer im Blick zu behalten.
- Holzbottiche und Schöpfkelle: Selbst wenn Dusche oder Tauchbecken in unmittelbarer Nähe sind, benötigen Sie zusätzlich einen oder zwei solide Holzbottiche. Sie werden für Fußbäder und vor allem für das Aufguss-Wasser verwendet. Eine passende Schöpfkelle gehört dazu, um das Wasser auf die erhitzten Steine zu gießen.
- Kopfstützen: Für mehr Komfort auf den harten Saunabänken sollten Sie für jeden Liegeplatz eine Kopfstütze vorsehen. Diese können Sie fertig kaufen oder aus Pappel oder Abachi selbst bauen. Kopfstützen sind in fester oder verstellbarer Ausführung erhältlich.
- Holzrost für den Boden: Der Fußboden der Kabine sollte mit einem Rost aus Holz belegt sein. Sägen Sie hierfür Saunalatten in der passenden Breite zu und nageln Sie darunter zwei oder drei breite Gurtbänder. Der Abstand zwischen den Latten sollte etwa 1,5 cm betragen, um eine gute Belüftung zu gewährleisten. Ein solcher Bodenbelag kann zum Reinigen der Kabine leicht aufgerollt und herausgenommen werden. Eine hygienische Alternative zum Holzrost sind Rastermatten aus Gummi, die sich ebenfalls leicht reinigen lassen.
Alle benötigten Teile für den Bau Ihrer Sauna, von Baumaterialien bis hin zu Zubehör, können Sie in speziellen Saunafachgeschäften oder in Baumärkten mit einer entsprechenden Fachabteilung kaufen. Darüber hinaus bieten auch einige Versandhändler eine breite Palette an Materialien und Zubehör für den Saunabau an.
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