Was kann man nach dem Saunagang machen?

Sauna: Ihr Weg zu tiefer Entspannung und Wohlbefinden

24/08/2023

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Der Besuch einer Sauna ist weit mehr als nur ein Bad in heißer Luft; er ist eine jahrhundertealte Tradition und eine Kunstform der Entspannung, die Körper und Seele gleichermaßen belebt. In einer Welt, die oft von Hektik und Stress geprägt ist, bietet der Saunagang eine unvergleichliche Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, neue Energie zu schöpfen und die eigene Gesundheit auf ganzheitliche Weise zu fördern. Ob in einer luxuriösen Therme wie der Ostsee Therme, die auf über 14.000 Quadratmetern eine Fülle von Pools, Rutschen, Saunen und Erlebnisbädern bietet, oder in Ihrer lokalen Wellness-Oase – die positiven Effekte eines regelmäßigen Saunabesuchs sind unbestreitbar und tiefgreifend. Es ist eine Auszeit vom stressigen Großstadttrubel, ein Moment der Achtsamkeit, der direkt am Ostseestrand oder in einer ruhigen Ecke Ihrer Stadt wartet.

Was kann man nach dem Saunagang machen?
Die ganz Harten unter euch hüpfen danach ins Eisbad, See oder unter die kalte Dusche. Schließlich ist der Saunagang in Finnland seit Jahrhunderten Tradition – und auch in Hamburg findet ihr oft die Möglichkeit bei 90, 70 oder 50 Grad zu schwitzen und Aufgüsse mit Fichtenduft oder Orangenöl zu genießen.
Inhaltsverzeichnis

Die faszinierende Funktionsweise der Sauna: Wärme, Schweiß und Gesundheit

Im Kern ist die Sauna eine besondere Badekultur, die, wenn sie richtig praktiziert wird, eine Oase der Entspannung darstellt und gleichzeitig das Herz-Kreislauf-System sowie das Immunsystem auf beeindruckende Weise stärkt. Sie sitzen in einem Raum mit trockener Hitze, deren Temperatur je nach Saunatyp variieren kann, oft aber zwischen 80 und 110 Grad Celsius liegt. Der entscheidende Moment im Saunagang ist der sogenannte Aufguss: Dabei wird Wasser, oft angereichert mit ätherischen Ölen, über heiße Steine gegossen. Dies erzeugt einen plötzlichen Dampfstoß, der die gefühlte Temperatur im Raum noch einmal intensiviert und ein tiefes Schwitzen fördert.

Doch warum ist diese Hitze so wohltuend? Die Wärme fördert die Durchblutung im gesamten Körper. Dies hat zur Folge, dass Muskeln und Körperfunktionen besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, was die Regeneration nach körperlicher Anstrengung oder einfach nur die Erholung im Alltag maßgeblich unterstützt. Das intensive Schwitzen, das durch die Hitze ausgelöst wird, dient nicht nur der Kühlung des Körpers, sondern ist auch ein effektiver Weg zur Entgiftung. Zahlreiche Stoffwechselprodukte und Toxine werden über die Haut ausgeschieden, was sich positiv auf das Hautbild auswirkt und zu einem Gefühl innerer Reinigung führt. Darüber hinaus kann die regelmäßige Exposition gegenüber Hitze und Kälte, wie sie im Saunagang praktiziert wird, dazu beitragen, Stimmungsschwankungen zu mildern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Die perfekte Vorbereitung: Ihr Schlüssel zum optimalen Saunaerlebnis

Ein erfolgreicher Saunabesuch beginnt schon vor dem Betreten der Schwitzkabine. Die richtige Vorbereitung ist entscheidend, um die vollen Vorteile zu genießen und den Körper nicht unnötig zu belasten. Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie weder mit übermäßig vollem Magen noch mit komplett leerem Magen in die Sauna gehen. Eine leichte Mahlzeit etwa ein bis zwei Stunden vorher ist ideal, um Kreislaufprobleme zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass Sie ausgeruht sind und nicht unter den unmittelbaren Folgen starker körperlicher Belastung stehen. Ein Saunagang ist eine Form der Belastung für den Körper, die am besten in einem entspannten Zustand angegangen wird.

Hygiene ist ein absolutes Muss: Bevor Sie die Sauna betreten, sollten Sie gründlich duschen, um Schweiß, Hautfett und Kosmetikrückstände abzuspülen. Ein wichtiger Tipp: Trocknen Sie sich nach dem Duschen sorgfältig ab. Eine trockene Haut schwitzt effektiver und der Saunagang kann seine volle Wirkung entfalten. Feuchtigkeit auf der Haut würde das Schwitzen abschwächen und die gewünschten Effekte mindern.

Was Sie unbedingt mitnehmen sollten:

  • Zwei Handtücher: Eines zum Unterlegen auf der Saunabank und ein weiteres zum Abtrocknen nach dem Duschen.
  • Duschgel: Für die Reinigung vor und nach dem Saunagang.
  • Badelatschen: Unverzichtbar zum Schutz vor Fußpilz und für Ihre Sicherheit auf nassen Böden.
  • Eine Flasche Wasser: Um nach dem Saunagang Flüssigkeit aufzunehmen und den Körper zu rehydrieren.
  • Optional: Ein Bademantel, den man sich in vielen Einrichtungen auch vor Ort ausleihen kann, für die Ruhephasen zwischen den Saunagängen.

Der Saunagang im Detail: Tipps für Anfänger und Saunaprofis

Ob Sie ein eingefleischter Saunaprofi sind oder sich zum ersten Mal dem Schwitzerlebnis hingeben – es gibt einige wichtige Regeln und Tipps, die Ihren Saunagang sicherer und effektiver machen. Für Anfänger ist besondere Behutsamkeit geboten. Beginnen Sie mit kürzeren Verweildauern, idealerweise nur acht bis zehn Minuten pro Saunagang, im Gegensatz zu erfahrenen Saunagängern, die bis zu 15 Minuten in der Hitze ausharren können.

Wählen Sie Ihre Position in der Sauna bewusst. Die Hitze steigt nach oben, daher ist es auf den oberen Bänken am heißesten (bis zu 110 Grad Celsius). Als Anfänger sollten Sie sich zunächst auf einer der mittleren oder unteren Bänke niederlassen. Legen Sie sich zunächst hin, um eine gleichmäßige Erwärmung des Körpers zu gewährleisten. Vermeiden Sie die unterste Bank, die oft nicht zum Sitzen gedacht ist; die Annahme, dass ausdauerndes Schwitzen bei weniger Hitze besser sei, trifft in der Regel nicht zu. Wenn Sie nur kurz schwitzen möchten, sind fünf Minuten auf der heißesten, obersten Bank im Dampfbad oft effektiver als ein langer, lauwarmer Saunagang.

Ein wichtiger Tipp, um den Kreislauf auf den anstehenden Kälteschock vorzubereiten: Ziehen Sie in den letzten drei Minuten Ihres Saunagangs die Beine an und setzen Sie sich aufrecht hin. Dies hilft dem Blut, sich im Körper zu verteilen und bereitet den Organismus auf den Übergang zur Kälte vor.

Empfindliche Menschen, die die Hitze nicht so gewohnt sind, sollten ihren Saunabesuch lieber auf den Vormittag legen. Abends könnte das Nervensystem sonst zu sehr durcheinandergeraten, was unter anderem zu Schlafstörungen führen könnte, da der Körper noch zu lange mit der Temperaturregulierung beschäftigt ist.

Während des Saunagangs ist es ratsam, körperliche Anstrengungen und laute Gespräche zu vermeiden. Die Sauna ist ein Ort der Ruhe und Entspannung, in dem Sie sich auf sich selbst und die wohltuende Wirkung der Wärme konzentrieren sollten. Mehr als drei Saunagänge pro Besuch sind nicht zu empfehlen, da dies den Körper zu sehr ermüden und belasten könnte.

Die Kunst der Abkühlung: Ein vitaler Bestandteil des Saunierens

Nach der intensiven Hitze des Saunagangs ist die Phase der Abkühlung von entscheidender Bedeutung und sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Sie ist nicht nur wichtig, um den Kreislauf wieder zu normalisieren, sondern trainiert auch das Immunsystem und verstärkt die positiven Effekte des Saunierens. Das Abkühlen sollte jedoch nicht als kompletter Schock für den Körper erfolgen.

Beginnen Sie die Abkühlphase an der frischen Luft. Gehen Sie für einige Minuten nach draußen und atmen Sie tief durch. Dies hilft, die Atemwege zu kühlen und den Körper langsam an niedrigere Temperaturen zu gewöhnen. Anschließend folgt die kalte Dusche oder, falls vorhanden, das Tauchbecken. Wichtig ist hierbei, den Körper nicht zu überfordern. Beginnen Sie mit den Extremitäten, also den Füßen und Händen, und arbeiten Sie sich langsam zum Rumpf vor. Ein eisiges Fußbad kann ebenfalls sehr belebend wirken und die Gefäße trainieren.

Das Wechselspiel zwischen Hitze und Kälte ist ein hervorragendes Training für die Blutgefäße, da sie sich abwechselnd erweitern und zusammenziehen. Dies fördert die Elastizität der Gefäße und verbessert die allgemeine Kreislaufstabilität. Nach der kalten Dusche ist eine Ruhephase von 10 bis 15 Minuten essenziell. Wickeln Sie sich in einen Bademantel oder ein großes Handtuch und legen Sie sich entspannt hin. Diese Ruhephase ermöglicht es dem Körper, sich zu akklimatisieren und die volle Wirkung des Saunagangs aufzunehmen.

Welche Dampfbäder gibt es in der Hamburger Therme?
Die beiden Dampfbäder der Hamburger Therme sind die milde Alternative zu den hitzigen Saunen. Neben dem milden Blütenbad gibt es auch das duftende Eukalyptusbad. Die ätherischen Öle befreien bei sanften 45 °C bis 50 °C deine Lunge von Belastungen. Im Bartholomäus-Bad kannst du aber nicht nur allein zur Ruhe kommen.

Was tun nach dem Saunagang? Entspannung und Wohlbefinden vertiefen

Nachdem Sie die Hitze der Sauna und die belebende Kältephase durchlaufen haben, ist der Körper in einem Zustand tiefer Entspannung und Offenheit für weitere wohltuende Anwendungen. Die Zeit nach dem Saunagang ist ideal, um das Gefühl des Wohlbefindens zu vertiefen und dem Körper die Möglichkeit zur vollständigen Regeneration zu geben. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Rehydration. Während des Saunierens verliert der Körper viel Flüssigkeit, daher ist es unerlässlich, diese wieder aufzufüllen. Trinken Sie ausreichend Wasser, ungesüßten Tee oder Saftschorlen. Vermeiden Sie alkoholische Getränke, da diese den Körper zusätzlich dehydrieren.

Viele Thermen und Spas, wie die bereits erwähnte Ostsee Therme, bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Zeit nach dem Saunagang sinnvoll zu nutzen und das Entspannungserlebnis zu verlängern. Auf über 14.000 Quadratmetern erwarten Sie dort Pools, Rutschen, Erlebnisbäder, Whirlpools und Massagegeräte. Diese Einrichtungen sind perfekt geeignet, um die Muskulatur weiter zu lockern, den Geist zu beruhigen und einfach die Seele baumeln zu lassen. Ein Bad in einem warmen Whirlpool kann die Durchblutung zusätzlich anregen und Verspannungen lösen, während sanfte Massagestrahlen in Erlebnisbädern die Haut beleben.

Einige Einrichtungen bieten auch spezielle Massageangebote an. Eine wohltuende Massage nach dem Saunagang kann die entspannende Wirkung der Wärme noch verstärken und tieferliegende Verspannungen lösen. Die erhöhte Durchblutung durch die Sauna macht die Muskulatur empfänglicher für die Massagegriffe.

Nehmen Sie sich bewusst Zeit für eine ausgedehnte Ruhephase. Lesen Sie ein Buch, hören Sie entspannende Musik oder genießen Sie einfach die Stille. Dies ist der Moment, in dem Körper und Geist die Erlebnisse verarbeiten und sich vollständig regenerieren können. Ein leichter Snack, wie frisches Obst oder ein Joghurt, kann ebenfalls hilfreich sein, um den Energiehaushalt wieder aufzufüllen.

Spezielle Saunaerlebnisse: Vielfalt für jeden Geschmack

Die Saunawelt ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis das passende Erlebnis. Neben der klassischen finnischen Sauna gibt es zahlreiche Variationen, die unterschiedliche Temperaturen, Luftfeuchtigkeiten und spezielle Aufgüsse bieten. Ein besonderes Angebot, das in vielen Fitness-Studios und Spa-Einrichtungen immer beliebter wird, ist die Frauen-Sauna. Hierbei handelt es sich um eine Sauna, die ausschließlich für Damen reserviert ist, entweder dauerhaft oder an bestimmten Tagen. Dieses Angebot schafft einen geschützten Raum, in dem sich Frauen ungestört entspannen und die Vorteile des Saunierens genießen können, ohne sich unwohl zu fühlen.

Darüber hinaus gibt es auch andere Saunatypen, die ein milderes Klima bieten, wie zum Beispiel die Bio-Sauna oder das Sanarium, die mit niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit arbeiten. Diese sind ideal für Menschen, die die intensive Hitze der klassischen Sauna als zu stark empfinden, aber dennoch von den positiven Effekten des Schwitzens profitieren möchten. Dampfbäder wiederum bieten eine feuchte Hitze, die besonders wohltuend für die Atemwege ist.

Vergleich: Sauna vs. Dampfbad

Obwohl beide auf Wärme basieren, unterscheiden sich Sauna und Dampfbad in ihren Merkmalen und Wirkungen:

MerkmalFinnische SaunaDampfbad
TemperaturCa. 80-110 °CCa. 40-50 °C
LuftfeuchtigkeitNiedrig (10-30%), steigt bei AufgussSehr hoch (bis 100%)
WirkungIntensive Entgiftung, Kreislauftraining, MuskelentspannungWohltuend für Atemwege, hautreinigend, sanfte Entspannung

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Saunagang

Um Ihnen den Einstieg in die Welt des Saunierens zu erleichtern und häufige Unsicherheiten zu klären, haben wir hier die wichtigsten Fragen für Sie zusammengefasst:

Wie oft sollte man in die Sauna gehen?
Prinzipiell reicht es, die Sauna einmal wöchentlich zu besuchen, um von ihren nachhaltigen Wirkungen zu profitieren. Wenn Sie das besondere Sauna-Erlebnis häufiger genießen wollen und Ihr Körper es gut verträgt, spricht jedoch nichts dagegen. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers.

Ist Sauna gut für die Haut?
Ja, absolut! Das intensive Schwitzen in der Sauna öffnet die Poren, reinigt die Haut tiefenwirksam und fördert die Durchblutung. Dies kann zu einem verbesserten Hautbild, mehr Elastizität und einem gesunden Glanz führen. Die Entgiftung über die Haut ist ein großer Pluspunkt.

Darf man mit Erkältung in die Sauna?
Nein, bei einer akuten Erkältung, insbesondere mit Fieber, ist ein Saunabesuch strikt nicht zu empfehlen. Die zusätzliche Belastung für den Kreislauf könnte den Zustand verschlimmern. Auch bei Husten oder Schnupfen sollte man aus Rücksicht auf andere Besucher auf den Saunagang verzichten. Nach einer Erkältung kann die Sauna zur Stärkung des Immunsystems beitragen, aber erst wenn Sie wieder vollständig fit sind.

Was tun bei Kreislaufproblemen während des Saunagangs?
Sollten Sie sich unwohl fühlen oder Schwindel verspüren, verlassen Sie die Sauna sofort. Kühlen Sie sich langsam an der frischen Luft ab und legen Sie sich hin. Trinken Sie etwas Wasser. Wenn die Probleme anhalten, suchen Sie gegebenenfalls medizinischen Rat.

Kann man nach dem Sport in die Sauna?
Grundsätzlich ja, die Sauna kann die Regeneration nach dem Sport fördern und Muskelkater lindern. Wichtig ist jedoch, dass Sie sich nach dem Sport ausreichend erholen und nicht direkt von der sportlichen Anstrengung in die Sauna gehen. Warten Sie etwa 30 Minuten bis eine Stunde, bis sich Ihr Puls normalisiert hat und Sie nicht mehr stark schwitzen. Rehydrieren Sie sich gut, bevor Sie die Sauna betreten.

Ein regelmäßiger Saunabesuch ist eine Investition in Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Er bietet eine einzigartige Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen, den Körper zu reinigen und den Geist zu beruhigen. Indem Sie die hier beschriebenen Tipps und Richtlinien befolgen, können Sie Ihr Saunaerlebnis optimieren und die vielfältigen positiven Effekte in vollen Zügen genießen. Nehmen Sie sich diese Auszeit – Ihr Körper und Ihre Seele werden es Ihnen danken.

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