Was tun bei einem Gewitter?

Gewitter-Mythen auf dem Prüfstand: Sicher durch den Sturm

14/06/2026

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Wenn der Himmel sich verdunkelt, Blitze zucken und der Donner grollt, tauchen oft alte Volksweisheiten und Ratschläge auf, wie man sich während eines Gewitters verhalten sollte. Von der Warnung, nicht zu duschen, bis zum vermeintlichen Schutz unter Buchen – viele dieser Regeln sind tief in unserem kollektiven Gedächtnis verankert. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich hinter diesen Ratschlägen, und welche sind lediglich hartnäckige Mythen, die im schlimmsten Fall sogar gefährlich sein können? In diesem umfassenden Leitfaden beleuchten wir die bekanntesten Gewitter-Mythen aus wissenschaftlicher Sicht und geben Ihnen fundierte Informationen an die Hand, damit Sie bei jedem Unwetter die richtigen Entscheidungen treffen können und sich stets sicher fühlen.

Kann man bei Gewitter Duschen?
Ob du bei Gewitter gefahrlos duschen kannst, hängt ganz vom Baujahr deiner Wohnung ab. Handelt es sich um einen Altbau, ist tatsächlich Vorsicht geboten. Hier bestehen die Wasserrohre oft aus Metall. Außerdem sind sie – entgegen heutiger Standards – oft nicht mit den anderen Leitungen des Hauses verbunden und geerdet.
Inhaltsverzeichnis

Duschen bei Gewitter: Mythos oder Risiko?

Die Frage, ob das Duschen während eines Gewitters gefährlich ist, beschäftigt viele Menschen. Die Antwort ist nicht pauschal, sondern hängt von mehreren entscheidenden Faktoren ab, die die Sicherheit Ihres Zuhauses maßgeblich beeinflussen. Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) gibt hierzu klare Richtlinien vor.

Der wichtigste Punkt ist der Blitzschutz Ihres Gebäudes. Moderne Gebäude sind in der Regel mit einem umfassenden Blitzschutzsystem ausgestattet, das sowohl äußere als auch innere Schutzmaßnahmen umfasst. Ein äußerer Blitzschutz leitet den Blitz direkt und sicher in die Erde ab, bevor er ins Gebäude eindringen kann. Der innere Blitzschutz sorgt dafür, dass innerhalb des Hauses keine gefährlichen Überspannungen entstehen, die Geräte beschädigen oder Personen gefährden könnten. Bei älteren Gebäuden ist ein solcher umfassender Schutz jedoch nicht immer gegeben.

Wenn Ihr Haus keinen modernen Blitzschutz besitzt, kommt es entscheidend auf die Installation Ihrer Wasser- und Elektroniksysteme an. Moderne Kunststoffwasserrohre sind nicht leitfähig und stellen daher im Falle eines Blitzeinschlags keine Gefahr dar. Anders verhält es sich jedoch in vielen Altbauten, wo häufig noch Metallrohre verbaut sind. Diese Metallrohre können im Falle eines Blitzeinschlags den Strom weiterleiten und somit eine ernsthafte Gefahr beim Duschen oder Baden darstellen.

Um die Sicherheit in Gebäuden mit Metallrohren zu gewährleisten, müssen alle metallenen Einrichtungen wie Wasserleitungen und Badewannen gemäß den Vorschriften miteinander elektrisch verbunden und an den Haupt-Erdungsanschluss angeschlossen sein. Diese sogenannte Potenzialausgleich sorgt dafür, dass im Falle eines Blitzeinschlags keine gefährlichen Spannungsunterschiede entstehen. Nur wenn diese Verbindungen fehlerfrei und dauerhaft ausgeführt wurden, ist das Duschen bei Gewitter als sicher einzustufen. Sind diese Verbindungen jedoch unvollständig oder mangelhaft, kann das Duschen oder Baden während eines Gewitters tatsächlich lebensgefährlich sein.

Sollten Sie in einem Altbau wohnen und sich unsicher über den Zustand Ihres Rohrsystems oder des inneren Blitzschutzes sein, ist es ratsam, während eines Unwetters auf das Duschen zu verzichten. Nutzen Sie die nächste Gelegenheit, um Ihre:n Vermieter:in zu kontaktieren oder einen qualifizierten Elektrofachbetrieb zu beauftragen, der den sogenannten „inneren Blitzschutz“ überprüft und gegebenenfalls nachrüstet. Ihre Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen.

Telefonieren im Sturm: Handy versus Festnetz

Ein weiterer weit verbreiteter Mythos betrifft das Telefonieren während eines Gewitters. Die gute Nachricht vorweg: Wer bei einem Gewitter mit einem schnurlosen Mobiltelefon (Handy) telefoniert, schwebt in keinerlei Gefahr. Laut dem VDE geht von schnurlosen Telefonen während eines Unwetters keinerlei Risiko aus, da sie keine direkte leitende Verbindung zum Stromnetz oder Telefonnetz des Hauses haben, über die ein Blitzstrom eindringen könnte. Das gilt auch für schnurlose DECT-Telefone im Haus, da die Basisstation selbst abgesichert ist und die Verbindung zum Mobilteil drahtlos erfolgt.

Anders verhält es sich theoretisch bei Festnetztelefonen mit Schnur. Hier könnte ein Blitz über die externen Telefonleitungen in das Haus weitergeleitet werden. Allerdings sind moderne Gebäude in der Regel auch für diesen Fall abgesichert. Blitzableiter am Haus und spezielle Überspannungsschutz-Einrichtungen im Hausnetzwerk sollen verhindern, dass gefährliche Spannungen ins Innere gelangen und Schäden anrichten oder Personen gefährden.

In städtischen Gebieten ist die Gefahr generell als sehr gering einzuschätzen. Experimentalphysiker Hans-Dieter Betz erklärte gegenüber Brisant, dass stark verzweigte unterirdische Leitungen die Spannung eines Blitzeinschlags rasch aufteilen und somit die Gefahr minimieren. Auf dem Land, wo Leitungen oft weniger verzweigt und teilweise noch oberirdisch verlegt sind, kann die Situation jedoch anders aussehen.

Wer auf dem Land wohnt und ein Schnurtelefon benutzt, sollte sich vorsichtshalber bei seinen Vermieter:innen oder einem Elektrofachbetrieb erkundigen, ob ausreichende Schutzmaßnahmen vorhanden sind. Bis dahin gibt es eine einfache Vorsichtsmaßnahme: Wenn ein Gewitter in unmittelbarer Nähe ist (erkennbar daran, dass weniger als zehn Sekunden zwischen Blitz und Donner liegen), können Sie den Stecker des Festnetztelefons einfach ziehen. So trennen Sie die potenzielle Leitungsverbindung und sind auf der sicheren Seite. Für Laptops, Fernseher und andere elektronische Geräte gilt übrigens ähnliches, wie wir später noch genauer beleuchten werden.

Bäume bei Gewitter: Lebensgefahr statt Schutz

Das alte Sprichwort „Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“ ist weit verbreitet, doch wissenschaftlich nicht belegt und im Gegenteil sogar gefährlich. Bei Gewittern sollten Bäume jeglicher Art gemieden werden, da sie ein hohes Risiko darstellen. Hohe, allein stehende Bäume oder Baumgruppen sind besonders gefährlich, da sie als höchste Erhebungen in der Landschaft dem Blitz den kürzesten und somit attraktivsten Weg zur Erde bieten. Ein Blitz sucht immer den Weg des geringsten Widerstands.

Wird das Gewitter zusätzlich von Regen begleitet, erhöht sich die Gefahr noch weiter. Ein nasser Baum besitzt eine deutlich bessere Leitfähigkeit, da Wasser den Strom hervorragend leitet. Wenn der Blitz in einen Baum einschlägt, wird die elektrische Spannung nicht nur durch den Baum geleitet, sondern auch in den umgebenden Boden abgegeben. Es kann bereits gefährlich sein, sich nur in der Nähe eines vom Blitz getroffenen Baumes aufzuhalten. Die sogenannte Schrittspannung kann dazu führen, dass Strom durch den Körper fließt, wenn man mit den Füßen einen Spannungsunterschied überbrückt.

Experten wie Hans-Dieter Betz raten dazu, mindestens zehn Meter Abstand zu Bäumen zu halten. Ideal ist es, bei einem Gewitter im Freien Schutz in einem Gebäude mit Blitzschutz zu suchen oder sich in einem Auto aufzuhalten, das als Faraday'scher Käfig fungiert. Sollte dies nicht möglich sein, suchen Sie eine Mulde oder einen anderen niedrigen Punkt im Gelände auf, gehen Sie mit geschlossenen Füßen in die Hocke und halten Sie maximalen Abstand zu allen hohen Objekten, Gewässern, Zäunen und metallenen Gegenständen. Die Gefahr eines direkten Einschlags oder einer indirekten Stromübertragung ist bei Bäumen zu hoch, um sich auf alte Reime zu verlassen.

Sicherheit im Fahrzeug: Der Faraday'sche Käfig

Das Auto gilt im Allgemeinen als einer der sichersten Orte während eines Gewitters, doch auch hier gibt es wichtige Details zu beachten. Die Sicherheit im Auto basiert auf dem Prinzip des Faraday'schen Käfigs. Besitzt Ihr Auto eine Ganzmetallkarosserie, bildet diese einen geschlossenen leitenden Raum. Trifft ein Blitz auf das Fahrzeug, wird der Strom über die metallene Außenhaut abgeleitet und fließt sicher in die Erde ab, ohne das Innere des Fahrzeugs zu erreichen. Insassen sind somit geschützt.

Dieses Prinzip gilt für die meisten modernen Pkw. Es gibt jedoch Ausnahmen: Wohnmobile ohne durchgehende Metallkarosserie oder Cabriolets ohne metallenen Überrollbügel oder Dachgerüst bieten diesen Schutz nicht. Bei solchen Modellen sollten Sie sich bei Gewitter anderswo in Sicherheit bringen, beispielsweise in einem festen Gebäude mit Blitzschutz.

Obwohl das Auto ein sicherer Ort ist, um ein Gewitter abzuwarten, birgt das Fahren während eines Unwetters selbst viele Gefahren. Umfallende Bäume oder Äste, starker Seitenwind, schlechte Sicht durch Starkregen und Aquaplaning sind nur einige der Risiken. Autofahrer:innen sollten daher äußerst vorsichtig fahren und, wenn möglich, schnellstmöglich einen sicheren Ort aufsuchen, um das Gewitter abzuwarten. Parken Sie das Fahrzeug am besten abseits von Bäumen und Stromleitungen und warten Sie im Inneren, bis der Sturm vorüber ist.

Fahrradfahren und Schirme: Was ist zu beachten?

Wer bei Gewitter mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte schnellstmöglich Schutz suchen. Obwohl die Reifen aus Gummi bestehen und nicht leiten, besteht das Gestell des Fahrrads aus Metall, das den Blitz hervorragend leiten würde. Ein Fahrrad bietet keinerlei Schutz vor einem Blitzeinschlag. Nutzen Sie das Fahrrad lediglich, um einem herannahenden Unwetter zügig zu entkommen. Sobald das Gewitter in unmittelbarer Nähe ist, steigen Sie ab und suchen Sie sofort Schutz.

Die besten Schutzorte sind laut VDE Gebäude mit Blitzableiter, Autos (die als Faraday'scher Käfig fungieren) oder Eisenbahnen. Sind Sie allein im Freien und können keinen solchen Schutzort erreichen, sollten Sie eine tiefe Mulde im Boden oder einen anderen niedrigen Punkt im Gelände aufsuchen. Gehen Sie mit geschlossenen Füßen in die Hocke, um die Kontaktfläche zum Boden zu minimieren und die Gefahr der Schrittspannung zu reduzieren. Halten Sie unbedingt Abstand zu Bäumen, Gewässern, Zäunen, Geländern und allen anderen hohen oder metallenen Objekten.

Ein weiterer weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Regenschirme Blitze anziehen. Dies ist wissenschaftlich nicht belegt. Allerdings erhöhen Sie auf freiem Gelände Ihre Position, wenn Sie den Schirm aufspannen, und werden dadurch leichter zum Ziel eines Blitzeinschlags. Das größere Problem ist jedoch, was passiert, wenn der Blitz in eine Person mit Regenschirm einschlägt: Der Blitz erreicht in der Regel zuerst den Schirm und fließt dann über Arm, Rumpf und Beine ins Herz. Dies kann zu Herzkammerflimmern und anderen lebensbedrohlichen Verletzungen führen, wie der VDE warnt. Wägen Sie bei Gewittern die Situation immer genau ab. Wenn Sie vom Gewitter überrascht werden und Unterschlupf suchen, kann es sinnvoll sein, den Schirm zurückzulassen und sich flach auf den Boden zu legen oder in die Hocke zu gehen.

Schutz für Elektronik: Geräte richtig abstecken

Blitzeinschläge in der Nachbarschaft können selbst dann schwere Schäden an sensiblen elektronischen Geräten wie Laptops, Computern, Fernsehern, Routern oder Modems verursachen, wenn der Blitz nicht direkt in Ihr Haus einschlägt. Sogenannte Überspannungen können über das Stromnetz oder die Telefonleitung ins Haus gelangen und die empfindliche Elektronik zerstören. Obwohl viele Geräte und Mehrfachsteckdosen mit einem gewissen Überspannungsschutz ausgestattet sind, ist dieser nicht immer ausreichend, um extreme Spannungsspitzen abzufangen.

Donnert und blitzt es in unmittelbarer Umgebung – also wenn der Abstand zwischen Blitz und Donner nur wenige Sekunden beträgt – sollten Sie Ihre elektronischen Geräte sicherheitshalber komplett vom Stromnetz nehmen. Das bedeutet nicht nur, den Schalter an der Mehrfachsteckdose umzulegen, sondern die Stecker der Geräte vollständig aus der Steckdose zu ziehen. Nur so ist eine physische Trennung vom Stromnetz gewährleistet und ein Eindringen von Überspannungen ausgeschlossen.

Denken Sie auch an Router und Modems, die über die Telefon- oder Kabelleitung mit dem Internet verbunden sind. Auch diese sind anfällig für Überspannungsschäden. Es ist ratsam, auch deren Netzstecker und gegebenenfalls die Datenkabel zu ziehen, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten. Diese einfache Vorsichtsmaßnahme kann teure Reparaturen oder Neuanschaffungen verhindern und die Lebensdauer Ihrer Geräte schützen.

Gewitter und Klimawandel: Eine komplexe Verbindung

Die Frage, ob die Zahl der Blitzeinschläge in Deutschland zunimmt und ob Gewitter durch den Klimawandel stärker oder häufiger werden, ist komplex und wird unter Experten kontrovers diskutiert. Obwohl wir in den Medien immer häufiger von schlimmen Gewitterstürmen hören und der Eindruck entsteht, die Zahl der Einschläge steige, deuten die Daten der Firma Siemens, die jährlich Messungen zur Zahl der Blitzeinschläge in Deutschland durchführt, auf das Gegenteil hin. Seit 2007 verzeichnen sie eine eher rückläufige Tendenz. Im Jahr 2016 wurden 431.644 Einschläge gemessen – die damals niedrigste Zahl seit 1999. Im Jahr 2019 waren es nur noch 329.000, und 2022 sogar nur 242.000. Im Jahr 2023 gab es mit 316.000 wieder einen leichten Anstieg, doch der Langzeittrend bleibt rückläufig. Die gefühlte Zunahme könnte auf präzisere Unwetterwarnungen und die starke mediale Präsenz von Gewittermeldungen zurückzuführen sein.

Allerdings gibt es deutliche Hinweise darauf, dass die Klimakrise die Wahrscheinlichkeit und insbesondere die Stärke von Gewittern beeinflusst. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärt, dass durch die globale Erwärmung mehr Feuchtigkeit in der Atmosphäre gehalten werden kann. Mehr Feuchtigkeit bedeutet mehr Energie für Konvektion – also die aufsteigenden Luftmassen, die die Grundlage für Gewitter bilden – und somit auch für Gewitter- und Hagelereignisse. Eigene Auswertungen des DWD deuten darauf hin, dass es in Zukunft mehr Tage mit starken Niederschlägen geben wird.

Gesicherte Aussagen speziell für Deutschland sind jedoch schwierig und noch nicht abschließend möglich. Dies hat verschiedene Gründe, unter anderem die räumliche Auflösung der analysierten Klimaprojektionen, die oft zu grob ist, um kleinräumige Phänomene wie Gewitter zuverlässig zuzuordnen. Gewitter sind hochkomplexe, lokale Ereignisse, die schwer in großskaligen Klimamodellen abzubilden sind.

Auch Hagel, der häufig bei Gewittern auftritt, könnte durch den Klimawandel beeinflusst werden. Alexander Theis von der Johannes-Gutenberg-Universität erklärt, dass sich Wolken aufgrund der Erderwärmung höher am Himmel befänden. Dies hat zwei mögliche Auswirkungen: Zum einen könnte der Hagel so länger schmelzen, ehe er auf die Erde trifft, was die Größe der Hagelkörner bei Ankunft am Boden reduzieren könnte. Zum anderen könnten Gewitterzellen durch höhere und stärkere Aufwinde intensiver werden, was wiederum die Bildung größerer Hagelkörner begünstigen würde. Die Forschung in diesem Bereich ist noch im Gange, aber die Verbindung zwischen Klimawandel und extremen Wetterereignissen wird zunehmend deutlicher.

Häufig gestellte Fragen zu Gewitter und Sicherheit

Um Ihre wichtigsten Fragen zur Gewittersicherheit zu beantworten, haben wir die häufigsten Anliegen zusammengefasst:

FrageAntwort
Ist Duschen bei Gewitter immer gefährlich?Nein, nicht immer. In modernen Gebäuden mit umfassendem Blitzschutz und Kunststoffrohren ist es in der Regel sicher. In Altbauten mit Metallrohren ohne korrekten Potenzialausgleich kann es jedoch gefährlich sein. Im Zweifel sollten Sie darauf verzichten und Expert:innen konsultieren.
Kann ich mein Handy während eines Gewitters benutzen?Ja, schnurlose Mobiltelefone (Handys) stellen keine Gefahr dar, da sie keine direkte leitende Verbindung nach außen haben. Festnetztelefone sind theoretisch anfälliger, aber moderne Gebäude sind meist durch Blitzableiter und Überspannungsschutz gesichert.
Bieten Bäume Schutz vor Blitzen?Nein, Bäume bieten keinen Schutz. Im Gegenteil, sie sind gefährlich, da sie als höchste Punkte Blitze anziehen. Halten Sie immer mindestens zehn Meter Abstand zu Bäumen jeder Art.
Bin ich im Auto sicher vor Blitzen?Die meisten Autos mit Ganzmetallkarosserie bilden einen Faraday'schen Käfig und sind daher sehr sicher. Ausnahmen sind Wohnmobile ohne Metallkarosserie oder Cabrios ohne Überrollbügel. Das Fahren während eines Gewitters birgt jedoch andere Gefahren.
Sollte ich meine elektronischen Geräte bei Gewitter ausstecken?Ja, unbedingt. Selbst ein Blitzeinschlag in der Nachbarschaft kann Überspannungen verursachen, die Ihre Geräte beschädigen. Ziehen Sie die Stecker vollständig aus der Steckdose, auch bei Routern und Modems, um umfassenden Schutz zu gewährleisten. Ein einfacher Schalter an der Steckdosenleiste reicht nicht aus.
Nehmen Gewitter durch den Klimawandel zu?Die Zahl der Blitzeinschläge in Deutschland ist laut Messungen eher rückläufig. Es gibt jedoch Hinweise, dass der Klimawandel die Intensität von Gewittern und die Häufigkeit von Starkregenereignissen beeinflusst, da mehr Feuchtigkeit in der Atmosphäre gehalten werden kann. Gesicherte Aussagen für Deutschland sind noch schwierig.

Die Kenntnis der wissenschaftlich fundierten Fakten zum Verhalten bei Gewitter ist entscheidend für Ihre Sicherheit und die Ihrer Familie. Vertrauen Sie nicht auf alte Mythen, sondern informieren Sie sich und treffen Sie bewusste Entscheidungen. Bleiben Sie bei Gewitter stets wachsam und suchen Sie rechtzeitig sichere Zuflucht.

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