01/02/2026
Safran S.A., ein globaler Technologiekonzern mit Sitz in Paris, blickt mit großem Optimismus auf das Jahr 2023 und die kommenden Jahre. Nach einer beeindruckenden Entwicklung in der Vergangenheit setzt das Unternehmen auf ambitionierte Wachstumsstrategien, um seine führende Position in der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie weiter auszubauen. Dieses Wachstum wird durch eine Kombination aus steigender Nachfrage nach Schlüsselprodukten, strategischen Marktchancen und langfristigen Investitionen in Forschung und Entwicklung vorangetrieben.

Safran entstand 2005 aus der Fusion des französischen Aeronautik-Konzerns Snecma und des Elektronik- und Rüstungsunternehmens Sagem und hat sich seitdem zu einem unverzichtbaren Akteur in der globalen Hochtechnologiebranche entwickelt. Mit weltweit 79.000 Mitarbeitern und einer starken Innovationskraft – rund 5,2 % des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung – ist Safran ein Motor für Fortschritt und Sicherheit.
- Wachstumsmotoren: Die Nachfrage nach Leap-Triebwerken
- Strategische Marktchancen: China und Verteidigungsbudgets
- Langfristige Vision und Portfolio-Optimierung
- Safran in Deutschland: Eine Starke Präsenz
- Vielfältige Geschäftsbereiche und Produkte
- Finanzielle Stärke und Eigentumsverhältnisse
- Häufig gestellte Fragen zu Safran
Wachstumsmotoren: Die Nachfrage nach Leap-Triebwerken
Eine der wichtigsten Prioritäten und gleichzeitig ein entscheidender Wachstumstreiber für Safran ist die anhaltend hohe Nachfrage nach seinen Leap-Triebwerken. Diese Triebwerke sind das Ergebnis einer erfolgreichen Partnerschaft mit General Electric im Rahmen des Gemeinschaftsunternehmens CFM International. Im vergangenen Jahr verzeichnete Safran bereits ein Plus von rund einem Drittel auf 1136 ausgelieferte Leap-Triebwerke. Für das laufende Jahr plant der Konzern eine weitere Steigerung der verschickten Exemplare um beeindruckende 50 Prozent.
Der Erfolg der Leap-Triebwerke ist eng mit ihrer Effizienz und Leistung verbunden, die sie zu einer bevorzugten Wahl für moderne Flugzeuge wie die Boeing 737 und den Airbus A320 machen. Diese Triebwerke tragen maßgeblich zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und der Emissionen bei, was in der heutigen Luftfahrtbranche von entscheidender Bedeutung ist. Die Fähigkeit, die Produktion kontinuierlich zu steigern und gleichzeitig höchste Qualitätsstandards zu gewährleisten, unterstreicht Safrans operative Exzellenz und seine Marktführerschaft im Bereich der Flugzeugantriebe.

Strategische Marktchancen: China und Verteidigungsbudgets
Neben der starken Triebwerksnachfrage profitiert Safran von weiteren strategischen Entwicklungen auf globaler Ebene. Die schrittweise Wiedereröffnung des Flugverkehrs in China nach der Corona-Pandemie stellt einen wichtigen Faktor für eine weiter steigende Nachfrage dar. China ist ein riesiger und wachsender Markt für die Luftfahrt, und die Erholung des Reiseverkehrs dort wird sich direkt auf die Auftragsbücher von Flugzeugherstellern und damit auch auf Zulieferer wie Safran auswirken.
Darüber hinaus erwartet Safran einen Anstieg der Verteidigungsbudgets, insbesondere in Frankreich, als direkte Folge des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine. Als führender Anbieter von Technologien und Ausrüstung für das Militär, unter anderem durch Tochterunternehmen wie Safran Electronics & Defense, ist Safran hervorragend positioniert, um von diesen erhöhten Ausgaben zu profitieren. Dies umfasst nicht nur die Lieferung von Komponenten und Systemen, sondern auch Wartungs- und Serviceleistungen, die eine langfristige Einnahmequelle darstellen.
Langfristige Vision und Portfolio-Optimierung
Safran beschränkt sich nicht auf kurzfristige Gewinne, sondern verfolgt ehrgeizige langfristige Wachstumsstrategien. Bis zum Jahr 2025 plant das Unternehmen eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des organischen Umsatzes von mindestens zehn Prozent. Dieses Ziel soll primär durch ein starkes Wachstum im Service-Bereich in allen Geschäftsbereichen erreicht werden, wobei die Antriebssparte die höchste Marge aufweisen wird. Die Konzentration auf Dienstleistungen sichert wiederkehrende Einnahmen und stärkt die Kundenbindung über den gesamten Lebenszyklus der Produkte hinweg.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der langfristigen Strategie ist die kontinuierliche Optimierung des Portfolios. Nach der Übernahme von Zodiac Aerospace im Februar 2018, die Safrans Wirkungskreis auf Luftfahrtausstattungen und -systeme ausdehnte, wurde das kombinierte Portfolio sorgfältig überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass 70 Prozent der früheren Aktivitäten von Zodiac Aerospace zum Kerngeschäft des Konzerns gehören. Die restlichen 30 Prozent werden derzeit bewertet, und Safran beabsichtigt, nach Abschluss dieser Analyse weitere Verkäufe und Akquisitionen in Betracht zu ziehen, um seine Geschäftsfelder weiter zu schärfen und zu stärken.

Safran in Deutschland: Eine Starke Präsenz
Safran ist in Deutschland ein bedeutender Industriepartner und auf den Märkten der Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung stark vertreten. Der Konzern beschäftigt hierzulande mehr als 1800 Mitarbeiter an 14 Standorten, darunter 7 Forschungs- und Entwicklungsteams. Dies unterstreicht die Bedeutung Deutschlands als Innovations- und Produktionsstandort für Safran.
Insbesondere im Luftfahrt-Cluster der Metropolregion Hamburg ist Safran als wichtiger Airbus-Zulieferer mit drei Tochterunternehmen präsent und unterhält enge Kooperationen mit universitären Forschungseinrichtungen. Die deutschen Standorte spielen eine entscheidende Rolle in Safrans globaler Wertschöpfungskette:
- Safran Helicopter Engines (Hamburg): Dieses Unternehmen liefert und wartet Gasturbinen für Rettungs-, Polizei- und Militärhubschrauber. Von Hamburg aus unterstützt es Hubschrauber-Betreiber in 29 Ländern, von Skandinavien bis Zentralasien.
- Safran Electrical & Power (Hamburg): Mit 300 Mitarbeitern in Hamburg bietet dieses Unternehmen Ingenieursdienstleistungen an, wobei Airbus der wichtigste Kunde ist. Es ist aber auch in anderen Bereichen der deutschen Luftfahrt-, Automobil- und Bahnindustrie aktiv.
- Safran Nacelles (Hamburg): In Hamburg-Hausbruch wurde 2016 ein neues Werk eröffnet, in dem Triebwerksgondeln für den Airbus A320neo endmontiert werden, insbesondere solche, die mit dem CFM-LEAP-Triebwerk ausgestattet sind.
Darüber hinaus ist Safran in Deutschland an mehreren wichtigen Gemeinschaftsunternehmen beteiligt, die die technologische Zusammenarbeit in der europäischen Luftfahrt und Verteidigung stärken:
- EPI Europrop International GmbH (München): Ein Gemeinschaftsunternehmen von Safran Aircraft Engines, ITP, MTU und Rolls-Royce, das das Triebwerk TP 400-D6 für den Militärtransporter Airbus A400M produziert.
- MTR GmbH (Hallbergmoos): Ein Joint Venture von Safran Helicopter Engines, MTU und Rolls-Royce, das das Triebwerk MTR 390 für den Kampfhubschrauber Tiger herstellt.
- Aerospace Embedded Solutions GmbH (München): Ein Gemeinschaftsunternehmen von Safran Electronics & Defense und MTU, das Programme und elektronische Einrichtungen für zivile und militärische Anwendungen entwickelt.
- ArianeGroup: Ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und Safran, das 2015 zur Entwicklung und Herstellung der Rakete ArianeGroup 6 gegründet wurde und in den Bereichen Luft- und Raumfahrt (Antriebssysteme und Ausrüstung), Verteidigung und Sicherheit tätig ist.
Vielfältige Geschäftsbereiche und Produkte
Safran deckt ein breites Spektrum an Hochtechnologieprodukten und -dienstleistungen ab, die in verschiedenen Geschäftsbereichen organisiert sind:
Luft- und Raumfahrt
Als Zulieferer ist Safran maßgeblich am Bau zahlreicher Flugzeug- und Helikoptertypen beteiligt. Dazu gehört die Hauptlieferung der kryotechnischen Triebwerke für die europäische Trägerrakete Ariane 5. Gemeinsam mit General Electric stellt das Tochterunternehmen Snecma das CFM56-Triebwerk her, das in der Boeing 737 und dem Airbus A320 zum Einsatz kommt. Safran Landing Systems ist Marktführer bei Fahrwerken für Flugzeuge. Safran Electrical & Power ist führender Anbieter von elektrischen Verbindungssystemen für die Luftfahrt. Ein weiteres wichtiges Produkt sind die Faserkreisel von Safran Electronics & Defense GmbH (Murr bei Stuttgart), von denen jährlich 4000 Stück für Trägheitsnavigationssysteme produziert werden.
Antriebe
Die Antriebssparte macht die Hälfte des Gesamtumsatzes aus und umfasst spezialisierte Tochterunternehmen:
- Safran Aircraft Engines: Triebwerke für die Luft- und Raumfahrt.
- Safran Helicopter Engines: Gasturbinen für Helikopter.
- Safran Aero Boosters: Komponenten und Dienstleistungen für Antriebe.
Flugzeugausrüstung
Dieser Bereich konzentriert sich auf die Ausstattung von Flugzeugen und umfasst unter anderem:
- Safran Landing Systems: Fahrwerke und Bremssysteme.
- Safran Nacelles: Triebwerksgondeln.
- Safran Electrical & Power: Elektrische Verkabelungssysteme und Bordstromsysteme.
- Safran Transmission Systems: Energieumwandlung und Energieleitsysteme.
- Safran Cabin, Safran Aerosystems, Safran Seats: Weitere Komponenten für die Flugzeugkabine und -systeme.
Militärtechnik
Mit 8 Prozent am Gesamtumsatz ist dies die kleinste Sparte, wird aber ebenfalls von Safran Electronics & Defense (ehemals Sagem) bedient. Sagem spezialisiert sich auf Optronik, Avionik, Elektronik und Software für militärische Anwendungen. In der Vergangenheit trennte sich Safran in zwei Schritten von seiner Telekommunikationssparte, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.
Finanzielle Stärke und Eigentumsverhältnisse
Safran hat in den letzten Jahren eine beeindruckende finanzielle Entwicklung gezeigt, wie die folgende Tabelle der Finanzdaten verdeutlicht:
| Jahr | Umsatz in Milliarden Euro | Nettoergebnis in Millionen Euro |
|---|---|---|
| 2010 | 10,76 | 508 |
| 2011 | 11,74 | 644 |
| 2012 | 13,6 | 999 |
| 2013 | 14,7 | 1193 |
| 2014 | 15,36 | 1248 |
| 2015 | 15,53 | 1889 |
| 2016 | 16,48 | 4029 |
| 2017 | 16,52 | 1341 |
| 2018 | 21,03 | 2512 |
| 2019 | 25,10 | 386 |
| 2020 | 16,63 | 784 |
| 2021 | 15,26 | 1215 |
| 2022 | 19,04 | 2105 |
| 2023 | 23,20 |
Die Aktien des Unternehmens werden seit dem 13. Mai 2005 an der Pariser Börse gehandelt und sind heute Bestandteil des renommierten CAC40-Indexes. Die Eigentumsverhältnisse von Safran sind diversifiziert, mit einem signifikanten Anteil des französischen Staates, was die strategische Bedeutung des Unternehmens unterstreicht:
- Französischer Staat: 11,2 %
- Mitarbeiter der Unternehmensgruppe: 6,8 %
- Streubesitz: 81,4 %
- Eigenbesitz: 0,6 %
Diese Verteilung gewährleistet eine stabile Basis und ermöglicht gleichzeitig eine breite Beteiligung am Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen zu Safran
Was macht Safran so besonders?
Safran zeichnet sich durch seine führende Position in der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie aus, geprägt durch innovative Technologien, strategische Partnerschaften (wie mit General Electric bei CFM International), eine starke globale Präsenz und beeindruckende Wachstumsstrategien. Das Unternehmen investiert stark in Forschung und Entwicklung und deckt ein breites Spektrum an Hochtechnologieprodukten ab, von Triebwerken über Fahrwerke bis hin zu komplexen Elektroniksystemen.
Wie viele Standorte hat Safran in Deutschland?
Safran ist in Deutschland an 14 Standorten präsent und beschäftigt dort über 1800 Mitarbeiter. Dazu gehören 7 Forschungs- und Entwicklungsteams. Hamburg ist dabei ein zentraler Knotenpunkt mit wichtigen Tochterunternehmen wie Safran Helicopter Engines, Safran Electrical & Power und Safran Nacelles.
Wie viele Menschen arbeiten bei Safran?
Weltweit beschäftigt die Safran S.A. rund 79.000 Mitarbeiter. Diese große Belegschaft trägt maßgeblich zu den Innovationsleistungen und dem globalen Erfolg des Technologiekonzerns bei.
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