21/08/2025
In der Welt der Entspannung und des Wohlbefindens gibt es viele Facetten. Eine besonders eigenständige und in Österreich sehr beliebte Form der Erholung bieten die sogenannten Römerbad-Clubs. Diese Saunaclubs haben sich über Jahre hinweg einen Namen gemacht, nicht nur durch ihre familiäre Atmosphäre, sondern auch durch ein ganz spezifisches Konzept, das sie von herkömmlichen Wellness-Einrichtungen abhebt. Von Salzburg bis Wels laden diese Häuser zu einem einzigartigen Erlebnis ein, das sowohl Körper als auch Geist beleben soll.

Die Philosophie der Römerbad-Clubs: Ein besonderes Konzept
Die Römerbad-Clubs stehen für eine ganz eigene Art der Geselligkeit und Entspannung. Seit der Eröffnung des Mutterhauses, der Casa Juvavum in Salzburg im Jahr 2003, haben sich diese Einrichtungen durch eine unverwechselbare Philosophie etabliert. Charakteristisch für alle drei Häuser sind dabei mehrere Aspekte, die das Erlebnis einzigartig gestalten. Erstens ist es ein offenes Geheimnis, dass in diesen Clubs alle Girls splitternackt sind, was zur lockeren und ungezwungenen Atmosphäre beiträgt. Zweitens wird das kulinarische Angebot bewusst schlicht gehalten: Es gibt nichts zu essen, allenfalls kann man sich an einem sehr schlicht gehaltenen Buffet ein wenig stärken. Dies lenkt den Fokus weg von opulenten Mahlzeiten hin zum geselligen Beisammensein. Ein weiterer, dritter Punkt, der die Römerbad-Clubs auszeichnet, ist die Inklusivleistung von Bier im Eintrittspreis. Diese Kombination schafft eine entspannte und feierliche Stimmung, die viele Besucher schätzen.
Die Standorte: Von Salzburg bis Wels
Das Römerbad betreibt derzeit drei Saunaclubs in Österreich, die sich trotz ihrer eher schlichteren Formate großer Beliebtheit erfreuen. Das Stammhaus, die Casa Juvavum, befindet sich in Salzburg und ist seit 2003 ein fester Bestandteil der lokalen Erholungsszene. Im Jahr 2008 wurde die Präsenz mit der Eröffnung der Casa Carintia in Feldkirchen, Kärnten, erweitert. Der jüngste Zuwachs erfolgte 2013 mit der Casa Ovilava am Standort Wels, Oberösterreich. Obwohl die Casa Juvavum als Mutterhaus ein wenig größer ist, ähneln sich die Clubs in ihrer Gesamtausstattung und Größe. Alle drei Häuser verfügen über einen hübschen, kleinen Garten, der zum Verweilen im Freien einlädt. Die Casa Carintia in Feldkirchen bietet zudem im zweiten Stock einen zusätzlichen Balkon, der eine weitere Möglichkeit zur Entspannung im Freien schafft. Die Clubs sind überraschend geräumig und gut ausgestattet, was den Besuchern trotz des intimen Rahmens ausreichend Platz und Komfort bietet.
Wellness-Angebote und Ausstattung
Jeder Römerbad-Club ist darauf ausgelegt, seinen Gästen ein umfassendes Erlebnis der Entspannung und des Wohlbefindens zu bieten, ergänzt durch die einzigartige Club-Atmosphäre. Als zentraler Treffpunkt dient in jedem Haus ein kleiner und kuscheliger Barraum, der mit gemütlichen Sitzgelegenheiten ausgestattet ist und oft eine Pole-Dance-Stange bietet, die zur Unterhaltung beiträgt. Dieser Bereich fördert die soziale Interaktion und die Partystimmung, für die die Clubs bekannt sind. Im Wellnessbereich finden Besucher eine Auswahl an Einrichtungen, die zur körperlichen Erholung einladen: eine klassische Sauna, eine Infrarotkabine, ein Solarium für eine gesunde Bräune und ein Whirlpool, der zur tiefen Entspannung der Muskulatur beiträgt. Die Zimmer der Clubs sind eher schlicht gehalten, erfüllen jedoch ihren Zweck und bieten einen privaten Rückzugsort für die Gäste. Diese Kombination aus sozialen Bereichen und privaten Rückzugsmöglichkeiten, gepaart mit den Wellness-Einrichtungen, schafft ein ausgewogenes Angebot für die Besucher.
Wels und die Casa Ovilava: Eine Reise in die Geschichte
Der Club FKK Römerbad Casa Ovilava hat seinen Standort in Wels-Haidl, einer Stadt mit einer bemerkenswert langen und stolzen Geschichte. Wels, offiziell eine Statutarstadt und somit ein eigener Bezirk, ist umgeben vom Bezirk Wels-Land und liegt malerisch am linken Ufer der Traun im Hausruckviertel in Oberösterreich. Der Name „Wels“ selbst hat tiefe Wurzeln: In römischer Zeit war die Stadt als Ovilava bekannt, und die erste urkundliche Erwähnung als "castrum uueles" (lateinisch für „befestigte Siedlung Wels“) datiert auf das Jahr 776 n. Chr. Mit einer aktuellen Einwohnerzahl von etwa 63.000 und einer Fläche von 45,88 km² ist Wels heute eine lebendige Stadt, die ihre historische Bedeutung mit modernem Leben verbindet. Es wird angenommen, dass der Ort aus einer keltischen Siedlung hervorging, wobei der Name „Wels“ möglicherweise keltischen Ursprungs ist und so viel wie „Siedlung an den Traunwindungen“ bedeutet.
Wels: Von der römischen Großstadt zur modernen Metropole
Die kleine keltische Siedlung entwickelte sich unter römischer Herrschaft zu einem wichtigen strategischen Stützpunkt und Außenposten des Römischen Reiches. Unter Kaiser Hadrian wurde das damalige Ovilava zu einer offiziellen Stadt, einem municipium, erhoben. Die Bedeutung von Wels wuchs weiter, und unter Kaiser Caracalla avancierte Ovilava sogar zu einer colonia, einer Großstadt, komplett mit Stadtmauer, imposanten Turmanlagen und Toren. Kaiser Diokletian verlieh Wels im Rahmen seiner umfassenden Reformen des Provinzen-Systems eine noch höhere administrative Bedeutung, indem er die Stadt zur Hauptstadt des Ufernoricum (Noricum Ripense) machte – jenes Gebiets des Römischen Reiches nördlich der Alpen. Nach dem 4. Jahrhundert n. Chr. und zahlreichen Einfällen von Germanen- und Vandalenstämmen sank die Bedeutung von Wels für einige Jahrhunderte, und die Stadt schrumpfte wohl wieder zu einer kleineren, unbedeutenden Siedlung zusammen.

Wiederaufstieg und Blütezeiten
Im 8. Jahrhundert begann der Wiederaufstieg von Wels, als die Siedlung erneut mit Befestigungsanlagen ausgestattet wurde, was sich in der urkundlichen Erwähnung von 776 als „castrum uueles“ widerspiegelt. Um das Jahr 1000 kam Wels unter die Herrschaft des Bistums Würzburg, bevor es um 1192 in den Besitz der Babenberger überging. Diese beurkundeten Wels im Jahr 1222 offiziell als civitas, also als Stadt. Besonders prägend für Wels war die Herrschaft Kaiser Maximilians I., der sich hier, auch aufgrund seines Jagdschlosses in der Welser Heide, außergewöhnlich oft aufhielt. Unter seiner Ägide wurden 1514 das Rathaus und die Burg Wels ausgebaut, was die städtische Infrastruktur erheblich verbesserte. Das 16. Jahrhundert markierte eine wirtschaftliche Blütezeit für Wels, bedingt durch seine zentrale Stellung als Umschlagplatz für landwirtschaftliche Güter aus der Region und dem Fernhandel. Kunstgewerbe und Handwerke florierten, und auch die Eisenverarbeitung, der Großhandel sowie das Geldgeschäft gewannen an Bedeutung. Die nachhaltige Industrialisierung der Stadt setzte im 19. Jahrhundert ein und prägt Wels bis heute. Aktuell sind umsatzstarke Unternehmen wie XXXLutz, IntersportAustria, Doppler Mineralöle, 3e, Sport Eybl & Sports Experts und Felbermayr in Wels ansässig. Darüber hinaus blickt Wels auf eine lange und stolze Messetradition zurück, die bis ins 14. Jahrhundert reicht und sich seit dem ersten Welser Volksfest im Jahr 1878 fest etabliert hat.
Sehenswürdigkeiten und Stadtbild
Wels bietet Besuchern eine Vielzahl an historischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten, die die reiche Geschichte der Stadt widerspiegeln. Zu den wichtigsten Attraktionen zählen die kaiserliche Burg Wels, ein Zeugnis der kaiserlichen Präsenz in der Stadt, und das Haus der Salome Alt, das Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten erzählt. Der Ledererturm aus dem Jahr 1326 ist ein markantes Wahrzeichen, ebenso wie der Kremsmünstererhof, der Herminenhof (Dreiklanghof), das Schloss Polheim und das Wasserschloss Lichtenegg. Das Palais Tilly und die Stadtpfarrkirche Wels ergänzen das historische Stadtbild. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts spielt Wels zudem eine wichtige Rolle als Garnisonsstadt in Österreich, was die strategische Bedeutung der Stadt unterstreicht.
Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe der Casa Ovilava
Für Besucher, die eine Übernachtung in der Nähe des Römerbad-Clubs Casa Ovilava in Wels suchen, gibt es praktische Optionen. Nur etwa 1,8 Kilometer Luftlinie entfernt befindet sich das Gasthaus Huber in der Wiesenstraße 69, 4600 Wels. Eine weitere komfortable Möglichkeit bietet das Hotel & Gasthof*** Maxlhaid, ebenfalls rund 1,8 Kilometer entfernt, in Maxlheid 9, 4600 Wels. Beide Unterkünfte bieten eine gute Anbindung und sind ideal für Gäste, die nach einem Besuch im Club eine nahegelegene Bleibe suchen.
Häufig gestellte Fragen zu den Römerbad-Clubs (FAQ)
- Was macht die Atmosphäre in den Römerbad-Clubs besonders?
- Die Clubs zeichnen sich durch eine einzigartige familiäre Atmosphäre und Partystimmung aus, die durch das Konzept der komplett nackten Girls und das im Eintrittspreis inkludierte Bier gefördert wird. Der Fokus liegt auf Geselligkeit und ungezwungener Entspannung.
- Gibt es in den Clubs Verpflegung?
- Das kulinarische Angebot ist sehr schlicht gehalten. Es gibt nichts Umfangreiches zu essen, lediglich ein sehr einfaches Buffet zur Stärkung. Der Fokus liegt nicht auf Gastronomie, sondern auf dem Cluberlebnis.
- Welche Wellness-Einrichtungen sind vorhanden?
- Die Clubs sind überraschend gut ausgestattet und bieten einen Wellnessbereich mit Sauna, Infrarotkabine, Solarium und einem Whirlpool. Ergänzt wird dies durch einen gemütlichen Barraum und oft auch einen kleinen Garten.
- Sind die Clubs für Erstbesucher geeignet?
- Die Clubs sind für ihre offene und ungezwungene Atmosphäre bekannt. Wer das besondere Konzept und die genannten Charakteristika schätzt, wird sich dort schnell wohlfühlen. Es wird eine lockere Umgebung geboten, die zur Entspannung und zum Austausch einlädt.
- Wo genau befindet sich die Casa Ovilava in Wels?
- Die Casa Ovilava befindet sich im Stadtteil Wels-Haidl, einer ruhigen Gegend in der Statutarstadt Wels, Oberösterreich. Die genaue Adresse ist nicht im Detail angegeben, aber die Lage in Wels-Haidl ist bekannt.
Die Römerbad-Clubs bieten somit eine ganz spezifische Art der Auszeit, die sich bewusst von traditionellen Spa- und Wellness-Angeboten unterscheidet. Mit ihrer einzigartigen Kombination aus Geselligkeit, ungezwungener Atmosphäre und grundlegenden Wellness-Einrichtungen schaffen sie einen besonderen Ort der Erholung in Österreich. Wer das Besondere sucht und eine unkonventionelle Form der Entspannung erleben möchte, findet in den Römerbad-Clubs eine interessante Alternative.
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