Wie heißen die Gesäßmuskeln?

Triggerpunktmassage: Wie oft und warum?

27/10/2025

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Ein stechender Schmerz im Gesäß, der bis in die Hüfte oder sogar das Bein ausstrahlt? Solche Beschwerden sind weit verbreitet und oft auf sogenannte Triggerpunkte zurückzuführen. Diese kleinen, aber hartnäckigen Verhärtungen in der Muskulatur können großes Unbehagen verursachen, das sich manchmal anfühlt wie ein eingeklemmter Nerv oder ein Bandscheibenvorfall. Wenn Verspannungen über längere Zeit bestehen bleiben, entwickeln sie sich zu Schmerzherden, die sich auf andere Körperregionen ausbreiten. Besonders häufig sind Triggerpunkte im Piriformis-Muskel betroffen, was zu Schmerzen im unteren Rücken und der oberen Oberschenkelrückseite führen kann. Doch die gute Nachricht ist: Diese kleinen Schmerzverursacher lassen sich oft effektiv behandeln. In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie alles Wichtige über Triggerpunkte, ihre Entstehung, die Symptome und die besten Methoden, um sie zu lösen – inklusive der entscheidenden Frage, wie oft eine Triggerpunktmassage wirklich hilft.

Wie kann man Schmerzen am Gesäß lindern?
Um Schmerzen am Gesäß zu lindern, empfehlen wir gezielte Übungen. Damit kannst du unnachgiebige und „verkürzte“ Muskeln und Faszien dehnen und somit schmerzhafte Spannungen reduzieren. Unsere einfachen Liebscher & Bracht Übungen® kannst du gut in deinen Alltag integrieren, denn sie brauchen nur wenig Zeit.
Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Triggerpunkt: Eine umfassende Übersicht

Triggerpunkte können sich in jedem Muskel des Körpers bilden. Es handelt sich dabei um winzige, aber spürbare Verhärtungen innerhalb eines Muskelfaserbündels. Stellen Sie sich vor, ein kleines Stück Ihres Muskels hat sich dauerhaft zusammengezogen und kann sich nicht mehr entspannen. Dies führt zu einer Art "Dauerkrampf". Eine solche Verspannung, beispielsweise im Gesäß, entsteht, wenn die Muskulatur überlastet wird oder über längere Zeit in einer ungünstigen Position verharrt, wodurch sie sich verkrampft und keine ausreichende Entspannung mehr findet. Die Folge ist eine gestörte Durchblutung in diesem spezifischen Bereich, was wiederum die Versorgung des betroffenen Muskelgewebes mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff erheblich einschränkt. Dieser Mangel führt zu einer weiteren Reizung und Aufrechterhaltung des Triggerpunktes.

Einmal entstanden, können Sie einen Triggerpunkt in der Regel als kleinen, festen "Knubbel" unter Ihrer Haut ertasten. Wenn Sie diesen Punkt berühren oder sogar leichten Druck darauf ausüben, reagiert er oft mit einem lokalen Schmerz, der jedoch typischerweise auch in andere, teils weit entfernte Körperregionen ausstrahlt. Diese Ausstrahlung wird als "übertragener Schmerz" oder "Referenzschmerz" bezeichnet und ist ein charakteristisches Merkmal von Triggerpunkten. Dies erklärt, warum Schmerzen im Bein ihren Ursprung beispielsweise in einem Triggerpunkt im Gesäß haben können.

Triggerpunkte im Po: Welchen Ursprung haben sie?

Triggerpunkte im Gesäßbereich sind häufig auf Verspannungen und Verhärtungen im Bereich des Piriformis-Muskels oder des Ischiasnervs zurückzuführen. Der Piriformis ist ein kleiner, birnenförmiger Muskel, der tief im Gesäß liegt. Er beginnt an der Innenseite des Beckens (am Kreuzbein) und zieht zum oberen Teil des Oberschenkelknochens. Seine Hauptfunktion ist die Außenrotation des Oberschenkels. Der Ischiasnerv, auch Nervus ischiadicus genannt, ist der längste und dickste Nerv des gesamten Körpers. Er entspringt im unteren Rückenbereich, verläuft durch das Gesäß (oft direkt unter oder sogar durch den Piriformis-Muskel hindurch) und zieht sich dann am hinteren Oberschenkel entlang bis in den Fuß.

Wenn der Piriformis-Muskel verspannt oder verkürzt ist, kann er direkt auf den Ischiasnerv drücken. Dies führt zu dem sogenannten Piriformis-Syndrom, dessen Symptome oft mit denen eines Bandscheibenvorfalls verwechselt werden können, da die Schmerzen ähnlich ausstrahlen. Die Ursache Ihrer Schmerzen muss also nicht direkt am Ort der Schmerzen liegen. Triggerpunkte lösen einen sogenannten Faszien-Schmerz aus, der in andere Körpergebiete ausstrahlt, die als Referenzzonen bezeichnet werden.

Häufige Auslöser für Schmerzen durch Piriformis-Triggerpunkte oder Ischias-Triggerpunkte sind:

  • Fehl- und Überbelastungen: Dazu gehören langes Sitzen, einseitige Bewegungen im Sport oder das Tragen von unpassendem Schuhwerk.
  • Verletzungen: Direkte Traumata oder kleinere, wiederholte Mikroverletzungen.
  • Einseitige Bewegungsmuster: Beispielsweise eine falsche Lauftechnik beim Joggen.
  • Stress und mentale Anspannungen: Chronischer Stress kann zu einer erhöhten Muskelspannung im gesamten Körper führen, was die Entstehung von Triggerpunkten begünstigt.

Symptome und Schmerzen: Ischias- und Piriformis-Syndrom-Triggerpunkte

Wie bereits erwähnt, können die Symptome und Schmerzen, die durch Triggerpunkte im Po ausgelöst werden, sehr vielfältig sein und in unterschiedliche Bereiche ausstrahlen. Am häufigsten werden die Schmerzen im Bereich des Gesäßes, der Hüfte, im unteren Rücken, im Ober- oder Unterschenkel und sogar bis in den Fuß wahrgenommen. Dies liegt an der komplexen Nervenversorgung und den oben genannten Referenzzonen.

Zusätzlich zu diesen häufigen Schmerzmustern können beim Piriformis-Syndrom weitere Beschwerden auftreten, die oft übersehen werden:

  • Impotenz beim Mann: In seltenen Fällen kann der Druck auf Nerven im Beckenbereich zu sexuellen Dysfunktionen führen.
  • Schmerzen während des Stuhlgangs: Eine Reizung der Nerven, die den Beckenboden versorgen, kann sich hier bemerkbar machen.
  • Sensibilitätsstörungen im Bereich des Rückens: Taubheitsgefühle oder Kribbeln können auftreten.
  • Schmerzen, die sich zwischen äußerem Geschlechtsorgan und After lokalisieren (auch Perineum genannt): Dies ist ein sehr spezifisches und unangenehmes Symptom.
  • Dyspareunie (Schmerzen beim Geschlechtsverkehr): Auch hier kann die Reizung der Nerven im Beckenbereich ursächlich sein.

Es ist wichtig, diese Symptome ernst zu nehmen und gegebenenfalls einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten und andere ernstere Erkrankungen auszuschließen.

Triggerpunkte im Gesäß lösen – so geht man bei der Behandlung vor

Wenn Sie die Triggerpunkte im Gesäß lösen möchten, gibt es verschiedene Ansätze, die oft auch von zu Hause aus angewendet werden können. Bevor Sie jedoch mit einer Selbstbehandlung beginnen, sollten Sie im Zweifelsfall immer einen Arzt oder Physiotherapeuten konsultieren, der Ihre Beschwerden genau beurteilen kann. Denn je nach Ausprägung können Schmerzen bei körperlicher Aktivität, Hüft-Adduktion mit Flexion und Innenrotation sowie durch normales Sitzen verschlimmert werden. Es ist entscheidend, dass Sie sich bei der Behandlung wohlfühlen und keine zusätzlichen Schmerzen verursachen.

Triggerpunkttherapie und Triggerpunktmassage: Wie oft und wie lange?

Eine gezielte Triggerpunkttherapie oder eine manuelle Triggerpunktmassage ist eine der effektivsten Methoden, um Ihre Muskulatur aufzulockern und sich von den Schmerzen zu befreien. Für die richtige Selbstmassage müssen Sie zunächst die verhärteten Stellen an Ihrem Körper finden. Diese können sich als kleine, druckempfindliche Knoten anfühlen. Sobald Sie einen solchen Punkt ertastet haben, massieren Sie ihn in sanften, aber festen und kreisenden Bewegungen. Der Druck sollte spürbar, aber nicht unerträglich sein. Es ist wichtig, den Druck langsam aufzubauen und nicht abrupt zu erhöhen.

Zur Beantwortung der Frage, wie oft Sie eine Triggerpunktmassage durchführen sollten: Sie können eine solche Triggerpunktmassage bis zu drei Mal pro Tag durchführen, um die Schmerzen zu lindern. Jede Sitzung sollte dabei etwa 30 bis 90 Sekunden pro Triggerpunkt dauern. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel Druck ausüben, um die Schmerzen und Triggerpunkte nicht noch zu verstärken oder das Gewebe zu reizen. Ein leichter, konstanter Druck, der den Schmerz reproduziert, aber nicht verschlimmert, ist ideal. Ein Massageball, wie ein Faszienball oder ein Tennisball, kann Ihnen dabei helfen, die richtigen Stellen im Gesäß zu erreichen und den nötigen Druck auszuüben, insbesondere an schwer zugänglichen Stellen.

Die Regelmäßigkeit ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Ein einziger Versuch wird selten dauerhafte Linderung bringen. Wiederholen Sie die Behandlung über mehrere Tage hinweg, um die Verklebungen und Verhärtungen im Muskelgewebe nachhaltig zu lösen und die Durchblutung wiederherzustellen.

Wärme zur Triggerpunktbehandlung

Wärme kann eine hervorragende Ergänzung zur Triggerpunkttherapie sein, da sie die Muskulatur entspannt und die Durchblutung fördert. Bevor Sie mit einer Massage beginnen, um Triggerpunkte im Gesäß zu lösen, können Sie die betroffenen Stellen bereits mit Wärme vorbereiten. Legen Sie dafür beispielsweise einfach eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen oder ein Heizkissen auf die schmerzenden Bereiche. Schon circa zehn bis 15 Minuten pro Tag können einen großen Unterschied machen. Die Wärme hilft, die Muskeln zu lockern und sie empfänglicher für die anschließende Massage zu machen.

Triggerpunkte im Gesäß lösen und Ischias behandeln: Übungen für zu Hause

Zusätzlich zur Massage gibt es auch einige gezielte Dehnübungen, die helfen können, Triggerpunkte im Gesäß zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern. Jedoch sollten Sie dabei wirklich vorsichtig sein, um die Verspannungen nicht noch mehr zu reizen. Verschlimmert sich der Schmerz beim Ausführen der Übungen, sollten Sie sofort aufhören. Hören Sie auf Ihren Körper!

Hier sind vier effektive Übungen:

  • Übung 1: Das Nadelöhr
    • Legen Sie sich auf den Rücken, die Beine sind aufgestellt.
    • Legen Sie den linken Fuß auf das rechte Knie, sodass ein "Nadelöhr" entsteht.
    • Umfassen Sie mit beiden Händen den rechten Oberschenkel.
    • Heben Sie das rechte Bein an und ziehen Sie es vorsichtig Richtung Brust.
    • Sie sollten ein leichtes Ziehen in Ihrer linken Gesäßhälfte spüren.
    • Halten Sie die Dehnung etwa eine halbe Minute lang und wechseln Sie dann die Seite.
  • Übung 2: Das Krokodil
    • Legen Sie sich in Rückenlage, die Beine sind gestreckt.
    • Strecken Sie die Arme auf Schulterhöhe seitlich aus, die Handflächen zeigen zum Boden.
    • Legen Sie beide Beine behutsam auf eine Seite ab, wobei die Knie auf Höhe der Hüften und die Unterschenkel senkrecht sein sollten.
    • Die Schultern bleiben dabei fest am Boden.
    • Halten Sie die Dehnung etwa eine halbe Minute lang und wechseln Sie dann die Seite.
  • Übung 3: Die Taube
    • Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand.
    • Legen Sie das rechte Bein nach vorne zu Ihrer rechten Hand, das Knie ist dabei angewinkelt.
    • Strecken Sie das linke Bein so weit wie möglich nach hinten aus.
    • Der Oberkörper ist dabei gestreckt, Sie stützen sich mit den Händen ab. Die Hüfte ist nach vorne gerichtet.
    • Sie verspüren eine Dehnung im Gesäß, aber auch in den Oberschenkeln und an der Hüfte.
    • Halten Sie die Dehnung etwa eine halbe Minute lang und wechseln Sie dann die Seite.
  • Übung 4: Knie zur Schulter
    • Legen Sie sich in Rückenlage, die Beine sind lang gestreckt.
    • Ziehen Sie das rechte Bein angewinkelt zum Oberkörper heran, sodass das Knie einen rechten Winkel bildet.
    • Greifen Sie mit der linken Hand Ihr rechtes Knie und ziehen Sie es vorsichtig in Richtung Ihrer rechten Schulter.
    • Ihr Po und die Schultern bleiben währenddessen auf der Matte.
    • Halten Sie die Dehnung etwa eine halbe Minute lang und wechseln Sie dann die Seite.

Triggerpunkte im Gesäß lösen: Behandlung mit einer Akupressurmatte

Ein weiteres, alltagstaugliches Hilfsmittel im Kampf gegen Triggerpunkte kann eine Akupressurmatte sein. Dieses Massagegerät können Sie ganz einfach selbst anwenden. Die Akupressurmatte ist mit vielen kleinen Noppen besetzt, die bei Druck die Durchblutung Ihres Körpers anregen. Durch die gezielte Stimulation der Akupressurpunkte können Verspannungen gelöst, Stress reduziert und so auch Triggerpunkte im Ischias- und Piriformis-Bereich gelindert werden. Die verbesserte Durchblutung fördert die Nährstoffversorgung und den Stoffwechsel im Gewebe, was zur Regeneration beiträgt. Schon 15 Minuten am Tag auf der Akupressurmatte reichen aus, um eine spürbare Entspannung zu erzielen und die Muskulatur zu lockern.

Wie ändere ich die Position des Iliosakralgelenks?
Ziehe ein Knie zur Brust, während du mit der Hand isometrischen Widerstand aufbaust. Mit der anderen Hand hältst du das andere Knie fest, während du mit dem Knie dagegen drückst. Halte die Position einige Sekunden. Dann Richtungswechsel. Auch die Adduktoren an der Oberschenkelinnenseite sind an der Stabilität des Iliosakralgelenks beteiligt.

Wenn nichts hilft: Professionelle Triggerpunkt-Akupunktur

Sollten Sie es nicht schaffen, Ihre Schmerzen selbst zu lindern und die Triggerpunkte dauerhaft loszuwerden, kann eine professionelle Triggerpunkt-Akupunktur eine sehr effiziente Behandlungsoption sein. Bei dieser Therapie werden feine Nadeln präzise in die Triggerpunkte gesetzt, um eine gezielte Entspannung des Muskels zu erreichen. Oft wird dabei versucht, eine sogenannte "Zuckungsreaktion" (Local Twitch Response) des Muskels auszulösen, da dies zu einem besonders schnellen Erfolg bei der Schmerzlinderung führen kann. Diese Methode ist oft sehr wirksam, um hartnäckige und tief sitzende Triggerpunkte zu lösen, die mit Selbstbehandlung schwer zu erreichen sind. Ein erfahrener Therapeut kann hier den entscheidenden Unterschied machen.

Wie schnell wirkt die Behandlung der Triggerpunkte und wie oft sollte man sie wiederholen?

Die Frage, wie schnell Sie Ergebnisse bemerken und wie oft Sie die Behandlung wiederholen sollten, hängt von mehreren Faktoren ab. Je nach Ausmaß und Alter der Verhärtung lassen sich die Triggerpunkte im Gesäß besser oder schlechter lösen. Grundsätzlich gilt: Je länger Sie eine Therapie herauszögern, desto langwieriger und hartnäckiger wird die Behandlung in der Regel sein.

Sind die Triggerpunkte noch relativ neu und die Muskulatur noch nicht chronisch verhärtet, können Sie oft schon direkt nach der ersten Behandlung eine deutliche Besserung spüren. Die Schmerzen lassen nach, und die Beweglichkeit verbessert sich. In solchen Fällen kann es ausreichen, die Selbstbehandlung über einige Tage hinweg ein- bis zweimal täglich durchzuführen, bis die Symptome verschwunden sind.

Handelt es sich jedoch um ältere, chronische Triggerpunkte, die sich über Wochen oder Monate entwickelt haben, ist mehr Geduld gefragt. Hier sollten Sie versuchen, die Triggerpunkte im Gesäß zu lösen, indem Sie die Behandlung regelmäßig und konsequent Tag für Tag ausüben. Für die Selbstmassage bedeutet dies, wie bereits erwähnt, bis zu drei Mal pro Tag die betroffenen Punkte zu bearbeiten. Bei den Dehnübungen und der Akupressurmatte reicht oft eine tägliche Anwendung. Nach einigen Tagen bis Wochen sollten Sie eine kontinuierliche Besserung bemerken. Es ist wichtig, nicht aufzugeben, auch wenn der Erfolg nicht sofort eintritt.

Bedenken Sie außerdem, dass die Schmerzen nicht für immer verschwinden, wenn Sie Ihre Gewohnheiten nicht ändern. Ihr Körper hat Ihnen mit diesen Schmerzen bereits offenbart, wo Ihre Schwachstellen liegen. Diese sollten Sie durch regelmäßigen Sport, ergonomische Anpassungen im Alltag und bewusste Körperhaltung stärken, um erneuten Schmerzen vorzubeugen und die Langzeitwirkung der Behandlung zu sichern.

Präventive Maßnahmen gegen Triggerpunkte im Po

Sie haben nun viel über Triggerpunkte, ihre Entstehung und die Behandlungsmöglichkeiten erfahren. Doch der beste Weg, mit Schmerzen umzugehen, ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Es geht darum, in Zukunft Triggerpunkte zu vermeiden. Wir haben hier ein paar entscheidende Tipps zusammengestellt, wie Sie Triggerpunkte im Gesäß und die damit verbundenen Symptome effektiv verhindern können:

  1. Schreibtischpositionen variieren: Gerade wenn Sie beruflich viel am Schreibtisch sitzen, kommt es schnell zu einseitigen Belastungen und damit zu Triggerpunkten. Versuchen Sie, Ihre Arbeitspositionen regelmäßig zu wechseln. Arbeiten Sie abwechselnd im Sitzen und im Stehen, wenn Ihr Arbeitsplatz dies zulässt. Achten Sie im Sitzen stets auf eine aufrechte und ergonomische Haltung. Stehen Sie zudem regelmäßig auf, machen Sie ein paar Schritte oder kleine Dehnübungen, um Ihrem Körper eine willkommene Pause von der starren Position zu gönnen. Jeder Positionswechsel bringt Abwechslung und entlastet die Muskulatur.
  2. Ein paar Minuten auf der Akupressurmatte: Die hochwertige Akupressurmatte kann nicht nur zur Behandlung bestehender Triggerpunkte genutzt werden, sondern auch hervorragend zur Vorbeugung dienen. Nehmen Sie sich täglich nur ein paar Minuten Zeit, um Ihrem Körper eine wohltuende Massage mit der Matte zu gönnen. Die Stimulation der Akupressurpunkte fördert die Durchblutung, löst leichte Verspannungen, bevor sie sich manifestieren, und trägt insgesamt zur Entspannung der Muskulatur bei. Es ist eine einfache und effektive Methode, um muskulären Problemen vorzubeugen.
  3. Regelmäßiger Sport und Bewegung: Einen körperlichen Ausgleich zum oft bewegungsarmen Alltag zu finden, ist die beste präventive Maßnahme gegen Verspannungen im Gesäß und im gesamten Körper. Regelmäßige Bewegung hält Sie fit, stärkt Ihre Muskulatur und sorgt für ein Gleichgewicht der Muskelgruppen. Konzentrieren Sie sich auf Übungen, die die Rumpfmuskulatur stärken, die Hüften mobilisieren und die Gesäßmuskulatur dehnen. Yoga, Pilates, Schwimmen oder gezieltes Krafttraining können hier sehr hilfreich sein. Eine starke und flexible Muskulatur ist weniger anfällig für die Entwicklung von Triggerpunkten.

Unser Fazit

Wir hoffen, dass dieser Beitrag Ihnen umfassende Einblicke in das Thema Triggerpunkte gegeben und Licht ins Dunkle gebracht hat. Sie haben gelernt, was Triggerpunkte sind, wie sie entstehen, welche vielfältigen Symptome sie verursachen können und vor allem, wie Sie sie effektiv behandeln können. Die Regelmäßigkeit der Anwendung – sei es durch Selbstmassage, Wärmetherapie, gezielte Übungen oder die Akupressurmatte – ist entscheidend für den Erfolg, insbesondere bei der Frage, wie oft eine Triggerpunktmassage durchgeführt werden sollte. Bei hartnäckigen oder unklaren Beschwerden empfehlen wir Ihnen jedoch stets, einen professionellen Arzt, Physiotherapeuten oder Osteopathen aufzusuchen. Ein Experte kann eine genaue Diagnose stellen und einen individuellen Behandlungsplan erstellen. Handelt es sich tatsächlich um Triggerpunkte im Bereich des Piriformis-Muskels oder des Ischiasnervs, werden Sie vermutlich ähnliche Empfehlungen von Ihrem Arzt erhalten, wie Sie die Triggerpunkte im Gesäß wieder lösen können. Dieser Artikel soll Ihnen dabei als erste Orientierung und Informationsquelle dienen und Sie auf dem Weg zu einem schmerzfreieren Leben unterstützen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Was tun bei Verspannungen im Po und verkürzten Muskeln?

Wenn von verkürzten Muskeln die Rede ist, ist damit eigentlich immer die eingeschränkte Dehnbarkeit des Muskels gemeint. Ein Muskel kann nicht an Länge verlieren, aber seine Flexibilität einbüßen. Verkürzte Muskeln werden im Fachjargon als muskuläre Dysbalancen bezeichnet, die für Schmerzen, Verspannungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit sorgen können. Da jeder Muskel verkürzt sein kann, können auch die Muskeln im Gesäß betroffen sein. In erster Linie ist hier meist der Piriformis-Muskel verkürzt.

Die häufigste Ursache für solche Verkürzungen ist mangelnde Bewegung. Vor allem langes und vieles Sitzen trägt maßgeblich zur muskulären Dysbalance bei. Auch Fehlhaltungen und -belastungen, wie eine falsche Lauftechnik beim Joggen oder schlecht sitzendes Schuhwerk, können zu einem verkürzten Piriformis-Muskel führen.

Der birnenförmige Piriformis-Muskel befindet sich unter dem großen Gesäßmuskel (Musculus Gluteus maximus) und verbindet das Kreuzbein mit dem Oberschenkelknochen. Verkürzt er sich, wird er dicker und härter. Infolgedessen kann er direkt auf den Ischiasnerv drücken, was zu den typischen Schmerzen führt. Im Sitzen oder beim Laufen können sich die Beschwerden verschlimmern und bis in die Rückseite des Oberschenkels oder in den Rücken ausstrahlen. Mediziner nennen diese Muskelverkürzung auch Piriformis-Syndrom. Es wird oftmals fälschlicherweise mit einem Bandscheibenvorfall verwechselt, da die Symptome ähnlich sind.

Um diese Verspannungen und Verkürzungen zu lösen, hilft vor allem eines: gezielte Bewegung und Dehnung. Mit spezifischen Dehnübungen können Sie daher Verkürzungen und Verhärtungen lockern und Ihre Beschwerden lindern. Die bereits oben beschriebenen Übungen wie "Das Nadelöhr", "Das Krokodil", "Die Taube" und "Knie zur Schulter" sind hier besonders hilfreich.

Bei schwerwiegenden Verspannungen kann unter Umständen auch eine Ultraschallbehandlung infrage kommen, um tiefer liegende Verhärtungen zu lösen. Bereiten Ihnen die Verspannungen starke Beschwerden, können kurzzeitig auch Schmerzmittel zur Linderung eingesetzt werden, wobei dies keine langfristige Lösung darstellt und die Ursache nicht behebt.

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