17/05/2023
Permanent Make-up (PMU) ist für viele eine wunderbare Möglichkeit, Zeit im Alltag zu sparen und stets perfekt auszusehen. Ob es darum geht, Augenbrauen zu definieren, Lippen voller wirken zu lassen oder einen präzisen Lidstrich zu zaubern – die Vorteile liegen auf der Hand. Doch was passiert, wenn das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht oder sich der Geschmack ändert? Und wie verhält sich die Haut eigentlich nach einer frischen Pigmentierung? Dieser Artikel taucht tief in die Welt des Permanent Make-ups ein, beleuchtet den essenziellen Heilungsprozess und bietet umfassende Informationen zur professionellen Entfernung unerwünschter Pigmentierungen. Bereite dich darauf vor, die Geheimnisse hinter dem perfekten Ergebnis zu lüften und zu verstehen, warum Geduld der Schlüssel zum Erfolg ist.

- Der Heilungsprozess von Permanent Make-up: Geduld ist der Schlüssel zum Ergebnis
- PMU-Entfernung: Wann ist sie nötig und welche Optionen gibt es?
- Der Permanent Make-up Remover: Eine Präzise Lösung
- Der Prozess der PMU-Entfernung Schritt für Schritt
- Pflege nach der Permanent Make-up Remover-Behandlung: Dein Beitrag zum Erfolg
- Kosten und Anzahl der Sitzungen: Was erwartet dich?
- Wichtige Überlegungen vor und nach der Behandlung
- Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur PMU-Entfernung
Der Heilungsprozess von Permanent Make-up: Geduld ist der Schlüssel zum Ergebnis
Nach einer Permanent Make-up Behandlung ist es völlig normal, dass viele Fragen und manchmal auch Unsicherheiten aufkommen. Besonders der Heilungsprozess des Permanent Make-ups, insbesondere bei den Augenbrauen, sorgt oft für Verwirrung und Besorgnis. Es ist entscheidend zu verstehen, dass die sofortige Optik nach der Pigmentierung nicht das Endergebnis darstellt. Geduld ist hier das Zauberwort, denn die Haut braucht Zeit, um sich zu regenerieren und die Pigmente richtig einzuschließen.
Phase 1: Direkt nach der Behandlung (Tag 1-2)
Unmittelbar nach der ersten Pigmentierung erscheinen die Farben sehr kräftig und intensiv. Dies ist vollkommen normal, da die Pigmente noch auf der Hautoberfläche und in den obersten Hautschichten liegen. In seltenen Fällen kann die Haut für einige Stunden leicht gerötet oder geschwollen sein, was eine natürliche Reaktion auf die feinen Mikro-Verletzungen ist. Die frische Farbe wirkt oft dunkler als gewünscht, aber das ist Teil des Prozesses und kein Grund zur Sorge. Die anfängliche Intensität ist ein Indikator dafür, dass genügend Pigment eingebracht wurde.
Phase 2: Die Krustenbildung (Tag 3-7)
Innerhalb der ersten 7 Tage nach der Erstbehandlung beginnt sich eine feine Pigmentkruste zu bilden. Diese Kruste ist vergleichbar mit einem leichten Schorf und schützt die frisch pigmentierte Haut. Viele Kunden sind in dieser Phase besorgt, da die Farbe noch dunkler erscheinen mag. Es ist wichtig, diese Kruste nicht abzukratzen oder gewaltsam zu entfernen, da dies das Ergebnis negativ beeinflussen und zu Pigmentverlust oder sogar Narben führen kann. Die Kruste ist ein Schutzmechanismus des Körpers und fällt von selbst ab, sobald die Haut darunter ausreichend geheilt ist.
Phase 3: Nach dem Ablösen der Kruste (Tag 7-14)
Dies ist oft der Moment, der bei vielen Kunden für den größten Schreck sorgt. Nachdem sich die dunkle Kruste abgelöst hat, kann es so aussehen, als sei kaum noch etwas von der Pigmentierung übrig geblieben. Die Farbe wirkt extrem hell oder sogar unsichtbar. Dies liegt daran, dass sich unter der dunklen Kruste eine „Restkruste“ gebildet hat, die weißlich und nicht durchsichtig ist. Diese Phase wird oft als „Milchhaut-Effekt“ bezeichnet. Die Pigmente sind noch nicht vollständig in der Basalschicht der Haut stabilisiert. Die Haut regeneriert sich weiter, und die Pigmente werden von den neu gebildeten Hautzellen überlagert, was sie vorübergehend blasser erscheinen lässt.
Phase 4: Die vollständige Heilung und Pigmentstabilisierung (Tag 15-28)
Der vollständige Heilungsprozess der Haut ist erst nach etwa 28 Tagen abgeschlossen. In dieser Zeit erneuert sich die Epidermis vollständig, und die Pigmente können sich endgültig in der Basalschicht der Haut (Dermis) festsetzen. Die Farbe wird in dieser Phase wieder intensiver und zeigt sich in ihrem endgültigen Farbton. Es ist ein langsamer, aber stetiger Prozess, bei dem die Pigmente „hochkommen“ und sich stabilisieren. Erst nach Ablauf dieser vier Wochen kann das Ergebnis beurteilt werden.
Phase 5: Die Nacharbeit (4-6 Wochen nach der Erstbehandlung)
Aufgrund der individuellen Faktoren wie Stoffwechsel, Hauttyp und Alter reagiert jede Haut anders auf die Pigmentierung. Daher sind Nacharbeiten (auch Auffrischungen genannt) fast immer notwendig. Diese finden idealerweise 4-6 Wochen nach der Erstbehandlung statt, wenn die Haut vollständig geheilt ist und das Pigment stabilisiert wurde. Bei der Nacharbeit werden eventuelle Fehlstellen aufgefüllt, die Farbintensität angepasst und die Form perfektioniert. Auch nach der Nachbearbeitung setzt der oben beschriebene Heilungsprozess erneut ein. Erst einen Monat nach der Nacharbeit zeigt sich das finale, dauerhafte Ergebnis. Es ist also wichtig, sich auch hier in Geduld zu üben. Die Erfahrung zeigt, dass die allermeisten Kunden mit dem Endergebnis sehr zufrieden sind. In seltenen Fällen (ca. 5-10%) kann eine dritte oder sogar vierte Nacharbeit erforderlich sein, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Kommunikation mit dem PMU-Artist ist hierbei entscheidend, um die eigene Zufriedenheit zu gewährleisten.
PMU-Entfernung: Wann ist sie nötig und welche Optionen gibt es?
Permanent Make-up ist eine fantastische Lösung für viele, die ihre tägliche Beauty-Routine vereinfachen möchten. Doch was, wenn der Traum von perfekten Augenbrauen, Lidstrichen oder Lippen zu einem Albtraum wird? Sei es durch ein unzufriedenstellendes Ergebnis, eine veraltete Pigmentierung oder einfach den Wunsch nach einem natürlicheren Look – die Notwendigkeit einer PMU-Entfernung kann vielfältige Ursachen haben.
Ein häufiger Grund für den Wunsch nach einer Entfernung ist eine verpfuschte Pigmentierung. Leider ist nicht jeder Artist ein Profi, und ungleichmäßige Formen, falsche Farbtöne oder unsaubere Arbeit können das Ergebnis sein. Bevor man sich für ein Studio entscheidet, ist es daher unerlässlich, Bewertungen und Referenzarbeiten des PMU-Artists gründlich zu prüfen. Aber auch eine Pigmentierung, die vor Jahren perfekt war, kann mit der Zeit verblassen, ihre Farbe ändern oder einfach nicht mehr dem aktuellen Schönheitsideal entsprechen. Manchmal ist die Farbe so dunkel, dass selbst ein Cover-up mit einem neuen Motiv oder PMU nicht möglich ist, ohne dass die alte Farbe „durchscheint“.
Die gute Nachricht ist: Es gibt effektive Methoden, um unerwünschte Pigmente aus der Haut zu entfernen. Die Wahl der richtigen Technik hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art der Pigmentierung (PMU, Microblading, Tattoo), die Tiefe, in der die Pigmente sitzen, die verwendeten Farben und das Alter der Pigmentierung. Die zwei gängigsten Varianten sind die Laserentfernung und die Entfernung mittels spezieller Remover-Flüssigkeiten.

Der Permanent Make-up Remover: Eine Präzise Lösung
Eine der fortschrittlichsten und präzisesten Methoden zur Entfernung von Permanent Make-up ist die Behandlung mit einer flüssigen Suspension, dem sogenannten Permanent Make-up Remover. Diese Technik bietet eine effektive Möglichkeit, alte Farbpigmente aus der Haut zu befreien. Es ist jedoch von größter Bedeutung, dass diese Behandlung ausschließlich von erfahrenen und verantwortungsvollen Experten durchgeführt wird. Hier gilt der Grundsatz: „steter Tropfen höhlt den Stein“, nicht „viel hilft viel“. Um die Haut nicht zu traumatisieren, muss vorsichtig und in mehreren Sitzungen gearbeitet werden.
Wie funktioniert die Remover-Behandlung in der Haut?
Die Entfernung mit einem Permanent Make-up Remover läuft ähnlich ab wie eine Pigmentierung selbst. Ein spezielles Permanent Make-up- oder Tattoo-Gerät wird mit einer sterilen Nadel und einer speziellen Extraktionsflüssigkeit verwendet. Dieses Gemisch besteht aus einzigartigen Bestandteilen, die die Fähigkeit besitzen, sich an die in der Haut liegenden Pigmente zu binden. Im Gegensatz zu den Pigmenten selbst ist die Remover-Flüssigkeit nicht in der Lage, dauerhaft in der Haut zu verweilen.
Die Extraktionsflüssigkeit wird in die oberste Hautschicht, die Epidermis, eingearbeitet. Sobald sie in Kontakt mit den vorhandenen Pigmenten kommt, koppelt sie sich an diese. Da die Remover-Flüssigkeit nicht in der Haut verbleiben kann, „zieht“ sie die gebundenen Farbpigmente mit nach oben an die Hautoberfläche. Dies ist ein direkter Ausleitungsprozess, bei dem die Pigmente aus der Haut herausbefördert werden. Der Erfolg der Behandlung ist oft sofort sichtbar, da sich die ursprünglich klare Flüssigkeit mit den Pigmenten verfärbt. Der Überschuss kann während der Behandlung mit Pads von der Haut abgenommen werden.
Vorteile des Removers gegenüber Laserbehandlungen
Der Permanent Make-up Remover bietet einige entscheidende Vorteile, insbesondere im Vergleich zur Laserentfernung:
| Merkmal | PMU Remover | Laserentfernung |
|---|---|---|
| Farbspektrum | Entfernt ausnahmslos alle Farbtöne (inkl. Weiß, Rot, helle Töne). | Nicht alle Farbtöne sind entfernbar (Rot oft problematisch, Weiß kann Farbumschläge verursachen). |
| Präzision | Sehr präzises Arbeiten möglich, auch an empfindlichen und kleinen Bereichen (Augenlid, Lippenkontur). | Laserstrahl erfasst einen etwas größeren Bereich, weniger nadelpunktgenau. |
| Farbumschläge | Keine unerwünschten Farbumschläge möglich. | Bei weißen Pigmenten (oft in Hauttönen, Rosa) kann es zu Grau- oder Schwarzverfärbungen kommen. |
| Hautschonung | Schonend bei fachgerechter Anwendung, da die Pigmente herausgezogen werden, statt sie zu sprengen. | Kann die Haut stark erhitzen und birgt Risiken von Verbrennungen oder Pigmentstörungen. |
| Anwendungsbereich | Für alle Techniken (PMU, Microblading, Tattoo) und jedes Alter der Pigmentierung geeignet. | Effektivität kann je nach Pigmenttiefe und Laserart variieren. |
Besonders die Fähigkeit, selbst kleinste Details punktgenau zu bearbeiten, ohne das umliegende Gewebe zu beeinflussen, macht den Remover ideal für Korrekturen an Augenlidern oder Lippen, wo ein unerfahrener Pigmentist vielleicht einen unschönen Fleck hinterlassen hat. Egal wie alt das Tattoo oder Permanent Make-up ist, jede Technik kann mit Remover-Behandlungen zu jeder Zeit entfernt werden. Frischere Pigmentierungen lassen sich in der Regel sogar schneller entfernen.
Der Prozess der PMU-Entfernung Schritt für Schritt
Der Erfolg einer Permanent Make-up Entfernung ist ein mehrstufiger Prozess, der sowohl die professionelle Durchführung im Studio als auch die konsequente Mitarbeit des Kunden bei der Nachsorge erfordert. Der Behandlungserfolg besteht aus drei Hauptschritten:
Schritt 1: Die fachgerechte Entfernung im Studio (30-90 Minuten)
Die erste Sitzung ist in der Regel die längste. Sie beginnt mit einer ausführlichen Beratung, einer detaillierten Analyse der zu entfernenden Pigmentierung und einer umfassenden Aufklärung über den Behandlungsablauf und die notwendige Nachsorge. Diese Phase ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Der Artist arbeitet präzise mit der Remover-Flüssigkeit, um die Pigmente aus der Haut zu lösen. Während der Behandlung kann man direkt beobachten, wie die klare Flüssigkeit sich durch die Verbindung mit den Pigmenten verfärbt – ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Behandlung anschlägt.
Schritt 2: Krustenbildung und explizites Einhalten der Pflege (7-25 Tage nach Behandlung)
Nach der Behandlung bildet sich ein dickerer Schorf als nach einer üblichen PMU- oder Microblading-Behandlung. In diesem Schorf sind die gelösten und abgestoßenen Farbpigmente gebunden. Es ist absolut entscheidend, diese Kruste nicht selbst zu entfernen oder aufzuweichen. Die Kruste dient als natürlicher Schutz für die heilende Haut darunter und unterstützt die Regeneration des tieferliegenden Gewebes. Das genaue Einhalten der Pflegeanleitung in dieser Phase ist von größter Wichtigkeit, um Komplikationen wie Narbenbildung zu vermeiden und den Heilungsprozess optimal zu unterstützen. Für PMU und Microblading dauert diese Phase etwa 7-14 Tage, für Körper-Tattoos 7-25 Tage.
Schritt 3: Ablösen der Kruste und Unterstützung der Hautregeneration (Ab 14 Tage – 6 Monate nach Behandlung)
Mit dem Abfallen der Schüppchen der Kruste fallen auch die aus der Haut gelösten Permanent Make-up Farbpigmente mit ab. Dies geschieht ganz von selbst. Die Haut darf nicht manipuliert werden. Während die Haut regeneriert, gelangen weitere Farbpigmente an die Hautoberfläche, da die tiefliegenden Pigmente durch den Remover nach oben gezogen werden. Nach den ersten Anwendungen können diese anfänglich sogar etwas intensiver sichtbar sein, bevor ihre Intensität mit weiteren Behandlungen rasch abnimmt. Die Haut kann nach dem Krustenabfall möglicherweise gerötet, leicht geschwollen oder wie „ausgestanzt“ aussehen. Dies ist normal und vorübergehend. Bei fachgerechter Anwendung und striktem Einhalten der Pflege regeneriert sich die Haut vollständig. Die Regeneration wird durch spezielle Pflegeprodukte unterstützt, die Teil der Behandlung sind und täglich angewendet werden müssen. Für PMU/Microblading dauert diese Phase ab 14 Tage bis 3 Monate, für Körper-Tattoos ab 25 Tage bis 6 Monate.
Pflege nach der Permanent Make-up Remover-Behandlung: Dein Beitrag zum Erfolg
Die Nachsorge ist ein ebenso wichtiger Bestandteil des Entfernungsprozesses wie die Behandlung selbst. Deine Disziplin bei der Pflege beeinflusst maßgeblich den Erfolg und die Heilung der Haut. Auch wenn verschiedene Anbieter leicht unterschiedliche Produkte empfehlen mögen, ähneln sich die grundlegenden Pflegeschritte stark:
- Behandelte Fläche trocken halten: Es ist unerlässlich, die Kruste nicht mit Wasser zu waschen oder aufzuweichen. Dies könnte den Heilungsprozess stören und Pigmente ausschwemmen.
- Pflegecreme zweimal täglich auftragen: Eine spezielle Pflegecreme, die vom Artist empfohlen wird, sollte zweimal täglich dünn auf die Kruste aufgetragen werden. Sie hält die Haut geschmeidig und unterstützt die Heilung.
- Narben-Gel nach Krustenabfall: Sobald die Kruste vollständig abgefallen ist, sollte ein Narben-Gel zweimal täglich einmassiert werden. Dies fördert die Hautregeneration und minimiert das Risiko von Narbenbildung.
- Vor Sonne schützen: Die behandelte Haut ist besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlung. Direkte Sonneneinstrahlung sollte unbedingt vermieden und ein hoher Lichtschutzfaktor (LSF 50+) verwendet werden, um Pigmentstörungen zu verhindern.
Kosten und Anzahl der Sitzungen: Was erwartet dich?
Die Kosten für eine PMU-Remover-Sitzung variieren stark, ähnlich wie bei Permanent Make-up oder Tattoos, da sie von der Größe des zu behandelnden Bereichs, der Intensität der Pigmentierung und der benötigten Zeit abhängen.
- Erste Anwendung: Die erste Sitzung, die eine umfassende Beratung und die notwendigen Pflegeprodukte beinhaltet, liegt meist zwischen 150 und 250 Euro, abhängig von der Größe des Bereichs.
- Weitere Anwendungen: Nachfolgende Sitzungen werden eher nach Aufwand berechnet und sind individuell. Der Preis bewegt sich hier typischerweise zwischen 80 und 250 Euro. Die Kosten können mit fortschreitender Behandlung tendenziell sinken, da die Pigmentdichte abnimmt und die Behandlungen weniger umfangreich werden.
Wie viele Sitzungen benötige ich?
Bei jeder Remover-Sitzung wird nur ein Teil der Farbpigmente an die Hautoberfläche gebracht. Die sehr tief liegenden Pigmente werden mit jeder Anwendung weiter nach oben gezogen, sodass Stück für Stück immer mehr Pigmente entfernt werden. Die genaue Anzahl der benötigten Sitzungen und die Erfolgsaussichten hängen von mehreren Faktoren ab:
- Pigmenttiefe: Wie tief die Pigmente in die Haut eingedrungen sind.
- Alter der Pigmentierung/Tätowierung: Frischere Pigmentierungen lassen sich oft schneller entfernen.
- Pigmentdichte: Die Menge der vorhandenen Pigmente.
- Farbton: Auch wenn der Remover alle Farben entfernen kann, kann die Intensität der Farbe die Anzahl der Sitzungen beeinflussen.
Um eine grobe Vorstellung zu geben, kann man je nach Intensität der vorhandenen Pigmentierung mit etwa 4-6 Remover-Sitzungen rechnen. Manchmal sind es mehr, manchmal weniger. Wurden die Permanent Make-up Pigmente fachgerecht und nur sehr oberflächlich pigmentiert, kann in seltenen Fällen sogar schon eine einzige Anwendung ausreichen. Dein PMU-Artist kann nach einer ersten Begutachtung eine realistischere Einschätzung geben.

Wichtige Überlegungen vor und nach der Behandlung
Wann kann die Haut erneut mit dem Remover behandelt werden?
Die Haut benötigt ausreichend Zeit, um sich vollständig zu regenerieren. Eine erneute Anwendung kann daher frühestens nach einer 6-wöchigen Regenerationsphase wiederholt werden. Die Einhaltung dieser Abstände ist entscheidend für den Erfolg und die Schonung der Haut. Je älter die Haut ist, desto längere Regenerationsphasen sollten eingeplant werden, da die Zellregeneration langsamer erfolgen kann.
Wann kann ich eine neue Permanent Make-up oder Microblading Behandlung vornehmen lassen?
Bevor eine neue Pigmentierung vorgenommen wird, muss die Haut vollständig regeneriert und eine kleine Ruhephase gehabt haben. Es wird empfohlen, eine neue Permanent Make-up oder Microblading Behandlung frühestens 1,5 bis 3 Monate nach dem letzten Krustenabfall der Remover-Behandlung vornehmen zu lassen. Die tägliche Pflege der Bereiche ist in dieser Zeit zwingend notwendig, um die Haut optimal auf eine Neupigmentierung vorzubereiten.
Kontraindikationen: Wann eine Entfernung nicht möglich ist
Es gibt bestimmte Situationen, in denen eine PMU-Entfernung mit dem Remover nicht durchgeführt werden sollte:
- Hypertrophe Narben: Wenn bereits eine Neigung zu übermäßiger Narbenbildung besteht.
- Pigment im Fettgewebe: Sehr tiefsitzende Pigmente, die bis ins Fettgewebe reichen, können mit dieser Methode nicht entfernt werden.
- Ungeeignete Stellen: Entfernung an Stellen, an denen auch keine Pigmentierung vorgenommen werden darf (z.B. auf der zarten Haut im Innen- und Außenwinkel des Auges).
Gefahren bei der Entfernung mit Permanent Make-up Remover
Wie bei jeder kosmetischen Behandlung birgt auch die PMU-Entfernung Risiken, wenn sie nicht fachgerecht durchgeführt wird oder die Nachsorge vernachlässigt wird. Der Erfolg einer reibungslosen Entfernung hängt maßgeblich von der professionellen Durchführung und der Bereitschaft des Kunden ab, die exakten Pflegemaßnahmen einzuhalten.
- Reizungen und Entzündungen: Wenn die Stichtiefe nicht korrekt eingehalten wird oder die Hygiene (vor, während und nach der Behandlung) mangelhaft ist, kann es zu Hautreizungen und Entzündungen kommen.
- Narbenbildung und Pigmentstörungen: Ein unsachgemäßes Vorgehen oder das Abziehen der Krusten kann zu Narbenbildung und dauerhaften Pigmentstörungen (Hypo- oder Hyperpigmentierungen) führen.
Es ist die Verantwortung des Permanent Make-up Artists sicherzustellen, dass jeder Kunde die einzelnen Vorgänge versteht und die Pflegeanleitung genau einhält. Die Regeneration ist nicht weniger wichtig als die Remover-Behandlung selbst.
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur PMU-Entfernung
Ist die PMU-Entfernung schmerzhaft?
Die Schmerzempfindung ist individuell. Die Behandlung wird ähnlich wie eine Pigmentierung selbst empfunden. Viele Studios verwenden vor der Behandlung eine topische Betäubungscreme, um den Komfort zu erhöhen und die Schmerzen auf ein Minimum zu reduzieren.
Können wirklich alle Farben entfernt werden?
Ja, der Permanent Make-up Remover ist in der Lage, alle Farbtöne zu entfernen, einschließlich Weiß, Rot und sehr heller Farben, die für Laserbehandlungen oft problematisch sind.
Werden Narben zurückbleiben?
Bei fachgerechter Durchführung durch einen erfahrenen Artist und striktem Einhalten der Nachsorge-Anweisungen durch den Kunden ist das Risiko von Narbenbildung sehr gering. Die Haut regeneriert sich normalerweise vollständig. Das eigenmächtige Entfernen der Krusten muss jedoch unbedingt vermieden werden, da dies zu Narben führen kann.
Wie lange dauert die Heilung nach einer Remover-Sitzung?
Der sichtbare Heilungsprozess mit Krustenbildung dauert etwa 7-25 Tage (je nach Bereich). Die vollständige Regeneration der Haut und die Stabilisierung des Ergebnisses benötigen jedoch mehrere Wochen bis Monate (1,5 bis 6 Monate), abhängig von der individuellen Heilungsfähigkeit und der Anzahl der Sitzungen.
Kann ich Make-up während der Heilungsphase tragen?
Während der Krustenbildung und solange die Haut nicht vollständig geschlossen ist, sollte kein Make-up auf die behandelten Stellen aufgetragen werden, um Infektionen und Störungen des Heilungsprozesses zu vermeiden. Nach dem vollständigen Abfallen der Kruste und wenn die Haut abgeheilt ist, kann in der Regel wieder Make-up verwendet werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl der Heilungsprozess nach einer PMU-Pigmentierung als auch die Entfernung alter Pigmente Zeit und Fachkenntnis erfordern. Die Wahl eines qualifizierten und erfahrenen Dienstleisters ist entscheidend für ein sicheres Verfahren und ein zufriedenstellendes Ergebnis. Halte dich unbedingt an die Empfehlungen deines Behandlers und freue dich nach der gesamten Prozedur auf dein neues Schmuckstück oder einen frischen, natürlichen Look. Das Warten lohnt sich!
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