Wie wirkt Green Peel auf die Haut?

Peeling bei fettiger Haut: Natürliche Wege zur Balance

20/06/2025

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Fettige, glänzende Haut, oft begleitet von unschönen Hautunreinheiten wie Pickeln und Mitessern, ist für viele Betroffene eine echte Belastung. Der Griff zu chemischen Produkten aus der Drogerie scheint naheliegend, doch in vielen Fällen ist dies gar nicht nötig. Oftmals reichen schon einfache Hausmittel und eine bewusste Ernährungsumstellung aus, um das Hautbild nachhaltig zu verbessern und wieder zu einem Gefühl des Wohlbefindens zu gelangen. Dieser Artikel beleuchtet, wie ein Peeling bei fettiger Haut wirkt und welche weiteren natürlichen Methoden Ihnen zu einem klaren, frischen Teint verhelfen können.

Wie wirkt ein Peeling bei fettiger Haut?
Ein Peeling sollte bei fettiger Haut regelmäßig angewendet werden. Denn es sorgt für freie Poren, fördert die Durchblutung der Haut, beseitigt abgestorbenen Hautschüppchen und lässt die Haut frisch und rosig erscheinen.
Inhaltsverzeichnis

Was ist fettige Haut und wie entsteht sie?

Fettige Haut ist ein weit verbreitetes Phänomen, das sich durch vergrößerte Poren und einen übermäßigen Glanz im gesamten Gesicht auszeichnet, nicht nur in der T-Zone, wie es bei Mischhaut der Fall wäre. Sie neigt stärker zu Mitessern, Pickeln und einer ungleichmäßigen Hauttextur. Die Ursachen für fettige Haut sind vielfältig und reichen von hormonellen Veränderungen – etwa in der Pubertät, während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren – bis hin zu bestimmten Lebensgewohnheiten. Eine ungesunde Ernährung, die reich an Fetten und Zucker ist, sowie übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum können die Talgproduktion zusätzlich anregen und das Hautbild negativ beeinflussen. Es ist wichtig zu verstehen, dass fettige Haut nicht gleichbedeutend mit Akne ist, auch wenn sie eine höhere Neigung zu Unreinheiten aufweist. Ein kleiner Trost: Fettige Haut altert tendenziell langsamer und zeigt Falten später und weniger ausgeprägt, da die erhöhte Lipidproduktion die Haut länger elastisch hält.

Die Basis: Richtige Reinigung und sanfte Pflege

Eine konsequente und schonende Reinigung ist das A und O für eine gesunde und schöne Haut, insbesondere wenn sie zu Fettigkeit neigt. Bei der Auswahl der Reinigungsprodukte sollten Sie auf milde Formulierungen ohne synthetische und chemische Zusatzstoffe wie Parabene, Emulgatoren, Duftstoffe oder Parfüm achten. Diese können die Haut zusätzlich irritieren und die Talgproduktion noch weiter anregen. Das Wasser, mit dem Sie Ihr Gesicht waschen, sollte niemals heiß sein, da dies die Talgdrüsen zur vermehrten Produktion anregen würde. Lauwarmes oder kühles Wasser ist hier die bessere Wahl. Produkte, die Salicylsäure enthalten, sind besonders empfehlenswert, da sie helfen, die Talgproduktion zu regulieren und die Poren tiefenwirksam zu reinigen.

Natürliche Gesichtswasser und Lotionen für Klärung und Balance

Neben der täglichen Reinigung können natürliche Gesichtswasser und Lotionen das Hautbild zusätzlich verbessern:

  • Buttermilch mit Zitrone: Ein einfacher, aber wirkungsvoller Reiniger ist Buttermilch, der ein Spritzer Zitronensaft zugesetzt wird.
  • Schafgarbentee: Täglich frisch zubereiteter Schafgarbentee wirkt dank seiner Gerbstoffe adstringierend (zusammenziehend), antibakteriell und wundheilend.
  • Eigelb-Gurkenwasser-Lotion: Eine Lotion aus einem Eigelb und etwas Gurkenwasser eignet sich ebenfalls zur Reinigung fettiger Haut. Wichtig ist die tägliche frische Zubereitung und eine kurze Einwirkzeit.
  • Weizenkleiesud: Füllen Sie ein Leinensäckchen mit Weizenkleie, übergießen Sie es mit kochendem Wasser und lassen Sie es 15 Minuten ziehen. Den abgekühlten Sud dann zur Reinigung verwenden.
  • Ringelblumentee: Bei zu Pickeln neigender fettiger Haut hilft ein Ringelblumentee zur täglichen Klärung.
  • Apfelessig oder Aloe Vera Gel: Tägliches Abtupfen mit gutem Bio-Apfelessig oder reinem Aloe Vera Gel rundet den Reinigungsvorgang ab.
  • Walnusslotion: Walnussblätter enthalten reinigende und fettbindende Substanzen, wirken entzündungshemmend und zusammenziehend. Kochen Sie eine Handvoll kleingeschnittener Walnussblätter in 200ml destilliertem Wasser für ca. 30 Minuten. Abseihen und 50ml Hamameliswasser hinzufügen. Abends mit einem Wattepad anwenden.
  • Waschpaste mit Mandelkleie: Vermischen Sie 1 Tasse Mandelkleie, 250ml Vollmilch und 15ml Mandelöl zu einer geschmeidigen Paste. Diese täglich abends mit kreisenden Bewegungen in die Gesichtshaut einmassieren und mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Peelings: Dein Schlüssel zu frischer Haut

Ein Peeling ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Pflegeroutine bei fettiger Haut. Es befreit die Poren von überschüssigem Talg und abgestorbenen Hautschüppchen, fördert die Durchblutung und lässt die Haut frischer und rosiger erscheinen. Doch Vorsicht ist geboten: Die reinigenden Substanzen sollten nicht zu grob sein, und die Zutaten müssen bei jeder Anwendung frisch sein, um Hautirritationen zu vermeiden.

Wie oft sollte man peelen? Die richtige Frequenz

Die Häufigkeit des Peelings hängt vom Hautzustand ab. Während fettige Haut robuster ist als trockene, kann eine zu häufige Anwendung die Haut irritieren und sogar den gefürchteten Rebound-Effekt auslösen, bei dem die Haut auf Austrocknung mit noch mehr Fettproduktion reagiert. Die Faustregel lautet:

HauttypEmpfohlene Peeling-Häufigkeit
Fettige Haut ohne Akne3-4 Abende pro Woche
Fettige Haut mit aktiver entzündlicher Akne1-2 Abende pro Woche (immer mit vom Dermatologen verschriebenen Produkten)
Trockene HautAlle 2-3 Wochen

Wichtig ist, die Haut vor dem Peeling gründlich zu reinigen. Sollten Juckreiz, Spannungsgefühl, Rötungen oder gar ein Brennen auftreten, wählen Sie sofort eine sanftere Variante.

Natürliche Peeling-Rezepte für zu Hause

  • Peeling mit Salz: Vermischen Sie eine kleine Menge Himalaya- oder Meersalz mit etwas nativem Olivenöl oder Sahne. Sanft mit kreisenden Bewegungen ins feuchte Gesicht einmassieren, danach mit reichlich lauwarmem Wasser abwaschen und vorsichtig abtupfen. Macht die Haut wunderbar weich und kann auch als Körperpeeling verwendet werden.
  • Massage mit geriebenen Walnüssen: Vermischen Sie geriebene Walnüsse mit etwas Magerjoghurt. Auf das feuchte Gesicht auftragen und mit kreisenden Bewegungen einmassieren, anschließend gründlich abspülen.
  • Peeling mit Haferflocken oder Weizenkleie: Rühren Sie einen Esslöffel Weizenkleie oder fein geriebene Haferflocken mit etwas Öl oder Sahne an. Sanft in die Gesichtshaut einmassieren. Dieses Peeling verleiht einen frischen Teint und wirkt der fettigen Haut entgegen.

Wohltuende Dampfbäder für tiefe Reinheit

Ein Gesichtsdampfbad ist ein bewährtes und beliebtes Hausmittel bei fettiger, unreiner Haut. Der Dampf reinigt die Haut auf schonende Weise gründlich und fördert die Durchblutung. Die traditionelle Heilpflanze Kamille wirkt beruhigend und entzündungshemmend und ist daher ideal bei Unreinheiten und Hautirritationen. Das Dampfbad sollte einmal wöchentlich durchgeführt werden. Alternativ zu Kamillenblüten können Sie dem Wasser auch einen Esslöffel Himalayasalz oder eine Handvoll Ringelblumenblüten zusetzen.

Anleitung für ein Gesichtsdampfbad:

  1. Geben Sie zwei Esslöffel Kamillenblüten in eine hitzebeständige Schüssel.
  2. Übergießen Sie diese mit 1 bis 1,5 Litern kochendem Wasser.
  3. Lassen Sie das Ganze 10 Minuten ziehen.
  4. Sobald die Temperatur erträglich ist, halten Sie Ihr Gesicht etwa 20 bis 30 cm über die Schüssel.
  5. Legen Sie ein Handtuch über Kopf und Schüssel, damit der Wasserdampf nicht entweichen kann.
  6. Halten Sie Ihr Gesicht etwa eine Viertelstunde im Wasserdampf.
  7. Anschließend die Haut vorsichtig abtupfen und mit einer milden Feuchtigkeitspflege eincremen.

Intensive Hautpflege durch Masken

Gesichtsmasken bieten eine intensive Pflege und sollten stets frisch zubereitet und am besten vor dem Schlafengehen angewandt werden, damit die Haut über Nacht ruhen kann. Vor der Anwendung muss die Haut unbedingt gereinigt werden. Augenpartie und Mund sollten stets ausgespart werden. Die Masken werden mit einem Pinsel oder Wattepad aufgetragen und nach der individuellen Einwirkzeit mit lauwarmem Wasser abgewaschen.

Wie gefährlich sind Gesichtscremes?
Das Erschreckende: Viele der Cremes enthielten bedenkliche Inhaltsstoffe wie Silikone, Paraffine, PEG-Verbindungen sowie Kunststoffverbindungen und reizende und problematische Duftstoffe. Folgende Gesichtscremes haben von Öko-Test die Note "ungenügend" erhalten und sollten daher lieber nicht verwendet werden:

Masken-Rezepte für fettige Haut:

  • Gesichtsmaske mit Sauerkraut: Das Auflegen von rohem Sauerkraut ist ein ungewöhnliches, aber wirksames Mittel. Nach etwa 20 Minuten entfernen. Sauerkraut wirkt klärend und beruhigend.
  • Maske mit Eiweiß und Zitrone: Schlagen Sie ein Eiweiß steif und rühren Sie einige Spritzer frisch gepressten Zitronensaft unter. Die Maske verbleibt ca. 15 Minuten auf dem Gesicht. Nach dem Abwaschen die Haut nur abtupfen. Vorsicht: Bei empfindlicher Haut kann diese Maske Rötungen verursachen.
  • Tomate und Milch gegen fettige Haut: Zermahlen Sie einen Esslöffel Haferflocken. Fügen Sie eine halbe Tomate und einen Esslöffel angewärmte Milch hinzu und pürieren alles zusammen. Nach 15 Minuten Quellzeit als Maske auftragen und nach ca. 15 Minuten vorsichtig abnehmen.
  • Heilerde und Teebaumöl: Heilerde wirkt entgiftend, Teebaumöl antibakteriell. Rühren Sie aus zwei Esslöffeln Heilerde und etwas Wasser einen Brei an und fügen Sie ein bis zwei Tropfen hochwertiges Teebaumöl hinzu. Die Paste mit einem Pinsel auf die Haut auftragen und etwa 20 Minuten einwirken lassen. Bei Unbehagen sofort abwaschen.
  • Honig und Magerquark: Pürieren Sie einen sauren Apfel (geschält, entkernt) mit etwas Honig. Die reinigende und antibakterielle Paste 15 Minuten auf der Haut belassen. Alternativ: Zwei Esslöffel Magerquark mit einem Esslöffel angewärmter Magermilch verrühren und 15 Minuten einwirken lassen.

Hautpflege von innen: Teerezepte und Schüßler-Salze

Hautprobleme sollten idealerweise immer gleichzeitig von außen und von innen behandelt werden. Bei fettiger Haut können bestimmte Pflanzen als Tee zubereitet eine wertvolle Unterstützung bieten. Wichtig ist, diese Teekräuter nicht länger als sechs Wochen durchgehend zu trinken, um den Körper nicht zu überfordern.

Wirksame Teemischungen für eine reine Haut:

  • Entgiftende Teemischung: Mischen Sie Löwenzahn, Brennnesseln und Birkenblätter zu gleichen Teilen. Übergießen Sie einen Teelöffel der Mischung mit 250 Millilitern kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee etwa fünf bis sechs Minuten ziehen. Trinken Sie drei Tassen dieser Mischung über den Tag verteilt, maximal vier bis fünf Wochen lang.
  • Aufguss mit Stiefmütterchen: Stiefmütterchenkraut wirkt antibakteriell und reinigend. Übergießen Sie pro Tasse (ca. 250ml) einen gestrichenen Teelöffel Kraut mit kochendem Wasser. Nach fünf Minuten abseihen. Trinken Sie zwei bis drei Tassen pro Tag.
  • Gänseblümchentee: Ein Teelöffel Gänseblümchen wird mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen und sollte sieben bis zehn Minuten ziehen. Trinken Sie zwei bis drei Tassen am Tag. Das Gänseblümchen hilft bei verschiedensten Hauterkrankungen, so auch bei fettiger Haut.

Schüßler-Salze als Ergänzung

Bei fettiger Haut haben sich auch bestimmte Schüßler-Salze bewährt, die den Stoffwechsel der Haut positiv beeinflussen können. Hierzu zählen die Schüßler-Salze Nummer 3 (Ferrum phosphoricum), Nummer 9 (Natrium phosphoricum) und Nummer 10 (Natrium sulfuricum).

Allgemeine Tipps und professionelle Unterstützung

Fettige Haut kann oft schon durch eine Anpassung der Ernährung und bestimmte Lebensgewohnheiten positiv beeinflusst werden. Eine basische Kost, reich an frischem Obst und Gemüse wie Bananen, Mandarinen, Kartoffeln, Blumenkohl, frischen Erbsen, Feldsalat und Spinat, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (stilles Wasser) sind hier essenziell. Achten Sie zudem auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin A (Blattgemüse, Tomaten, Karotten, Brokkoli, Aprikosen) und Zink (Roggen- und Weizenkeimlinge, Sonnenblumenkerne, Weizenkleie, Cashewnüsse, Käse, Paranüsse).

Sollten die genannten Schritte und Hausmittel keine ausreichende Besserung bringen, oder wenn Sie unter einem sehr schlechten Hautbild leiden, das sich nicht beeinflussen lässt, ist es ratsam, einen Arzt oder Dermatologen aufzusuchen. Dieser kann individuelle Ursachen abklären und gegebenenfalls weitere Therapien einleiten. Auch die regelmäßige professionelle Ausreinigung bei einer Kosmetikerin ist bei fettiger Haut unerlässlich, um verstopften Poren vorzubeugen und die Haut nicht selbst durch unsachgemäßes Ausdrücken zu schädigen. Bei starker Neigung zu Mitessern empfiehlt sich eine Ausreinigung alle 15 Tage, ansonsten alle drei Monate.

Denken Sie daran: Fettige Haut hat auch Vorteile! Sie hält Umwelteinflüssen besser stand und neigt weniger zur Faltenbildung – ein kleiner Trost im Kampf gegen den Glanz.

Häufig gestellte Fragen zu fettiger Haut und Peeling

Was genau bewirkt ein Peeling bei fettiger Haut?
Ein Peeling hilft, abgestorbene Hautzellen zu entfernen, verstopfte Poren zu reinigen und die Zellerneuerung anzuregen. Es fördert die Durchblutung der Haut, was zu einem frischeren und rosigeren Teint führt und die Haut aufnahmefähiger für nachfolgende Pflegeprodukte macht.
Kann ich fettige Haut durch zu viel Peeling noch verschlimmern?
Ja, ein zu häufiges oder aggressives Peeling kann die Haut irritieren und austrocknen. Dies kann einen „Rebound-Effekt“ auslösen, bei dem die Talgdrüsen als Reaktion noch mehr Fett produzieren. Halten Sie sich daher unbedingt an die empfohlenen Häufigkeiten und achten Sie auf sanfte Produkte.
Welche Rolle spielt die Ernährung bei fettiger Haut?
Die Ernährung hat einen erheblichen Einfluss. Eine basische Kost, reich an frischem Obst und Gemüse, kann helfen, den Körper zu entlasten und die Talgproduktion zu regulieren. Der Verzicht auf übermäßig fettige oder zuckerhaltige Lebensmittel, sowie ausreichend Flüssigkeitszufuhr, sind essenziell.
Muss ich fettige Haut mit Feuchtigkeit versorgen?
Absolut! Die Angst vor zu viel Öl führt oft dazu, dass Menschen mit fettiger Haut auf Feuchtigkeitspflege verzichten, was zu Dehydration führen kann. Der Schlüssel sind ölfreie, nicht komedogene Produkte, die Wasser spenden und die Haut mit Hyaluronsäure versorgen, ohne die Poren zu verstopfen. Leichte Emulsionen, Seren und Gel-Cremes sind ideal.
Was bedeutet „nicht komedogen“ bei Hautpflegeprodukten?
„Nicht komedogen“ bedeutet, dass ein Produkt Inhaltsstoffe enthält, die die Poren nicht verstopfen. Dies ist besonders wichtig für fettige und zu Unreinheiten neigende Haut, um die Bildung von Mitessern und Pickeln zu vermeiden.

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