Was passiert wenn man nachts schwitzt?

Nachtschweiß: Ursachen, Symptome & Linderung

07/01/2026

Rating: 4.89 (9780 votes)

Wachen Sie nachts oft schweißgebadet auf? Ein nasser Pyjama und durchnässte Bettwäsche können den Schlaf erheblich stören und am nächsten Morgen zu Müdigkeit, Gereiztheit und Konzentrationsproblemen führen. Dieses Phänomen, medizinisch als nächtliche Hyperhidrose oder einfach Nachtschweiß bezeichnet, ist weit verbreitet und kann von einem leichten Schweißfilm bis hin zu durchweichten Laken reichen. Doch wann ist nächtliches Schwitzen ein harmloses Ärgernis, das sich leicht beheben lässt, und wann könnte es ein Warnsignal des Körpers sein, das ärztliche Abklärung erfordert?

Inhaltsverzeichnis

Nachtschweiß verstehen: Was passiert, wenn der Körper überhitzt?

Unser Körper ist ein Meister der Temperaturregulierung. Selbst im Schlaf arbeitet er unermüdlich daran, eine Kerntemperatur von etwa 37 Grad Celsius aufrechtzuerhalten. Wenn unser inneres Thermostat jedoch aus dem Gleichgewicht gerät und der Körper überhitzt, reagiert er mit Schweißproduktion, um sich abzukühlen. Nachtschweiß ist per Definition ein übermäßiges Schwitzen während des Schlafs, das über das normale Maß hinausgeht, das durch eine zu warme Umgebung oder zu dicke Bettwäsche verursacht wird.

Was passiert wenn man nachts schwitzt?
Als Nachtschweiß bezeichnet man ein übermäßiges Schwitzen während des Schlafs. Wenn Sie nachts schwitzen kann dies von einem leichten Schweißfilm auf der Haut, bis zum Durchnässen der Bettwäsche reichen – und auch Schlafstörungen hervorrufen.

Die Auswirkungen reichen weit über das bloße Unbehagen hinaus. Regelmäßige nächtliche Schweißausbrüche können den Schlafzyklus empfindlich stören. Man wacht auf, fühlt sich nass und unwohl, muss vielleicht sogar die Kleidung oder das Bettzeug wechseln. Dies führt zu fragmentiertem Schlaf, der nicht erholsam ist. Die Folgen am nächsten Tag sind oft spürbar: chronische Müdigkeit, eine verminderte Leistungsfähigkeit, Gereiztheit und Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Für viele Betroffene wird Nachtschweiß so zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Häufige und harmlose Ursachen für nächtliches Schwitzen

Bevor man sich Sorgen macht, ist es wichtig zu wissen, dass Nachtschweiß oft harmlose Ursachen hat, die sich leicht beheben lassen. Die Umgebungstemperatur spielt eine entscheidende Rolle. Ein zu warmes Schlafzimmer, eine zu dicke Bettdecke oder ungeeignete Nachtkleidung können schnell dazu führen, dass der Körper überhitzt und schwitzt, um sich abzukühlen. Idealerweise sollte die Raumtemperatur im Schlafzimmer zwischen 16 und 18 Grad Celsius liegen.

Auch unsere Ernährung und unser Lebensstil können nächtliches Schwitzen beeinflussen. Der Genuss von scharfen Gewürzen, reichhaltigen oder fettigen Speisen kurz vor dem Schlafengehen kann den Stoffwechsel ankurbeln und die Körpertemperatur erhöhen. Alkohol weitet die Gefäße und kann ebenfalls zu vermehrter Schweißproduktion führen. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Tee können das Nervensystem stimulieren und indirekt zum Schwitzen beitragen.

Stress und psychische Belastungen sind weitere häufige Auslöser. Anhaltender Stress führt zu einer regelmäßigen Ausschüttung von Stresshormonen, die den Körper in einen Zustand erhöhter Wachsamkeit versetzen können. Auch vorübergehende Ängste und Sorgen, die sich nicht einfach abschalten lassen, können sich im Schlaf manifestieren und nächtliche Schweißausbrüche hervorrufen. In manchen Fällen ist die Ursache für übermäßiges Schwitzen, auch tagsüber, nicht klar. Dann spricht man von idiopathischem Nachtschweiß, bei dem die Schweißdrüsen ohne ersichtlichen Grund überaktiv sind.

Medizinische Ursachen: Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

Während viele Fälle von Nachtschweiß harmlos sind, kann er in einigen Situationen auch ein Symptom für zugrunde liegende medizinische Bedingungen sein. Es ist entscheidend, diese zu erkennen und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen.

Hormonelle Schwankungen und Erkrankungen

  • Wechseljahre: Bei Frauen sind Hitzewallungen, oft auch nachts, ein klassisches Symptom der Menopause, bedingt durch schwankende Hormonspiegel.
  • Schwangerschaft: Hormonelle Umstellungen während der Schwangerschaft können ebenfalls zu vermehrtem Schwitzen führen.
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS): Einige Frauen berichten vor ihrer Periode von heftigen Schweißausbrüchen.
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Eine überaktive Schilddrüse beschleunigt den Stoffwechsel und führt zu erhöhter Körperwärme und Schwitzen.
  • Stoffwechselprobleme: Erkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), insbesondere schlecht eingestellter Blutzucker, können nächtliches Schwitzen verursachen.

Medikamentennebenwirkungen

Eine Vielzahl von Medikamenten kann Nachtschweiß als Nebenwirkung haben. Dazu gehören unter anderem: Antidepressiva, Neuroleptika, fiebersenkende Mittel, bestimmte Augentropfen (z.B. zur Behandlung von Grünem Star), Asthmamittel und blutzuckersenkende Medikamente. Wenn Sie neue Medikamente einnehmen und plötzlich unter Nachtschweiß leiden, sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen.

Wie kommt es zu Nachtschweiß in der Schwangerschaft?
Während der Schwangerschaft kann es insbesondere ab dem zweiten Drittel besonders häufig zu Nachtschweiß kommen. Er entsteht meist durch die in der Plazenta gebildeten Hormone, welche die Körpertemperatur steigen lassen, um so die Durchblutung zu erhöhen. Dadurch kommt es zu einer erhöhten Schweißproduktion.

Infektionen und Entzündungen

Akute Infektionen, die mit Fieber einhergehen, führen häufig zu nächtlichem Schwitzen, da der Körper versucht, die erhöhte Temperatur zu regulieren. Chronische Infektionen oder Entzündungen können ebenfalls die Ursache sein:

  • Tuberkulose: Eine klassische Ursache für wiederkehrende Schwitzattacken in der Nacht.
  • Malaria: Insbesondere nach Reisen in entsprechende Risikogebiete sollte diese Möglichkeit in Betracht gezogen werden.
  • Osteomyelitis: Eine Entzündung des Knochenmarks kann ebenfalls zu nächtlichem Schwitzen führen.
  • Andere bakterielle oder virale Infektionen: Auch weniger spezifische Infektionen können den Körper belasten und Schwitzen auslösen.

Krebserkrankungen und Bluterkrankungen

In seltenen Fällen kann Nachtschweiß ein frühes Symptom ernsthafter Erkrankungen sein, insbesondere von bösartigen Tumoren des blutbildenden Systems:

  • Lymphome und Leukämie: Hier ist Nachtschweiß oft eines der sogenannten B-Symptome (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust).
  • Myelofibrose: Eine Erkrankung des Knochenmarks.

Autoimmunerkrankungen

Wenn das Immunsystem den eigenen Körper angreift, kann dies zu einer Vielzahl von Symptomen führen, darunter auch Nachtschweiß. Beispiele sind: rheumatoide Arthritis, Kollagenose, chronische Polyarthritis oder Wegener-Granulomatose.

Neurologische Störungen

Bestimmte Erkrankungen des Nervensystems können die Schweißdrüsenfunktion beeinflussen:

  • Parkinson-Krankheit: Häufig treten zusätzliche Symptome wie Nachtschweiß auf.
  • Querschnittslähmungen und Rückenmarkserkrankungen: Können die autonome Nervenregulation stören.
  • Schlaganfall: Manche Patienten berichten nach einem Schlaganfall über vermehrte nächtliche Schweißattacken.

Andere Ursachen

Auch AIDS kann unter anderem zu nächtlichem Schwitzen führen.

Begleitsymptome: Mehr als nur Schwitzen

Um die Ursache des Nachtschweißes besser einschätzen zu können, ist es wichtig, auf weitere Symptome zu achten, die gleichzeitig auftreten. Diese können wertvolle Hinweise für eine Diagnose liefern:

  • Nasse Bettwäsche: Das offensichtlichste Symptom, oft in Kombination mit dem Bedürfnis, Kleidung zu wechseln.
  • Körperliche Unruhe: Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen oder durchzuschlafen.
  • Herzrasen: Ein beschleunigter Herzschlag während der Nacht.
  • Frühes Erwachen: Man wacht auf und kann nicht wieder einschlafen.
  • Müdigkeit tagsüber: Eine direkte Folge des gestörten Nachtschlafs.
  • Fieber: Insbesondere wenn das Fieber nachts stärker ist.
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust: Ein alarmierendes Symptom, das immer abgeklärt werden sollte.
  • Schmerzen in den Gelenken: Können auf Autoimmunerkrankungen oder Entzündungen hindeuten.
  • Geschwollene Lymphknoten: Ein weiteres wichtiges Warnsignal, das auf Infektionen oder ernstere Erkrankungen hinweisen kann.

Wenn Sie neben dem Nachtschweiß eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, ist ein Arztbesuch dringend anzuraten.

Die Diagnose: Dem Nachtschweiß auf der Spur

Der erste Schritt zur Klärung der Ursache für starken Nachtschweiß ist der Besuch bei einem Arzt. Dieser wird eine ausführliche Anamnese erheben, das heißt, er wird Sie detailliert zu Ihrer Krankengeschichte, Ihren Lebensgewohnheiten und den genauen Umständen des Schwitzens befragen. Wichtige Fragen sind dabei:

  • Wie oft und wie stark schwitzen Sie?
  • Seit wann treten die Beschwerden auf?
  • Gibt es weitere Begleitsymptome?
  • Nehmen Sie Medikamente ein?
  • Haben Sie in letzter Zeit Reisen unternommen?
  • Gibt es Vorerkrankungen in Ihrer Familie?

Im Anschluss an die Anamnese erfolgt eine körperliche Untersuchung. Je nach Verdacht kann der Arzt weitere diagnostische Maßnahmen anordnen, um die Ursache einzugrenzen oder auszuschließen. Dazu gehören typischerweise:

  • Bluttests: Zur Überprüfung von Entzündungswerten, Hormonspiegeln (Schilddrüse!), Blutzucker und Blutbild (Ausschluss von Leukämie, Lymphomen).
  • Urinuntersuchungen: Können Hinweise auf Infektionen oder Stoffwechselstörungen geben.
  • Röntgenaufnahmen: Insbesondere der Lunge bei Verdacht auf Tuberkulose oder anderer Infektionen.
  • Bildgebende Verfahren: Ultraschall, CT oder MRT können bei Verdacht auf organische Ursachen eingesetzt werden.
  • Biopsie: In seltenen Fällen, wenn der Verdacht auf eine schwerwiegende Erkrankung wie Krebs besteht, kann eine Gewebeentnahme zur weiteren Untersuchung notwendig sein.

Ziel ist es immer, eine genaue Diagnose zu stellen, um eine gezielte und effektive Behandlung einleiten zu können.

Behandlung: Wege zur Linderung und Heilung

Die Behandlung von Nachtschweiß richtet sich immer nach der zugrunde liegenden Ursache. Eine pauschale Lösung gibt es nicht, da die Therapie auf die individuelle Diagnose zugeschnitten sein muss.

Medizinische Behandlungsansätze

Wenn eine medizinische Ursache festgestellt wird, erfolgt die Behandlung entsprechend:

  • Medikamentenanpassung: Falls Medikamente der Auslöser sind, kann der Arzt die Dosis anpassen oder ein alternatives Präparat verschreiben. Keinesfalls sollten Sie Medikamente eigenmächtig absetzen!
  • Infektionsbehandlung: Bei bakteriellen Infektionen werden Antibiotika verordnet; virale Infektionen werden symptomatisch behandelt.
  • Hormontherapie: Bei hormonellen Ungleichgewichten, wie einer Schilddrüsenüberfunktion oder Wechseljahrsbeschwerden, kann eine entsprechende Hormontherapie sinnvoll sein.
  • Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen: Ob Diabetes, Autoimmunerkrankungen oder neurologische Störungen – die primäre Erkrankung zu behandeln, ist der Schlüssel zur Linderung des Nachtschweißes.

Selbsthilfe und Naturheilkunde: Was Sie selbst tun können

Auch wenn keine ernsthafte Krankheit vorliegt oder begleitend zur medizinischen Therapie, gibt es zahlreiche Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können, um nächtliches Schwitzen zu minimieren und Ihren Schlaf zu verbessern:

Optimierung der Schlafumgebung

  • Kühle und gut belüftete Räume: Sorgen Sie für eine angenehme Schlaftemperatur (16-18°C) und lüften Sie das Schlafzimmer vor dem Zubettgehen gründlich.
  • Leichte Bettwäsche: Verwenden Sie atmungsaktive Materialien wie Baumwolle oder Leinen und vermeiden Sie zu dicke Decken.
  • Atmungsaktive Nachtkleidung: Tragen Sie lockere, leichte Schlafkleidung aus Naturfasern. Bei starkem Schwitzen kann es hilfreich sein, Wechselwäsche griffbereit am Bett zu haben.

Lebensstil-Anpassungen

  • Ernährungsumstellung: Vermeiden Sie scharfe, fettige oder sehr reichhaltige Speisen am Abend. Reduzieren Sie den Konsum von Alkohol und Koffein, besonders in den Stunden vor dem Schlafengehen. Eine „kühlende“ Ernährung nach TCM-Prinzipien kann hilfreich sein: Mehr gekochtes oder gedünstetes Gemüse, Suppen und Eintöpfe, weniger scharfe Gewürze, Kaffee, Alkohol und „zu viel Fleisch“.
  • Ausreichend trinken: Achten Sie auf eine gute Hydrierung über den Tag verteilt, aber vermeiden Sie große Mengen Flüssigkeit kurz vor dem Schlafengehen, um nächtliche Toilettengänge zu reduzieren.
  • Regelmäßige Bewegung: Moderater Sport am Tag kann helfen, den Körper zu regulieren und nächtliches Schwitzen zu minimieren. Vermeiden Sie jedoch intensive körperliche Anstrengung kurz vor dem Schlafengehen.
  • Stressmanagement: Entspannungsübungen wie Yoga, Meditation, progressive Muskelentspannung oder Atemübungen können helfen, Stress abzubauen und den Körper auf den Schlaf vorzubereiten. Auch geregelte Schlafenszeiten tragen zur inneren Ruhe bei.

Naturheilkundliche und alternative Ansätze

  • Heilpflanzen:Salbeitee ist bekannt für seine schweißhemmende Wirkung und kann als Tee vor dem Schlafengehen getrunken werden.
  • Schüssler Salze: Aus dem Bereich der Schüssler Salze kommen Natrium chloratum Nr. 8 (für den Wasserhaushalt), Natrium phosphoricum Nr. 9 (bei Übersäuerung) oder Silicea Nr. 11 (für Haut und Bindegewebe) in Frage. Die Anwendung sollte nach Rücksprache mit einem erfahrenen Therapeuten erfolgen.
  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Die TCM unterscheidet bei Schwitzen zwischen Qi-Mangel (Schwitzen am Tag) und Yin-Mangel (Nachtschweiß). Bei Yin-Mangel wird eine kühlende Ernährung empfohlen, die das Yin stärkt. Auch Akupunktur kann in Betracht gezogen werden.

Vergleichstabelle: Erste Schritte bei Nachtschweiß

Maßnahme zur Selbsthilfe (bei harmlosen Ursachen)Wann ein Arztbesuch unerlässlich ist
Schlafzimmer kühlen und lüftenNachtschweiß tritt regelmäßig und stark auf
Leichte, atmungsaktive Nachtwäsche tragenBegleitende Symptome wie Fieber, Gewichtsverlust, Gelenkschmerzen
Scharfe Speisen, Alkohol und Koffein am Abend meidenGeschwollene Lymphknoten oder ungewöhnliche Schmerzen
Regelmäßige Entspannungsübungen und StressabbauNachtschweiß als Nebenwirkung neuer Medikamente
Ausreichend Wasser trinken (tagsüber)Keine Verbesserung trotz Anpassung der Lebensgewohnheiten
Moderater Sport am TagAnhaltende Müdigkeit und Konzentrationsprobleme durch Schlafstörungen
Salbeitee oder Schüssler Salze (nach Rücksprache)Symptome, die auf eine chronische oder ernsthafte Erkrankung hindeuten könnten (z.B. Diabetes, Schilddrüse, Autoimmunerkrankung)

Häufig gestellte Fragen zu Nachtschweiß

Was genau ist Nachtschweiß?

Nachtschweiß, auch nächtliche Hyperhidrose genannt, ist ein übermäßiges Schwitzen während des Schlafs, das über das normale Maß hinausgeht. Es kann von einem leichten Feuchtigkeitsfilm bis zum Durchnässen von Bettwäsche und Kleidung reichen und den Schlaf erheblich stören.

Was sind die häufigsten Ursachen für starkes Schwitzen in der Nacht?

Die Ursachen sind vielfältig. Häufig sind es harmlose Faktoren wie eine zu hohe Raumtemperatur, zu dicke Bettwäsche, scharfe Speisen, Alkohol oder Stress. Es können aber auch hormonelle Veränderungen (Wechseljahre, Schwangerschaft), bestimmte Medikamente, Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder in seltenen Fällen ernsthafte Krankheiten wie Krebs dahinterstecken.

Was tun bei starkem Schwitzen in der Nacht?
Wenn die Ursache eine hormonelle Erkrankung ist, kann der Arzt eine Hormontherapie verordnen. Es gibt auch einige Hausmittel, die Ihnen helfen können, starkes Schwitzen in der Nacht zu reduzieren. Dazu gehören: Tragen Sie lockere, atmungsaktive Kleidung : Tragen Sie nachts lockere, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle oder Leinen.

Wann sollte ich wegen Nachtschweiß einen Arzt aufsuchen?

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn der Nachtschweiß regelmäßig und stark auftritt, ohne dass eine klare harmlose Ursache erkennbar ist. Besonders wichtig ist ein Arztbesuch, wenn Begleitsymptome wie Fieber, unerklärlicher Gewichtsverlust, geschwollene Lymphknoten, anhaltende Müdigkeit oder Schmerzen in den Gelenken hinzukommen.

Wie wird starkes Schwitzen in der Nacht diagnostiziert?

Der Arzt wird zunächst eine ausführliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung durchführen. Je nach Verdacht können dann weitere Tests wie Blut- und Urinuntersuchungen, bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall) oder in seltenen Fällen eine Biopsie angeordnet werden, um die genaue Ursache zu ermitteln.

Wie wird starkes Schwitzen in der Nacht behandelt?

Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Handelt es sich um harmlose Faktoren, reichen oft Anpassungen der Schlafumgebung und des Lebensstils. Bei medizinischen Ursachen wird die entsprechende Erkrankung behandelt, z.B. durch Medikamentenanpassung, Antibiotika bei Infektionen oder Hormontherapie bei hormonellen Störungen.

Gibt es Hausmittel gegen starkes Schwitzen in der Nacht?

Ja, bei harmlosen Ursachen können Hausmittel und Verhaltensänderungen helfen. Dazu gehören das Kühlen des Schlafzimmers, das Tragen leichter, atmungsaktiver Kleidung, das Vermeiden von scharfen Speisen, Alkohol und Koffein am Abend, Stressmanagement und Entspannungsübungen. Auch Salbeitee oder bestimmte Schüssler Salze können unterstützend wirken.

Wie kommt es zu Nachtschweiß in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft sind hormonelle Veränderungen die Hauptursache für vermehrtes Schwitzen, auch nachts. Der erhöhte Progesteronspiegel und die gesteigerte Durchblutung können die Körpertemperatur beeinflussen und Hitzewallungen sowie nächtliche Schweißausbrüche auslösen. Dies ist in der Regel harmlos, sollte aber bei starkem Unbehagen mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Nachtschweiß ein häufiges und oft harmloses Phänomen ist, das jedoch bei bestimmten Begleitsymptomen oder anhaltender Natur eine ärztliche Abklärung erfordert. Durch bewusste Lebensstilentscheidungen und eine angepasste Schlafumgebung können viele Betroffene bereits eine deutliche Linderung erfahren und wieder zu einem erholsamen Schlaf finden.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Nachtschweiß: Ursachen, Symptome & Linderung kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Gesundheit besuchen.

Go up