Was ist eine Massagebehandlung?

Muskelschmerzen lindern: Die Kraft der Massage

09/01/2023

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Muskelschmerzen sind ein weit verbreitetes Übel, das unzählige Menschen in ihrem Alltag beeinträchtigt. Ob nach einem langen Tag am Schreibtisch, intensiver körperlicher Anstrengung oder einfach durch Stress – verspannte und schmerzende Muskeln können die Lebensqualität erheblich mindern. In solchen Momenten sehnt man sich oft nach einer wohltuenden Linderung. Hier kommt die Massage ins Spiel: Sanftes Kneten, kräftiges Streichen und gezieltes Dehnen können wahre Wunder wirken. Diese bewährten Grifftechniken helfen, die Muskulatur zu lockern, die Durchblutung zu verbessern, die Muskelfasern zu dehnen und hartnäckige Verspannungen zu lösen. Doch wann genau sind Massagen die richtige Wahl, und welche Aspekte sollte man beachten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen? Tauchen wir ein in die Welt der entspannenden und heilenden Berührungen.

Welche Arten von Massagetechniken gibt es?
Als er im Jahre 1813 in Stockholm sein Zentralinstitut für Heilgymnastik und Massage gründete, konnte er seine Auffassungen von Gymnastik und Massage mitteilen und lehren. Er entwickelte die Massagetechniken immer weiter und benannte sie als “Kneipen, Hacken, Walken, Drücken und Reiben”.
Inhaltsverzeichnis

Die heilende Berührung: Wann Massagen bei Muskelschmerzen wirken

Massagen erfreuen sich als effektive Methode zur Linderung von Muskelschmerzen großer Beliebtheit, insbesondere wenn es um Beschwerden im Bereich des Rückens, der Schultern und des Nackens geht. Diese Körperpartien sind besonders anfällig für Schmerzen, was sich auch in Statistiken widerspiegelt: Nackenschmerzen machen laut der Handlungsempfehlung Nackenschmerzen der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin rund vier Prozent aller Beratungsanlässe in Hausarztpraxen aus. Die Ursachen sind vielfältig und oft eng mit unserem modernen Lebensstil verknüpft. Langes Sitzen am Schreibtisch, einseitige Belastungen, ungünstige Körperhaltungen und eine mangelnde Bewegung im Alltag führen häufig zu Fehlhaltungen und Überlastungen, die die Muskulatur schmerzhaft verkrampfen lassen. Doch nicht nur körperliche Faktoren spielen eine Rolle; auch psychischer Stress ist ein bekannter Auslöser für verspannte und schmerzende Muskelpartien, die sich im Nacken, den Schultern und dem oberen Rücken manifestieren. Die Massage setzt genau hier an, indem sie die betroffenen Bereiche gezielt bearbeitet und die angesammelte Spannung freigibt. Die mechanische Einwirkung auf das Gewebe regt die Durchblutung an, was wiederum die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Muskelzellen verbessert und den Abtransport von Stoffwechselprodukten beschleunigt. Dies führt zu einer spürbaren Entspannung und Schmerzlinderung. Aber nicht nur für den Oberkörper sind Massagen eine Wohltat; auch für die Beine können sie in vielen Fällen angenehm und lindernd sein. Gerade im Leistungssport gehören Massagen zum festen Bestandteil der Therapiemaßnahmen, um die Muskulatur nach intensiver Belastung zu regenerieren und Verletzungen vorzubeugen. Sie unterstützen die schnelle Erholung und erhalten die Leistungsfähigkeit der Athleten. Es ist die Kombination aus gezieltem Druck, sanftem Streichen und tiefem Kneten, die das Gewebe lockert und dem Körper hilft, wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu finden. Massagen können somit einen wertvollen Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden leisten und die Lebensqualität spürbar verbessern.

Wer darf massieren? Medizinische versus Wellness-Massagen

Die Frage, wer eine Massage durchführen darf, ist von entscheidender Bedeutung, insbesondere wenn es um die Linderung von Muskelschmerzen geht. Es gibt eine klare Unterscheidung zwischen medizinischen Massagen und reinen Wellness- oder Wohlfühlmassagen. Medizinische Massagen, die zur Heilung und Linderung von Beschwerden eingesetzt werden, dürfen ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Dazu gehören staatlich geprüfte und anerkannte Masseure und medizinische Bademeister, Physiotherapeuten sowie Heilpraktiker mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation im Bereich der Massage. Diese Fachkräfte verfügen über fundiertes anatomisches und physiologisches Wissen und sind in der Lage, die spezifischen Bedürfnisse des Patienten zu erkennen und die Massagetechniken entsprechend anzupassen. Nach einer ärztlichen Diagnose bestimmter Erkrankungen kann der behandelnde Arzt oder die Ärztin Massagen verschreiben. In solchen Fällen, in denen eine medizinische Notwendigkeit besteht, übernehmen die Krankenkassen oft die Kosten für die Behandlung, was eine große Entlastung für die Betroffenen darstellt. Dies unterstreicht den Stellenwert der Massage als anerkannte Therapiemaßnahme im Gesundheitssystem. Neben der Kostenübernahme durch die Krankenkassen besteht natürlich auch die Möglichkeit, Massagen als private Leistung anzufragen. Hierbei tragen die Patienten die Kosten selbst. Es ist jedoch von größter Wichtigkeit zu betonen, dass Wohlfühlmassagen oder Wellnessmassagen, die keinen medizinischen Hintergrund haben und primär der Entspannung dienen, nicht zur Heilung oder Linderung von Krankheiten oder Beschwerden eingesetzt oder angeboten werden dürfen. Die Grenze ist hier klar gezogen: Eine Wellnessmassage zielt auf Entspannung und Prävention ab, während eine medizinische Massage auf eine spezifische Diagnose und die Behandlung einer bestehenden Erkrankung ausgerichtet ist. Die Wahl des richtigen Anbieters ist also entscheidend für die Sicherheit und den Erfolg der Behandlung, insbesondere bei anhaltenden oder starken Muskelschmerzen.

Die Wissenschaft hinter der Linderung: Wie Massagen auf die Muskeln wirken

Die positiven Effekte von Massagen auf die Muskulatur sind nicht nur subjektiv spürbar, sondern auch wissenschaftlich fundiert. Es ist kein Zufall, dass Massagen und Bewegungstherapie bei verspannungsbedingten Muskelschmerzen oft in Kombination eingesetzt werden. Gelockerte Muskelpartien schmerzen in der Regel weniger und sind deutlich beweglicher. Dies wiederum ermöglicht es, physiotherapeutische Übungen effektiver durchzuführen und so den Heilungsprozess zu beschleunigen. Der Mechanismus, durch den Massagen ihre wohltuende Wirkung entfalten, ist vielschichtig. Sie helfen gegen Muskelschmerzen, indem sie im Bereich der Verspannungen eine Reihe von positiven Veränderungen bewirken. Zunächst wird die Durchblutung signifikant verbessert. Durch die mechanische Stimulation der Muskulatur und des umliegenden Gewebes erweitern sich die Blutgefäße, was einen erhöhten Blutfluss zur Folge hat. Dies bedeutet eine bessere Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen und gleichzeitig einen effizienteren Abtransport von Stoffwechselabfällen wie Laktat, die sich bei Verspannungen ansammeln und Schmerzen verursachen können. Des Weiteren fördern Massagen die Beweglichkeit der Muskeln und Gelenke. Verklebte Faszien und verkürzte Muskelfasern, die oft die Ursache für eingeschränkte Bewegung und Schmerzen sind, werden durch gezielte Griffe gelöst und gedehnt. Die Dehnfähigkeit der Muskeln wird verbessert, was zu einer größeren Flexibilität und einem reduzierten Risiko für erneute Verspannungen führt. Auch die Muskelkoordination profitiert von regelmäßigen Massagen. Durch die Entspannung und Lockerung der Muskulatur können die einzelnen Muskelfasern wieder besser miteinander interagieren, was zu flüssigeren und harmonischeren Bewegungsabläufen führt. Muskeln können sich lockern, Verkrampfungen können sich lösen, und der Schmerz lässt nach. Dies gilt nicht nur für den häufig betroffenen Rücken-, Nacken- und Schulterbereich, sondern auch für andere Körperbereiche, die unter Muskelverspannungen leiden. Die manuelle Stimulation der Nervenenden in der Haut und den Muskeln trägt zudem zur Schmerzlinderung bei, indem sie die Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn moduliert und die Ausschüttung körpereigener schmerzlindernder Substanzen fördert. Die Wirkungsweise von Massagen ist somit ein komplexes Zusammenspiel aus mechanischen, vaskulären und neurologischen Effekten.

Das ganzheitliche Konzept: Warum Massagen allein oft nicht genügen

Obwohl Massagen eine äußerst effektive Methode zur Linderung von Muskelschmerzen darstellen, ist es in den meisten Fällen so, dass sie alleine den Schmerz nicht vollständig beseitigen können. Vielmehr sind Massagen als eine wertvolle ergänzende Therapiemaßnahme zu betrachten, die im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes oft deutliche Verbesserungen erzielen. Bei der nachhaltigen Linderung von Muskelschmerzen kommt es auf das „Gesamtpaket“ der Therapie an. Ein umfassendes Therapiekonzept berücksichtigt verschiedene Säulen, die synergetisch wirken, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und das Wiederauftreten von Schmerzen zu verhindern. Eine der wichtigsten Säulen neben der Massage ist die Bewegung. Regelmäßige und gezielte Bewegung hilft nicht nur, Verspannungen zu lösen, sondern stärkt auch die Muskulatur, verbessert die Haltung und fördert die allgemeine Beweglichkeit. Die Kombination aus manueller Lockerung durch Massage und aktiver Kräftigung durch Bewegung ist oft der Schlüssel zum Erfolg. Eine weitere wichtige Komponente ist die Anwendung von Wärme. Wärme wirkt ebenfalls durchblutungsfördernd und trägt zur Entspannung der Muskulatur bei, was die Wirkung der Massage ideal ergänzt. In der Akutphase des Schmerzes können Schmerzmittel oft hilfreich sein, um die Intensität der Beschwerden zu reduzieren. Dies ist besonders wichtig, da weniger Schmerz den Patienten oder die Patientin dazu befähigt, physiotherapeutische Bewegungsabläufe überhaupt erst umzusetzen. Ein Teufelskreis aus Schmerz und Bewegungsmangel kann so durchbrochen werden. Das gesamte Therapiekonzept wird stets individuell auf den Betroffenen zugeschnitten. Dabei werden die genaue Schmerzursache, die betroffene Muskelpartie und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten berücksichtigt. Ein Arzt oder Physiotherapeut kann hierbei die optimale Kombination der verschiedenen Behandlungsansätze empfehlen, um eine langfristige Schmerzfreiheit und eine Verbesserung der Lebensqualität zu gewährleisten. Es geht darum, nicht nur Symptome zu bekämpfen, sondern die Ursachen der Schmerzen ganzheitlich anzugehen.

Bewegung ist Gold: Die unverzichtbare Rolle der Aktivität

Neben Massagen ist Bewegung eine der bedeutendsten und unverzichtbarsten Therapiemaßnahmen gegen Muskelschmerzen. Ihre Rolle reicht weit über die bloße Linderung akuter Beschwerden hinaus. Bewegung hilft nicht nur, bestehende Verspannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Prävention von Muskelschmerzen und der langfristigen Stärkung des Bewegungsapparates. Nur durch regelmäßige Bewegung und gezielte therapeutische Übungen lassen sich geschwächte Muskeln stärken und stabilisieren. Dies ist von immenser Bedeutung, da muskuläre Dysbalancen und Schwächen oft die Ursache für Fehlhaltungen und Fehlbelastungen sind, die wiederum zu chronischen Muskelschmerzen führen können. Durch gezieltes Training können diese Ungleichgewichte ausgeglichen werden, wodurch der Körper stabiler wird und Belastungen besser standhalten kann. Zudem helfen Bewegung sowie Dehnübungen, die Muskelfasern elastisch und geschmeidig zu halten. Elastische Muskeln sind weniger anfällig für Zerrungen und Verspannungen und können Belastungen besser abfedern. Ein Mangel an Bewegung, auch als Bewegungsmangel oder Inaktivität bekannt, führt hingegen nicht nur zu schwachen und nicht belastbaren Muskeln, die ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen können. Er lässt auch die Muskelfasern verkürzen, was die Bewegungsfreiheit einschränkt und den Muskelschmerz zusätzlich verstärkt. Stellen Sie sich einen Gummizug vor, der über lange Zeit nicht gedehnt wird – er verliert an Elastizität und reißt leichter. Ähnlich verhält es sich mit unseren Muskeln. Regelmäßige Aktivität, sei es durch Spaziergänge, Schwimmen, Yoga oder gezielte Kräftigungsübungen, fördert die Durchblutung, den Stoffwechsel und die Regeneration der Muskulatur. Sie trägt dazu bei, dass Nährstoffe und Sauerstoff optimal zu den Zellen gelangen und Abfallprodukte effizient abtransportiert werden. Bewegung ist somit nicht nur ein Schmerzmittel, sondern ein essenzieller Baustein für einen gesunden und schmerzfreien Körper. Sie ist die beste Prävention gegen viele Arten von Muskelschmerzen und unerlässlich für eine nachhaltige Verbesserung der körperlichen Verfassung.

Der Wärmeeffekt: Ein Geheimtipp zur Unterstützung

Wie bereits erwähnt, ist Wärme eine oft unterschätzte, aber häufig genutzte Säule der Therapie gegen Muskelschmerzen. Die Anwendung von Wärme kann die Wirkung einer Massage ideal ergänzen und zur weiteren Linderung von Schmerzen und Verspannungen beitragen. Wärmetherapie wirkt auf unterschiedliche Weise wohltuend und lindernd auf schmerzende, verspannte Partien. Einer der primären Effekte ist die durchblutungsfördernde Wirkung. Wenn Wärme auf die Haut und das darunterliegende Gewebe trifft, erweitern sich die Blutgefäße. Dies führt zu einem erhöhten Blutfluss in den betroffenen Bereich, was eine verbesserte Versorgung der Muskulatur mit Sauerstoff und Nährstoffen bedeutet. Gleichzeitig wird der Abtransport von Stoffwechselprodukten, die sich in verspannten Muskeln ansammeln und Schmerzen verursachen können, beschleunigt. Dies führt zu einer schnelleren Regeneration und Entspannung der Muskulatur. Darüber hinaus hilft Wärme, die Muskeln zu lockern und die Muskelfasern zu dehnen. Die Wärme entspannt die Muskulatur und macht sie geschmeidiger, wodurch Verkrampfungen gelöst werden und die Beweglichkeit zunimmt. Dies ist besonders vorteilhaft vor oder nach einer Massage, da die Muskeln dann empfänglicher für die manuellen Techniken sind oder die erzielte Lockerung länger anhält. Die verbesserte Beweglichkeit der Muskeln ist ein weiterer positiver Effekt, der die Durchführung von physiotherapeutischen Übungen erleichtern kann. Nicht zuletzt wirkt Wärme aufgrund der Wärmereize schmerzlindernd auf die Nervenbahnen. Die Wärme überlagert die Schmerzsignale und lenkt das Gehirn ab, was zu einer subjektiven Reduktion des Schmerzempfindens führt. Dies kann einen kurzfristigen, aber oft sehr effektiven Schmerzabbau bewirken. Es ist jedoch wichtig zu beachten: Während Wärme bei muskulären Verspannungen und Schmerzen hervorragend wirkt, sollte man bei Entzündungsprozessen als Ursache für den Muskelschmerz vorsichtig sein. In solchen Fällen ist oft Kältetherapie empfohlen, da Kälte entzündungshemmend und abschwellend wirkt. Achten Sie daher immer auf die spezifische Ursache Ihrer Schmerzen und konsultieren Sie im Zweifel einen Fachmann. Die gezielte Anwendung von Wärme kann ein einfacher, aber wirkungsvoller Weg sein, um Ihren Muskeln Erholung zu verschaffen.

Wann zum Arzt? Die Grenzen der Selbstbehandlung erkennen

Obwohl Massagen und andere Hausmittel wie Wärme sehr hilfreich bei Muskelschmerzen sein können, gibt es Situationen, in denen eine ärztliche Abklärung unerlässlich ist. Es ist wichtig, die Grenzen der Selbstbehandlung zu kennen und bei bestimmten Symptomen professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Treten Muskelschmerzen ohne erkennbaren Grund neu auf, sollte man aufmerksam werden. Besonders wenn der Muskelschmerz stark ist, kontinuierlich zunimmt oder auch in Ruhe, nach Massagen oder während einer Trainingspause nicht nachlässt, ist es ratsam, die Ursache ärztlich abklären zu lassen. Ein Arzt kann durch eine genaue Diagnose feststellen, ob es sich um eine harmlose Verspannung handelt oder ob eine ernstere Erkrankung zugrunde liegt, die eine spezifische Behandlung erfordert. Sofort zum Arzt sollten Betroffene gehen, wenn die Muskelschmerzen von Bewegungseinschränkungen begleitet sind, die über das übliche Maß hinausgehen, oder wenn Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Lähmungserscheinungen hinzukommen. Diese Symptome können auf Nervenbeteiligungen oder andere neurologische Probleme hindeuten, die dringend medizinisch abgeklärt werden müssen. Ein weiterer Alarmgrund ist, wenn der Muskelschmerz die direkte Folge eines Unfalls ist, beispielsweise eines Sportunfalls, eines Sturzes oder eines Aufpralls. In solchen Fällen können Verletzungen wie Muskelfaserrisse, Prellungen oder sogar Knochenbrüche vorliegen, die eine sofortige medizinische Versorgung erfordern. Auch bei Fieber, Schüttelfrost oder allgemeinem Krankheitsgefühl in Verbindung mit Muskelschmerzen sollte ein Arzt konsultiert werden, da dies auf eine Infektion oder eine systemische Erkrankung hindeuten könnte. Die ärztliche Abklärung ist entscheidend, um die richtige Diagnose zu stellen und eine angemessene Therapie einzuleiten, die über die reine Symptomlinderung hinausgeht und die eigentliche Ursache der Beschwerden behandelt. Zögern Sie nicht, im Zweifelsfall professionellen Rat einzuholen, um Ihre Gesundheit zu schützen und langfristige Komplikationen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen zu Massagen bei Muskelschmerzen

Welche Massagearten gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von Massagearten, die zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden und jeweils spezifische Wirkungen auf den Körper haben. Hier sind einige der bekanntesten:

MassageartZweck / Anwendung
Klassische Massage (Schwedische Massage)Wird vor allem bei Muskelverspannungen, Verhärtungen und Schmerzen angewendet. Sie dient der Lockerung der Muskulatur, der Verbesserung der Durchblutung und der allgemeinen Entspannung des Körpers. Häufig bei Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen.
Manuelle LymphdrainageDiese sanfte, rhythmische Massageart entstaut das Lymph- und Venengefäßsystem. Über gezielte, streichende Griffe wird der Abtransport überschüssiger Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe angeregt. Oft nach Operationen (z.B. Gelenkoperationen), bei Lymphödemen oder Schwellungen eingesetzt.
Mobilisierende MassagenHierbei werden neben der Massage der Muskulatur auch die Gelenke oder die Wirbelsäule passiv oder aktiv bewegt. Ziel ist es, die Beweglichkeit von Gelenken zu verbessern und Blockaden zu lösen, oft in Kombination mit klassischen Massagetechniken.
Faszienmassage (Bindegewebsmassage)Diese Technik konzentriert sich auf die Faszien, das Bindegewebe, das Muskeln, Organe und Knochen umhüllt. Sie soll Verhärtungen und Verklebungen im Bindegewebe lösen, die oft Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen. Kann intensiv und manchmal schmerzhaft sein.
ReflexzonenmassageBei der Reflexzonenmassage werden bestimmte Hautnervenbereiche (die Reflexzonen), meist an Füßen, Händen oder Ohren, massiert. Die Theorie besagt, dass diese Zonen mit bestimmten Organen oder Körperteilen verbunden sind und durch die Massage Schmerzen gelindert oder Organfunktionen positiv beeinflusst werden können. Die Fußreflexzonenmassage ist ein bekanntes Beispiel.
AkupressurBasierend auf der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), ähnlich der Akupunktur, jedoch ohne Nadeln. Mit Drehbewegungen der Fingerspitzen wird sanfter bis stärkerer Druck auf bestimmte Akupressurpunkte des Körpers ausgeübt, um den Energiefluss (Qi) zu regulieren und bestimmte Körperbereiche zu stimulieren und zu aktivieren.

Wann werden Massagen angewendet?

Massagen sind vielseitig einsetzbar und finden in verschiedenen medizinischen und therapeutischen Kontexten Anwendung. Sie werden unter anderem durchgeführt bei:

  • Muskelschmerzen und Muskelverspannungen, insbesondere im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich.
  • Behandlung von Narbengewebe, um Verklebungen zu lösen und die Elastizität zu verbessern.
  • Funktionsstörungen innerer Organe, beispielsweise zur Anregung der Darmtätigkeit.
  • Durchblutungsstörungen, um die Blutzirkulation in den Extremitäten zu fördern.
  • Behandlung von Lymphödemen und zur Reduzierung von Schwellungen durch Anregung des Lymphflusses.
  • Behandlung rheumatischer Gelenkerkrankungen zur Linderung von Schmerzen und Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit (nicht in akuten Entzündungsphasen).
  • Zum Abtransport von überflüssiger Lymphflüssigkeit nach Operationen, um Schwellungen zu reduzieren und den Heilungsprozess zu unterstützen.
  • Stressabbau und zur allgemeinen Entspannung des Körpers und Geistes.
  • Zur Förderung der Regeneration nach sportlicher Betätigung oder körperlicher Belastung.

Können Massagen Risiken bergen?

Medizinisch verordnete und zur Heilung eingesetzte Massagen, die von entsprechend geschultem Fachpersonal durchgeführt werden, bergen in der Regel geringe Risiken. Diese Massagen sind genau auf das individuelle Krankheitsbild, das Erkrankungsstadium sowie den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten abgestimmt. Der Therapeut berücksichtigt dabei Kontraindikationen und passt die Technik und Intensität entsprechend an, um negative Effekte zu vermeiden. Die fachkundige Durchführung ist hier der Schlüssel zur Sicherheit und Wirksamkeit.

Ein potenzielles Risiko können jedoch Wellnessmassagen darstellen, insbesondere wenn sie von ungeschulten Personen oder bei Menschen mit bestehenden gesundheitlichen Problemen angewendet werden. Da bei Wellnessmassagen oft kein medizinischer Hintergrund oder eine Diagnose zugrunde liegt, können unter Umständen Vorerkrankungen oder spezifische Zustände übersehen werden, die eine bestimmte Massagetechnik kontraindizieren. Zum Beispiel könnten Menschen mit Gelenkproblemen, akuten Entzündungen, Osteoporose, bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Hauterkrankungen durch unsachgemäße Massage Schaden nehmen. Es ist nicht auszuschließen, dass eine Massage ohne fachkundige Beurteilung und Durchführung unter Umständen Beschwerden auslösen oder bestehende Symptome verschlimmern kann. Daher ist es immer ratsam, bei Unsicherheiten oder Vorerkrankungen vor einer Massage ärztlichen Rat einzuholen und stets auf die Qualifikation des Massagetherapeuten zu achten, besonders wenn die Massage über die reine Entspannung hinausgehen soll.

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