Wie kann ich meine Lymphknoten öffnen?

Lymphdrainage: Sanfte Heilung für Ihr Wohlbefinden

12/09/2023

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In einer Welt, die oft hektisch und anspruchsvoll ist, suchen immer mehr Menschen nach Wegen, ihrem Körper Gutes zu tun und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Eine besonders sanfte und doch äußerst wirksame Methode, die seit Jahrzehnten medizinisch anerkannt ist, ist die Lymphdrainage. Diese spezielle Massagetechnik zielt darauf ab, überschüssige Flüssigkeiten und Stoffwechselprodukte, die sich im Körper angesammelt haben, sanft abzuleiten und so Schwellungen zu reduzieren sowie das Immunsystem zu stärken. Ob zur Linderung von Beschwerden oder einfach zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens – die Lymphdrainage bietet vielfältige Vorteile. Tauchen Sie ein in die Welt dieser wohltuenden Behandlung und erfahren Sie, wie sie Ihnen zu mehr Leichtigkeit und Vitalität verhelfen kann.

Was trinkt man nach einer Lymphdrainage Massage?
Trinken Sie nach jeder Massage viel Wasser, idealerweise 2 bis 4 Gläser, um den Körper zu spülen. Vor einer Lymphdrainage Massage sind folgende Methoden sinnvoll. Sie stimulieren das Lymphsystem und bereiten die Lymphknoten darauf vor, mehr Flüssigkeit einzubringen.

Die Lymphdrainage ist weit mehr als nur eine einfache Massage; sie ist eine gezielte Therapieform, die auf die komplexen Abläufe des menschlichen Lymphgefäßsystems abgestimmt ist. Im Gegensatz zu klassischen Massagen, die oft auf tiefere Muskelentspannung abzielen, arbeitet die Lymphdrainage mit sehr leichtem Druck und rhythmischen Bewegungen, um den Fluss der Lymphe anzuregen. Diese Technik ist besonders hilfreich, wenn Sie unter chronischen Schwellungen, einem Gefühl der Schwere oder einer allgemeinen Müdigkeit leiden. Sie ist ein Schlüssel zur Revitalisierung des Körpers von innen heraus.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Lymphdrainage und wie wirkt sie?

Das Lymphgefäßsystem ist ein entscheidender Bestandteil unseres Körpers, der oft unterschätzt wird. Es fungiert als eine Art „Reinigungstransportweg“ und ergänzt das Blutkreislaufsystem, indem es größere Moleküle, die der Blutkreislauf nicht alleine bewältigen kann, wie Medikamentenrückstände oder Giftstoffe, abtransportiert. Im Normalfall läuft dieser Prozess automatisch und reibungslos ab. Gerät das System jedoch aus dem Gleichgewicht, beispielsweise nach Operationen, Verletzungen oder aufgrund bestimmter Erkrankungen, kann es zu einer Ansammlung von Gewebeflüssigkeit kommen, die als Ödem sichtbar wird.

Die Lymphdrainage setzt genau hier an. Durch sanfte, streichende und kreisende Bewegungen wird der Lymphabfluss angeregt. Nährstoffe und Flüssigkeiten, die über den Blutkreislauf zum Gewebe transportiert wurden, werden größtenteils zurück ins Blut befördert. Die Restbestände, die sich zwischen den Zellen absetzen, werden über die Lymphbahnen zurück in den Blutkreislauf geführt. Wie Andreas Bünz von der Abteilung für Naturheilmedizin der Bad Emser Hufeland Klinik erklärt, wird durch diese manuelle Unterstützung das Lymphsystem entlastet und die natürliche Entgiftungsfunktion des Körpers wiederhergestellt. Das Ergebnis ist eine spürbare Reduzierung von Schwellungen und eine Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens.

Häufigkeit der Anwendung: Wie oft ist optimal?

Die Wirksamkeit der Lymphdrainage hängt oft von der Regelmäßigkeit der Anwendung ab. Für optimale Ergebnisse wird empfohlen, die Lymphdrainage zwei- bis dreimal wöchentlich durchzuführen. Diese Frequenz ermöglicht es, den Lymphfluss kontinuierlich anzukurbeln und die Ablagerung neuer Flüssigkeiten effektiv zu verhindern. Gerade bei chronischen Beschwerden oder nach Operationen kann eine regelmäßige Anwendung entscheidend zur Linderung und Genesung beitragen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Lymphdrainage, insbesondere bei vorliegenden Ödemen, keine einmalige Behandlung mit dauerhafter Wirkung ist, sondern eine fortlaufende Unterstützung des Körpers, die bei Bedarf wiederholt werden sollte, sobald sich neue Flüssigkeit ansammelt.

Vorteile und Anwendungsgebiete der Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine vielseitige Therapieform, deren Anwendungsbereiche weit über die reine Schwellungslinderung hinausgehen. Ihre sanfte Natur macht sie zu einer idealen Behandlung für eine Vielzahl von Beschwerden:

  • Schwellungen und Ödeme: Der primäre Einsatzbereich ist die Reduzierung von Flüssigkeitsansammlungen, sei es durch Verletzungen, Operationen oder chronische Erkrankungen.
  • Berührungsempfindlichkeit und Schmerzen: Durch die Entlastung des Gewebes können Schmerzen, die durch Druck oder Entzündungen entstehen, deutlich gelindert werden.
  • Infektionen: Obwohl bei akuten Infekten Vorsicht geboten ist (siehe Kontraindikationen), kann eine präventive oder nach Abklingen der Infektion durchgeführte Lymphdrainage das Immunsystem stärken und die Genesung fördern.
  • Hormonungleichgewichte und Müdigkeit: Ein gut funktionierendes Lymphsystem trägt zur Entgiftung bei und kann somit indirekt Energielevel und hormonelles Gleichgewicht positiv beeinflussen.
  • Psychisches Wohlbefinden: Überraschenderweise kann die Lymphdrainage auch bei Depressionen und Angstzuständen hilfreich sein, da sie eine tiefe Entspannung fördert und das allgemeine Körpergefühl verbessert.
  • Verletzungen und Erkrankungen: Sie ist effektiv bei Zerrungen, Brüchen, rheumatischen Beschwerden und Blutergüssen, da sie den Heilungsprozess unterstützt und Schwellungen reduziert.
  • Migräne: Die sanfte Technik kann Schmerzen lindern, die durch Migräne verursacht werden, indem sie Stauungen im Kopfbereich reduziert.

Es ist entscheidend, dass die Lymphdrainage nicht schmerzen darf. Das sanfte Vorgehen ist charakteristisch für diese Behandlung und unterscheidet sie von klassischen Massagen. Bei häufigem oder extremem Anschwellen der Gliedmaßen ist jedoch stets eine medizinische Abklärung durch einen Arzt erforderlich, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

Lymphdrainage zu Hause vs. Professionelle Behandlung: Was ist zu beachten?

Die gute Nachricht ist: Eine Lymphdrainage können Sie unter bestimmten Voraussetzungen auch selbst durchführen. Die hierfür notwendigen Techniken sind erlernbar. Der staatlich anerkannte Therapeut und Präventionsexperte Ulrich Pötter, der seit über 20 Jahren innovative Ausbildungskonzepte in den Bereichen Massage, Fitness und Wellness entwickelt und fünf professionelle Akademien gegründet hat, betont jedoch die Bedeutung von Fachwissen und korrekter Ausführung. Während die Grundlagen für den Eigengebrauch vermittelt werden können, erfordert die professionelle Anwendung, insbesondere bei komplexen medizinischen Fällen, eine fundierte Ausbildung.

Für die selbst durchgeführte Lymphdrainage ist es entscheidend, die richtigen Griffe und den korrekten Ablauf zu kennen. Ein grundlegendes Verständnis des Lymphsystems und der zu behandelnden Bereiche ist unerlässlich, um Schäden zu vermeiden und die gewünschten positiven Effekte zu erzielen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Lymphdrainage selbst zu erlernen, sollten Sie dies nicht leichtfertig tun, sondern auf qualifizierte Anleitungen und Kurse setzen, wie sie beispielsweise durch das WHI-Heimstudium angeboten werden.

Wichtige Vorbereitungen und Kontraindikationen

Bevor Sie eine manuelle Lymphdrainage an sich selbst oder an anderen durchführen, sind einige wichtige Vorkehrungen zu treffen, um die Behandlung sicher und effektiv zu gestalten:

Vorbereitungen für eine angenehme Anwendung:

  • Angenehme Atmosphäre: Schaffen Sie eine ruhige und entspannte Umgebung.
  • Bequeme Liegemöglichkeit: Sorgen Sie für eine Unterlage, auf der sich der Patient wohlfühlt.
  • Hochwertiges Massageöl: Ein geeignetes Öl erleichtert die Gleitfähigkeit der Hände und macht die Anwendung angenehmer.

Wichtige Kontraindikationen – Wann keine Lymphdrainage?

Obwohl die Lymphdrainage sehr sanft ist, gibt es bestimmte Zustände, unter denen sie nicht angewendet werden sollte, da sie sonst schädlich sein könnte. Bei regelmäßigen oder starken Schwellungen ist IMMER eine medizinische Abklärung durch einen Arzt nötig, bevor Sie mit der Lymphdrainage beginnen.

Wie mache ich eine Lymphmassage?
Die meisten dieser Übungen können im Stehen, Sitzen oder Liegen durchgeführt werden, solange sie bequem sind. Beachten Sie bei einer Lymphmassage die folgenden Tipps: Die Massagebewegungen sollten nur die Haut berühren, verwenden Sie also sanften Druck und drücken Sie nicht so fest, dass Sie die Muskeln spüren. Halten Sie die Hände entspannt.

Die Lymphdrainage ist nicht ratsam bei:

  • Akuten Infekten: Die Massage könnte Bakterien oder Viren im Organismus verteilen und die Infektion verschlimmern.
  • Akuten Ekzemen: Eine Reizung der Haut ist zu vermeiden.
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche): Die zusätzliche Flüssigkeitsmobilisierung könnte das Herz überlasten.
  • Thrombosen: Es besteht die Gefahr, dass Blutgerinnsel gelöst werden und zu einer Lungenembolie führen.
  • Krebs: Insbesondere bei unbehandelten Tumoren oder Metastasen kann die Lymphdrainage die Ausbreitung von Krebszellen fördern.
  • Asthma: In einigen Fällen kann die Behandlung Asthmaanfälle auslösen oder verschlimmern.

Zudem sollte am betroffenen Körperteil, insbesondere am Arm, während der Behandlung weder Injektionen noch eine Akupunktur oder die Messung des Blutdrucks stattfinden. Im Zweifelsfall ist es immer ratsam, vorab einen Arzt oder einen erfahrenen Therapeuten zu konsultieren.

Die Kunst der Griffe: Techniken der manuellen Lymphdrainage

Die Effektivität der Lymphdrainage beruht auf der präzisen Anwendung spezifischer Handgriffe, die den Lymphfluss stimulieren, ohne dabei Schmerz zu verursachen. Der Rhythmus und die gleichmäßigen, kreisenden Bewegungen sind hierbei von größter Bedeutung. Die Grundtechniken der Lymphdrainage umfassen:

  • Drehgriff: Legen Sie den Daumen flach auf und die vier Fingerkuppen sanft auf die Haut. Kreisen Sie langsam im Verlauf der Lymphbahnen und wiederholen Sie dies einige Male. Wichtig ist, keinen festen Druck auszuüben.
  • Stehende Kreise: Im Bereich der Lymphknoten legen Sie die Hände flach auf. Mit den Handflächen reiben Sie in kreisförmiger Bewegung in die Richtung, in der die Gewebeflüssigkeit abfließt.
  • Scheibenwischer: Diese Technik ist besonders effektiv bei einer Fibrose. Legen Sie die Hände flach nebeneinander und öffnen Sie die Handgelenke wie ein Scheibenwischer, um das Gewebe sanft zu dehnen und zu verschieben.
  • Schöpfgriff: Die Finger werden wie beim Drehgriff aufgelegt, jedoch bewegen Sie diese entgegengesetzt der Lymphbahnen, um die Flüssigkeit quasi „auszuschöpfen“.
  • Hautfaltgriff: Heben Sie mit einer Hand eine Hautfalte an. Mit dem Daumen der anderen Hand pressen Sie dagegen und drücken diesen nach unten, um das Lymphgefäß zu entleeren.

Ein grundlegendes Prinzip jeder Lymphdrainage ist, dass sie stets an den zentralsten Lymphknoten im Halsbereich beginnt und endet, dem sogenannten Terminus. Die Richtung des Lymphflusses sollte immer entgegen dem Ödem einsetzen, da sich die gestaute Flüssigkeit andernfalls nicht ableiten lässt. Dieses feste Verfahren gewährleistet, dass die Lymphflüssigkeit effizient abtransportiert wird.

Anleitung zur Lymphdrainage am Arm

Wenn Sie eine manuelle Lymphdrainage am Arm selbstständig durchführen möchten, folgen Sie diesen einfachen Schritten:

  1. Terminus aktivieren: Beginnen Sie mit sanften, kreisenden Bewegungen am Terminus im Halsbereich.
  2. Zentrale Lymphknoten ansprechen: Behandeln Sie zunächst zentrale Körperpartien, die nicht von den Beschwerden betroffen sind, wie die Lymphknoten im oberen Abschnitt der Schlüsselbeinhöhle und in der Leistengegend. Dies begünstigt die Öffnung der Lymphbahnen und die Anregung des Lymphabflusses. Würden Sie direkt auf das Ödem einwirken, könnte dies die Symptome verschlimmern.
  3. Vorbereitung des betroffenen Bereichs: Fahren Sie mit den kreisenden und streichenden Bewegungen an den intakten Zentren solange fort, bis die erkrankte Körperregion reagiert. Dies kann sich durch eine Verkleinerung des Ödems oder eine deutlich weichere Gewebebeschaffenheit an der betroffenen Stelle zeigen.
  4. Bearbeitung des Ödems: Starten Sie nun mit der Lymphdrainage am Ursprungspunkt des Ödems und seien Sie besonders vorsichtig. Arbeiten Sie sich langsam vom Unterarm zum Oberarm und zur Schulter vor. Behandeln Sie zuerst den unteren Bereich und gelangen Sie dann schrittweise in Richtung Achsel. Achten Sie auf gleichmäßige, beidseitige Bewegungen mit konstantem, sanftem Druck.
  5. Achsellymphbahnen öffnen: Öffnen Sie durch kreisförmige Bewegungen die Lymphbahnen der Achsel, damit der Lymphfluss abgeleitet wird. Lymphen Sie stets sowohl vorne als auch hinten am Arm, um eine ordnungsgemäße Behandlung des Ödems zu gewährleisten.
  6. Abschluss: Beenden Sie den Vorgang immer, wie Sie begonnen haben, indem Sie erneut die nicht betroffenen Hauptabflussregionen stimulieren und abschließend den Terminus bearbeiten.

Eine erste Linderung der Beschwerden zeigt sich für gewöhnlich unmittelbar nach der Behandlung. Ähnlich verhält es sich auch bei einer manuellen Lymphdrainage für die Beine.

Anleitung zur Lymphdrainage am Bein

Die Lymphdrainage an den unteren Extremitäten folgt einem ähnlichen Prinzip wie die Behandlung anderer Körperpartien. Auch hier können Sie mittels Anleitung selbstständig agieren:

  1. Terminus stimulieren: Beginnen Sie auch hier mit der Stimulation des Terminus im Halsbereich.
  2. Intakte Lymphbahnen vorbereiten: Behandeln Sie erst die intakten Lymphbahnen in den zentralen Abflussgebieten, ehe Sie sich dem betroffenen Bein widmen.
  3. Bearbeitung des Ödems am Bein: Handelt es sich um ein Ödem am Bein, fangen Sie mit der Lymphdrainage am Knöchel an und bewegen sich mit behutsamen Techniken langsam nach oben in Richtung Knie. Aktivieren Sie die Lymphbahnen an den Oberschenkeln und führen Sie die Lymphdrainage bis zur Leistengegend fort, damit die Flüssigkeit in die korrekte Richtung abtransportiert wird.
  4. Gleichmäßige Bewegungen: Auch bei dieser Variante empfehlen sich kreisende Handbewegungen, die idealerweise an beiden Beinen gleichzeitig absolviert werden, sofern beide Beine betroffen sind.
  5. Intensivere Behandlung bei Bedarf: Falls eines der Beine stärker betroffen sein sollte, können Sie es entsprechend intensiver behandeln als das gesündere. Drehgriffe können hier besonders hilfreich sein, um den Lymphstau zu beheben.
  6. Abschluss: Schließen Sie die Behandlung mit der Beanspruchung der zentralen Lymphbahnen bis hin zum Terminus ab.

Dauer der Anwendung und Begleiterscheinungen

Generell überdauert eine Lymphdrainage-Sitzung zwischen 45 und 60 Minuten. Während und nach der Behandlung können verschiedene körperliche Reaktionen auftreten, die völlig normal sind:

  • Kribbeln oder Gänsehaut: Viele Patienten spüren während der Behandlung ein leichtes Kribbeln oder bekommen Gänsehaut, was ein Zeichen für die Aktivierung des Lymphflusses ist.
  • Müdigkeit oder Erschöpfung: Nach der Behandlung fühlen sich viele Patienten müde oder erschöpft, da die Lymphdrainage den Körper relativ stark beansprucht. Es ist daher angebracht, anschließend eine kurze Ruhephase einzulegen und den Organismus bei der Regenerierung zu unterstützen.
  • Ausgeprägterer Harndrang: Oft kommt es zu einem verstärkten Harndrang, da die mobilisierte Flüssigkeit in der Blase gesammelt und auf diesem Weg ausgeschieden wird.

Wichtig ist: Schmerzen sind bei einer Lymphdrainage nicht erwünscht! Wenn Schmerzen auftreten, ist die Technik nicht korrekt oder es liegt eine Kontraindikation vor. Da Personen mit Ödemen in der Regel dauerhaft davon betroffen sind, ist die Therapie keine einmalige Anwendung mit konstanter Wirkung, sondern muss in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, wenn sich neue Flüssigkeit gebildet hat.

Zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung des Lymphflusses

Neben der manuellen Lymphdrainage gibt es weitere Maßnahmen, die die Wirksamkeit der Behandlung optimieren und den Lymphabfluss nachhaltig verbessern können:

  • Gesunder Lebenswandel: Übergewicht, Stress und Nikotin sind potenzielle Faktoren, die vorhandene Ödeme begünstigen und die Effizienz der Lymphdrainage hemmen. Eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und regelmäßige Erholungsmomente sind dagegen vorteilhaft, um den Lymphfluss zu steigern.
  • Sportliche Betätigung: Regelmäßige Bewegung spielt eine wichtige Rolle. Besonders Schwimmen und leichte Gymnastik-Übungen tragen zu aktiven Lymphbahnen bei und unterstützen den Flüssigkeitstransport.
  • Entlastung betroffener Körperregionen: Vermeiden Sie es, schwere Taschen mit einem Arm zu tragen, der ein Lymphödem hat. Die gelegentliche Hochlagerung von geschwollenen Beinen oder Armen kann den Abbau der Lymphflüssigkeit ebenfalls verbessern.
  • Hautpflege und Kleidung: Eine intensive Hautpflege in den betroffenen Bereichen ist wichtig. Achten Sie zudem auf legere Kleidung, die keinen Lymphstau hervorruft.
  • Kältekissen: Die Nutzung von Kältekissen kann zusätzliche Linderung verschaffen.
  • Kompressionshilfen bei chronischen Problemen: Bei chronischen Problemen sind Hilfsmittel wie Bandagen oder angefertigte Kompressionsstrümpfe oft unerlässlich, um die Beschwerden dauerhaft einzudämmen. Diese sollten jedoch immer in Absprache mit einem Arzt oder Therapeuten eingesetzt werden.

Gemeinsam mit der manuellen Lymphdrainage kann der Patient durch diese zusätzlichen Maßnahmen eine wesentliche Besserung erzielen.

Warum professionelle Schulung unerlässlich ist: Der WHI-Fernkurs

Obwohl die Lymphdrainage zu Hause durchgeführt werden kann, ist es von größter Bedeutung, dass dies nicht ohne entsprechende Fachkenntnisse geschieht. Laien sollten sich nicht allein auf Anleitungen aus dem Internet verlassen. Werden die Griffe nicht professionell erlernt und über einen längeren Zeitraum geübt, kann dies fatale Folgen für die Gesundheit haben. Schlimmstenfalls können Beschwerden durch falsch ausgeführte Lymphmassagen verstärkt oder vorliegende Grunderkrankungen kaschiert werden, was eine notwendige medizinische Behandlung verzögern könnte.

Möchten Sie eine Lymphdrainage selber machen, sollten Sie deshalb unbedingt einen qualifizierten Kurs dafür absolvieren. Selbst Physiotherapeuten erlernen manuelle Lymphdrainagen in speziellen Fortbildungen. Nur nach einem erfolgreich abgeschlossenen Ausbildungsweg sind Sie in der Lage, Lymphdrainagen professionell und sicher auszuführen.

Der WHI-Fernkurs bietet hier eine erstklassige Gelegenheit. An den WHI-Fern-Kursen kann jeder teilnehmen. Hier lernen Sie alles, was Sie über die Thematik und die Techniken wissen sollten, auf entspannte Art in Ihrem gewünschten Lernumfeld. Ganz gleich, ob für einen beruflichen Werdegang oder aus reinem Interesse: Die Lern-DVD ist von exzellenter Qualität und liefert Ihnen, zusammen mit einem hochwertigen Zertifikat, die ideale Grundlage, damit Sie eine manuelle Lymphdrainage auf höchstem Niveau absolvieren können. So können Sie die wohltuende Wirkung der Lymphdrainage sicher und effektiv für sich und andere nutzen.

Vergleichstabelle: Lymphdrainage – Was ist zu tun, was nicht?

Was Sie tun solltenWas Sie vermeiden sollten
Sanfte, rhythmische Griffe anwenden.Harten Druck oder schmerzhafte Techniken verwenden.
Die Lymphdrainage am Terminus (Hals) beginnen und beenden.Direkt auf ein Ödem einwirken, ohne die zentralen Abflusswege zu öffnen.
Eine angenehme, ruhige Atmosphäre schaffen.Die Lymphdrainage bei akuten Infekten oder Fieber durchführen.
Bei unklaren oder starken Schwellungen ärztlichen Rat einholen.Die Behandlung bei Kontraindikationen wie Herzinsuffizienz oder Thrombosen durchführen.
Nach der Behandlung eine Ruhephase einlegen und ausreichend trinken.Direkt nach der Lymphdrainage schwere körperliche Anstrengungen unternehmen.
Die Lymphdrainage regelmäßig durchführen, um den Lymphfluss zu unterstützen.Sich auf „schnelle Lösungen“ ohne fundiertes Wissen verlassen.
Bei Selbstbehandlung eine professionelle Schulung absolvieren.Ungeprüfte Anleitungen aus dem Internet ohne Hintergrundwissen anwenden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Lymphdrainage

Ist eine Lymphdrainage schmerzhaft?
Nein, die Lymphdrainage ist eine sehr sanfte Massagetechnik und sollte niemals Schmerzen verursachen. Wenn Schmerzen auftreten, ist die Technik nicht korrekt oder es liegt eine Kontraindikation vor.
Wie lange dauert eine Lymphdrainage-Sitzung?
Eine typische manuelle Lymphdrainage-Sitzung dauert in der Regel zwischen 45 und 60 Minuten.
Wer sollte keine Lymphdrainage erhalten?
Personen mit akuten Infekten, akuten Ekzemen, Herzinsuffizienz, Thrombosen, Krebs oder Asthma sollten keine Lymphdrainage erhalten. Bei unklaren Schwellungen ist immer eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Kann ich die Lymphdrainage selbst zu Hause durchführen?
Ja, die Lymphdrainage kann unter bestimmten Voraussetzungen auch selbst durchgeführt werden. Es ist jedoch unerlässlich, die richtigen Griffe und Techniken durch eine qualifizierte Schulung (z.B. WHI-Fernkurs) zu erlernen, um Schäden zu vermeiden und die Wirksamkeit zu gewährleisten.
Was sind normale Reaktionen nach einer Lymphdrainage?
Normale Reaktionen sind ein leichtes Kribbeln oder Gänsehaut während der Behandlung, sowie Müdigkeit, Erschöpfung und ein erhöhter Harndrang danach. Diese sind Zeichen dafür, dass der Körper arbeitet und Flüssigkeiten abtransportiert werden.
Was ist der „Terminus“ bei der Lymphdrainage?
Der „Terminus“ bezeichnet die zentralen Lymphknoten im Halsbereich. Jede Lymphdrainage beginnt und endet an diesem Punkt, da hier ein wichtiger Abflussbereich des Lymphsystems liegt.
Wie oft sollte ich eine Lymphdrainage machen lassen?
Für optimale Ergebnisse wird empfohlen, die Lymphdrainage zwei- bis dreimal wöchentlich durchzuführen, insbesondere bei der Behandlung von Ödemen oder zur Unterstützung des Heilungsprozesses.

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