Was ist eine Erstverschlimmerung nach einer Massage?

Unwohlsein nach der Massage: Was steckt dahinter?

23/07/2023

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Eine Massage wird oft als Inbegriff von Entspannung und Wohlbefinden angesehen. Sie verspricht Linderung von Schmerzen, Stressabbau und eine tiefe Regeneration für Körper und Geist. Doch was, wenn sich nach der vermeintlich wohltuenden Anwendung ein Gefühl des Unwohlseins oder sogar krankheitsähnliche Symptome einstellen? Diese Frage wird selten gestellt, ist aber von großer Bedeutung für jeden, der regelmäßig Massagen in Anspruch nimmt. Kann eine Anwendung, die auf Heilung und Entspannung abzielt, tatsächlich negative Auswirkungen haben? Die Antwort ist komplexer, als man zunächst vermuten mag, und es gibt durchaus Zusammenhänge, in denen Massagen zu unerwünschten Begleiterscheinungen führen können. Es ist entscheidend zu verstehen, wann solche Reaktionen normal sind und wann sie ein Warnsignal darstellen.

Was sind die Nebenwirkungen einer Hydrojet-Massage?
Da die Hydrojet-Massage sehr sanft ist und kein direkter Hautkontakt zustandekommt, gibt es keinerlei Nebenwirkungen. Die Praxisklinik Orthospine zählt zu den modernsten Versorgungszentren in Bayern.

Massagen sind seit Jahrtausenden eine bewährte Methode, um den menschlichen Organismus auf ganzheitlicher Ebene zu mehr Wohlbefinden zu verhelfen. Ob zur Linderung körperlicher Beschwerden, zur Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts oder zur Prävention ernsthafter Erkrankungen: Wohltuende Grifftechniken sind eine beliebte Form der Selbstfürsorge und konnten bereits in den verschiedensten Kulturkreisen und Ausführungen einen positiven Einfluss auf die Gesundheit nehmen. Dabei sollte jedem von Anfang an klar sein, dass eine Massage eine „Behandlung“ darstellt. Selbst bei reinen Wellnessmassagen ohne medizinischen Hintergrund wirken die angewandten Grifftechniken auf den Körper sowie die Psyche ein. Das bedeutet, es könnte immer zu einer Reaktion des Organismus kommen, denn der Körper reagiert auf die Stimulation. Diese Reaktionen sind nicht immer sofort als positiv zu empfinden, sondern können sich anfänglich auch als Unwohlsein äußern.

Inhaltsverzeichnis

Krank nach Massagen: Ein seltener, aber realer Fall?

Es mag kontraintuitiv klingen, aber ja, eine Person kann sich nach einer Massage unwohl oder sogar krank fühlen. Dies ist jedoch kein Zeichen dafür, dass Massagen generell schädlich sind, sondern vielmehr ein Hinweis darauf, dass der Körper auf die intensive Stimulation reagiert. Wird eine Massagemethodik zu intensiv oder mit fehlerhaften Bewegungsabläufen eingesetzt, kann eine negative Reaktion des Körpers entstehen. Dies kann von leichten Muskelkater-ähnlichen Schmerzen bis hin zu ernsteren Symptomen reichen, die eine sofortige Aufmerksamkeit erfordern. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von individuellen Körperreaktionen bis hin zu mangelnder Professionalität des Anwenders oder ungeeigneten Rahmenbedingungen.

Wann Massagen tabu sind: Absolute Kontraindikationen

Es gibt bestimmte Zustände und Erkrankungen, bei denen eine Massage generell nicht durchgeführt werden sollte, da sie im schlimmsten Fall eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit darstellen könnte. Diese sogenannten Kontraindikationen sind absolute Ausschlusskriterien und müssen von jedem seriösen Masseur oder Therapeuten im Vorfeld abgeklärt werden. Zu den wichtigsten Kontraindikationen zählen:

  • Akute Entzündungen: Massagen können die Entzündung im Körper weiter verteilen oder verschlimmern.
  • Fieber: Ein fiebernder Körper ist bereits geschwächt und sollte nicht zusätzlich durch eine Massage belastet werden.
  • Tumore: Bei bösartigen Tumoren besteht das Risiko, Tumorzellen durch die Massage im Körper zu verbreiten.
  • Schwerwiegende Verletzungen der Wirbelsäule oder des Bewegungsapparats: Massagen könnten die Verletzung verschlimmern oder zu weiteren Schäden führen.
  • Offene Wunden: Infektionsgefahr und Schmerz.
  • Kürzlich zurückliegende Operationen ohne entsprechende Regenerationszeit: Der Körper benötigt Zeit zur Heilung, bevor er massiert werden kann.
  • Eine Schwangerschaft im fortgeschrittenen Stadium: Bestimmte Massagetechniken können Wehen auslösen oder andere Komplikationen verursachen.
  • Eine schwere Herzschwäche oder ernsthafte Kreislauferkrankungen: Die Stimulation des Kreislaufs kann zu einer Überlastung führen.
  • Eine instabile Muskulatur (u.a. durch Muskelschwund): Das Gewebe könnte zu empfindlich für die Griffe sein.
  • Grippaler Infekt: Ähnlich wie bei Fieber ist der Körper geschwächt und eine Massage würde ihn zusätzlich belasten.
  • Schwere psychische Erkrankungen: In manchen Fällen kann die intensive körperliche Nähe und Stimulation psychische Zustände verschärfen.

Käme es trotz dieser Warnzeichen zu einer Massageanwendung, könnte im schlimmsten Fall sogar Lebensgefahr drohen. Der Organismus ist in solchen Zuständen oft viel zu schwach, um die intensiven Griffe und das Einwirken der Bewegungen auf Durchblutung, Muskelgeflecht, Gelenke oder Organe standzuhalten. Darum gilt: Massagen dürfen nur angewandt werden, wenn keine der oben erwähnten Gegenanzeigen vorliegt.

Die „Erstverschlimmerung“: Ein Zeichen der Heilung?

Wenn eine Person nach der Massage das Gefühl hat, der Allgemeinzustand würde sich verschlechtern, kann auch die Rede von der sogenannten Erstverschlimmerung sein. Dieses Phänomen tritt besonders bei Personen auf, die bereits unter Muskelverhärtungen oder chronischen Schmerzen leiden. Die Reaktion lässt sich auf einen natürlichen Prozess innerhalb des Organismus zurückführen: Der Körper versucht zunächst, die ungewohnten Grifftechniken zu verarbeiten. Die Bewegungen stimulieren Reflexzonen, steigern die Durchblutung oder animieren die Muskulatur zur Entspannung, wodurch ein Kreislauf aus zahlreichen Veränderungen entsteht, die unser Organismus verkraften muss.

Bei einem vitalen Bewegungsapparat stellt dies keine Hürde dar. Nicht so bei bereits schmerzender, blockierter Muskulatur. Hier hat unser Bewegungsapparat längst eine fehlerhafte Haltung und einen körperinternen Schutzmechanismus entwickelt, um den allgemeinen Gesundheitszustand aufrechtzuerhalten. Wenn dann plötzlich Massagetechniken auf dieses eingespielte, aber falsche Raster einwirken, entsteht zunächst eine Überbelastung für den Körper, auf welche er mit Abwehr reagiert. Das bedeutet, sein mühsam erbautes Schutzsystem gerät ins Wanken, und er versucht, dem entgegenzusteuern. Dadurch kommt es zu verstärkten Symptomen, der Erstverschlimmerung. Sie ist kein Grund zur Beunruhigung, denn für gewöhnlich baut sich dieser Reaktionsmechanismus innerhalb der Anwendungen schrittweise ab.

Ebenso verschwinden die Probleme meistens einige Stunden (in schweren Fällen wenige Tage) nach der Massage. Der Körper ist dann bereits mit den Grifftechniken vertraut gemacht worden, sodass bei einer erneuten Massage mit einer weniger starken Abwehr zu rechnen wäre. Über den Verlauf der einzelnen Termine hebt sich diese Negativspirale vollständig auf, und es entstehen dieselben positiven Effekte wie bei gesunden Kunden. Trotz allem darf die Erstverschlimmerung keinesfalls verharmlost werden. Sollte sich der Zustand der Person nämlich direkt nach einer Massage drastisch verschlechtern, heftige Schmerzen auftreten oder sogar Symptome auftauchen, die derjenige bisher nie gekannt hat, handelt es sich definitiv nicht um eine harmlose Erstverschlimmerung. Außerdem darf das erwähnte Phänomen insbesondere bei Wellnessmassagen ohne medizinischen Hintergrund unter keinen Umständen in einem umfangreichen Maß einsetzen. Dies ist nur bei physiotherapeutischen Behandlungen erlaubt, wo sich chronische Erkrankungen manifestiert haben.

Symptome nach der Massage: Was ist normal, was nicht?

Im Allgemeinen sollte kein Kunde nach einer Massage das Gefühl haben, krank zu sein. Ist dies trotzdem der Fall, könnten unterschiedliche Gründe dazu beigetragen haben. Hier geht es auch um das persönliche Empfinden des Einzelnen. Schließlich kann es sein, dass eine Person ein leichtes „Ziehen“ der Muskulatur oder ein vermehrtes Schwitzen nach der Massage bereits als negative Begleiterscheinungen wahrnimmt, während andere Kunden selbst stärkere Schmerzreaktionen für normal halten. Als Faustregel gilt: Jede Massage ist für den Organismus belastend, denn nur so gelingt es, die verschiedenen positiven Effekte freizusetzen und den Allgemeinzustand nachhaltig zu optimieren. Daher können eine Reihe von Reaktionen auftreten, die als normal gelten:

Normale ReaktionenWarnsignale / Nicht normale Symptome
Leichtes Brennen der MuskelnStarke, unerträgliche Schmerzen
Wärmegefühl im massierten BereichKrämpfe oder Muskelzuckungen
Leichte Kopfschmerzen (oft durch Entspannung)Plötzliche, starke Kopfschmerzen mit Übelkeit/Erbrechen (z.B. Okzipitalneuralgie)
Vermehrter Harndrang (v.a. bei Lymphdrainagen)Mobilitätseinschränkungen oder Lähmungserscheinungen
Leichtes Erschöpfungsgefühl oder MüdigkeitStarke Hitzewallungen, Schüttelfrost, Gliederschmerzen
Gefühl von Gelöstheit und EntspannungKreislaufprobleme, Schwindel, Ohnmacht
Leichter Muskelkater (bei intensiven Massagen)Atemnot oder Brustschmerzen
Vermehrtes SchwitzenWandernde Schmerzen (z.B. von Nacken zu Rücken)

Normale Reaktionen verschwinden in der Regel im Verlauf des Regenerationsprozesses von alleine wieder. Dafür ist eine ausgiebige Ruhephase nach dem Massagetermin hilfreich, sodass sich der Organismus von den Grifftechniken erholen darf. Richtige Schmerzen, Krämpfe oder sogar Mobilitätseinschränkungen sind dagegen strengstens untersagt und signalisieren eindeutig, dass die Massage falsch ausgeführt oder auf den jeweiligen Kunden nicht richtig abgestimmt wurde. Insofern sich daher entsprechende Symptome zeigen, sollte der Kunde sofort reagieren und den Fachpraktiker darauf hinweisen. Auf diese Weise gelingt es, ernsthafte negative Folgen einer Wellnessanwendung zu verhindern und die Grifftechniken direkt in ihrer Intensität an das Empfinden des Kunden anzupassen. Die offene Auseinandersetzung mit positiven und negativen Veränderungen ist wichtig für eine Vertrauensbasis zwischen beiden Parteien und unterstützt tiefenwirksame, sanfte Massagetechniken.

Fehlerhafte Ausführung oder falsche Rahmenbedingungen

Nicht immer liegt die Ursache für Unwohlsein nach einer Massage allein in den Grifftechniken. Manchmal kann auch eine im Körper schlummernde Entzündung, die bisher vom Kunden nicht bemerkt wurde, durch die Massage verstärkt werden und zu einer Überreaktion des Organismus führen. Hier könnte es im schlimmsten Fall nicht nur zu einer Verschlechterung der Beschwerden, sondern auch zu einem Anstieg der Krankheitserreger oder einer Verschlimmerung des Entzündungsverlaufs kommen. Sollte ein entsprechendes Problem auftreten, muss dringend ein Arzt aufgesucht und die Massage bis zur vollständigen Ausheilung der Entzündung pausiert werden.

Darüber hinaus spielen die Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle für ein problemloses Wellnessverfahren:

  • Falsche Körperhaltung: Wenn die Person während der Massage eine falsche Haltung einnimmt, die Wirbelsäule überstreckt, unbequem auf der Liege verharrt oder sich unnötig verkrampft, können ernsthafte Verspannungen entstehen oder bestehende verschlimmert werden.
  • Unpassende Atmosphäre: Räumlichkeiten, die zu warm oder zu kalt sind, können das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Eine zu hohe Temperatur kann den Kreislauf belasten, während Kälte zu Verkrampfungen führt. Eine angenehme Temperatur von etwa 26 bis 28 Grad mit passender Luftfeuchtigkeit ist ideal.
  • Zugluft: Kunden, die mit freiem Oberkörper direkt vor einem offenen Fenster liegen, sind anfälliger für Erkältungen. Gerade, wenn der Organismus durch die Massage zu schwitzen beginnt, würde das Zusammentreffen der kalten Außentemperaturen und des erwärmten Körpers das Risiko für Erkrankungen erhöhen, besonders bei Menschen mit geschwächter Abwehr.
  • Allergische Reaktionen: Eine allergische Reaktion auf das verwendete Massageöl oder andere Produkte kann ebenfalls zu Unwohlsein führen. Es ist daher unerlässlich, vorab mögliche Allergien oder Sensibilitäten abzuklären.

Oberstes Ziel des Anwenders sollte daher stets sein, Erkrankungen nach der Massage zu umgehen und ein sicheres sowie wohltuendes Erlebnis zu gewährleisten.

Was ist eine Erstverschlimmerung nach einer Massage?
Nach einer Massage kann eine sogenannte Erstverschlimmerung auftreten. Das sind Schmerzen, die intensiver empfunden werden als vor der Behandlung. In der Regel ist dies eine ganz normale Reaktion des Körpers. Die mit einem Symbol gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links.

Wellness-Massage oder Medizinische Verordnung: Der entscheidende Unterschied

Es ist von größter Wichtigkeit, strikt zwischen reinen Wellnessanwendungen und medizinisch-verordneten Massagen zu unterscheiden. Genau diese strenge Abgrenzung beider Konzepte ist essenziell, damit keine Erkrankungen nach der Massage auftreten. Schließlich dürfen Wellnessmethoden niemals bei Menschen mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen durchgeführt werden, während für eine ärztlich-verschriebene Massage eine vorherige Diagnose gestellt wird. Insofern es daher zu der Durchführung von Wellnesspraktiken bei chronischen Erkrankungen käme, könnte das ernsthafte Beschwerden nach dem Termin hervorrufen. In diesem Fall wäre die Massage durchaus für das Kranksein im Anschluss verantwortlich.

Wer hierbei die Schuld trägt, lässt sich nicht eindeutig klären. Einerseits sollte jeder Fachpraktiker für Wellness, Massage und Prävention seine Kunden im Vorfeld ausführlich darüber informieren, dass die Methodik nur an gesunden Personen absolviert werden darf. In dem Zusammenhang wäre es ratsam, sich den beschwerdefreien Allgemeinzustand von der Kundschaft vorab durch einen Präventionsvertrag bestätigen zu lassen. Das schützt den Anwender im Ernstfall vor rechtlichen Konsequenzen und signalisiert zugleich seine Seriosität als Fachkraft. Innerhalb jenes Vertrags erklärt der Kunde eindeutig, dass er darauf hingewiesen wurde, dass die Massage bei Erkrankungen nicht stattfinden darf und er zum Zeitpunkt des Termins frei von jeglichen Kontraindikationen ist. Besteht trotz allem eine Krankheit, die der Kunde verheimlicht, trägt er die Konsequenzen dafür und muss dementsprechend auch ohne ein Anrecht auf Schadensersatz mit der Erkrankung nach einer Massage rechnen.

Anders verhält es sich, insofern kein Präventionsvertrag besteht und der Fachpraktiker verantwortungslos gehandelt hat. Wurde zum Beispiel kein Anamnesegespräch geführt, ist der Kunde zu keiner Zeit über mögliche Nebenwirkungen einer Massage in Verbindung mit bestehenden Erkrankungen aufgeklärt worden, oder wusste der Experte sogar von vorliegenden Krankheiten und hat trotz allem die Massage durchgeführt, ist der Kunde dazu befähigt, rechtliche Schritte gegen den Anwender einzuleiten. Ein solches Verhalten würde dem Leitgedanken einer Wellnessmassage widersprechen und von Verantwortungslosigkeit sowie Unprofessionalität zeugen. Die Gesundheit sowie das Wohlergehen des Kunden sollten immer im Vordergrund der Wellnessanwendung stehen. Insofern sich der Profi also nicht sicher ist, ob er das Verfahren noch durchführen darf oder die vorliegenden Erkrankungen eine Massage verhindern, bietet es sich an, das direkte Gespräch mit dem Kunden zu suchen und ihn dazu aufzufordern, zunächst einen Arzt nach seiner Meinung zu fragen. Gegebenenfalls könnte es auch sinnvoll sein, sich die Unbedenklichkeit bei einer Wellnessmassage von dem Mediziner attestieren zu lassen.

Wie Sie negative Nebenwirkungen vermeiden können: Checkliste für Ihre Sicherheit

Um das Risiko von unerwünschten Reaktionen nach einer Massage zu minimieren und ein optimales Erlebnis zu gewährleisten, sollten sowohl Kunden als auch Anwender bestimmte Vorkehrungen treffen:

  • Klärendes Anamnesegespräch: Ein ausführliches Vorgespräch ist unerlässlich, um mögliche Kontraindikationen zu besprechen und die Massage entsprechend anzupassen.
  • Offenheit und Ehrlichkeit: Eine vertrauensvolle Kommunikation zwischen Anwender und Kunde ist entscheidend. Informieren Sie Ihren Masseur über alle relevanten gesundheitlichen Aspekte.
  • Individuelle Abstimmung: Die Intensität, der Rhythmus und die Technik der Massage müssen stets an die individuellen Bedürfnisse und den Gesundheitszustand des Kunden angepasst werden.
  • Rücksprache mit Medizinern: Bei bereits bestehenden Krankheitssymptomen oder Unsicherheiten sollte gegebenenfalls Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.
  • Verzicht bei Gegenanzeichen: Massagen sind bei Entzündungen, offenen Wunden, Tumoren oder anderen absoluten Kontraindikationen strikt zu unterlassen.
  • Klare Abgrenzung: Das Bewusstsein für den Unterschied zwischen einer reinen Wellnessmethode und einer medizinisch notwendigen Physiotherapie ist wichtig für die richtige Wahl der Anwendung.
  • Langsame Heranführung: Besonders bei Personen, die selten Massagen erhalten, kann eine langsame und schrittweise Heranführung an die ungewohnten Grifftechniken eine Überbelastung verhindern.
  • Berücksichtigung der Erstverschlimmerung: Das Wissen um dieses Phänomen hilft, normale Reaktionen von ernsten Problemen zu unterscheiden.
  • Wachsamkeit: Bleiben Sie während und nach der Massage wachsam bei sämtlichen Schmerzreaktionen oder anderen negativen Effekten und kommunizieren Sie diese sofort.

Grundsätzlich braucht der Kunde somit bei einer professionell und verantwortungsbewusst ausgeführten Massage keine Erkrankung nach der Anwendung zu befürchten. Insbesondere das klärende Vorgespräch, der permanente Kontakt mit dem Kunden während der Durchführung und die individuell auf dessen Bedürfnisse abgestimmte Technik helfen, die Entspannungsmethode für jeden Organismus passend zu gestalten. Insofern dann alle Voraussetzungen erfüllt sind und mit dem nötigen Verantwortungsbewusstsein an die Technik herangetreten wird, sollte eine Massage nicht im direkten Zusammenhang mit einer Erkrankung stehen, sondern stets zu einem Gefühl von tiefem Wohlbefinden und Regeneration beitragen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist es normal, sich nach einer Massage müde zu fühlen?

Ja, ein Gefühl der Müdigkeit oder Erschöpfung nach einer Massage ist völlig normal. Der Körper durchläuft während und nach der Massage einen Prozess der Entspannung und Regeneration, der Energie verbraucht. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Körper auf die Behandlung reagiert und sich erholt.

Wann sollte ich nach einer Massage einen Arzt aufsuchen?

Sie sollten umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn Sie nach einer Massage starke, ungewöhnliche oder anhaltende Schmerzen, Fieber, Schüttelfrost, starke Kreislaufprobleme, Atemnot, Schwindel, Übelkeit mit Erbrechen, Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen erfahren. Auch wenn Symptome auftreten, die Sie vorher nie hatten, ist dies ein Grund zur Besorgnis.

Kann eine Massage eine bestehende Entzündung verschlimmern?

Ja, in den meisten Fällen sollte eine Massage bei akuten Entzündungen vermieden werden. Die Massage kann die Entzündung im Körper verteilen oder die betroffene Stelle zusätzlich reizen, was zu einer Verschlechterung des Zustands führen kann. Informieren Sie Ihren Masseur immer über bestehende Entzündungen.

Was ist eine Okzipitalneuralgie nach einer Massage?

Eine Okzipitalneuralgie ist eine seltene, aber mögliche Komplikation nach einer Nacken- oder Hinterkopfmassage. Sie äußert sich durch migräneartige Kopfschmerzen, die oft mit Übelkeit, manchmal Erbrechen und Schwindel einhergehen können. Dies tritt auf, wenn die Nerven im Hinterkopfbereich gereizt oder komprimiert werden. Bei solchen Symptomen sollte umgehend medizinischer Rat eingeholt werden, da ein Physiotherapeut Blockaden finden und adäquat behandeln kann.

Kann ich mich nach einer Massage erkälten?

Ja, das Risiko einer Erkältung kann steigen, wenn die Rahmenbedingungen nicht optimal sind. Besonders wenn der Körper während der Massage schwitzt und dann kalter Zugluft ausgesetzt ist, kann dies das Immunsystem belasten und eine Erkältung begünstigen. Achten Sie auf eine angenehme Raumtemperatur und vermeiden Sie Zugluft.

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