Wie kann man die Nackenmassage für die Faszien absolvieren?

Schleudertrauma & Nackenprobleme: Ein umfassender Guide

06/03/2024

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Wenn von einem „Schleudertrauma“ die Rede ist, denken die meisten Menschen sofort an einen Autounfall und die damit verbundene Halskrause. Doch die Realität ist weitaus komplexer und die Ursachen für ein sogenanntes HWS-Trauma sind vielfältiger, als man gemeinhin annimmt. Weit über Verkehrsunfälle hinaus können zahlreiche Ereignisse zu dieser oft unterschätzten Verletzung der Halswirbelsäule führen, deren Symptome sich manchmal erst Wochen oder Monate später bemerkbar machen. Diese Verzögerung macht eine präzise Diagnose und eine adäquate Behandlung zu einer echten Herausforderung. Dieser Artikel beleuchtet die Facetten des Schleudertraumas, seine Auswirkungen auf den Körper und Wege zur Linderung, während er gleichzeitig auf die Risiken bestimmter Behandlungsformen hinweist.

Was kann eine zu starke Massage oder übertriebenes Dehnen verursachen?
Eine zu starke Massage oder übertriebenes Dehnen kann in den Arm ausstrahlende Schmerzen auslösen. Ein wenig Dehnung oder Massage/Druck schadet Nerven nicht, vor allem wenn Sie sie nicht einem rechten Winkel unter Druck setzen. Auch hier können Sie vorbeugen, indem Sie es langsam angehen und die Reaktionen Ihres Körpers abwarten.
Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Schleudertrauma (HWS-Trauma)?

Ein Schleudertrauma, auch HWS-Trauma genannt, beschreibt eine Verletzung der Halswirbelsäule, die durch eine plötzliche und gewaltsame Überdehnung oder Stauchung des Kopfes entsteht. Dabei wird der Kopf ruckartig vor- und zurückgeschleudert oder zur Seite geworfen, was zu einer Überbelastung der empfindlichen Strukturen im Nackenbereich führt. Während der Autounfall zweifellos eine häufige Ursache ist, gibt es eine erstaunliche Bandbreite an Situationen, die ein solches Trauma auslösen können:

  • Geburtstrauma: Das Kiss-Syndrom, eine massive HWS-Überdehnung oft mit Verdrehung während der Geburt, kann bereits im Säuglingsalter die Grundlage für spätere Probleme legen.
  • Stürze: Jeder Sturz – sei es vorwärts, rückwärts, seitlich auf den Boden, von einer Treppe, vom Pferd, Fahrrad oder Baum, beim Skaten oder Skifahren – birgt das Risiko eines Schleudertraumas.
  • Freizeitaktivitäten: Fahrgeschäfte wie Autoscooter oder Achterbahnen mit abrupten Richtungswechseln können ebenfalls zu HWS-Verletzungen führen.
  • Körperliche Auseinandersetzungen: Schlägereien oder das unerwartete Auftreffen eines schweren Balls gegen den Kopf können erhebliche Kräfte auf die Halswirbelsäule ausüben.
  • Schwimmen und Wassersport: Ein unglücklicher „Bauchplatscher“ im Schwimmbad vom 3-Meter-Brett oder höher kann katastrophale Folgen für die Halswirbelsäule haben.
  • Medizinische Eingriffe: Bei Operationen unter Vollnarkose kann der Nacken während der Intubation zu stark überstreckt werden, was ebenfalls ein HWS-Trauma nach sich ziehen kann.
  • Intensive Sportarten: Fußball, Eishockey, Rugby und viele andere Kontaktsportarten sind prädestiniert für diese Art von Verletzungen.
  • Falsche Körperhaltung: Beim Reiten kann eine falsche Haltung bei jedem Schritt des Pferdes Schläge durch die Wirbelsäule bis hinauf in die HWS und ins Kopfgelenk verursachen.
  • Autounfälle: Insbesondere Aufprälle von vorn, hinten oder der Seite hinterlassen fast immer ein Schleudertrauma.
  • Fehlbehandlungen: Leider kann auch eine nicht fachgerecht ausgeführte Chiropraktik oder chiropraktische „Atlaskorrektur“ in der HWS eine Quelle für schwere Schleudertraumata mit nachfolgender Nackeninstabilität sein.

Es ist fatal, dass ein Schleudertrauma sehr häufig selbst von Fachärzten nicht erkannt oder als Bagatellschaden abgetan wird, was die Behandlung der oft erst später auftretenden Symptome erschwert.

Was passiert im Körper bei einem HWS-Trauma? Die strukturellen Folgen.

Bei einem Schleudertrauma, egal ob leichten, mittleren oder schweren Grades, werden immer eine Vielzahl von Strukturen in der Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen. Diese können gezerrt, gestaucht, gequetscht, angerissen, überdehnt oder in schwerwiegenden Fällen sogar gerissen werden. Zu den betroffenen Strukturen gehören:

  • Ligamente im Kopfgelenk
  • Bandscheiben-Faserringe
  • Gelenkkapseln und Facettengelenke
  • Nervenbahnen
  • Sehnen und Muskeln
  • Faszien und Bindegewebe
  • Dura, Arachnoid, Rückenmark, Medulla und die Meningen (Hirnhäute)

Häufig geht ein Schleudertrauma auch mit einem Schädel-Hirn-Trauma einher, selbst wenn dieses nur leicht bis mittelschwer ist. Die Tücke dabei ist, dass die tatsächlich problematischen Symptome eines Schädel-Hirn-Traumas erst nach einigen Wochen oder Monaten schleichend auftreten und daher oft nicht mehr mit dem ursprünglichen Ereignis in Verbindung gebracht werden.

Die schützende Reaktion des Körpers

Unabhängig davon, ob durch das HWS-Trauma eine temporäre oder bleibende Schädigung der Ligamente entstanden ist, reagiert unser Kleinhirn sofort mit einem sehr hohen Muskeltonus in den tiefliegenden kleinen Muskeln sowie in größeren Muskeln wie Scaleni, SCM und Trapezius. Die unmittelbare Folge ist ein verspannter Nacken. Die Gewebeverletzungen lösen Entzündungen und allergische Reaktionen aus. In dieser Phase verhärten sich die betroffenen Gewebe durch Calcium-Ionen-Einschuss und Vernarbung, sodass sie sich am Ende wie „versteinerte“ Muskelstränge anfühlen können.

Mit der Zeit fixiert der Körper diese Bewegungseinschränkung durch zwei Mechanismen, die für geübte Hände eindeutig ertastbar sind:

  1. Das gesamte Bindegewebe um den Nacken, bis hinunter zu den Schultern und oft auch in den BWS-Bereich zwischen den Schulterblättern, verfestigt sich. Dieses verfilzte Bindegewebe verklebt sich dann mit den Faszienhüllen aller darunter liegenden Strukturen.
  2. Die überdehnten, gezerrten oder angerissenen Strukturen wie Sehnen, Muskeln, Nerven, Faszien, Gelenkkapseln und Blutgefäße verkleben zu einem einzigen dicken, sehr harten, knubbeligen Strang. Dieser Strang trotzt jeder Massage, jeder Akupunktur, jeder sonstigen Therapie und jeder Kraft- oder Dehnübung.

Der biologische Sinn dieser Körperreaktion ist klar: Er will die verletzte Region durch Überkompensation so weit stabilisieren, dass keine Zerrung oder zu starke Dehnbewegung mehr möglich ist. Der Körper schützt sich selbst. Anhand der unterschiedlichen Konsistenzen – wie sich ein Muskel genau anfühlt und wie stark die Strukturen miteinander verklebt sind – lässt sich schnell und eindeutig feststellen, ob ein Schleudertrauma in der Historie des Patienten stattgefunden hat. Normale Verspannungen, beispielsweise durch falsches Sitzen, fühlen sich vollkommen anders an.

Symptome eines Schleudertraumas: Frühwarnzeichen und Spätfolgen

Die ersten Symptome nach einem Schleudertrauma sind oft nur diffus: Kopfschmerz, Schwindel, Benommenheit, Verspannungen im Nacken, die bis in den Schulter- und BWS-Bereich ausstrahlen können. Meist klingen diese Symptome zunächst wieder ab, und solange keine offensichtliche, starke Beeinträchtigung besteht, neigen wir dazu, die Beschwerden zu ignorieren.

Charakteristisch für ein Schleudertrauma ist jedoch, dass die eigentlichen Folgesymptome erst Wochen oder sogar Monate nach der Gewalteinwirkung auf die Halswirbelsäule beginnen. Diese zeitliche Verzögerung führt oft dazu, dass die Symptome nicht mehr mit dem ursprünglichen Vorfall in Verbindung gebracht werden, was die Diagnose zusätzlich erschwert.

Diagnostische Herausforderungen

In sehr vielen Fällen wird nicht einmal ein Röntgenbild angefertigt. Wenn sich Symptome zeigen, die einen Verdacht auf Nackeninstabilität durch Ligamentverletzungen erhärten, wird leider, wenn überhaupt, auch nur ein normales Röntgenbild erstellt. Dieses ist für eine präzise Diagnostik in solchen Fällen jedoch unbrauchbar. Für eine genaue Beurteilung müsste ein sogenanntes „Upright-MRT“ gemacht werden, oder, wenn Röntgenbilder, dann Aufnahmen, welche die HWS in unterschiedlichen Stellungen zeigen: links und rechts seitwärts geneigt, nach vorn unten und nach hinten gebeugt. Nur aus diesen dynamischen Bildern lassen sich eindeutig bewegungsabhängige Hypermobilitäten und potenziell problematische oder gar gefährliche Wirbelverschiebungen erkennen. Ein „tanzender Dens“, eine Instabilität des zweiten Halswirbels, kann im normalen Röntgenbild in der Regel nicht erkannt und somit auch nicht ausgeschlossen werden.

Therapieansätze für hartnäckige Nackenbeschwerden

Wenn die beschriebenen Beschwerden, insbesondere die dauerhaften Nackenverspannungen, nach einer Massage nur kurzzeitig gelindert sind und dann verstärkt zurückkehren, ist dies ein eindeutiges Indiz für die kleinhirngesteuerte Dauerkontraktion der Nackenmuskulatur infolge eines Schleudertraumas. Dieses Phänomen ist vielen Betroffenen nur zu gut bekannt.

Solche Beschwerden lassen sich in der Regel durch die Pohltherapie® recht gut behandeln. Diese Therapie zielt darauf ab, die verhärteten und verklebten Strukturen im Nacken- und Schulterbereich zu lösen und die natürliche Beweglichkeit wiederherzustellen. Allerdings gibt es auch Patienten, bei denen alle Bemühungen und Mittel der Kunst zu versagen scheinen. Diese Patienten haben meist schon unzählige Therapien ausprobiert, und nichts hat geholfen – es besteht eine Art Therapie-Resistenz.

Wie gefährlich ist eine manipulierte Halswirbelsäule?
Problematisch bis lebensgefährlich kann es jedoch bei Manipulationen an der Halswirbelsäule werden. Das bestätigen unter anderem Befunde der Berliner Charité. Der Grund: Direkt neben der Halswirbelsäule verläuft die Vertebral-Arterie, die das Gehirn mit Blut versorgt. Bei einer zu starken Kopfdrehung kann diese verletzt werden.

In diesen hartnäckigen Fällen, wo sich die Verspannungen selbst mit der Pohltherapie® nicht zufriedenstellend lösen ließen, kann eine Kombination aus der Pohltherapie® und der frequenzspezifischen Zellstimulation nach Dr. McMakin wirksame Lösungen bieten. Diese innovative Methode nutzt spezifische elektrische Frequenzen, um die Heilung auf zellulärer Ebene zu fördern und selbst tiefsitzende Verhärtungen und Verklebungen zu lösen, die andere Therapien nicht erreichen können.

Vorsicht ist geboten: Risiken bei der Manipulation der Halswirbelsäule

Generell gilt die Chirotherapie als ungefährlich, sofern sie fachgerecht ausgeführt wird. Leichte Nebenwirkungen können muskelkaterähnliche Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich sowie ein leichter Schwindel sein. Doch wenn es um das „Einrenken“ der Halswirbelsäule geht, ist äußerste Vorsicht geboten, und viele Experten raten von einer Chirotherapie in diesem Bereich ab.

Welche Gefahren können bei Behandlungen der Halswirbelsäule auftreten?

Problematisch bis lebensgefährlich kann es bei Manipulationen an der Halswirbelsäule werden. Dies bestätigen unter anderem Befunde der Berliner Charité. Der Hauptgrund liegt darin, dass direkt neben der Halswirbelsäule die Vertebral-Arterie verläuft, die das Gehirn mit Blut versorgt. Bei einer zu starken Kopfdrehung oder einer unsachgemäßen Manipulation kann diese Arterie verletzt werden. Das Risiko ist besonders hoch, wenn die Ader bereits vorgeschädigt ist, beispielsweise durch Arteriosklerose. Dann kann die Gefäßwand einreißen, und es besteht die Gefahr, dass ein Blutgerinnsel entsteht und zu wandern beginnt. Die Folgen können von Lähmungen bis hin zu einem Schlaganfall reichen. Das Risiko steigt natürlich erheblich, je dilettantischer der Therapeut arbeitet.

Eine kanadische Studie kam vor einiger Zeit zu erschreckenden Ergebnissen: Für fast 40 Prozent aller von der Kanadischen Schlaganfall-Gesellschaft untersuchten Schlaganfälle von Unter-45-Jährigen, die ihre Ursache in Schäden der Halsarterie hatten, seien Chiropraktiker verantwortlich. Es gibt jedoch auch andere Studien, die keinen direkten Zusammenhang zwischen Schlaganfällen und Chirotherapie sehen und behaupten, dass Manipulationen keine Schlaganfälle verursachen könnten. Ungeachtet dieser widersprüchlichen Studienlage müssen Patienten über mögliche Ursachen von Halsschmerzen informiert und zum Arzt überwiesen werden, da nur ein Facharzt Probleme und Gesundheitsrisiken rechtzeitig erkennen kann. Daraufhin wurde in einigen Kreisen sogar ein Verbot von chiropraktischen Eingriffen an der Halswirbelsäule gefordert.

Wie schützen Sie sich vor Fehlbehandlungen?

Ihr Arzt muss Sie umfassend über die Gefahr dieser sehr seltenen, aber umso folgenschwereren Schädigung der Halsschlagader aufklären. Bei Beschwerden der Halswirbelsäule sollte vor Beginn der Behandlung unbedingt eine Röntgenaufnahme vorliegen. Es muss ausgeschlossen sein, dass die Arterie bereits vorgeschädigt ist, etwa durch eine Arteriosklerose. Immer mehr Fachärzte sind zu der Ansicht gelangt, dass das Risiko eines solchen Zupackens nicht durch einen entsprechenden Nutzen gerechtfertigt wird. Sie raten dringend vom Einrenken an der Halswirbelsäule ab.

Übermassagen und Dehnübungen: Was ist zu viel des Guten?

Viele Menschen suchen Linderung für Nackenbeschwerden durch Selbstmassage oder Dehnübungen. Grundsätzlich ist das Dehnen der Muskulatur der Halswirbelsäule und des Kiefers sowie eine Selbstmassage unbedenklich, vorausgesetzt, man geht es langsam an und hört auf die Reaktionen des Körpers. Die Halswirbelsäule wird oft als sehr sensibles und empfindliches Gebilde beschrieben, von welchem man am besten die Finger lässt. Diese Verallgemeinerung kann man meiner Meinung und Erfahrung nach so nicht stehen lassen. Die Halswirbelsäule ist sehr robust, wie auch der Rest der Wirbelsäule.

Um sich das zu vergegenwärtigen, umgreifen Sie Ihren Hals mit Daumen und Zeigefinger. Sie werden an den Seiten des Halses harte, knöcherne Strukturen finden. Nehmen Sie Ihre Hand wieder weg und betrachten nun den Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger. Das ist der Durchmesser Ihrer Halswirbelsäule. Wahrscheinlich werden Sie erstaunt sein, wie „dick“ sie ist bzw. wie groß ihr Durchmesser ist.

Was unter Umständen empfindlich auf äußere Reize reagieren kann, sind Muskeln und Nervengeflechte in diesem Bereich. In den Muskeln der Halswirbelsäule befinden sich viele Rezeptoren, die Sie bei Ihrer räumlichen Orientierung und dem Halten des Gleichgewichts unterstützen. Wenn Sie diese Muskeln zu stark dehnen, massieren oder unter Druck setzen und daran gegebenenfalls nicht gewöhnt sind, dann kann es sein, dass der Körper mit Schwindel, Gleichgewichtsproblemen und sogar mit Übelkeit reagiert. Wenn Sie diese Reaktionen nicht erwarten, nicht wissen, was da gerade geschieht, und deswegen mit Angst oder gar Panik reagieren, kann das die Symptome sogar verschlimmern.

Allerdings muss erwähnt werden, dass Sie diesen Reaktionen leicht vorbeugen können. Beginnen Sie einfach mit sehr kurzen Dehn- und Massagesitzungen, massieren und dehnen Sie mit geringem Druck bzw. Zug und warten Sie die Reaktionen Ihres Körpers ab. Nach und nach können Sie Dauer, Intensität und Häufigkeit der Massage- und Dehnübungen anpassen. Dann haben Sie und Ihr Körper Zeit, sich daran zu gewöhnen.

Was sind die Auswirkungen eines HWS-Traumas?
Bei einem HWS-Trauma kann es zu einer temporären oder bleibenden Schädigung der Ligamente kommen. Das Kleinhirn setzt daraufhin sofort einen sehr hohen Muskeltonus in die tief liegenden kleinen Muskeln sowie die größeren Muskeln wie Scaleni, SCM und Trapezius. Die Folge ist zunächst ein verspannter Nacken.

Die Nervengeflechte im Bereich der Halswirbelsäule verlaufen oberflächlich und werden somit leicht mitmassiert. Ein wenig Dehnung oder Massage/Druck schadet Nerven nicht, vor allem, wenn Sie sie nicht im rechten Winkel unter Druck setzen. Eine zu starke Massage oder übertriebenes Dehnen hingegen kann in den Arm ausstrahlende Schmerzen auslösen. Auch hier können Sie vorbeugen, indem Sie es langsam angehen und die Reaktionen Ihres Körpers abwarten. Lassen Sie sich einfach Zeit.

Für weitere Informationen und praktische Anleitungen zur Selbstbehandlung verweisen wir auf den kostenlosen Grundlagenkurs zum Thema Triggerpunkte und Faszien, der viele häufig gestellte Fragen zu Dehnung und Selbstmassage beantwortet.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Schleudertrauma und Nackenbeschwerden

Kann ein Schleudertrauma unbemerkt bleiben?

Ja, ein Schleudertrauma kann oft unbemerkt bleiben, insbesondere wenn die ersten Symptome diffus sind oder schnell abklingen. Charakteristisch ist, dass die schwerwiegenderen Folgesymptome erst Wochen oder Monate nach dem auslösenden Ereignis auftreten, was die Verbindung zum Trauma erschwert und oft zu einer verzögerten Diagnose führt.

Warum verstärken sich Nackenschmerzen nach einer Massage manchmal?

Wenn Nackenschmerzen nach einer Massage kurzzeitig gelindert sind, dann aber verstärkt zurückkehren, ist dies ein starkes Indiz für eine kleinhirngesteuerte Dauerkontraktion der Nackenmuskulatur, die typisch für die Spätfolgen eines Schleudertraumas ist. Der Körper versucht, eine instabile Region durch erhöhten Muskeltonus zu schützen, und eine oberflächliche Massage kann diese tieferliegende Schutzreaktion kurzzeitig irritieren, woraufhin der Körper mit verstärkter Kontraktion reagiert.

Sollte ich meine Halswirbelsäule „einrenken“ lassen?

Die Manipulation der Halswirbelsäule birgt Risiken, insbesondere durch die Nähe zur Vertebral-Arterie, die das Gehirn mit Blut versorgt. Eine unsachgemäße oder zu starke Manipulation kann die Arterie verletzen und im schlimmsten Fall zu einem Schlaganfall führen. Viele Fachärzte raten dringend davon ab, die Halswirbelsäule „einrenken“ zu lassen, besonders ohne vorherige gründliche Diagnostik wie Röntgenaufnahmen, um Vorschädigungen auszuschließen.

Kann ich meine Nackenverspannungen selbst behandeln?

Ja, Selbstmassage und Dehnübungen können bei Nackenverspannungen hilfreich sein, vorausgesetzt, sie werden vorsichtig und achtsam ausgeführt. Es ist wichtig, langsam zu beginnen, auf die Reaktionen des Körpers zu hören und Intensität sowie Dauer schrittweise zu steigern. Bei zu starkem Druck oder übertriebener Dehnung können jedoch Schwindel, Übelkeit oder ausstrahlende Schmerzen auftreten. Im Zweifelsfall oder bei hartnäckigen Beschwerden sollte immer professioneller Rat eingeholt werden.

Was ist ein „tanzender Dens“ und wie wird er diagnostiziert?

Ein „tanzender Dens“ beschreibt eine Instabilität des Dens axis, des Zahnfortsatzes des zweiten Halswirbels (Axis). Diese Instabilität kann auf eine Schwächung der umgebenden Bänder zurückzuführen sein, oft infolge eines Traumas. Im normalen Röntgenbild ist ein „tanzender Dens“ in der Regel nicht zu erkennen. Für eine präzise Diagnose sind spezielle dynamische Röntgenaufnahmen, die die HWS in verschiedenen Bewegungspositionen zeigen, oder ein „Upright-MRT“ erforderlich.

Ein Schleudertrauma ist eine komplexe Verletzung mit potenziell weitreichenden und oft verzögerten Folgen. Eine frühzeitige, präzise Diagnose und eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Therapie sind entscheidend für eine erfolgreiche Genesung. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und suchen Sie bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Beschwerden stets qualifizierten medizinischen Rat, um langwierige Probleme zu vermeiden und Ihr Wohlbefinden zu sichern.

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