Ist ein Dampfbad gut bei Erkältung?

Sauna bei Schnupfen: Wohltat oder Risiko?

04/05/2023

Rating: 4.54 (9220 votes)

Die Sauna ist seit Jahrhunderten als Oase der Entspannung und des Wohlbefindens bekannt. Ihre gesundheitsfördernden Effekte sind beeindruckend: Der Stoffwechsel wird angekurbelt, das Immunsystem gestärkt und die Durchblutung merklich verbessert. Viele schwören auf regelmäßige Saunabesuche, um vital und widerstandsfähig zu bleiben. Doch was passiert, wenn sich eine Erkältung oder ein grippaler Infekt mit Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und vielleicht sogar Fieber ankündigt oder uns bereits fest im Griff hat? Ist ein Besuch in der Sauna bei Schnupfen dann noch empfehlenswert oder sollten wir besser darauf verzichten, wenn die Nase läuft oder verstopft ist? Diese Frage beschäftigt viele und die Antwort ist nuancierter, als man vielleicht denkt. Es gilt, die Signale des eigenen Körpers genau zu deuten und die richtigen Entscheidungen für unsere Gesundheit zu treffen.

Kann es gefährlich sein, in die Sauna zu gehen, wenn ich krank bin?
Kränklich in die Sauna zu gehen bedeutet höchstwahrscheinlich, noch kränker herauszukommen. Ruhe statt Schwitzbad, lautet die Devise, wenn Sie krank sind. Achtung: Gesellen sich zu den üblichen Erkältungssymptomen noch Fieber oder Gliederschmerzen hinzu, könnte es sich um eine echte Grippe handeln.
Inhaltsverzeichnis

Die faszinierende Wirkung der Sauna auf den Körper

Bevor wir uns der Frage widmen, ob Saunieren bei Schnupfen ratsam ist, lohnt es sich, die allgemeinen positiven Effekte der Sauna auf den menschlichen Organismus zu betrachten. Die intensive Hitze in der Saunakabine führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße, was die Durchblutung im gesamten Körper massiv fördert. Dies hat nicht nur eine entspannende Wirkung auf die Muskulatur, sondern versorgt auch Organe und Gewebe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen. Gleichzeitig beginnt der Körper, als Reaktion auf die hohen Temperaturen, stark zu schwitzen. Dieser Prozess ist nicht nur für die Thermoregulation entscheidend, sondern unterstützt auch die Entgiftung, da über den Schweiß Stoffwechselprodukte und Toxine ausgeschieden werden können.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Stimulation des Immunsystems. Der Wechsel von Hitze und anschließender Kälte (beim Abkühlen) wirkt wie ein Training für die körpereigenen Abwehrkräfte. Die Produktion von weißen Blutkörperchen, die für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind, wird angeregt. Regelmäßiges Saunieren kann somit dazu beitragen, die Anfälligkeit für Infekte zu reduzieren. Der Stoffwechsel wird auf Hochtouren gebracht, was die Regeneration der Zellen und die allgemeine Leistungsfähigkeit des Körpers unterstützt. Zudem wirkt die Wärme entspannend auf die Psyche, reduziert Stress und kann zu einem besseren Schlaf beitragen. All diese Faktoren machen die Sauna zu einem wertvollen Bestandteil eines gesunden Lebensstils – vorausgesetzt, der Körper ist gesund und nicht bereits durch eine Krankheit geschwächt.

Schnupfen: Ursachen und Symptome im Überblick

Ob wir mit Schnupfen in die Sauna gehen können, hängt maßgeblich von dessen Ursache und dem Stadium der Erkrankung ab. Schnupfen, medizinisch als Rhinitis bezeichnet, tritt als Symptom bei verschiedenen Erkrankungen auf. In den meisten Fällen ist er jedoch Teil einer Erkältung, eines grippalen Infekts oder einer echten Grippe (Influenza). Mediziner sprechen dann von einer akuten viralen Rhinitis. Die Hauptverursacher von Schnupfen sind also Viren. Erreger wie Adeno-, Influenza- und Coronaviren werden durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Sprechen oder Husten übertragen. Dringen diese Erreger in die Nase ein, verursachen sie dort eine Entzündung der Schleimhäute.

Eine triefende Nase kann aber auch durch andere Faktoren ausgelöst werden, die nicht infektiöser Natur sind. Eine häufige Ursache ist eine allergische Reaktion, bei der die Nasenschleimhaut ebenfalls entzündet ist. Eine sogenannte allergische Rhinitis geht oft mit Schnupfen, einer rinnenden Nase und tränenden Augen einher. Auch die Reaktion auf Umweltfaktoren wie Schadstoffe in Innen- oder Außenräumen kann Schnupfen auslösen. Nicht zu vergessen sind Temperaturunterschiede (vasomotorische oder hyperreflektorische Rhinitis): Wenn wir aus der Kälte kommen und warme Räume betreten, kann dies dazu führen, dass Sekrete aus der Nase laufen, ohne dass eine Infektion vorliegt.

Ein Schnupfen ist nicht nur einfach ein Schnupfen mit einer rinnenden Nase. Er kann im Rahmen einer Erkältung sehr unangenehm sein und mit Begleitsymptomen einhergehen. In der Regel verschwindet ein infektiöser Schnupfen aber von alleine wieder. Fieber tritt bei einer einfachen Erkältung normalerweise nicht auf, bei einer Grippe (Influenza) oder einer Corona-Infektion hingegen schon. Manchmal gesellt sich zu der viralen Rhinitis auch eine bakterielle Infektion hinzu. Mediziner sprechen dann von einer Superinfektion. Sind die Nebenhöhlen der Nase ebenfalls betroffen, entsteht eine Nasennebenhöhlenentzündung.

Zu den typischen Symptomen einer virusbedingten Rhinitis gehören:

  • Kitzeln und Juckreiz in der Nase und im Nasen-Rachen-Raum
  • Niesreiz mit häufigem Niesen
  • Geschwollene und entzündete Nasenschleimhaut
  • Erschwerte Atmung durch die Nase
  • Rinnende Nase mit wässrigem Nasensekret zu Beginn, später oft schleimig-eitriges und dickeres Sekret
  • Trockenheitsgefühl in der Nase und Verstopfung im späteren Stadium der Rhinitis
  • Beeinträchtigung des Riech- und Geschmackssinns
  • Hustenreiz, Husten bei Infektionen der unteren Atemwege (z. B. Bronchitis)

Sauna bei Schnupfen: Wann ist es sicher, wann nicht?

Die entscheidende Frage ist, ob man mit Schnupfen in die Sauna gehen darf. Die Antwort hängt stark vom Stadium und den Begleitsymptomen der Erkrankung ab.

Ist eine Erkältung im Anmarsch, bemerken wir oft erste Erkältungssymptome wie ein leichtes Frösteln, ein Halskratzen oder eben Schnupfen mit einer laufenden Nase und Niesen. Fühlen wir uns in diesem Stadium trotzdem noch wohl und gesund, ist der Gang in die Sauna in den eigenen vier Wänden unter bestimmten Voraussetzungen noch in Ordnung. Dies liegt daran, dass der Körper in dieser frühen Phase noch nicht stark geschwächt ist und die Wärme als wohltuend empfinden kann. Die feuchte Wärme, insbesondere in einer Dampfsauna oder Bio-Sauna, kann die Schleimhäute befeuchten und das Atmen erleichtern. Die Temperatur sollte hierbei aber nicht zu heiß sein. Ideal wären Temperaturen zwischen 45 und 60 Grad Celsius, also deutlich niedriger als üblicherweise in einer finnischen Sauna, die Temperaturen bis 100 Grad Celsius erreichen kann. Besonders gut eignen sich eine Bio-Sauna oder eine Dampfsauna mit hoher Luftfeuchtigkeit, da die Schleimhäute hier nicht so stark austrocknen. Auf den abrupten Kältereiz nach der Sauna sollten Sie in diesem Fall verzichten. Im Vordergrund steht nun ein langsames Abkühlen (durch Thermoregulation des Körpers) und Ruhe.

Wichtig: Da laut Wissenschaftler:innen bereits ein bis zwei Tage vor den ersten Symptomen eine Ansteckungsgefahr besteht und die Ansteckung bei Ausbruch der Symptome am höchsten ist, sollte keinesfalls eine öffentliche Sauna besucht werden. Sie würden nicht nur sich selbst, sondern auch andere Saunabesucher einem unnötigen Infektionsrisiko aussetzen. Die Rücksichtnahme auf andere ist hier oberstes Gebot.

Warum Sauna bei Fieber und starken Symptomen tabu ist

Gesellen sich zu den initialen Schnupfensymptomen jedoch weitere Beschwerden wie Halsschmerzen, starker Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen hinzu, ist ein Saunabesuch absolut tabu. Und zwar so lange, bis die Symptome wieder abgeklungen sind, sich der Körper erholt hat und wir niemanden mehr per Tröpfcheninfektion anstecken können. Infektiöser Schnupfen durch Erkältungsviren ist nach Ausbruch der Beschwerden noch bis zu zwei oder drei Tage ansteckend. In dieser Zeit sollte man von einem Saunabesuch also besser absehen.

Der Grund dafür ist einfach: Bei einem viralen Infekt ist unser Immunsystem bereits voll damit beschäftigt, die eingedrungenen Viren zu bekämpfen. Das Beste, was wir bei Erkältungen tun können, ist, für ausreichend Ruhe zu sorgen und den Körper nicht zusätzlich zu belasten. Würden wir in diesem Moment in die Sauna gehen, müsste sich unser Körper zusätzlich um die Thermoregulation während der Schwitzkur kümmern. Das Wechselspiel zwischen Wärme und Kälte, der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen bei den hohen Temperaturen in der Sauna wären ein zusätzlicher Kraftakt und eine enorme Herausforderung für den bereits geschwächten Körper. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer Verschlechterung der Symptome führen, den Krankheitsverlauf verlängern oder sogar zu Komplikationen wie einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) führen, wenn der Körper überfordert wird. Eine Erkältung „ausschwitzen„ ist ein Trugschluss und kann gefährlich sein.

Wann darf ich denn wieder in die Sauna gehen?

Erst wenn die Erkältung vollständig abgeklungen ist, die Zeit der Ansteckung durch Niesen (Tröpfcheninfektion) vorbei ist und die Nase nicht mehr läuft, erst dann steht der wohltuenden Entspannung in einer Sauna nichts mehr im Weg. Gehen Sie den ersten Saunabesuch nach einer Krankheit langsam an. Dampfbäder oder eine Bio-Sauna mit niedrigeren Temperaturen wären für den Wiedereinstieg genau das Richtige, um den Körper sanft wieder an die Belastung zu gewöhnen.

Vergleich: Sauna-Typen bei Erkältungssymptomen

Die Wahl des richtigen Sauna-Typs kann einen Unterschied machen, wenn es um die Linderung von Schnupfensymptomen in den frühen Stadien geht oder um die sanfte Erholung danach. Hier eine Übersicht:

Sauna-TypTemperatur/LuftfeuchtigkeitGeeignet bei Schnupfen (frühes Stadium, privat)Warum?
Finnische Sauna80-100°C / sehr trockenNeinZu hohe Belastung für den Kreislauf, trocknet Schleimhäute stark aus.
Bio-Sauna45-60°C / 40-55% FeuchtigkeitJa (privat, nur Schnupfen)Niedrigere Temperatur und höhere Luftfeuchtigkeit schonen den Kreislauf und befeuchten die Atemwege.
Dampfbad/Dampfsauna40-50°C / 100% FeuchtigkeitJa (privat, nur Schnupfen)Sehr hohe Luftfeuchtigkeit hilft, Schleim zu lösen und befeuchtet die Atemwege optimal. Weniger Kreislaufbelastung.
Infrarotkabine35-50°C / trockenEher nein (Vorsicht)Die Tiefenwärme kann bei Entzündungen kontraproduktiv sein, obwohl die Lufttemperatur niedrig ist. Besser bei Muskelverspannungen.

Behandlung: Hilfreiche Tipps und Hausmittel bei Schnupfen

Wenn uns eine Erkältung erwischt hat, sind viel Ruhe und körperliche Schonung, ausreichend Wasser und Tee trinken und der Aufenthalt in möglichst nicht allzu trockenen Räumen die wichtigsten Maßnahmen. Mit bewährten Hausmitteln können wir außerdem verschiedene Schnupfen-Symptome lindern und dem Körper bei seiner Genesung helfen.

Hilfe aus der Natur bei Schnupfen: Dampfbäder zum Inhalieren

Gegen bestimmte Symptome wie eine verstopfte Nase und entzündete Nasenschleimhäute ist nicht nur ein Kraut gewachsen. Ätherische Öle bestimmter Heilpflanzen können zur Inhalation im Rahmen eines klassischen Dampfbads verwendet werden, eine wohltuende Wirkung entfalten und festsitzenden Schleim in Nase und Bronchien lösen. Inhalieren Sie die heißen, aufsteigenden Dämpfe und die feuchte Luft, um so die Atemwege zu befreien. Geben Sie zum heißen Wasser noch ätherische Öle von bewährten (entzündungshemmenden) Heilpflanzen hinzu, dann können Sie Ihren oberen Atemwegen zusätzlich etwas Gutes tun. Eine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung entfalten die Blüten der Kamille, aber auch Eukalyptus, Fichtennadeln, Latschenkiefer und Thymian haben diese Effekte. Bei Schnupfen allgemein sind Thymian und Quendel (Sand- oder Feldthymian) hilfreich, und bei Erkältungen können zusätzlich Lindenblüte, Königskerze, roter und weißer Wiesenklee verwendet werden.

Gut zu wissen: Für ein Dampfbad zum Inhalieren in den eigenen vier Wänden benötigst Du einen Inhalator oder alternativ eine große Schüssel, 1 Liter heißes Wasser und ein Handtuch, das Du um den Kopf legst. Und wenn Du magst, gib noch ein paar Tropfen ätherisches Öl (10 Tropfen auf 100 ml Wasser) oder eine Handvoll Heilkraut ins heiße Wasser dazu. Bei akuten Infekten inhaliere ein- bis dreimal täglich für etwa 5 bis 20 Minuten die wohltuenden heißen Dämpfe ein. Nach dem Inhalieren von heißem Wasserdampf benötigt der Körper Ruhe und Entspannung – eine halbe Stunde wäre ideal.

Weitere wirksame Hausmittel bei Schnupfen:

  • Brust einreiben und Dämpfe inhalieren: Salben mit ätherischen Ölen (Menthol und Eukalyptus) befreien beim Einatmen die oberen Atemwege und tun auch den Bronchien gut. Achten Sie auf Produkte, die für Ihre Altersgruppe geeignet sind.
  • Hühnersuppe – der Klassiker unter den Hausmitteln: Hühnersuppe wirkt und die Wirkung konnte inzwischen wissenschaftlich in einem Versuch bewiesen werden. Die Inhaltsstoffe in der Suppe blockieren bestimmte weiße Blutkörperchen, die Entzündungen und Schwellungen in den Schleimhäuten der Atemwege hervorrufen. Zudem wärmt die Suppe und versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen wie z. B. Vitaminen (Vitamin C), Eisen und Zink. Wenn Sie ein Stück Ingwer oder etwas Chili hinzufügen, verstärkt sich die entzündungshemmende Wirkung der Hühnersuppe.
  • Wohltuende Erkältungsbäder zur Entspannung und Inhalation: Diese sind auch eine gute Idee bei Erkältungen, z. B. mit Eukalyptus, Thymian oder Latschenkiefer als Badezusatz. Das warme Wasser entspannt die Muskeln, und die aufsteigenden ätherischen Dämpfe wirken befreiend auf die Atemwege.
  • Salzwasser für Nasenspülungen und zum Gurgeln sowie zum Inhalieren: Inhalieren mit Salzwasser ist ähnlich wirksam wie eine Nasendusche. Dank der reinigenden Spülung entfernen Sie so Krankheitserreger aus dem Nasen- und Rachenraum und befeuchten die Schleimhäute.
  • Vorsicht vor abschwellenden Nasentropfen und Nasensprays: Nasensprays führen zwar schnell zu einer freien Nase, um wieder besser atmen zu können. Von einer längeren Anwendung raten Mediziner:innen jedoch ab, da sich ein sogenannter „Reboundeffekt„ einstellen kann. Damit ist ein Teufelskreis gemeint, weil eine längere Anwendung von Nasensprays die Nasenschleimhäute wieder anschwellen lässt und damit die Atmung erschwert. Greifen Sie bei trockenen Schleimhäuten daher lieber zu Meersalzsprays, die sanfter wirken und nicht abhängig machen.

Ab in die Sauna: Wie Sie Erkältungen und Schnupfen vorbeugen können

Wer regelmäßig in die Sauna geht, kann viel für seine Vorbeugung von Erkältungen und seine allgemeine Gesundheit tun. Der gezielte Wechsel von Hitze und Kälte bei jedem Saunagang fordert den Körper heraus, trainiert das Immunsystem, regt den Stoffwechsel an, fördert die Durchblutung und stärkt den Kreislauf. Daher kann ein regelmäßiger Saunabesuch auch zur Vorbeugung von Erkältungen, grippalen Infekten und der echten Grippe beitragen. Es ist eine hervorragende Methode, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken und den Körper widerstandsfähiger gegen Infektionen zu machen.

Es werden ein- bis dreimal wöchentlich drei Saunagänge pro Saunabesuch empfohlen. Jeder Saunagang beginnt mit der Schwitzkur in der Sauna, in der wir die Hitze genießen, gefolgt von einer Abkühlung mit kaltem Wasser oder kalter Luft und endet mit einer Ruhepause zum Erholen und Regenerieren. Die Phase der Abkühlung nach der heißen Luft in der Sauna ist ein wichtiger Teil eines Saunagangs. Mit kalten Duschen, kalten Wasserschläuchen (Kneipp-Anwendung), Eisbecken und kalten Tauchbecken oder einfach nur mit dem Aufenthalt an der kalten frischen Luft können Kältereize gesetzt werden. Diese Kältereize bewirken eine Verengung der Blutgefäße, gefolgt von einer Erweiterung in der Ruhephase, was die Elastizität der Gefäße trainiert und die Durchblutung zusätzlich ankurbelt. Das regelmäßige Training dieses Temperaturwechsels macht den Körper unempfindlicher gegenüber plötzlichen Temperaturänderungen und stärkt die körpereigene Abwehr.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Sauna und Schnupfen

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Saunieren bei Schnupfen und Erkältung:

Kann ich mit leichtem Schnupfen in die Sauna gehen?

Ja, wenn Sie sich noch fit fühlen und nur leichten Schnupfen ohne weitere Symptome wie Fieber, Husten oder Halsschmerzen haben, können Sie unter bestimmten Bedingungen in die Sauna gehen. Dies gilt jedoch nur für die private Heimsauna. In öffentlichen Saunen besteht eine hohe Ansteckungsgefahr für andere Besucher, weshalb davon dringend abzuraten ist.

Welche Sauna-Art ist bei Schnupfen am besten geeignet?

Bei leichtem Schnupfen (und ausschließlich in der Heimsauna) eignen sich Bio-Saunen oder Dampfbäder am besten. Die Temperaturen sind dort niedriger (45-60°C bzw. 40-50°C), und die höhere Luftfeuchtigkeit hilft, die Schleimhäute feucht zu halten und das Atmen zu erleichtern.

Darf ich mit Fieber in die Sauna?

Nein, auf keinen Fall. Fieber ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Körper aktiv gegen eine Infektion kämpft. Ein Saunabesuch würde den Körper zusätzlich belasten, das Immunsystem überfordern und kann im schlimmsten Fall zu ernsthaften Komplikationen wie einer Herzmuskelentzündung führen.

Hilft Sauna, eine Erkältung „auszuschwitzen„?

Nein, das ist ein Mythos. Eine Erkältung kann nicht einfach „ausgeschwitzt„ werden. Im Gegenteil, die hohen Temperaturen in der Sauna belasten den Körper zusätzlich und können die Symptome verschlimmern, anstatt sie zu lindern. Das Immunsystem braucht Ruhe zur Genesung.

Wann ist ein Saunabesuch nach einer Erkältung wieder sicher?

Sie sollten erst wieder in die Sauna gehen, wenn alle Erkältungssymptome vollständig abgeklungen sind, Sie sich wieder fit fühlen und keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Dies ist in der Regel einige Tage nach dem Abklingen der letzten Symptome der Fall. Beginnen Sie dann langsam und bevorzugen Sie mildere Sauna-Typen.

Wie kann ich durch Saunieren Erkältungen vorbeugen?

Regelmäßiges Saunieren (1-3 Mal pro Woche mit 3 Saunagängen) trainiert das Immunsystem und stärkt die Abwehrkräfte. Der Wechsel von Hitze und Kälte fördert die Durchblutung und macht den Körper widerstandsfähiger gegen Infekte. Dies ist die effektivste Form der Vorbeugung durch Sauna.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Sauna bei Schnupfen: Wohltat oder Risiko? kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Gesundheit besuchen.

Go up