Das richtige Holz für Ihre Traumsauna

09/02/2023

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Eine Sauna ist weit mehr als nur ein beheizter Raum; sie ist ein Ort der Ruhe, Regeneration und des Wohlbefindens. Das Herzstück jeder Sauna bildet dabei das Holz – ein Material, das nicht nur für die strukturelle Integrität, sondern auch maßgeblich für das Klima, die Atmosphäre und die Ästhetik verantwortlich ist. Doch Holz ist nicht gleich Holz, und für den anspruchsvollen Saunabau sind nur ausgewählte Sorten geeignet. Diese sogenannten Saunahölzer müssen speziellen Anforderungen genügen: Sie sollten möglichst astarm sein, nicht harzen, nicht splittern und vor allem eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, um Verbrennungen zu vermeiden. In diesem umfassenden Leitfaden tauchen wir tief in die Welt der Saunahölzer ein und beleuchten, welche Arten sich am besten für Ihr persönliches Schwitzvergnügen eignen.

Was ist Holzleim und Wie funktioniert es?
Mit Holzleim können Sie Holz und Holzwerkstoffe ohne den Einsatz von Schrauben oder Nägeln miteinander verbinden. Wurde dieser früher meist aus natürlichen Substanzen wie Haut-, Leder- und Knochenabfällen hergestellt, werden in der Holzverarbeitung heute fast ausschließlich nur noch synthetische Kleber verwendet.
Inhaltsverzeichnis

Warum Holz das Herzstück jeder Sauna ist

Die Wahl des Materials für eine Sauna ist entscheidend für das gesamte Saunaerlebnis. Während mancherorts über Fliesen oder andere Materialien nachgedacht wird, bleibt Holz die unangefochtene Nummer eins. Dies liegt an einer Reihe einzigartiger Eigenschaften, die kein anderes Material in dieser Kombination bieten kann.

Die einzigartigen Eigenschaften von Saunaholz

Holz ist ein lebendiger Baustoff, der eine Fülle an positiven Merkmalen mit sich bringt, die für den Saunabau von unschätzbarem Wert sind:

Visuelle Anziehungskraft und Individualität

Jedes Stück Holz ist ein Unikat. Die Vielfalt an Maserungen, Farbtönen und Nuancen macht jede Sauna zu einem optisch reizvollen Einzelstück. Ob helle, freundliche Töne oder dunkle, edle Hölzer – die natürliche Schönheit des Holzes trägt maßgeblich zur wohligen Atmosphäre bei. Es verleiht dem Raum eine natürliche Wärme und Ästhetik, die mit künstlichen Materialien kaum zu erreichen ist.

Akustische Harmonie

Holz besitzt hervorragende schalldämmende Eigenschaften und wirkt gleichzeitig als Resonanzkörper. Dies trägt dazu bei, dass Geräusche im Saunaraum gedämpft werden und eine ruhige, entspannende Umgebung entsteht. Bei der Verwendung von Körperschalllautsprechern außerhalb der Sauna verteilt sich der Schall optimal und gleichmäßig im Innenraum, was das Entspannungserlebnis zusätzlich bereichert.

Thermische Vorteile und Sicherheit

Eine der wichtigsten Eigenschaften von Saunaholz ist seine geringe Wärmeleitfähigkeit. Im Gegensatz zu Fliesen oder Glas, die sich extrem aufheizen und die Hitze schnell abgeben, nimmt Holz Wärme nur sehr langsam auf und speichert sie. Dies ist besonders wichtig für die Sitzbänke und Rückenlehnen, wo direkter Hautkontakt besteht. So werden Verbrennungen vermieden und ein angenehmes, sicheres Gefühl gewährleistet. Selbst bei hohen Temperaturen von 100–110 °C bleibt Holz form- und hitzebeständig und verzieht sich kaum.

Hygroskopische Klimaregulation

Holz besitzt hygroskopische Eigenschaften, das heißt, es kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Dieser natürliche Feuchtigkeitsaustausch sorgt für ein ausgeglichenes und behagliches Raumklima in der Sauna. Der Saunaofen heizt die Luft auf, und die Holzwände nehmen einen Teil der Wärme und Feuchtigkeit auf, was nicht gespeichert werden kann, wird konstant in den Innenraum abgegeben. Dies trägt entscheidend zum „guten Klima“ bei, das Saunagänger so schätzen.

Die beliebtesten Holzarten für den Saunabau im Detail

Die Auswahl der richtigen Holzart ist entscheidend für die Langlebigkeit und das Wohlbefinden in Ihrer Sauna. Hier stellen wir Ihnen die gängigsten und bewährtesten Hölzer vor, die den hohen Anforderungen des Saunabetriebs gerecht werden.

Nordische Fichte: Der robuste Klassiker

Die Nordische Fichte, oft auch Polarfichte genannt, ist aufgrund ihres attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnisses und ihrer Robustheit eine der am häufigsten verwendeten Holzarten für Saunakabinen und Bausätze. Sie stammt aus den kälteren Regionen Skandinaviens, Russlands oder Polens, wo sie langsam wächst und dadurch eine besonders dichte und ebenmäßige Struktur mit engen Jahresringen entwickelt.

Eigenschaften & Vorteile der Nordischen Fichte

  • Preisgünstig: Eines der kostengünstigsten Saunahölzer.
  • Robust und stabil: Widerstandsfähig gegenüber den extremen Bedingungen in der Sauna.
  • Feinporige Struktur: Nimmt Feuchtigkeit gut auf und gibt sie kontrolliert ab.
  • Angenehmer Geruch: Verströmt einen typischen, würzigen Saunaduft, der das Ambiente bereichert.
  • Helle Optik: Das helle Holz mit seinen natürlichen Asteinschlüssen wirkt freundlich und modern.
  • Leichte Bearbeitung: Lässt sich gut hobeln und präzise verarbeiten.

Einsatzbereiche

Nordische Fichte wird aufgrund ihrer Eigenschaften und ihres Preises bevorzugt für die Wände und Decken der Saunakabine eingesetzt. Sie eignet sich sowohl für die Innen- als auch für die Außenverkleidung von Massivholzsaunen.

Wie lange hält Holz in der Sauna?
Um ihre Sauna in einem optisch ansehnlichen Zustand zu erhalten, können Sie diese Behandlung des Holzes nach etwa 2 Jahren wiederholen. Mit der Zeit kann das Holz der Sitzbänke oder der Saunawände dunkel und unan­sehn­lich werden. Mit speziellen Saunableichmitteln können Sie die Holz­ober­flächen behan­deln und aufhellen.

Unterschied zur einheimischen Fichte

Obwohl die Fichte auch in Mitteleuropa weit verbreitet ist, gilt die Nordische Fichte als qualitativ hochwertiger für den Saunabau. Dies liegt an den Wachstumsbedingungen in den kälteren Regionen, die zu einer feineren und dichteren Holzstruktur führen. Die einheimische Fichte wird in Deutschland oft als Rottanne bezeichnet und ist ebenfalls eine wichtige Baumart, doch für die spezifischen Anforderungen der Sauna ist die Nordische Fichte die bevorzugte Wahl.

Vor- und Nachteile der Nordischen Fichte

Vorteile: Guter Preis, Vielseitigkeit, schneller Nachwachs. Nachteile: Unbehandelt nicht witterungsbeständig für den Außenbereich (ohne spezielle Behandlung), mäßige Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilz- und Insektenbefall im Vergleich zu spezialisierten Hölzern.

Kanadische Hemlock: Eleganz und Langlebigkeit

Die Kanadische Hemlock-Tanne, auch bekannt als „Pacific Coast Hemlock“, stammt aus Nordamerika und ist eine beliebte Wahl für hochwertige Saunen. Sie überzeugt durch ihre helle, weiche Struktur und ihre Beständigkeit.

Eigenschaften & Daten von Hemlock

  • Farbe: Angenehme weiß-gelbliche Färbung, die dem Innenraum eine helle, moderne Optik verleiht.
  • Harzfrei: Ein großer Vorteil im Saunabau, da kein Harzaustritt zu befürchten ist.
  • Astfrei: Überwiegend astfreie Oberfläche sorgt für ein klares und elegantes Erscheinungsbild.
  • Weich und gut zu verarbeiten: Lässt sich leicht bearbeiten und hobeln.
  • Langlebig und stabil: Bietet eine lange Lebensdauer, besonders in feuchten Umgebungen.
  • Gutes Stehvermögen: Verzieht sich kaum.

Einsatz im Saunabau

Hemlock wird häufig für Decken-, Wand- und Akustikverkleidungen sowie für Innentüren und Einbaumöbel in Saunen verwendet. Besonders in Kombination mit Glasfronten verleiht Hemlock der Sauna ein elegantes und futuristisches Design.

Warum Hemlock besonders gut für den Saunabereich ist

Die Harzfreiheit, die schöne, helle Optik und die gute Verarbeitbarkeit machen Hemlock zu einem idealen Saunaholz. Es ist besonders gut für Feuchtsaunen geeignet und verleiht gewerblichen Saunen eine lange Standzeit und ein luxuriöses Erscheinungsbild. Obwohl es etwas preisintensiver ist, rechtfertigt die Qualität und Ästhetik die Investition.

Abachi: Der Spezialist für Sitzbereiche

Abachi ist eine afrikanische Baumart, die für den Saunabau unverzichtbar geworden ist, insbesondere für die Bereiche, die direkten Hautkontakt haben. Der Begriff „Abachi“ ist vorwiegend in deutschsprachigen Ländern üblich und leitet sich vom nigerianischen Namen „Obeche“ ab.

Herkunft und Besonderheiten

Abachi wächst schnell nach und ist somit eine nachhaltige Wahl. Es ist das weit verbreitetste Holz in Afrika. Obwohl es ein Tropenholz ist, sollte es nicht mit gefährdeten asiatischen Tropenhölzern verwechselt werden, da seine Beschaffung nachhaltig ist.

Wichtige Eigenschaften von Abachi Holz

  • Sehr geringe Wärmeleitfähigkeit: Nimmt Wärme extrem schlecht auf, was es ideal für Sitzbänke und Lehnen macht.
  • Sehr hell: Trägt zu einer freundlichen und offenen Saunaatmosphäre bei.
  • Harzfrei und Astfrei: Keine störenden Harzaustritte oder Splittergefahr.
  • Sehr weich: Angenehm für direkten Hautkontakt.
  • Leicht zu bearbeiten: Kann mit fast allen Werkzeugen bearbeitet werden.
  • Geringes Gewicht: Erleichtert den Bau und die Handhabung.
  • Gute Isoliereigenschaften: Trägt zur Energieeffizienz der Sauna bei.

Warum Abachi ideal für den Saunabau ist

Die Kombination aus geringer Wärmeleitfähigkeit, Harz- und Astfreiheit sowie der Splitterfreiheit macht Abachi zum perfekten Holz für Saunabänke, Rückenlehnen und Zwischenbankverkleidungen. Es sorgt dafür, dass sich Saunagänger auch bei hohen Temperaturen nicht verbrennen und der Kontakt mit dem Holz stets angenehm bleibt.

Welche Holzarten werden beim Saunabau verwendet?
Nordische Fichte wird gerne für die Wände und die Decke der Sauna verwendet. Eine weitere Holzart, welche beim Saunabau gerne verwendet wird, ist die Hemlock Tanne und zwar die kanadische Hemlock Tanne. Diese ist ein besonders weiches und helles Saunaholz, welches eine angenehme weiß-gelbliche Färbung hat..

Espe: Das harzfreie Leichtgewicht mit geringer Wärmeleitfähigkeit

Die Espe, auch Zitterpappel genannt, ist in weiten Teilen Europas verbreitet und ein schnellwachsender Baum. Sie wird aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften zunehmend im Saunabau eingesetzt.

Wuchs und Merkmale der Espe

Espen wachsen schnell und erreichen beachtliche Höhen. Ihr Holz zeichnet sich durch einen geraden, vollholzigen Stamm aus. Die Rinde ist zunächst glatt und gelbbraun, später dunkelgrau mit Längsrissen. Espe ist sehr einfach zu verarbeiten, trocken und witterungsbeständig.

Vielseitige Nutzung, besonders in der Sauna

Neben der pharmazeutischen Nutzung (Salicylsäure) ist Espenholz ein beliebter Rohstoff für verschiedene Produkte. Im Saunabau ist es aufgrund seiner feinen Optik und besonders der geringen Wärmeleitfähigkeit das klassische Saunaholz für den Innenausbau.

Vorteile für den Saunabau

  • Helle und reine Anmutung: Lässt den Raum gemütlich, warm und modern wirken.
  • Geringe Wärmeleitfähigkeit: Ideal für Sitzbänke und Liegen, um Verbrennungen zu vermeiden.
  • Harzfrei: Keine Harzaustritte, die stören oder Flecken verursachen könnten.
  • Stabilität und Formbeständigkeit: Verzieht sich kaum unter Temperatureinfluss.
  • Edles Laubholz: Bietet eine hochwertige Optik.

Thermo-Espe: Innovation für den Außenbereich

Durch eine spezielle thermische Modifikation unter Einfluss von Wasserdampf und hohen Temperaturen entsteht Thermo-Espe. Bei dieser Behandlung dampfen Harze und Extrakte aus dem Holz ab, wodurch es dauerhaft weniger wasseranziehend und widerstandsfähiger gegen Pilze und Bakterien wird. Die Färbung des Holzes verdunkelt sich dabei. Thermo-Espe eignet sich somit hervorragend für den Außenbereich der Sauna oder für exklusive Akzente im Innenraum, die einen Kontrast zu helleren Hölzern bilden.

Rot-Zeder: Aroma und natürliche Widerstandsfähigkeit

Das Holz der Rot-Zeder stammt hauptsächlich aus Kanada und Nordamerika. Es ist bekannt für seinen charakteristischen, angenehmen Geruch und seine hohe Beständigkeit.

Eigenschaften & Vorteile

  • Aromatischer Duft: Die enthaltenen Zedernöle verströmen einen natürlichen, holzigen Duft, der das Saunaerlebnis bereichert.
  • Kaum Harz: Nur minimale Harzaustritte.
  • Gleichmäßige und astfreie Oberfläche: Sorgt für eine edle Optik.
  • Feuchtigkeitsresistent: Bestens geeignet für das feuchte Klima in der Sauna.
  • Natürlicher Schutz: Die Öle wirken fungizid und insektizid, schützen also vor Schimmelpilzen und Ungeziefer.

Rot-Zeder wird oft als Profilholz verarbeitet und ist eine ausgezeichnete Wahl für Saunen, bei denen Wert auf natürliche Aromen und besondere Langlebigkeit gelegt wird.

Weitere geeignete Hölzer: Birke, Erle und Tanne

Neben den bereits ausführlich beschriebenen Holzarten gibt es weitere Optionen, die je nach Vorliebe und Budget im Saunabau Verwendung finden:

  • Birkenholz: Ein weiches, helles Holz mit einem gleichmäßig gelblich bis hellbraun-rötlichem Farbton. Es besitzt eine überwiegend gleichmäßige Fläche und eine feine, wellige Struktur, die der Sauna eine schlichte, elegante Note verleiht. Es wird auch in Form von Saunaspezialsperrholz verarbeitet.
  • Erlenholz: Besticht durch eine gleichmäßige und feine Struktur. Das helle Holz der Erle ist verzugsarm und daher ebenfalls optimal für den Saunabau geeignet. Es trägt zu einer harmonischen und beruhigenden Atmosphäre bei.
  • Tannenholz: Besonders in Österreich wird Tannenholz gerne für die Wände und Decken von Saunakabinen verwendet. Da es regional nachwächst, ist es oft preisgünstig und eine ökologisch sinnvolle Alternative. Es weist eine sehr natürliche Musterung auf, die für einen warmen und vertrauten Look sorgt.

Vergleich der wichtigsten Saunahölzer

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Eigenschaften der gängigsten Saunahölzer in einer Tabelle zusammengefasst:

HolzartHaupteinsatzbereichHarzfreiSplitterfreiWärmeleitfähigkeitBesondere Merkmale
Nordische FichteWände, Decken, AußenverkleidungNein (gering)WeitgehendMäßigPreisgünstig, robuster Saunaduft, helle Optik
Kanadische HemlockWände, Decken, exklusive VerkleidungenJaJaGeringElegante, astfreie Optik, langlebig, gut zu verarbeiten
AbachiSitzbänke, Rückenlehnen, LiegenJaJaSehr geringExtrem geringe Wärmeaufnahme, sehr weich, nachhaltig
EspeSitzbänke, Liegen, InnenverkleidungJaJaGeringHelle, reine Anmutung, formstabil, auch als Thermo-Holz
Rot-ZederWände, Decken, AkzentflächenWeitgehendJaGeringAromatischer Duft, natürliche Pilz- und Insektenresistenz

Pflege und Langlebigkeit von Saunaholz

Damit Ihre Sauna über viele Jahre hinweg eine Quelle der Freude und Entspannung bleibt, ist die richtige Pflege des Holzes essenziell. Saunaholz ist extremen Bedingungen ausgesetzt, daher ist eine angepasste Behandlung notwendig.

Behandlung: Warum unbehandelt am besten ist

Saunaholz wird grundsätzlich unbehandelt verarbeitet. Der Verzicht auf Lacke, Lasuren oder andere chemische Lösungen ist von größter Bedeutung. Diese könnten bei den hohen Temperaturen in der Sauna verdampfen und gesundheitsschädliche Dämpfe freisetzen, die die Atemwege reizen oder sogar schädigen. Das Holz wird lediglich zugeschnitten, geschliffen und passgenau verbaut, ohne jegliche Oberflächenbehandlung.

Welche Holzarten werden beim Saunabau verwendet?
Nordische Fichte wird gerne für die Wände und die Decke der Sauna verwendet. Eine weitere Holzart, welche beim Saunabau gerne verwendet wird, ist die Hemlock Tanne und zwar die kanadische Hemlock Tanne. Diese ist ein besonders weiches und helles Saunaholz, welches eine angenehme weiß-gelbliche Färbung hat..

Reinigung und Pflege – Tipps für eine langlebige Sauna

Regelmäßige Pflege trägt maßgeblich zur Langlebigkeit und Hygiene Ihrer Sauna bei:

  • Saunatuch verwenden: Legen Sie immer ein ausreichend großes Saunatuch unter sich, um Schweiß und Aufgusswasser von den Holzbänken fernzuhalten. Dies ist die einfachste und effektivste Maßnahme, um Verunreinigungen zu minimieren.
  • Gründliches Lüften: Lüften Sie die Sauna nach jedem Saunagang gründlich durch. Öffnen Sie die Tür und gegebenenfalls Fenster, um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen und der Schimmelbildung vorzubeugen.
  • Sanfte Reinigung: Verzichten Sie auf aggressive Putzmittel oder Hochdruckreiniger. Diese können das empfindliche Saunaholz beschädigen. Verwenden Sie stattdessen einen feuchten Lappen oder einen speziellen Saunareiniger, den Sie mit einem Tuch auftragen und anschließend mit klarem Wasser abwischen.
  • Schutz für ältere Saunen: Für ältere Saunen oder zur vorbeugenden Pflege können Sie spezielle Saunapflegemittel verwenden, die Paraffinöl enthalten. Diese imprägnieren das Holz, schützen es vor Schmutz und Flecken und eignen sich besonders für wärmebehandeltes Holz. Eine solche Behandlung kann etwa alle zwei Jahre wiederholt werden, um die Optik und den Schutz zu erhalten.
  • Aufhellen bei Verfärbungen: Mit der Zeit kann das Holz der Sitzbänke oder Wände durch Schweiß und Feuchtigkeit nachdunkeln. Spezielle Saunableichmittel können helfen, die Holzoberflächen aufzuhellen und ihnen wieder ein frischeres Aussehen zu verleihen. Beachten Sie stets die Gebrauchsanweisung des Herstellers.
  • Hartnäckiger Schmutz: Bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen, die sich in das Holz gesetzt haben, kann feines Schleifpapier zum Einsatz kommen, um die oberste Schicht vorsichtig abzuschleifen.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Welches Holz splittert nicht?

Holzarten wie Abachi und Espe sind bekannt dafür, nahezu splitterfrei zu sein, was sie ideal für Sitzbänke und Rückenlehnen in der Sauna macht, da hier direkter Hautkontakt besteht.

Welches Holz harzt nicht?

Abachi und Hemlock sind die bekanntesten harzfreien Holzarten, die im Saunabau eingesetzt werden. Auch Espe ist harzfrei. Dies verhindert unschöne Harzaustritte und Flecken, die bei hohen Temperaturen klebrig werden könnten.

Warum ist eine Sauna immer aus Holz?

Saunen werden aus Holz gebaut, weil es einzigartige hygroskopische Eigenschaften besitzt, die das Raumklima regulieren, Wärme nur langsam aufnimmt (verbrennungshemmend), form- und hitzebeständig ist und eine natürliche, behagliche Atmosphäre schafft. Andere Materialien wie Fliesen würden sich zu stark erhitzen und die Feuchtigkeit nicht aufnehmen können, was das Saunaklima unangenehm machen würde.

Wie lange hält Holz in der Sauna?

Die Haltbarkeit von Saunaholz hängt stark von der Holzart, der Qualität des Saunabaus und der regelmäßigen Pflege ab. Bei richtiger Auswahl der Holzarten und sorgfältiger Pflege kann eine Sauna viele Jahrzehnte halten. Hochwertige Hölzer wie Hemlock oder Rot-Zeder sind besonders langlebig. Eine regelmäßige Reinigung und Belüftung sowie der Schutz vor übermäßiger Feuchtigkeit und Schweiß tragen maßgeblich zur Lebensdauer bei.

Kann ich jedes Holz für die Sauna verwenden?

Nein, nicht jedes Holz eignet sich für den Saunabau. Es müssen spezielle Saunahölzer verwendet werden, die den extremen Bedingungen von Hitze und Feuchtigkeit standhalten. Wichtig sind Eigenschaften wie geringe Wärmeleitfähigkeit, Harz- und Splitterfreiheit sowie Formbeständigkeit. Hölzer wie Kiefer oder Buche sind aufgrund ihrer Eigenschaften (Harzen, hohe Dichte) weniger geeignet als die genannten Saunahölzer.

Was ist der Unterschied zwischen Nordischer Fichte und einheimischer Fichte?

Die Nordische Fichte wächst in kälteren Klimazonen (Skandinavien, Russland) langsamer und entwickelt dadurch eine dichtere und feinere Holzstruktur mit engeren Jahresringen als die einheimische Fichte. Dies macht die Nordische Fichte robuster, formstabiler und idealer für den Saunabau, während die einheimische Fichte oft weniger widerstandsfähig gegenüber den extremen Saunabedingungen ist.

Fazit

Die Wahl der Holzart ist ein entscheidender Schritt beim Bau oder Kauf einer Sauna. Sie bestimmt nicht nur die Optik und den Charakter Ihres Wellnessbereichs, sondern auch maßgeblich das Wohlbefinden und die Langlebigkeit der gesamten Konstruktion. Ob Sie sich für die preisgünstige und robuste Nordische Fichte entscheiden, die elegante und astfreie Kanadische Hemlock, das für Sitzbereiche ideale, wärmeabsorbierende Abachi, die helle und formstabile Espe oder die aromatische und widerstandsfähige Rot-Zeder – jede Holzart hat ihre spezifischen Vorteile.

Letztendlich ist die Entscheidung eine Frage des persönlichen Geschmacks und der gewünschten Ästhetik. Mögen Sie es modern und klar mit homogenen Oberflächen, futuristisch mit Stabprofilholz, rustikal mit Altholzflächen, ausgefallen mit dunklen Kontrasten oder traditionell mit Profilholz? Eines haben jedoch alle geeigneten Saunahölzer gemeinsam: Sie schaffen das angenehm behagliche Raumklima, von dem alle sprechen, wenn es um das Wohlempfinden beim Schwitzen geht. Denn neben dem gesundheitlichen Aspekt ist genau das der Sinn und Zweck des Saunierens: vom Alltag abzuschalten und ganz in Ruhe die angenehme und wohltuende Wärme zu genießen.

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