Wie lange dauert es bis eine Sehnenansatzentzündung heilt?

Sehnenentzündung: Ursachen, Linderung & Heilung

04/08/2022

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Unsere Sehnen sind die stillen Helden unseres Bewegungsapparates. Sie verbinden Muskeln mit Knochen und ermöglichen uns jede Bewegung, vom einfachen Griff nach der Kaffeetasse bis zum intensiven Sport. Doch wenn diese feinen Strukturen überlastet werden, kann es zu schmerzhaften Entzündungen kommen, die unseren Alltag erheblich beeinträchtigen. Eine Sehnenentzündung, auch Tendinitis genannt, oder eine Entzündung der Sehnenscheide (Tendovaginitis) kann jeden treffen und ist oft das Ergebnis unerkannter oder chronischer Überlastung. Dieser Artikel beleuchtet umfassend, was hinter diesen Beschwerden steckt, wie sie sich äußern und welche bewährten sowie innovativen Wege es zur Linderung und Heilung gibt.

Was ist eine Sehnenentzündung?
Published on Nov 20, 2013. Eine Sehnenentzündung ist eine Verletzung, die sich aufgrund von Überbeanspruchung ereignet, und tritt ein, wenn sich eine Sehne – der Strang, der Knochen und Muskel verbindet – entzündet und der Körper nicht in der Lage ist sich selbstständig zu heilen.

Ziel ist es, Ihnen ein tiefes Verständnis für die Materie zu vermitteln und praktische Anleitungen zu geben, wie Sie Schmerzen effektiv begegnen und zukünftigen Entzündungen vorbeugen können. Denn ein aktives, schmerzfreies Leben ist kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Fürsorge für Ihren Körper.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Sehnen und Sehnenscheiden? Ein Blick hinter die Kulissen

Bevor wir uns den Entzündungen widmen, ist es hilfreich zu verstehen, welche Rolle Sehnen und Sehnenscheiden in unserem Körper spielen. Stellen Sie sich Sehnen als robuste, aber flexible „Zugseile“ vor, die die Kraft Ihrer Muskeln auf die Knochen übertragen. Wenn ein Muskel sich zusammenzieht, zieht er an der Sehne, und diese Bewegung wird auf den Knochen übertragen, wodurch ein Gelenk bewegt wird. Sie bestehen aus dichtem Bindegewebe und sind extrem widerstandsfähig, aber nicht unverwundbar.

An besonders beanspruchten Stellen, wo Sehnen über Knochenvorsprünge gleiten oder starker Reibung ausgesetzt sind, sind sie von einer sogenannten Sehnenscheide umhüllt. Diese Sehnenscheide ist wie ein schützender Tunnel, der mit einer speziellen Gelenkschmiere, der Synovia, gefüllt ist. Diese Flüssigkeit reduziert die Reibung auf ein Minimum und ermöglicht es der Sehne, geschmeidig und reibungslos zu gleiten. Ohne diese schützende Hülle und die Gleitflüssigkeit wären unsere Sehnen anfällig für Verschleiß und Schäden bei jeder Bewegung. Typische Orte, an denen Sehnenscheidenentzündungen häufig auftreten, sind die Handgelenke (zum Beispiel bei intensiver Computerarbeit), die Schulter (bei Überkopfarbeiten oder Wurfsportarten), der Ellenbogen (Tennisarm, Golferellenbogen) oder auch Knie und Sprunggelenke.

Die Ursachen: Warum entzünden sich Sehnen so leicht?

Die Hauptursache für eine Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündung ist fast immer eine Überlastung oder Fehlbelastung. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen:

  • Akute Überbeanspruchung: Ein einmaliges, zu intensives Training oder eine ungewohnte körperliche Anstrengung kann die Sehnen überfordern.
  • Wiederholte, einseitige Belastungen: Dies ist besonders häufig bei berufsbedingten Tätigkeiten (z.B. Handwerker, Büroarbeit am Computer) oder bestimmten Sportarten der Fall. Die ständige, repetitive Bewegung führt zu einer kontinuierlichen Reizung der Sehne und ihrer Scheide.
  • Mangelnde Regeneration: Wenn dem Gewebe nach Belastung nicht ausreichend Zeit zur Erholung gegeben wird, können sich kleine Mikrotraumen ansammeln und zu einer Entzündung führen.
  • Falsche Technik: Beim Sport oder bei alltäglichen Bewegungen kann eine unsaubere Ausführung bestimmte Sehnen übermäßig beanspruchen. Falsches Schuhwerk beim Joggen kann beispielsweise das Sprunggelenk belasten.
  • Strukturelle Probleme: Wiederkehrende Fehlstellungen der Gelenke können ebenfalls eine Reizung der Sehnenansätze verursachen.
  • Begleiterkrankungen: Bei älteren Personen können Sehnenentzündungen auch als Begleiterscheinung von Arthrose auftreten.

Wenn diese Reize chronisch werden, kann aus einer akuten Entzündung eine chronische Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) entstehen, die deutlich hartnäckiger ist und oft längere Behandlungszeiten erfordert.

Symptome erkennen: Wie äußert sich eine Entzündung?

Die Anzeichen einer Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündung sind oft deutlich und sollten nicht ignoriert werden. Die typischen Entzündungszeichen, die Sie möglicherweise bemerken, sind:

  • Schmerz: Dies ist das Leitsymptom. Der Schmerz tritt meist bei Bewegung auf, insbesondere bei Belastung der betroffenen Sehne. Oft strahlt er in das umliegende Gewebe aus, beispielsweise vom Ellenbogen in den Unterarm oder Bizeps. Auch bei Druck auf den Sehnenansatz kann es schmerzen.
  • Schwellung: Die betroffene Stelle kann sichtbar anschwellen, da sich Flüssigkeit im entzündeten Gewebe ansammelt.
  • Rötung und Wärme: Die Haut über der entzündeten Sehne kann gerötet und wärmer als die umliegende Haut sein.
  • Funktionseinschränkung: Aufgrund der Schmerzen und Schwellung ist die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks oft eingeschränkt. Es können Verklebungen entstehen, die das Gleitvermögen der Sehne in der Sehnenscheide weiter behindern.
  • Reibegeräusche: Manchmal können bei Bewegung knirschende oder reibende Geräusche wahrgenommen werden.

Im akuten Stadium treten die Beschwerden meist bei allen Bewegungsrichtungen auf. Bei einer chronischen Entzündung können die Symptome weniger intensiv, aber dafür dauerhaft sein und es kommt zu langfristigen Veränderungen im Gewebe.

Was ist eine Sehnenentzündung?
Published on Nov 20, 2013. Eine Sehnenentzündung ist eine Verletzung, die sich aufgrund von Überbeanspruchung ereignet, und tritt ein, wenn sich eine Sehne – der Strang, der Knochen und Muskel verbindet – entzündet und der Körper nicht in der Lage ist sich selbstständig zu heilen.

Der Weg zur Heilung: Vielfältige Therapieansätze

Die Behandlung einer Sehnenentzündung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Entzündung zu reduzieren und die volle Funktion der Sehne wiederherzustellen. Es gibt verschiedene Therapieansätze, die oft kombiniert werden:

1. Sofortmaßnahmen: Ruhe und Temperaturanpassung

Zu Beginn ist Schonung das A und O. Eine gereizte Sehne braucht Zeit zur Erholung. Weitere Belastungen können den Heilungsprozess verzögern oder sogar zu schlimmeren Schäden führen. Das Ruhigstellen des Gelenks mit einer Orthese, einem Tape oder einer Bandage kann in der akutesten Phase sinnvoll sein, sollte aber nur kurzfristig erfolgen, um eine Abhängigkeit und Schwächung der körpereigenen Stabilisatoren zu vermeiden. In der akuten Phase kann Kühlung mit einer Kühlkompresse helfen, Schmerzen zu lindern und die Schwellung zu reduzieren. Bei chronischen Sehnenreizungen hingegen reagieren manche Betroffene besser auf Wärme, da dies die Durchblutung fördern kann.

2. Die entscheidende Rolle der Physiotherapie

Physiotherapie ist ein Eckpfeiler in der Behandlung von Sehnenentzündungen und Sehnenscheidenentzündungen. Sie ist darauf ausgelegt, die Heilung zu beschleunigen und die Funktion wiederherzustellen:

  • Akute Phase: Hier liegt der Fokus auf der Kontrolle der Entzündungszeichen. Es wird niemals in den Schmerz gearbeitet. Leichte Massagegriffe oder Techniken aus der Manuellen Lymphdrainage können die Ernährungssituation im betroffenen Bereich verbessern und somit die Heilung fördern.
  • Übergangs- und Chronische Phase: Wenn die akuten Beschwerden abklingen, wird an der Beweglichkeit gearbeitet. Sanfte Dehnungen der Sehne, manuelle Techniken zur Lösung von Verklebungen (z.B. Bindegewebsmassage, Faszientraining, Querfriktionen – eine spezielle Massagetechnik quer zum Faserverlauf der Sehne oder des Muskels, die die Durchblutung anregt und Verklebungen löst) und Querdehnungen kommen zum Einsatz.
  • Aktive Dehnung und Kräftigung: Aktive Dehnübungen sollten schmerzfrei durchgeführt und etwa 20 Sekunden gehalten werden, mehrfach wiederholt. Ein besonders effektiver Aspekt der physiotherapeutischen Behandlung ist das exzentrische Training. Dabei wird der Muskel langsam und kontrolliert gegen einen Widerstand verlängert, anstatt ihn zu verkürzen (wie beim herkömmlichen Krafttraining). Studien belegen die hohe Wirksamkeit dieser Trainingsform bei Sehnenentzündungen. Es stärkt die Sehne und macht sie widerstandsfähiger.
  • Ursachenforschung: Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist es, die Ursache der Fehlbelastung zu finden und zu eliminieren. Dies kann eine Analyse des Arbeitsplatzes (ergonomische Anpassungen), die Überprüfung von Sporttechniken oder die Wahl des richtigen Schuhwerks umfassen.

3. Innovative Ansätze: Die perkussive Therapie mit der Massagepistole

Ein vielversprechender und immer populärer werdender Therapieansatz ist die perkussive Therapie, oft durchgeführt mit einer Massagepistole. Diese Geräte erzeugen Stoßwellen, die tief in das Gewebe eindringen und dort heilende Prozesse anstoßen:

  • Wirkungsweise: Die energetischen Wellen durchdringen Wasser und Weichteilgewebe. Treffen sie auf entzündetes Gewebe oder sogar Kalkablagerungen in der Sehne, entladen sie ihre Energie. Dies regt die Durchblutung und den Zellstoffwechsel an, fördert die Freisetzung aktiver Eiweiße für die Regeneration, die Bildung von Stoffwechselenzymen, die Anregung des Knochenwachstums und die Bildung von neuem Gewebe sowie die Wundheilung.
  • Vorteile: Die perkussive Therapie kann die Heilung beschleunigen und Schmerzen deutlich reduzieren. Sie ist eine effektive Methode, selbst bei chronischen Beschwerden wie Fersensporn oder Kalkschulter.
  • Anwendungstipps für zu Hause (Experten-Tipps):
    • Intensität: Beginnen Sie mit einer niedrigen Stufe und geringem Druck. Steigern Sie nur, wenn Sie keine Schmerzen verspüren. Vermeiden Sie direkte Knochenvorsprünge wie Hand- oder Ellenbogengelenk.
    • Anwendung: Lockern Sie zunächst die Muskulatur rund um die entzündete Sehne. Arbeiten Sie sich dann langsam zur Sehne vor, um Verspannungen und eventuelle Verklebungen zu lösen. Bei guter Verträglichkeit können Sie den Druck und die Stufe erhöhen. Beginnen Sie mit der Längsdehnung des Gewebes, gefolgt von einer Querdehnung.
    • Dauer: Bei starken Schmerzen oder fortgeschrittener Entzündung massieren Sie nicht länger als 1 bis 3 Minuten pro Bereich. Achten Sie auf Ihr Körpergefühl. Eine behutsame Herangehensweise ist entscheidend für den Erfolg.
    • Produktauswahl: Achten Sie auf eine handliche, leise und leistungsstarke Massagepistole mit verschiedenen Aufsätzen, um flexibel auf unterschiedliche Körperbereiche eingehen zu können.

4. Medikamentöse und chirurgische Optionen

In manchen Fällen können entzündungshemmende Salben oder Medikamente (Schmerzmittel, entzündungshemmende Mittel) die Heilung unterstützen. Injektionen von Kortison oder Betäubungsmitteln direkt in den betroffenen Bereich können kurzfristig Schmerzlinderung verschaffen, sollten aber aufgrund möglicher Nebenwirkungen nur gezielt eingesetzt werden. Eine Operation wird bei Sehnenentzündungen nur selten durchgeführt und ist meist die letzte Option, wenn alle konservativen Behandlungen versagt haben. Dabei werden geschädigtes Gewebe oder Verkalkungen entfernt, oder in seltenen Fällen Sehnengewebe verpflanzt.

Heilungsdauer: Was Sie erwarten können

Die Heilungsdauer einer Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündung ist sehr individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Schwere der Entzündung, ob sie akut oder chronisch ist, die konsequente Einhaltung der Therapie und die individuelle Regenerationsfähigkeit des Körpers.

  • Akute Entzündung: Bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter Schonung sowie Therapie können akute Entzündungen innerhalb weniger Wochen (oft 2-6 Wochen) abheilen.
  • Chronische Entzündung: Chronische Sehnenentzündungen erfordern oft eine deutlich längere Behandlungszeit, die sich über mehrere Monate erstrecken kann. Hier sind Geduld und eine langfristige physiotherapeutische Begleitung entscheidend, um Verklebungen zu lösen und das Gewebe nachhaltig zu stärken.

Es ist wichtig, den Heilungsprozess nicht zu überstürzen und die Belastung nur schrittweise zu steigern, um Rückfälle zu vermeiden.

Prävention: Dem Schmerz vorbeugen

Die beste Behandlung ist immer die Vorbeugung. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie das Risiko einer Sehnenentzündung deutlich reduzieren:

  • Ergonomie am Arbeitsplatz: Achten Sie auf eine ergonomische Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes, insbesondere bei viel Computerarbeit. Richtige Sitzhaltung und die Positionierung von Tastatur und Maus können Handgelenke und Ellenbogen entlasten.
  • Richtiges Training: Vermeiden Sie eine plötzliche Steigerung der Trainingsintensität oder -dauer. Erhöhen Sie Belastungen schrittweise und achten Sie auf eine korrekte Ausführung der Übungen. Ein gutes Aufwärmen vor dem Sport und ein Cool-down danach sind essenziell.
  • Ausreichende Regeneration: Gönnen Sie Ihrem Körper genügend Ruhepausen zwischen den Belastungen, damit sich Sehnen und Muskeln erholen können.
  • Körperliche Fitness: Eine gute allgemeine Fitness und starke Muskulatur können Sehnen besser schützen und Belastungen besser abfangen.
  • Hören Sie auf Ihren Körper: Ignorieren Sie keine ersten Anzeichen von Schmerz oder Unwohlsein. Frühzeitiges Handeln kann eine Ausbreitung der Entzündung verhindern.

Vergleichstabelle: Akute vs. Chronische Sehnenentzündung

MerkmalAkute SehnenentzündungChronische Sehnenentzündung
UrsacheEinmalige, intensive ÜberlastungWiederholte, unterschwellige Fehl-/Überbelastung; unzureichende Heilung einer akuten Form
SymptomePlötzlicher, starker Schmerz; deutliche Rötung, Schwellung, Wärme; starke BewegungseinschränkungAnhaltender, oft dumpfer Schmerz; weniger ausgeprägte Entzündungszeichen; Verklebungen, Gleitstörungen; langfristige Funktionsbeeinträchtigung
HeilungsdauerMeist Wochen bis wenige MonateOft mehrere Monate bis über ein Jahr; schwieriger zu behandeln
BehandlungsschwerpunktRuhe, Kühlung, Schmerzlinderung, sanfte MobilisationGewebeumbau, Lösung von Verklebungen, Kräftigung (insbesondere exzentrisches Training), Ursachenbeseitigung

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Sehnenentzündungen

1. Was ist der Unterschied zwischen einer Sehnenentzündung und einer Sehnenscheidenentzündung?

Eine Sehnenentzündung (Tendinitis) betrifft die Sehne selbst, also die bindegewebige Struktur, die Muskeln mit Knochen verbindet. Eine Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis) hingegen ist eine Entzündung der Hülle (Sehnenscheide), die bestimmte Sehnen umgibt und das reibungslose Gleiten ermöglicht. Oft treten beide Formen gleichzeitig oder in Kombination auf, da die Entzündung einer Struktur die andere beeinträchtigen kann.

Wie macht sich eine Sehnenscheidenentzündung bemerkbar?
In der akuten Phase einer Sehnenscheidenentzündung treten Beschwerden meist bei alle Bewegungsrichtungen, als Annäherung und Dehnung der Sehne auf. Durch die Entzündung kommt es zu Veränderungen an der Sehne und der Sehnenscheide. Es entstehen Verklebungen und das Gleitvermögen der Sehne in der Sehnenscheide wird eingeschränkt.

2. Kann ich eine Sehnenentzündung selbst behandeln?

Bei ersten, leichten Symptomen können Ruhe, Kühlung und Schonung helfen. Wenn die Schmerzen jedoch anhalten, stärker werden oder die Beweglichkeit stark eingeschränkt ist, sollten Sie unbedingt einen Arzt oder Physiotherapeuten aufsuchen. Eine frühzeitige professionelle Behandlung kann eine Chronifizierung verhindern und die Heilung beschleunigen.

3. Ist Wärme oder Kälte besser bei einer Sehnenentzündung?

In der akuten Phase einer Sehnenentzündung ist Kühlung (z.B. mit Kühlpacks) meist die erste Wahl, um Schmerzen und Schwellungen zu lindern. Bei chronischen oder subakuten Beschwerden kann Wärme (z.B. durch Wärmepackungen oder Rotlicht) hilfreich sein, da sie die Durchblutung fördert und die Muskulatur entspannt. Hören Sie auf Ihren Körper – was sich gut anfühlt, ist oft das Richtige.

4. Wie lange dauert es, bis eine Sehnenentzündung heilt?

Die Heilungsdauer variiert stark. Eine akute, leichte Entzündung kann bei konsequenter Schonung und Behandlung innerhalb weniger Wochen (2-6 Wochen) abklingen. Chronische Entzündungen können jedoch Monate bis über ein Jahr in Anspruch nehmen, da hier oft tiefgreifendere Gewebeveränderungen und Verklebungen vorliegen, die eine intensivere und längerfristige Therapie erfordern.

5. Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Heilung?

Obwohl nicht direkt im Text erwähnt, kann eine entzündungshemmende Ernährung (reich an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen) den Heilungsprozess des Körpers unterstützen und Entzündungen im Allgemeinen reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung ist immer ein Plus für die allgemeine Gesundheit und Regeneration.

6. Wann sollte ich wieder Sport treiben?

Kehren Sie erst zum Sport zurück, wenn Sie schmerzfrei sind und Ihr Physiotherapeut oder Arzt grünes Licht gegeben hat. Beginnen Sie langsam und steigern Sie die Intensität schrittweise. Achten Sie genau auf die richtige Technik und ausreichend Aufwärmen, um eine erneute Überlastung zu vermeiden.

Fazit: Aktiv für Ihre Sehnen sorgen

Sehnenentzündungen sind zwar schmerzhaft und können den Alltag stark beeinträchtigen, doch mit dem richtigen Wissen und den passenden Behandlungsstrategien sind sie gut in den Griff zu bekommen. Der Schlüssel liegt in der frühzeitigen Erkennung, konsequenter Schonung und einer gezielten Therapie, die oft physiotherapeutische Maßnahmen, manuelle Techniken und in manchen Fällen auch innovative Ansätze wie die perkussive Therapie umfasst. Indem Sie die Ursachen Ihrer Beschwerden verstehen und proaktiv handeln, können Sie nicht nur akute Schmerzen lindern, sondern auch langfristig Ihre Bewegungsfreiheit und Lebensqualität erhalten. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und gönnen Sie Ihren Sehnen die Pflege und Regeneration, die sie verdienen. So bleiben Sie stark, beweglich und schmerzfrei!

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