Kann man Gelnägel einfach auswachsen lassen?

Gelnägel selbst entfernen: Ihr sanfter Heim-Guide

15/03/2022

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Gelnägel sind ein wahrer Segen für alle, die sich langanhaltend gepflegte und glänzende Nägel wünschen. Sie sehen fantastisch aus, splittern nicht und halten über Wochen hinweg makellos. Doch was passiert, wenn die Nägel nachwachsen, einreißen oder Sie einfach eine Pause wünschen und kein Termin im Nagelstudio in Sicht ist? Die gute Nachricht ist: Gelnägel selbst zu entfernen ist nicht nur möglich, sondern mit der richtigen Anleitung auch überraschend einfach und schonend. Vergessen Sie die Vorstellung, dass dies nur Profis vorbehalten ist. Mit ein wenig Geduld, den richtigen Materialien und unserem detaillierten Guide verwandeln Sie Ihre Nägel im Handumdrehen wieder in ihren natürlichen Zustand, ohne sie zu strapazieren. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Gelnägel sicher und effektiv zu Hause entfernen können.

Kann man Gelnägel einfach auswachsen lassen?
Du könntest deine Gelnägel einfach herauswachsen lassen. Das ist definitiv die schonendste Variante für deine Naturnägel und die Nagelhaut, sieht aber halt für lange Zeit nicht so schön aus. Wenn du dich dafür entscheidest, achte auf kleine Risse an der Nageloberfläche. Denn durch die könnten Keime und Bakterien eindringen.
Inhaltsverzeichnis

Gelnägel selbst entfernen mit Aceton: Die effektive Methode

Die Entfernung von Gelnägeln mit Aceton ist die gängigste und effektivste Methode, die auch in vielen professionellen Nagelstudios angewendet wird. Entgegen mancher Befürchtungen ist sie bei korrekter Anwendung nicht schädlicher als andere Prozesse und liefert zuverlässige Ergebnisse. Sie benötigen dafür keine komplizierten Geräte oder Vorkenntnisse, sondern lediglich ein paar grundlegende Utensilien und etwa 15 bis 20 Minuten Zeit. Das Geheimnis liegt im richtigen Vorgehen und dem Schutz Ihrer Haut und Nägel.

Methode 1: Die Alufolien-Wickeltechnik

Diese Methode ist besonders beliebt, da sie präzise auf jeden Nagel wirkt und die Aceton-Dämpfe minimiert. Hier ist, was Sie benötigen und wie Sie vorgehen:

Benötigte Materialien:

  • Eine grobe Feile (Körnung ca. 100/180)
  • Nagellackentferner mit Aceton (z.B. der naturally clean remover von essie)
  • 10 Stück Baumwollwattebällchen (oder spezielle Wattepads für Gelentfernung)
  • Alufolie oder Frischhaltefolie, in kleine Quadrate geschnitten (ca. 10x10 cm)
  • Nagelöl (z.B. das apricot cuticle oil von essie) oder Vaseline
  • Eine kleine Schüssel (für das Aceton)
  • Orangen- oder Rosenholzstäbchen

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Nagelhaut schützen: Beginnen Sie damit, Ihre empfindliche Nagelhaut und die umliegende Haut sorgfältig mit Nagelöl oder Vaseline zu schützen. Tragen Sie eine großzügige Schicht auf, um eine Barriere gegen das Aceton zu bilden. Dies verhindert das Austrocknen und schützt die Haut vor Irritationen.
  2. Nägel kürzen: Verwenden Sie Ihre grobe Feile, um die Spitzen Ihrer Gelnägel vorsichtig zu kürzen. Vermeiden Sie hierfür Scheren oder Nagelknipser, da diese das Gel brechen und den Naturnagel beschädigen könnten. Das Kürzen hilft, die Oberfläche für die nachfolgende Behandlung vorzubereiten.
  3. Oberste Gelschicht abtragen: Dies ist ein entscheidender Schritt. Nehmen Sie die grobe Feile und feilen Sie die glänzende Deckschicht (Top Coat) und einen Teil der Farbschicht vorsichtig ab. Ziel ist es, die Oberfläche aufzurauen, damit das Aceton besser eindringen kann. Achten Sie darauf, nicht bis zum Naturnagel zu feilen. Je mehr Gel Sie entfernen, desto schneller und effektiver wirkt das Aceton. Wechseln Sie bei Bedarf zu einer feineren Feile, sobald Sie näher am Naturnagel sind, um Beschädigungen zu vermeiden.
  4. Gut einweichen: Füllen Sie eine kleine Schüssel mit dem acetonhaltigen Nagellackentferner. Tränken Sie jedes der 10 Baumwollwattebällchen vollständig im Aceton, bis sie gesättigt sind. Wattebällchen sind hier Wattepads vorzuziehen, da sie mehr Flüssigkeit aufnehmen und direkteren Kontakt zum Nagel herstellen können. Sorgen Sie während dieses Schrittes für gute Belüftung, indem Sie Fenster öffnen, um Aceton-Dämpfe zu vermeiden.
  5. Richtig verpacken: Legen Sie auf jeden Ihrer Fingernägel ein getränktes Wattebällchen. Achten Sie darauf, dass das Bällchen den gesamten Gelnagel bedeckt. Wickeln Sie dann jede Fingerspitze fest mit einem Stück Alufolie ein, um das Wattebällchen an Ort und Stelle zu halten und das Aceton am Verdunsten zu hindern. Die Folie sollte fest sitzen, aber nicht abschnüren. Ein leicht warmes Gefühl an den Fingerspitzen ist normal und zeigt an, dass das Aceton seine Wirkung entfaltet.
  6. Einwirken lassen: Lassen Sie das Ganze nun für etwa 15 Minuten einwirken. Diese Zeit ist entscheidend, damit das Aceton das Gel ausreichend aufweichen kann. Nutzen Sie die Wartezeit zur Entspannung – schauen Sie Ihre Lieblingsserie, hören Sie Musik oder einen Podcast. Wichtig ist, die Hände möglichst ruhig zu halten.
  7. Gel entfernen und Nägel pflegen: Nach der Einwirkzeit ziehen Sie die Alufolie samt Wattebällchen vorsichtig von den Nägeln ab. Der Großteil des Gels sollte nun weich sein und sich leicht ablösen lassen. Reiben Sie sanft mit dem Wattebällchen über den Nagel, um aufgeweichte Reste zu entfernen. Verbleibende Gelreste können Sie vorsichtig mit einem Orangen- oder Rosenholzstäbchen von der Nagelhaut zur Nagelspitze hin abschieben. Arbeiten Sie hierbei stets mit äußerster Vorsicht, um den Naturnagel nicht zu beschädigen.

Methode 2: Die Einweich-Methode (Wasserbad)

Diese Methode ist eine Variante der Aceton-Entfernung, bei der das Aceton leicht erwärmt wird, was die Einwirkzeit oft verkürzen und die Effektivität steigern kann. Sie benötigen hierfür zusätzlich zwei Schüsseln.

Benötigte Materialien:

  • Alle Materialien von Methode 1, außer der Alufolie.
  • Zwei Schüsseln, eine etwas größer als die andere.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Vorbereitung wie gehabt: Schützen Sie Ihre Nagelhaut und kürzen sowie feilen Sie die oberste Gelschicht ab, genau wie bei der Alufolien-Methode (Schritte 1-3).
  2. Wasserbad vorbereiten: Füllen Sie die größere Schüssel mit warmem Wasser.
  3. Aceton erwärmen: Geben Sie den acetonhaltigen Nagellackentferner in die kleinere Schüssel. Stellen Sie diese kleinere Schüssel vorsichtig in die größere Schüssel mit warmem Wasser. Das Wasserbad erwärmt das Aceton sanft, ohne dass es zu heiß wird.
  4. Einweichen der Nägel: Tauchen Sie Ihre vorbereiteten Finger für etwa 10 bis 15 Minuten in das erwärmte Acetonbad. Achten Sie darauf, dass nur die Nägel und nicht die Haut direkt im Aceton liegen, obwohl die zuvor aufgetragene Nagelöl- oder Vaselineschicht hier schützend wirkt.
  5. Gel entfernen: Während des Einweichens werden sich die Ränder des Gels allmählich lösen. Wenn das Gel weich genug ist, können Sie es vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen vom Naturnagel schieben. Gehen Sie dabei behutsam und ohne zu viel Druck vor.

Gelnägel selbst entfernen ohne Aceton: Schonende Alternativen

Obwohl Aceton eine sehr effektive Methode ist, möchten manche lieber darauf verzichten. Es gibt tatsächlich einige acetonfreie Alternativen, die sanfter zu Nägeln und Haut sein können, auch wenn sie manchmal mehr Geduld erfordern. Wichtig ist zu wissen, dass herkömmlicher acetonfreier Nagellackentferner nicht stark genug ist, um Gelnägel zu lösen, da diese unter UV-Licht aushärten und eine sehr robuste Struktur bilden.

Methode 3: Gelnägel herauswachsen lassen

Dies ist zweifellos die schonendste Methode für Ihre Naturnägel und die Nagelhaut, da sie keinerlei chemische oder mechanische Einwirkung erfordert. Der Nachteil ist jedoch die Ästhetik, da der Übergang zwischen dem nachwachsenden Naturnagel und dem Gel mit der Zeit sichtbar wird. Wenn Sie sich für diese Methode entscheiden, ist es wichtig, auf kleine Risse oder Absplitterungen im Gel zu achten, da diese Eintrittspforten für Keime und Bakterien sein könnten. Pflegen Sie den Ansatz regelmäßig mit Nagelöl, um den nachwachsenden Nagel zu stärken.

Methode 4: Gelnägel mit Hausmitteln entfernen (Essig und Zitrone)

Einige natürliche Lösungsmittel können helfen, Gelnägel aufzuweichen. Eine beliebte Kombination ist Essig und Zitrone. Diese Methode ist sanfter als Aceton, erfordert aber oft mehr Geduld und ist möglicherweise nicht für alle Gelformulierungen gleich wirksam.

Benötigte Materialien:

  • 2 kleine Schalen
  • Essig (weißer Essig oder Apfelessig)
  • Mehrere Baumwollwattebällchen
  • Ein Schuss Zitronensaft
  • Rosenholzstäbchen

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Vorbereitung: Weichen Sie Ihre Nägel zunächst für etwa 15 Minuten in einer Schale mit warmem Wasser ein. Dies hilft, das Gel leicht zu erweichen und die Nägel auf die Behandlung vorzubereiten.
  2. Mischung zubereiten: Mischen Sie in der zweiten Schüssel Essig mit einem Schuss Zitronensaft. Die Menge sollte ausreichen, um alle 10 Wattebällchen zu tränken und auf Ihre Nägel zu legen.
  3. Wattebällchen tränken: Tränken Sie die Baumwollwattebällchen gründlich in der Essig-Zitronen-Mischung.
  4. Auflegen und einwirken lassen: Legen Sie die vollgesogenen Wattebällchen auf Ihre Gelnägel und üben Sie dabei leichten Druck aus. Lassen Sie die Mischung für eine längere Zeit einwirken, idealerweise 20-30 Minuten oder sogar länger, je nachdem, wie hartnäckig das Gel ist.
  5. Gel entfernen: Wenn das Gel ausreichend aufgeweicht ist, können Sie es vorsichtig mit einem Rosenholzstäbchen vom Naturnagel schieben. Auch hier gilt: Gehen Sie behutsam vor, um den Nagel nicht zu beschädigen.

Methode 5: Gelnägel mit Rosenholzstäbchen entfernen (Notfallmethode)

Diese Methode sollte nur im absoluten Notfall angewendet werden, da sie das höchste Risiko birgt, Ihren Naturnagel zu beschädigen. Wenn Sie beispielsweise dringend einen Termin haben und Ihr Nagelstudio keine Kapazitäten hat, könnte dies eine letzte Option sein. Für diese Methode benötigen Sie lediglich Nagelöl und ein Rosenholzstäbchen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Lockere Stelle finden: Üben Sie leichten Druck auf Ihren Fingernagel aus und versuchen Sie, eine Stelle zu finden, an der sich das Gel bereits leicht vom Naturnagel gelöst hat. Dies ist oft am Nagelrand oder an der Nagelspitze der Fall.
  2. Einreiben mit Nagelöl: Reiben Sie den Nagel großzügig mit Nagelöl (z.B. apricot nail & cuticle oil von essie) ein. Das Öl hilft, das Gel geschmeidiger zu machen und den Entfernungsprozess zu erleichtern. Drücken Sie dabei weiterhin vorsichtig gegen den Nagel.
  3. Vorsichtig schieben: Nehmen Sie Ihr Rosenholzstäbchen zur Hand und versuchen Sie, den Gellack vorsichtig und mit sehr wenig Druck vom Nagel zu schieben. Arbeiten Sie immer in Richtung der Nagelspitze. Versuchen Sie niemals, das Gel abzureißen oder abzuziehen, da dies Schichten Ihres Naturnagels mitreißen kann.
  4. Reste entfernen: Verwenden Sie zum Abschluss einen Buffer, um eventuelle Gelreste vorsichtig zu glätten und die Nageloberfläche zu polieren.

Was Sie beim Gelnägel selbst entfernen unbedingt vermeiden sollten

Gelnägel sind aufgrund ihrer Aushärtung unter UV-Licht extrem widerstandsfähig. Dies ist der Grund, warum sie so langlebig sind, aber auch, warum sie sich nicht wie gewöhnlicher Nagellack mit einfachem Entferner lösen lassen. Es gibt einige Methoden, die Sie unbedingt vermeiden sollten, da sie Ihre Naturnägel und die Nagelhaut schwer schädigen können:

  • Abziehen oder Abkratzen: Dies ist die größte Sünde! Wenn Sie versuchen, das Gel einfach abzuziehen oder abzukratzen, reißen Sie unweigerlich Schichten Ihres Naturnagels mit ab. Dies führt zu dünnen, brüchigen und empfindlichen Nägeln, die lange brauchen, um sich zu erholen.
  • Aggressives Feilen: Während das Abfeilen der oberen Gelschicht notwendig ist, sollten Sie niemals so aggressiv feilen, dass Sie den Naturnagel erreichen oder gar beschädigen. Eine zu grobe Feile oder zu viel Druck kann tiefe Rillen hinterlassen.
  • Schneiden oder Knipsen: Gelnägel sind zu hart, um sie mit einer Schere oder einem Nagelknipser zu schneiden. Dies kann dazu führen, dass das Gel unkontrolliert bricht und den Naturnagel schwer verletzt.
  • Verwendung von acetonfreiem Nagellackentferner: Wie bereits erwähnt, ist dieser nicht stark genug, um das unter UV-Licht gehärtete Gel zu lösen. Sie würden nur Zeit und Produkt verschwenden, ohne ein Ergebnis zu erzielen.

Hände weg von diesen Methoden! Ihr Ziel sollte immer sein, das Gel sanft zu lösen und nicht gewaltsam zu entfernen.

Die richtige Pflege nach dem Gelnägel entfernen

Unabhängig davon, welche Methode Sie zur Entfernung Ihrer Gelnägel gewählt haben, ist es wichtig zu wissen, dass der Prozess die Nägel und die Nagelhaut strapazieren kann. Besonders das 15-minütige „Bad“ im Aceton kann die Nägel austrocknen und sie vorübergehend brüchiger und poröser erscheinen lassen. Eine intensive Pflege danach ist daher unerlässlich, um die Nägel zu regenerieren und ihre Stärke wiederherzustellen. Es muss kein aufwendiges Home-Spa sein; schon ein paar gezielte Handgriffe machen einen großen Unterschied:

  • Reichhaltige Handcreme täglich: Verwöhnen Sie Ihre Hände und Nägel mehrmals täglich mit einer feuchtigkeitsspendenden Handcreme. Dies hilft, die Haut geschmeidig zu halten und den Nägeln die notwendige Feuchtigkeit zurückzugeben.
  • Regelmäßiges Nagelöl: Massieren Sie Nagelöl nicht nur in die Nagelhaut, sondern auch auf den gesamten Nagel. Nagelöl nährt und stärkt die Nägel, macht sie geschmeidiger und widerstandsfähiger gegen Bruch und Splittern. Dies ist besonders wichtig nach der Aceton-Behandlung.
  • Buffer verwenden: Ein Buffer kann helfen, leichte Unebenheiten oder Rillen auf der Nageloberfläche zu glätten, die nach dem Entfernen des Gels sichtbar werden können. Er poliert den Nagel sanft und förft die Durchblutung des Nagelbetts, was das Wachstum kräftigerer Nägel unterstützen kann.
  • Primer und Base Coat als Schutz: Wenn Sie Ihre Nägel wieder lackieren möchten, ist ein Primer oder ein Base Coat unerlässlich. Ein Primer bereitet den Nagel auf den Lack vor, während ein Base Coat eine schützende Barriere zwischen Ihrem Naturnagel und dem Farblack bildet. Dies verhindert unschöne Verfärbungen und schützt den Nagel zusätzlich vor den Inhaltsstoffen des Farblacks. Produkte wie der strong start von essie eignen sich hervorragend. Diesen Schutz sollten Sie auch unter gewöhnlichem Nagellack verwenden.
  • Gönnen Sie Ihren Nägeln eine Pause: Lassen Sie Ihre Nägel nach dem Entfernen des Gels für einige Tage oder Wochen „atmen“. Verzichten Sie auf Nagellack und intensive Behandlungen, um ihnen Zeit zur Erholung zu geben.

Vergleich der Gelnägel-Entfernungsmethoden

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, welche Methode für Sie die richtige ist, haben wir die wichtigsten Ansätze in einer Vergleichstabelle zusammengefasst:

MethodeEffektivitätSchonung des NagelsBenötigte ZeitBenötigte MaterialienRisiken
Aceton-Wickel (Alufolie)Sehr hochMäßig (bei gutem Hautschutz)Ca. 15-20 Min.Aceton, Watte, Alufolie, Feile, Nagelöl, HolzstäbchenAustrocknung der Haut/Nägel bei unzureichendem Schutz
Aceton-Einweich (Wasserbad)Sehr hochMäßig (bei gutem Hautschutz)Ca. 10-15 Min.Aceton, 2 Schüsseln, Feile, Nagelöl, HolzstäbchenAustrocknung der Haut/Nägel bei unzureichendem Schutz
Herauswachsen lassen100% (auf lange Sicht)Sehr hochMehrere Wochen/MonateKeine speziellenÄsthetische Nachteile, Rissbildung im Übergang
Essig & ZitroneMäßig bis gutHoch (natürlicher)Ca. 20-30+ Min.Essig, Zitrone, Watte, Schüsseln, HolzstäbchenLängere Einwirkzeit, evtl. nicht für alle Gele wirksam
Rosenholzstäbchen (Notfall)Gering (nur bei gelösten Stellen)Sehr geringVariabelNagelöl, Holzstäbchen, BufferHohes Risiko der Naturnagelbeschädigung

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Gelnägel-Entfernung

Kann man Gelnägel einfach auswachsen lassen?

Ja, das ist möglich und die schonendste Methode für Ihre Naturnägel. Allerdings kann es mehrere Wochen oder Monate dauern, bis das Gel vollständig herausgewachsen ist, und der Ansatz kann unschön aussehen. Achten Sie darauf, dass keine Risse im Gel entstehen, durch die Schmutz oder Bakterien eindringen könnten.

Ist Aceton schädlich für meine Nägel?

Aceton kann die Nägel und die Nagelhaut austrocknen, ist aber bei korrekter Anwendung und anschließender intensiver Pflege nicht dauerhaft schädlich. Der Schlüssel liegt im Schutz der Haut vorab mit Öl oder Vaseline und einer reichhaltigen Nachpflege, um die Feuchtigkeit wiederherzustellen.

Wie lange dauert es, Gelnägel selbst zu entfernen?

Die reine Einwirkzeit mit Aceton beträgt etwa 10-20 Minuten. Mit Vorbereitung und Nachpflege sollten Sie insgesamt etwa 30-45 Minuten einplanen. Acetonfreie Methoden wie Essig und Zitrone können länger dauern.

Kann ich Gelnägel einfach abziehen oder abkratzen?

Nein, das sollten Sie auf keinen Fall tun! Gelnägel haften sehr stark am Naturnagel. Wenn Sie sie abziehen oder abkratzen, reißen Sie unweigerlich Schichten Ihres Naturnagels mit ab, was zu dünnen, brüchigen und extrem empfindlichen Nägeln führt, die lange zur Regeneration brauchen.

Warum hält mein Gel so hartnäckig?

Gelnägel werden unter UV- oder LED-Licht ausgehärtet, wodurch eine sehr feste und widerstandsfähige Schicht entsteht. Dies macht sie langlebig, aber auch schwer zu entfernen. Herkömmlicher Nagellackentferner ist daher nicht in der Lage, diese feste Struktur aufzulösen.

Muss ich nach dem Entfernen der Gelnägel eine Pause einlegen?

Es ist ratsam, den Nägeln nach der Entfernung eine kurze Pause zu gönnen, besonders wenn sie sich trocken oder brüchig anfühlen. Eine intensive Pflege mit Nagelöl und Handcreme in dieser Zeit hilft den Nägeln, sich zu erholen und zu stärken, bevor Sie sie erneut lackieren.

Gelnägel selbst zu entfernen, ist mit unserer Anleitung kein Hexenwerk mehr. Mit den richtigen Techniken und der nötigen Sorgfalt können Sie Ihre Nägel zu Hause pflegen und ihnen die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdienen. Denken Sie immer daran: Sanftheit ist der Schlüssel, um Ihre Naturnägel zu schützen und ihre Gesundheit zu bewahren. So können Sie sich jederzeit über wunderschön gepflegte Hände freuen, ganz ohne den Gang ins Nagelstudio.

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