Wie gefährlich ist eine Sauna?

Sauna bei Erkältung: Ja oder Nein?

22/07/2026

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Der Wunsch, eine Erkältung schnell zu überwinden und sich wieder fit zu fühlen, ist nur allzu verständlich. Oftmals wird die Sauna als Wundermittel für die Gesundheit gepriesen, doch was passiert, wenn man mit einer Schniefnase, Husten oder gar Fieber in die Hitze geht? Ist das ein kluger Schritt zur Genesung oder birgt es unkalkulierbare Risiken? Diese Frage beschäftigt viele, die die wohltuende Wirkung der Sauna schätzen, aber auch ihre Gesundheit nicht aufs Spiel setzen möchten. In diesem ausführlichen Artikel beleuchten wir, wie Ihr Körper auf eine Erkältung reagiert, welche verschiedenen Saunaarten es gibt und welche physiologischen Prozesse beim Saunieren ablaufen. Vor allem aber klären wir, wann die Sauna eine unterstützende Rolle spielen kann und wann sie strikt zu meiden ist, um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

Welche Vorteile bietet eine Sauna bei akuter Erkältung?
Auch wenn ein Saunabesuch bei akuter Erkältung nicht zu empfehlen ist, so verfügt die Sauna über viele Eigenschaften, die sich langfristig positiv auf Deine Gesundheit auswirken können. Die wohltuende Wirkung der Sauna auf Körper und Geist ist bereits seit Jahrhunderten bekannt und inzwischen auch durch Studien belegt.
Inhaltsverzeichnis

Was passiert im Körper bei einer Erkältung?

Erkältungen sind weit verbreitet und können uns ordentlich aus der Bahn werfen. Eine verstopfte Nase, ein kratzender Hals, Kopfschmerzen und allgemeine Müdigkeit sind typische Begleiterscheinungen, die uns schlapp und energielos fühlen lassen. Oftmals fühlen wir uns mit einer Erkältung müde und matt, jede noch so kleine Anstrengung scheint uns mehr abzuverlangen als gewöhnlich. Eine Erkältung kann uns wirklich aus dem Gleichgewicht bringen und das Gefühl vermitteln, unser Körper arbeite gegen uns.

Doch was genau geschieht in unserem Inneren, wenn wir von einer Erkältung heimgesucht werden? Nun, der Beginn einer Erkältung ist oft ein Schnupfen, der durch eine Infektion der oberen Atemwege verursacht wird. Diese Infektion wird normalerweise durch Viren hervorgerufen, die sich in den Schleimhäuten unserer Nase und des Rachens festsetzen. Dies führt dazu, dass unsere Nasenschleimhaut anschwillt und vermehrt Schleim produziert – die Ursache für eine verstopfte Nase und das ständige Bedürfnis zu niesen.

Die Viren sind jedoch nicht auf die Nase beschränkt; sie können auch die Zellen in unserer Lunge angreifen, was zu Entzündungen führt und unseren Hustenreiz verstärkt. Gleichzeitig fährt unser Immunsystem seine Abwehrmechanismen hoch und produziert vermehrt weiße Blutkörperchen, um gegen die Infektion anzukämpfen. Dieser intensive Kampf des Körpers kann zu der typischen Müdigkeit, Abgeschlagenheit und sogar Schüttelfrost führen, da der Organismus all seine Energie in die Bekämpfung der Erreger steckt.

Zudem setzt unser Körper bei einer Erkältung vermehrt Histamin frei, eine Substanz, die Entzündungen und Schwellungen im Körper verursachen kann. Das erklärt, warum unsere Augen tränen und unsere Nasen- und Nebenhöhlen anschwellen und schmerzen. Doch keine Sorge, unser Körper ist ein Meister im Kampf gegen solche Infektionen! Indem wir ihn unterstützen – durch reichlich Flüssigkeitszufuhr, viel Ruhe und das Warmhalten des Körpers – können wir die Erkältung schneller überwinden und unseren Körper wieder ins Gleichgewicht bringen.

Welche verschiedenen Saunaarten gibt es?

Wenn Sie ein Saunaliebhaber sind und die vielfältigen Möglichkeiten des Saunierens erkunden möchten, steht Ihnen eine breite Palette an Optionen zur Verfügung. Jede Saunaart bietet ein einzigartiges Erlebnis und spezifische Vorteile. Ein Blick auf die verschiedenen Typen hilft, die richtige Wahl für Ihre Bedürfnisse zu treffen – insbesondere, wenn es um das Saunieren bei oder zur Vorbeugung einer Erkältung geht.

Die wohl bekannteste und traditionellste Saunaart ist die Finnische Sauna. Sie ist für ihre hohen Temperaturen von etwa 80-100°C und ihre trockene Hitze bekannt. Diese Bedingungen fördern ein intensives Schwitzen, welches hilft, Giftstoffe aus dem Körper auszuschwemmen und den Kreislauf zu trainieren. Eine Fasssauna, insbesondere die Variante mit einem Holzofen, wird klassischerweise als finnische Sauna genutzt und bietet ein authentisches Saunaerlebnis.

Eine andere beliebte Saunaart ist die Infrarotsauna. Anders als bei der finnischen Sauna erwärmen hier Infrarotstrahlen den Körper direkt und nicht primär die Raumluft. Die Temperaturen in der Infrarotsauna sind mit etwa 40 bis 60°C deutlich niedriger. Diese Sauna eignet sich besonders gut für Personen, die hohe Temperaturen nicht gut vertragen oder empfindliche Haut haben, da die Wärme sanft und tiefenwirksam ist, ohne den Kreislauf stark zu belasten.

Eine weitere Option ist die Bio-Sauna, auch als Soft-Sauna bezeichnet. Bei dieser Saunaart werden niedrigere Temperaturen von etwa 50-60°C verwendet, kombiniert mit einer höheren Luftfeuchtigkeit (ca. 40-55%). Dies bietet eine sanftere und angenehmere Saunaerfahrung, die für Menschen geeignet ist, die die intensive Hitze einer finnischen Sauna als zu stark empfinden. Zu Hause können Sie eine Fasssauna mit Elektroofen als Bio-Sauna nutzen, indem Sie den Elektroofen mit einem Verdampfer kombinieren, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Das Dampfbad schließlich ist eine weitere beliebte Option, die sich durch ihre sehr hohe Luftfeuchtigkeit auszeichnet. Bei einem Dampfbad wird heißes Wasser auf heiße Steine gegossen, um dichten Dampf zu erzeugen. Die Temperatur liegt normalerweise zwischen 40-50°C und die Luftfeuchtigkeit ist nahezu 100%. Dies ermöglicht eine tiefere Durchdringung der Haut und wirkt sich besonders positiv auf die Atemwege aus, da der warme, feuchte Dampf Schleimhäute befeuchtet und das Abhusten erleichtert.

Vergleich der Saunaarten

SaunaartTemperatur (°C)Luftfeuchtigkeit (%)Besondere Merkmale & Wirkung
Finnische Sauna80-10010-30Trockene Hitze, intensives Schwitzen, starker Kreislaufreiz, Entgiftung.
Infrarotsauna40-60GeringDirekte Tiefenwärme, muskelentspannend, schonend für Herz und Kreislauf.
Bio-Sauna50-6040-55Milder als Finnische Sauna, höhere Luftfeuchtigkeit, entspannend, gut für Anfänger.
Dampfbad40-5090-100Sehr hohe Feuchtigkeit, wohltuend für Atemwege, hautreinigend, schleimlösend.

Was passiert im Körper beim Saunieren?

Das Saunieren bietet eine Vielzahl positiver Wirkungen auf den menschlichen Körper, die es zu einer beliebten Praxis für Gesundheit und Wohlbefinden machen. Die physiologischen Reaktionen, die durch die Wärme und den anschließenden Kältereiz ausgelöst werden, sind komplex und tragen maßgeblich zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte bei.

Eine der primären Wirkungen ist die verbesserte Durchblutung. Durch die hohe Wärme in der Sauna erweitern sich die Blutgefäße, was den Blutfluss im gesamten Körper fördert. Dies ermöglicht es Abwehrzellen, schneller zu potenziell infizierten Bereichen zu gelangen und die Immunantwort zu verstärken. Die gesteigerte Durchblutung versorgt zudem die Zellen besser mit Sauerstoff und Nährstoffen und beschleunigt den Abtransport von Stoffwechselabfällen.

Zudem kann das regelmäßige Saunieren die Produktion von weißen Blutkörperchen stimulieren, die eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern spielen. Diese Zellen sind die „Soldaten“ unseres Immunsystems, und eine erhöhte Anzahl sowie Aktivität dieser Zellen bedeutet eine stärkere Verteidigungslinie gegen Viren und Bakterien. Dadurch wird das Immunsystem nachhaltig gestärkt und der Kampf gegen Erkältungsviren effektiv unterstützt.

Ein weiterer signifikanter Vorteil des Saunierens, insbesondere in einer Dampfsauna oder einer Bio-Sauna, ist die Erweiterung und Befeuchtung der Atemwege. Die geringere Hitze und der hohe Dampfgehalt können verstopfte Atemwege öffnen und helfen, zähen Schleim zu lösen und den Schnupfen zu lindern. Dies bringt eine oft sofortige, wenn auch vorübergehende, Erleichterung bei verstopfter Nase und Husten, indem die Schleimhäute beruhigt und gereinigt werden.

Darüber hinaus fördert das starke Schwitzen in der Sauna die Ausscheidung von Giftstoffen und Stoffwechselprodukten aus dem Körper über die Haut. Dieser Entlastungsprozess trägt zur Reinigung des Organismus bei und kann dem Körper helfen, sich schneller von Krankheitserregern wie Viren und Infekten zu erholen, da weniger Abfallprodukte im System verbleiben.

Neben den körperlichen Vorteilen hat das Saunieren auch tiefgreifende positive Auswirkungen auf die mentale Gesundheit. Der Saunabesuch führt oft zu tiefer Entspannung und hilft beim Stressabbau. Dies ist von großer Bedeutung, da chronischer Stress das Immunsystem erheblich schwächen und den Körper anfälliger für Krankheiten machen kann. Eine entspannte Psyche unterstützt somit ein stärkeres Abwehrsystem.

Nicht zuletzt kann das Saunieren zu einer besseren Schlafqualität beitragen. Die tiefe Muskelentspannung, die durch die Wärme gefördert wird, unterstützt einen erholsamen und tieferen Schlaf, was wiederum entscheidend für die Genesung und Regeneration des Körpers während einer Erkältung ist. Ein ausgeruhter Körper ist besser in der Lage, sich selbst zu heilen.

Sauna bei Erkältung: Eine Abwägung der Argumente

Die Frage, ob ein Saunagang bei einer Erkältung sinnvoll ist, ist komplex und erfordert eine sorgfältige Abwägung. Es gibt Argumente, die dafürsprechen, aber auch gewichtige Gründe, die dagegenhalten. Entscheidend ist der individuelle Gesundheitszustand und die Schwere der Erkältung.

Argumente für den Saunabesuch mit Erkältung

Ein Saunagang kann unter sehr spezifischen Bedingungen und bei bestimmten Erkältungssymptomen einige Vorteile bieten. Wenn Sie ein trainierter, regelmäßiger Saunagänger sind und lediglich unter sehr leichten, beginnenden oder bereits abklingenden Symptomen wie einem leichten Schnupfen oder einem minimalen Kratzen im Hals leiden (ohne Fieber oder starke Abgeschlagenheit), kann die Sauna unterstützend wirken.

Durch die Wärme in der Sauna wird die Durchblutung im Körper gefördert. Dies kann dazu beitragen, dass Abwehrzellen des Immunsystems schneller zu den betroffenen Stellen gelangen, was die Immunantwort des Körpers stärken und den Kampf gegen die Erkältung unterstützen könnte. Zusätzlich kann das Schwitzen in der Sauna helfen, Giftstoffe und Stoffwechselprodukte aus dem Körper auszuscheiden. Dabei werden über die Haut schädliche Stoffe ausgeschieden, was den Heilungsprozess potenziell beschleunigen kann.

Insbesondere Saunatypen mit höherer Luftfeuchtigkeit wie die Bio-Sauna oder das Dampfbad können bei milden Atemwegssymptomen wohltuend wirken. Der warme, feuchte Dampf befeuchtet die Schleimhäute, kann verstopfte Atemwege öffnen und festsitzenden Schleim lösen, was eine vorübergehende Erleichterung bei Schnupfen und Husten verschafft. Die entspannende Wirkung des Saunierens hilft zudem, Stress abzubauen, was das Immunsystem indirekt stärken kann.

Argumente gegen den Saunabesuch mit Erkältung

Trotz der genannten potenziellen Vorteile überwiegen bei einer ausgeprägten Erkältung die Risiken eines Saunabesuchs deutlich. Eine Erkältung bedeutet bereits erheblichen Stress für Ihr Immunsystem und Ihren gesamten Organismus. Ihr Herz schlägt viel schneller als sonst, Ihr Kreislauf ist stark beansprucht, um die Infektion zu bekämpfen und die Körpertemperatur zu regulieren.

Wenn Sie nun in die Sauna gehen, insbesondere in eine finnische Sauna mit 80-100°C Lufttemperatur, versucht Ihr Körper zusätzlich, eine Überhitzung, ein „Kochen“, zu vermeiden. Die Körpertemperatur erhöht sich zwar nur um 1-2°C, aber diese zusätzliche Belastung für den Kreislauf ist enorm. Die Gefahr ist groß, dass Ihr Kreislauf zusammenklappt oder die Erkältung sich verschlimmert und Komplikationen wie eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auftreten.

Zudem kann es schwierig sein, in einer heißen, trockenen finnischen Sauna mit verstopfter Nase richtig zu atmen. Die Hitze und der Dampf können die Schleimhäute zusätzlich reizen und die Nasenwege noch mehr verstopfen. Eine sehr starke Abkühlung nach dem Saunagang, wie eine sehr kalte Dusche oder das Tauchen in ein Eisbecken, kann ebenfalls problematisch sein, da der plötzliche Temperaturwechsel die Schleimhäute stimuliert und dazu führen kann, dass sich die Nase noch stärker verstopft.

Diese zusätzliche Belastung kann die Erkältung verschlimmern und die Genesung verzögern. Darüber hinaus sollten Sie während einer Erkältung auf jeden Fall eine öffentliche Sauna meiden, da Sie sonst leicht andere Menschen anstecken können und somit zur Verbreitung von Krankheitserregern beitragen. Aus diesen Gründen raten wir in den meisten Fällen von einem Saunagang bei akuter Erkältung ab und empfehlen stattdessen Ruhe und Erholung.

Detaillierte Betrachtung: Sauna bei spezifischen Erkältungssymptomen

Um die Frage nach dem Saunabesuch bei Erkältung präziser zu beantworten, ist es wichtig, die einzelnen Symptome zu betrachten. Nicht jede Form der Erkältung reagiert gleich auf die Hitze und Feuchtigkeit der Sauna.

Sauna bei Schnupfen: Was ist zu beachten?

Bei einem reinen Schnupfen, ohne weitere Symptome wie Fieber, Husten oder Gliederschmerzen, ist die Situation etwas differenzierter. In der finnischen Sauna ist es nicht ratsam, mit Schnupfen zu schwitzen. Die heiße, trockene Luft kann die Schleimhäute zusätzlich anschwellen lassen und den Schnupfen verstärken, was das Atmen erschwert und das Unbehagen erhöht. Es wäre besser, Ihrem Körper die Ruhe zu geben, die er braucht, um sich zu erholen.

Wenn Sie jedoch nicht auf Ihren Saunabesuch verzichten möchten und der Schnupfen sehr mild ist, können Sie stattdessen die Bio-Sauna oder das Dampfbad wählen. In diesen Saunavarianten ist die Luft angenehm warm und feucht, was dazu beitragen kann, die Schleimhäute zu befeuchten und die Atemwege zu reinigen. Die feuchte Wärme kann den Schleim verflüssigen und das Abschwellen der Schleimhäute unterstützen. Dies kann Ihnen helfen, sich besser zu fühlen und den Heilungsprozess zu unterstützen. Denken Sie jedoch daran, dass jeder Körper anders reagiert; achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sauna bei Halsschmerzen: Wann ist es ratsam?

Grundsätzlich gilt: Bei richtigen, ausgeprägten Halsschmerzen ist es besser, auf einen Saunabesuch zu verzichten. Die Hitze und trockene Luft, insbesondere in der finnischen Sauna, können die bereits entzündeten Rachenschleimhäute noch mehr reizen, die Beschwerden verschlimmern und die Heilung verzögern.

Allerdings kann eine milde Sauna mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie eine Bio-Sauna oder ein Dampfbad, bei beginnenden oder schon wieder abklingenden Halsschmerzen durchaus entspannend wirken. Die feuchte Luft kann die gereizten Rachenschleimhäute beruhigen, befeuchten und die Durchblutung fördern, was den Heilungsprozess unterstützen könnte. Wenn Sie sich für einen Saunabesuch entscheiden, sollten Sie jedoch auf einige Dinge achten: Vermeiden Sie extreme Hitze und halten Sie sich in dem milderen Bereich der Sauna auf. Lassen Sie sich Zeit und gönnen Sie sich ausreichend Ruhephasen. Trinken Sie viel Wasser, um Ihren Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Falls sich Ihre Halsschmerzen während des Saunabesuchs verschlimmern oder Sie sich unwohl fühlen, sollten Sie die Sauna sofort verlassen.

Sauna bei Husten: Eine Hilfe oder Belastung?

Sie können in den meisten Fällen trotz Husten in die Sauna gehen, solange kein Fieber im Spiel ist und der Husten nicht von starken Schmerzen oder Atembeschwerden begleitet wird. Wenn Sie mit Husten in die Sauna gehen, ist es jedoch wichtig, die Sauna so zu wählen, dass die Luftfeuchtigkeit eher hoch und die Temperatur eher niedrig ist (bis maximal 70 °C).

Diese Bedingungen, wie sie in einer Bio-Sauna oder einem Dampfbad gegeben sind, sind besonders schonend für die Atemwege und helfen dabei, den Husten nicht zu verschlimmern. Die feuchte Wärme kann festsitzenden Schleim lösen und das Abhusten erleichtern, was eine Erleichterung verschafft. Selbst bei chronischem Husten kann ein Saunabesuch positive Auswirkungen haben, da die Wärme dazu beiträgt, die Muskulatur zu entspannen und den Hustenreiz zu lindern. Vermeiden Sie jedoch unbedingt trockene und sehr heiße Saunen, da diese die Atemwege reizen und den Husten verschlimmern könnten.

Sauna bei Fieber: Ein absolutes Tabu!

Wenn Sie Fieber haben, ist es von entscheidender Bedeutung, die Sauna unbedingt zu meiden. Fieber ist ein klares Zeichen dafür, dass Ihr Körper bereits mit aller Kraft gegen eine Infektion ankämpft und Ihr Immunsystem auf Hochtouren läuft. Die zusätzliche Belastung durch die extreme Hitze der Sauna und den anschließenden Kältereiz kann den Körper massiv überfordern.

Es besteht die Gefahr, dass sich der Infekt durch den Wechsel von Hitze und Kälte weiter verschlimmert, da das Immunsystem überfordert wird und nicht in der Lage ist, die Temperaturregulation in der Sauna zusätzlich zu bewältigen. Wenn der Körper bereits mit einer erhöhten Temperatur kämpft, kann die zusätzliche Wärme der Sauna den Zustand verschlimmern und zu einem Hitzschlag oder einem schweren Kreislaufkollaps führen. Ihr Herz-Kreislauf-System ist in diesem Zustand bereits stark beansprucht und eine Sauna würde es nur noch weiter belasten.

Um Ihr Wohlbefinden wiederherzustellen, sollten Sie sich stattdessen ausreichend ausruhen, viel Flüssigkeit zu sich nehmen und gegebenenfalls fiebersenkende Mittel nach ärztlicher Anweisung einnehmen. Ein Saunabesuch würde den Heilungsprozess nicht nur verzögern, sondern könnte auch lebensbedrohlich sein. Ihre Gesundheit hat hier oberste Priorität.

Saunieren als Prävention: Der beste Schutz vor Erkältungen

Während der Saunabesuch bei einer akuten Erkältung oft kontraproduktiv ist, spielt er eine herausragende Rolle in der Prävention. Es ist wie beim Sport: Ein einmaliger Saunabesuch wird Ihr Immunsystem nicht revolutionieren. Aber regelmäßiges und korrektes Saunieren kann Ihr Herz-Kreislauf-System und Ihr Immunsystem nachhaltig stärken und Sie widerstandsfähiger gegen Erkältungen machen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Regelmäßigkeit der Anwendung. Der bewusste Wechsel zwischen heißer Sauna und kalter Abkühlung danach ist entscheidend für den Trainingseffekt. Die Hitze in der Sauna sorgt für eine Ausdehnung der Blutgefäße und eine tiefe Entspannung des Körpers. Dies führt zu einer erhöhten Körpertemperatur, die den Stoffwechsel anregt und die Arbeit der Immunzellen verbessert, indem sie die Aktivität der weißen Blutkörperchen steigert und die Produktion von Antikörpern fördern kann.

Die Abkühlung nach der Sauna bewirkt das Gegenteil: Die Kälte sorgt für ein schnelles Zusammenziehen der Gefäße. Dieser wiederholte Wechsel zwischen Gefäßerweiterung und -verengung trainiert die Elastizität der Blutgefäße, stärkt den Kreislauf und stimuliert das vegetative Nervensystem. Gleichzeitig wird das Immunsystem „abgehärtet“, wodurch es schneller und effektiver auf eindringende Krankheitserreger reagieren kann.

Durch regelmäßiges Saunieren, idealerweise zwei- bis dreimal pro Woche, kann das Immunsystem gestärkt und das Risiko einer Erkältung nachweislich verringert werden. Es ist wichtig, sich nach dem Saunieren ausreichend Zeit für die Abkühlung zu nehmen und dem Körper auch danach ausreichend Ruhe und Flüssigkeit zuzuführen. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Schlaf unterstützt diesen präventiven Effekt zusätzlich und maximiert die positiven Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.

Fazit: Hören Sie auf Ihren Körper

Abschließend möchten wir betonen, dass es bei Erkältungen von größter Bedeutung ist, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören und sich ausreichend zu schonen. Die Sauna kann zwar in der Regel eine positive Wirkung auf das Immunsystem haben und ist ein hervorragendes Mittel zur Prävention von Erkältungen, aber bei einer akuten und ausgeprägten Erkältung ist es besser, darauf zu verzichten.

Ein Saunabesuch während einer akuten Infektion kann den Krankheitsverlauf nicht nur erschweren und verlängern, sondern birgt auch das Risiko schwerwiegender Komplikationen, insbesondere wenn Fieber oder starke Gliederschmerzen vorliegen. Zudem sollten Sie aus Rücksicht auf andere Saunagäste eine öffentliche Sauna meiden, wenn Sie ansteckend sein könnten.

Bei sehr milden, beginnenden oder abklingenden Symptomen, wie einem leichten Schnupfen oder einem dezenten Kratzen im Hals, und nur, wenn Sie ein geübter Saunagänger sind, können spezifische, mildere Saunaarten wie die Bio-Sauna oder das Dampfbad eine vorübergehende Linderung verschaffen, da die erhöhte Feuchtigkeit oft wohltuend für die Atemwege ist. Aber auch hier ist äußerste Vorsicht geboten, und bei jeder Verschlechterung des Zustands sollte der Saunagang sofort beendet werden.

Um Ihre Gesundheit zu schützen und schnell wieder fit zu werden, ist es ratsamer, sich bei einer Erkältung ausreichend zu schonen, viel zu trinken und Ihrem Körper die nötige Ruhe zur Regeneration zu gönnen. Konsultieren Sie im Zweifelsfall immer einen Arzt oder eine medizinische Fachkraft, um eine fundierte Einschätzung Ihrer individuellen Situation zu erhalten.

Denken Sie daran, dass Ihre Gesundheit immer an erster Stelle stehen sollte. Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie sich ausreichend Ruhe, Entspannung und Pflege, um schnell wieder fit zu werden. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen stets beste Gesundheit und natürlich viele entspannte Saunabesuche, wenn Sie in bester Verfassung sind und Ihr Körper bereit dafür ist!

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