Wie wirkt sich Sauna auf die Gesundheit aus?

Besenreiser & Krampfadern: Ursachen & Linderung

15/07/2025

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Kleine, durch die Haut schimmernde Äderchen, die wie ein feines Spinnennetz erscheinen und in Rot, Blau oder Violett leuchten, nennen wir Besenreiser – im Englischen auch treffend als „spider veins“ bezeichnet. Sie unterscheiden sich von gewöhnlichen Krampfadern (Varizen), die größer, geschlängelter und oft dunkler sind. Ob Besenreiser im Gesicht, am Dekolleté oder an den Beinen – sie sind ein weit verbreitetes Phänomen, das nicht nur ein kosmetisches Anliegen darstellt, sondern oft auch auf tieferliegende Venenprobleme hindeutet. Unbehandelt können sich sowohl Besenreiser als auch Krampfadern mit der Zeit verschlimmern und unangenehme Symptome verursachen.

Wie kann man Besenreiser lindern?
Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen, und das Blut gelangt besser zum Herzen. Änderungen des Lebensstils können helfen, die Symptome zu lindern – jedoch nicht die Besenreiser auflösen, die sich bereits geformt haben. Dafür reduziert ein achtsames Verhalten die Beschwerden und erhöht die Lebensqualität.

Diese erweiterten Venen entstehen, wenn die Blutzirkulation in den Blutgefäßen nicht mehr optimal funktioniert und sich das Blut in den Venen sammelt, anstatt effizient zum Herzen zurückzufließen. Dies führt zu einer Ausweitung der Venen, was sich nicht nur unangenehm anfühlen kann, sondern auch oft als unästhetisch empfunden wird. Betroffen sind Männer und Frauen jeden Alters, wobei Frauen, insbesondere im gebärfähigen Alter und ältere Frauen, überdurchschnittlich häufig betroffen sind.

Inhaltsverzeichnis

Wie Besenreiser und Krampfadern entstehen

Normalerweise fließt das Blut vom Herzen durch ein komplexes Netz von Arterien und Blutgefäßen zu den verschiedenen Zellen des Körpers und kehrt dann über die Venen zum Herzen zurück. Dieser Blutfluss erfolgt gewöhnlich in eine Richtung. Die Bewegung der Muskeln unterstützt die Venen dabei, das Blut zurück zum Herzen zu pumpen, weshalb regelmäßiges Muskeltraining entscheidend für einen gesunden Blutkreislauf ist.

Venen verfügen über Klappen, die wie kleine Ventile funktionieren und dem Blut helfen, in die richtige Richtung zu fließen. Bei Besenreisern und Krampfadern jedoch funktioniert ein Teil dieser Klappen nicht mehr einwandfrei, wodurch ein Teil des Blutes zurückfließt und sich in den Venen staut. Dieser Rückfluss verursacht eine Schwellung und die sichtbare Erweiterung der Venen. Die genaue Ursache, warum bei manchen Menschen die Venenklappen schlechter arbeiten als bei anderen, ist bis heute nicht vollständig geklärt.

Wenn das Blut in den erweiterten Venen stagniert, werden die Venenwände mit der Zeit steifer und verlieren ihre natürliche Elastizität. Dadurch nimmt ihre Fähigkeit ab, das Blut effektiv zum Herzen zurückzupumpen. Die sichtbaren Äderchen und Krampfadern bilden sich oft dort, wo die Venenklappen insuffizient sind, insbesondere in der Haut rund um perforierende Venen, die tiefere Venen mit den oberflächlichen verbinden.

Häufigkeit und Risikofaktoren

Krampfadern im Allgemeinen und Besenreiser im Speziellen sind ein sehr verbreitetes Phänomen bei Erwachsenen. Diese abnorm großen Gefäße treten meist an den Beinen auf und werden mit zunehmendem Alter häufiger. Es wird geschätzt, dass Besenreiser und Varizen jeden zweiten Erwachsenen beiderlei Geschlechts betreffen. Die erweiterten Venen bilden sich dabei nahe der Unterhaut und zeigen sich häufig auch in Form von Gesichtsäderchen.

Die Rolle weiblicher Hormone ist besonders auffällig: Frauen sind weitaus häufiger betroffen als Männer. Fast 30% aller Frauen, die zuvor keine Venenprobleme hatten, entwickeln sie während der Schwangerschaft. Glücklicherweise bilden sich diese manchmal nach der Entbindung wieder zurück. Die Zahl der Fälle steigt nach der Menopause noch einmal deutlich an, wenn die reproduktiven Hormone abfallen. Dies legt die Vermutung nahe, dass der weibliche Hormonhaushalt einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung von großen Krampfadern und Besenreisern hat. Östrogenrezeptoren sind in den betroffenen Venensegmenten häufiger als in normalen Bereichen, während das Schwangerschaftshormon Progesteron mehr Rezeptoren in den normalen Segmenten aufweist. Viele Frauen berichten zudem, dass der Schmerz in den betroffenen Bereichen unmittelbar vor der Periode am schlimmsten ist.

Je mehr Schwangerschaften eine Frau durchlebt, desto höher steigt das Risiko, Krampfadern zu bilden. Einige Fachleute glauben, dass das Wachstum des Uterus und das verstärkte Pressen während der Geburt den Pump- und Fließmechanismus stören, der das Blut zum Herzen transportiert, indem Druck auf die Venenwände ausgeübt wird. Andere hingegen sind der Meinung, dass Frauen mit einer genetischen Disposition zu erweiterten Venen diese entwickeln, wenn sie die entsprechenden Hormone produzieren.

Neben Schwangerschaft sind auch Antibabypillen und Östrogentherapien für die Menopause potenzielle Auslöser für Krampfadern. Hinzu kommen weitere Risikofaktoren wie fortgeschrittenes Alter, Berufe, die langes Stehen erzwingen, eine familiäre Vorbelastung und Fettleibigkeit (Adipositas).

Symptome: Mehr als nur ein Schönheitsmakel

Die kleinen, durchschimmernden Äderchen sind zunächst nicht im Sinne einer Krankheit zu verstehen, die direkt die Gesundheit gefährdet. In erster Linie handelt es sich um ein kosmetisches Problem: Kaum jemand möchte ein „Spinnennetz“ aus geschwollenen Venen im Gesicht oder am Dekolleté haben. Doch für viele Menschen sind die Auswirkungen weitreichender.

Manche Menschen leiden psychisch stark unter den auffälligen Ansammlungen von Blut. Eine Betroffene berichtet: „Ich hatte mit 15 schon Besenreiser auch ziemlich in der Nähe der Intimzone. Ich hatte schreckliche Angst, dass wenn es meinem Freund auffallen würde, er etwas sagen würde und deshalb sind wir auch nur bei etwas dunklerem Licht intim geworden.“ Andere leiden zwar nicht unter ernsthaften psychischen Problemen, empfinden das Aussehen der Venen aber dennoch als unangenehm. Eine andere Betroffene berichtet: „Gerade im Sommer finde ich es ganz schrecklich. Ich trage auch gerne Kleider und Röcke und habe keine Lust ewig vor dem Spiegel zu stehen, um mir meine Beine mit wasserfestem Make-up voll zu schmieren. Färbt trotz Puder sowieso wieder ab.“

Alle Arten von Krampfadern können jedoch auch problematische körperliche Symptome mit sich bringen: Sie können brennen, jucken, anschwellen, die Betroffenen können die Beine schwer heben oder die Beine verkrampfen sich. Wenn Patienten lange stehen oder sitzen, verstärken sich die Beschwerden. Die Haut kann sich verfärben, oft braun-grau. Viele Frauen berichten, dass ihre Beine anschwellen und sich müde anfühlen, besonders am Ende des Tages. Manche Betroffene bemerken auch, dass die Symptome während der Periode deutlich zunehmen.

In schwereren Verläufen können sich Druckgeschwüre an den Beinen bilden, insbesondere an Druckstellen. Je näher sich die erweiterten Venen an der Unterhaut befinden, desto stärker zeigen sich die Symptome an der Oberfläche. Selten entzünden sich die erweiterten Venen sogar; der Fachbegriff dafür lautet Phlebitis. In seltenen, aber ernsten Fällen können sich Blutklumpen bilden oder Blutungen entstehen.

Vorbeugung ist der beste Schutz

Obwohl bereits bestehende Besenreiser nicht durch Vorbeugung verschwinden, kann ein angepasster Lebensstil die Bildung neuer Äderchen verhindern und die Symptome lindern. Ein gesunder Lebensstil ist die erste Säule im Kampf gegen Bindegewebsschwäche und Venenprobleme.

Regelmäßige Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist unerlässlich. Zur Festigung des Bindegewebes und zur Förderung der Blutzirkulation sind Ausdauersportarten am besten geeignet. Dabei ist wichtig, dass alle Muskeln gleichmäßig arbeiten und belastet werden. Ein Training sollte mindestens 30 Minuten dauern und idealerweise dreimal pro Woche wiederholt werden. Die idealen Sportarten für das Bindegewebe und die Venengesundheit sind:

  • Schwimmen
  • Wassergymnastik
  • Radfahren
  • Joggen

Auch Stepper und Crosstrainer in Fitnessstudios sind gut geeignet. Der Vorteil im Fitnessstudio ist, dass man zusätzlich gezielt einzelne Muskelgruppen an Kräftigungsgeräten trainieren kann, was die Pumpfunktion der Beinmuskulatur unterstützt.

Alltagstipps für gesunde Beine

Die feinen Hautäderchen sind oft ein Resultat schlechter Blutzirkulation. Alle Methoden, die den Blutkreislauf in Gang bringen, sind gut, um ihnen vorzubeugen:

  • Stütz- oder Kompressionsstrümpfe: Besonders geeignet bei langem Sitzen oder Stehen. Sie üben einen sanften Druck auf die Venen aus und unterstützen den Blutfluss.
  • Flache Absätze: Schuhe mit flachen Absätzen sollten High Heels vorgezogen werden, um sowohl kleine Äderchen als auch große Krampfadern zu verhindern. Hohe Absätze können den Druck auf die Beine erhöhen und den Blutfluss beeinträchtigen.
  • Beine hochlagern: Ein einfacher und effektiver Weg, um die Beine vom Druck zu entlasten, ist, sie über Herzhöhe zu heben. Dies fördert den Rückfluss des Blutes zum Herzen und entlastet die Venen, was sogar bestehende Krampfadern heilen kann. Nutzen Sie dazu mehrere Kissen unter den Beinen.
  • Salzreduktion: Zu viel Salz fördert ebenfalls erweiterte Venen, da es zu Wassereinlagerungen im Körper führen kann. Eine Reduktion des Salzkonsums beugt dem vor.
  • Gewichtsmanagement: Das Körpergewicht spielt eine erhebliche Rolle. Ein gesundes Gewicht zu halten, sich ausgewogen zu ernähren und regelmäßig zu trainieren, minimiert den Druck auf die Venen. Wenn bereits Krampfadern bestehen, ist die Behandlung bei Normalgewicht effektiver.
  • Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen: Wenn Ihr Job es zulässt, bewegen Sie sich mindestens fünf Minuten pro Stunde. Gehen Sie ein paar Schritte oder machen Sie kleine Übungen.
  • Ausreichend trinken: Halten Sie Ihre Nieren auf Trab, indem Sie genug Wasser trinken. Das verhindert, dass der Körper in ein „Sparprogramm“ schaltet und Flüssigkeit einlagert.
  • Magnesiumzufuhr: Magnesium ist wichtig für das Bindegewebe und hilft, es straff zu halten. Es ist in Grünkohl, Spinat, Mineralwasser und sogar in Schokolade enthalten.
  • Pferdekastanien-Extrakt: Salben mit Extrakten der Rosskastanie können kühlend wirken und die Venen unterstützen.

Sauna bei Venenleiden: Ein zweischneidiges Schwert

Die Frage, ob man mit Venenleiden in die Sauna gehen kann, ist nicht pauschal zu beantworten. Bei Wärme erweitern sich die oberflächlich liegenden Blutgefäße, wodurch die rot-bläulichen Linien stärker hervortreten können. Dies allein ist noch kein Problem.

Auf einen Saunabesuch verzichten sollten Sie jedoch, wenn Sie durch die Wärme in der Sauna geschwollene Beine bekommen oder Beinschmerzen auftreten. Dies ist besonders im Sommer ein aktuelles Problem, da die Hitze die Gefäße zusätzlich weitet. Gerade Frauen, die in ihrem Beruf viel stehen, leiden unter diesem Phänomen. Die Schwellungen sind nicht nur ein optisches Problem, sondern können auf Krampfadern, Entzündungen oder andere Venenleiden hindeuten, die ernst zu nehmen sind.

Der Teufelskreis der Hitze

Die Ursache für die Schwellungen liegt oft im Bindegewebe, das bei Frauen besonders schwach ist. Ein schwaches Bindegewebe zwingt die Blutgefäße dazu, sich stark anzuspannen, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Im Sommer wird dies zur Schwerstarbeit, da sich die Gefäße in der Hitze noch weiter weiten und der Kreislauf noch mehr Kraft aufwenden muss, um aufrechterhalten zu werden.

Die Hitze führt dazu, dass sich die Venen so stark erweitern können, dass der Körper „Umleitungen“ für die Blutbahn schafft – die sichtbaren Krampfadern oder Besenreiser. Zusätzlich können sich sogenannte Ödeme bilden, also Wasseransammlungen. Dies geschieht, weil sich die Venen in der Hitze erweitern und ihre Oberfläche vergrößern, um mehr Körperwärme abzugeben. Doch der Körper kann nicht das gesamte Blut über die Umleitungen schicken, oder diese bilden sich erst gar nicht. Das Blut sammelt sich am tiefsten Punkt, den Füßen. Der Blutdruck sinkt, und der Kreislauf läuft nicht mehr rund.

Warum sollte man nicht in die Sauna?
Bei Menschen mit Venenleiden ist Vorsicht geboten, wenn es um Saunabesuche geht. Venenleiden wie Krampfadern oder Venenentzündungen können dazu führen, dass die Venenwände schwächer werden oder die Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren. In der Sauna kann die Hitze auf den Körper einwirken und den Blutfluss beeinflussen.

Das in den Füßen versackte Blut kann der Organismus nicht mehr zügig nach oben pumpen. Weil der Blutdruck gesunken ist, erhalten die Nieren das Signal, auf Sparflamme zu schalten und Flüssigkeit zu horten. Dies ist kontraproduktiv: Die sparsamen Nieren sorgen dafür, dass zu viel Flüssigkeit im Körper bleibt, was den Druck in den Gefäßen erhöht. Noch mehr Flüssigkeit wird durch das Leitungssystem gepumpt und versackt in den Unterschenkeln. Der Körper interpretiert dieses Signal falsch, denkt er verliere Wasser und versucht, noch mehr Flüssigkeit zu sparen. Die Nieren scheiden immer weniger aus, und der Körper lagert mehr und mehr Wasser über den Füßen ein.

Ein Saunabesuch würde diesen Prozess weiter verstärken. Obwohl man in der Sauna die Beine hochlegen kann, würden sich die Gefäße in der Hitze noch stärker weiten, und der Organismus würde immer mehr Flüssigkeit einlagern. Deswegen ist Vorsicht geboten.

Nach der Sauna sowie nach einer heißen Dusche oder einem Thermalbad sollten Sie Ihre Beine kalt abbrausen. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen, und das Blut gelangt besser zum Herzen.

Professionelle Behandlungsmöglichkeiten

Für bereits bestehende Besenreiser und Krampfadern gibt es verschiedene effektive Behandlungsmethoden. Der Venenexperte Aljoscha Greiner erklärt: „Es gibt feine und feinste Besenreiser. Die Therapie richtet sich nach dem Ausmaß und der Beschaffenheit der Hautäderchen.“

Verödungstherapie (Sklerosierung)

Am häufigsten wird die Verödungstherapie eingesetzt, in Fachkreisen auch Sklerosierung genannt. Sie ist unproblematisch und wird ambulant durchgeführt. „Im Durchschnitt dauert sie nur etwa 15 Minuten. Allerdings sind oft mehrere Sitzungen (in der Regel 3-4) nötig, um die lästigen Äderchen nahezu vollständig zu entfernen“, so Greiner. Da die Behandlung nur die oberste Hautschicht betrifft, spürt der Patient nur kleine Einstiche in der Haut; eine Betäubung ist meist nicht nötig.

Die Sklerotherapie besteht aus der Injektion einer speziellen Lösung (enthält Salz, Fettsäuren und Glyzerin) in die betroffene Vene. Diese Injektion führt dazu, dass die Vene kollabiert und sich verschließt, wodurch das Blut gezwungen wird, in gesündere Venen umzuleiten. Die Behandlung ist nicht schlimmer als eine normale Injektion, dauert nur wenige Minuten und hat keine Ausfallzeit zur Folge. Selten kommt es zu leichten Quetschungen, die sich normalerweise innerhalb von ein bis zwei Wochen klären.

Varianten der Sklerotherapie umfassen:

  • Krypto-Sklerotherapie: Eine schmerzfreie Methode, bei der der Arzt kühle Luft auf die Haut verteilt, um sie zu betäuben.
  • Schaum-Sklerotherapie: Hier haftet Schaum an den Venenwänden. Es dauert dabei länger, bis sich Resultate einstellen.

Lasertherapie

Ein Laser ist ein extrem fokussierter Lichtstrahl, den Ärzte zur Behandlung von Besenreisern und Krampfadern nutzen. Die Hitze des Lasers schädigt die Vene und hinterlässt eine Gewebenarbe, welche die Vene verschließt. Eine verschlossene Vene verliert ihre Blutquelle und stirbt ab. Nach ein bis zwei Jahren ist sie verschwunden.

Es gibt zwei Hauptarten der Laserbehandlung:

  1. Einfache Laserbehandlung (extern): Diese setzt an der Außenseite der Haut an und kann durchschimmernde Linien sowie kleine Krampfadern, die direkt unter der Hautoberfläche liegen, bekämpfen. Gewöhnlich bedarf es mehr als einer Behandlung, und die gesamte Therapie dauert 6 bis 12 Wochen.
  2. Laserstrahlen in der Vene (intern, Endovenöse Laserablation): Diese Methode zerstört größere Krampfadern in den Beinen und kann eine Operation ersetzen. Eine Lasersonde wird dabei mit einem Katheter in die Vene eingeführt – durch eine kleine Punktion in der Haut, in der Regel kurz über oder unter dem Knie oder an der hinteren Wade, je nachdem, wo die Vene liegt. Die präzise Frequenz des Lasers (1470 nm) zielt nur auf das Gewebe der Venenwand und verursacht dort Schädigungen, die der Körper zu reparieren versucht. Die „Reparatur“ hinterlässt Narbengewebe, und oft ersetzt der Körper die komplette Ader durch einen neuen Strang. Darauf wird dann bisweilen das übrige Narbengewebe vom Körper absorbiert. Für eine solche innere Behandlung wird das Bein betäubt. Der Arzt beobachtet dabei die Vene auf einem Ultraschallschirm. Laser ist weniger schmerzhaft als das Abbinden und Auslösen der Vene, und die Wunde heilt schneller ab. Lokale Anästhesie oder ein leichtes Sedativum ist allerdings nötig.

Hochfrequenzablation

Die Hochfrequenzablation ist eine minimal-invasive Behandlungsmethode bei Krampfadern, die ebenfalls Hitze nutzt, um das Gewebe zu zerstören. Wie beim Laser bildet sich eine Narbe, die die Vene schließt. Der Unterschied besteht darin, dass anstelle von Laserenergie Radiofrequenzenergie genutzt wird, um die Venenwand zu erhitzen und zu beschädigen.

Stufentherapie und Kostenübernahme

Darüber hinaus gibt es eine Stufentherapie für alle Ausprägungsgrade: „Die Stufentherapie beinhaltet – je nach Befund – ein minichirurgisches Verfahren für die Nährvenen, die Verödungstherapie der einzelnen Besenreiseräste, die Micro-Sklerotherapie mit Lupenbrille für feine Äderchen und die Lasertherapie für allerfeinste Äderchen“, so Greiner.

In der Regel bezahlen bzw. erstatten die gesetzlichen und privaten Krankenkassen alle medizinisch notwendigen Behandlungen. Besenreiser und Mini-Krampfadern, sogenannte retikuläre Varizen, sind normalerweise jedoch nur aus ästhetischen Gründen störend und bereiten sonst keine Beschwerden. Die Behandlung der erweiterten Venen ist daher oft eine rein kosmetische Leistung, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.

Erfahrungsberichte

Ein Betroffener teilt auf www.onmeda.de seine Erfahrung mit der Radiowellentherapie: „Auf der Suche nach einer minimalinvasiven Methode, bei der ich als Selbständiger schon am nächsten Tag wieder arbeiten kann, bin ich im Januar 2010 auf die Radiowellentherapie gestoßen. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass beide Beine unter defekten Klappen und insuffizienten Venen leiden, und es wurde empfohlen, die Vena saphena magna links sowie magna und parva rechts per Radiowellenkatheter zu veröden, in der selben Sitzung noch mit dem Heißdampfkatheter nachzuarbeiten und Besenreiser mit dem Hautlaser zu eliminieren. Die ambulante Operation erfolgte Mitte März unter Vollnarkose (circa 2 Stunden). Es war meine erste Vollnarkose, und ich hatte großen Respekt davor. Alles verlief bestens und bis auf wenige Blutergüsse und eine gewollte Thrombose im Bereich der mit Heißdampfkatheter behandelten Varizen am linken Bein gab es keine Probleme und ich war absolut schmerzfrei und konnte tatsächlich am nächsten Tag schon wieder arbeiten. Mittlerweile ist bis auf Verhärtungen im Bereich der Varizen alles spurlos verschwunden, auch die Besenreiser und Einstiche für den Katheter.“

Eine andere Betroffene berichtet auf www.gutefrage.net über die konventionelle Operation (Stripping): „Habe vor einigen Jahren meine Krampfadern im rechten Bein entfernen lassen. 1 Tag stationärer Aufenthalt und dann wieder voll einsetzbar. Normalerweise wird man länger krank geschrieben, sollte aber laufen, so dass ich als Selbstständige wieder arbeiten konnte. Habe zwar etliche kleine Narben, aber inzwischen kaum sichtbar. Kein geschwollenes Bein mehr, keine Schmerzen, obwohl ich wie empfohlen wurde inzwischen nicht regelmäßig Stützstrümpfe trage. Aber die gibt es ja auch in vielen Farben. Also ich würde es wieder machen lassen.“

Hausmittel und natürliche Unterstützung

Neben medizinischen Behandlungen gibt es auch einige Hausmittel, die zur Linderung der Symptome beitragen können:

  • Basilikum: Basilikum enthält viel Vitamin K, das eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Blutgefäße spielt, indem es das Calcium im Fluss hält. Dies bremst den Blutstau und hilft so, die kleinen Hautäderchen zu verhindern. Vitamin K kurbelt außerdem die Produktion von Thrombin an. Dieses Protein stärkt den Fluss in die gesunden Venen, so dass die beschädigten Venen nicht durch Blut blockiert werden. Eine Studie der Universität Maastricht ergab, dass Basilikum in täglichen Mahlzeiten hilft, die Besenreiser verkümmern zu lassen, und zwar schon nach circa sechs Wochen.
  • Zitronenöl: Zitronenöl, das etwa dreimal am Tag in den betroffenen Bereich massiert wird, lindert die Schwellung und hilft so, den Blutkreislauf zu öffnen. Da gestautes Blut Krampfadern verursachen kann, stärkt das Zitronenöl den Heilungsprozess.
  • Apfelessig: Apfelessig schwächt die mit den erweiterten Venen verbundenen Symptome. Wie Zitronenöl stärkt es das Strömungssystem des Blutes. Es kann als Kompresse auf die betroffene Stelle gelegt werden. Die Kompresse bleibt rund 20 Minuten auf der Haut. Führen Sie die Anwendung einen Monat lang, zweimal täglich durch.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier beantworten wir einige der häufigsten Fragen zum Thema Besenreiser und Krampfadern:

Sind Besenreiser gefährlich?

Besenreiser selbst sind in der Regel nicht gefährlich und stellen meist ein kosmetisches Problem dar. Sie entstehen, wenn das Blut nicht schnell genug transportiert wird und der Organismus kleine Umleitungen für das Blut schafft. Allerdings können sie ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Venenschwäche sein. Krampfadern hingegen, die oft ähnlich aussehen, sind keineswegs harmlos. Sie neigen dazu, sich zu entzünden, was zur Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) führen kann. Diese Gerinnsel können sich lösen und in Lunge oder Herz gelangen, was zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Lungenembolie, einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann, insbesondere wenn tief liegende Gefäße betroffen sind.

Kann ich Besenreisern vorbeugen?

Ja, Sie können der Entstehung neuer Besenreiser und Krampfadern vorbeugen und die Symptome lindern. Regelmäßige Bewegung (z.B. Schwimmen, Radfahren, Gehen), das Hochlagern der Beine, das Vermeiden von langem Stehen oder Sitzen, das Tragen von Kompressionsstrümpfen, eine salzarme Ernährung und ein gesundes Körpergewicht sind wichtige Maßnahmen. Auch das Vermeiden von übermäßiger Hitze, wie sie in der Sauna auftreten kann, ist ratsam, wenn Sie zu geschwollenen Beinen neigen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es für Besenreiser?

Die gängigsten professionellen Behandlungsmethoden für Besenreiser sind die Verödungstherapie (Sklerosierung), bei der eine Lösung in die Vene injiziert wird, um sie zu verschließen, und die Lasertherapie, die Lichtenergie nutzt, um die Äderchen zu veröden. Für größere Krampfadern kommen auch die endovenöse Laserablation, die Hochfrequenzablation oder in manchen Fällen konventionelle Operationen in Frage. Die Wahl der Methode hängt vom Ausmaß und der Art der Venenproblematik ab.

Übernehmen Krankenkassen die Kosten für die Behandlung?

Gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für medizinisch notwendige Behandlungen von Krampfadern. Besenreiser und kleinere, sogenannte retikuläre Varizen, werden jedoch oft als rein kosmetisches Problem eingestuft und deren Behandlungskosten daher meist nicht von den Krankenkassen übernommen.

Darf ich mit geschwollenen Beinen in die Sauna?

Bei Venenleiden und geschwollenen Beinen ist Vorsicht bei Saunabesuchen geboten. Wärme führt dazu, dass sich die Gefäße erweitern, was den Blutstau in den Beinen verstärken und die Beschwerden verschlimmern kann. Wenn Sie zu geschwollenen Beinen neigen oder bereits Krampfadern haben, sollten Sie vor einem Saunabesuch unbedingt Ihren Arzt konsultieren. Generell ist es ratsam, die Beine nach dem Saunieren oder einer heißen Dusche kalt abzuduschen, um die Gefäße wieder zu verengen und den Blutfluss zu fördern.

Fazit

Besenreiser und Krampfadern sind weit verbreitete Venenleiden, die von einem rein kosmetischen Anliegen bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen reichen können. Ihre Entstehung ist oft auf eine Schwäche der Venenklappen, einen schlechten Blutkreislauf und hormonelle Faktoren zurückzuführen. Während Vorbeugemaßnahmen wie regelmäßige Bewegung, Gewichtskontrolle und spezielle Alltagstipps entscheidend sind, um das Risiko zu minimieren und Symptome zu lindern, bieten moderne medizinische Verfahren wie die Sklerosierung, Lasertherapie und Hochfrequenzablation effektive Lösungen für bereits bestehende Probleme. Natürliche Hausmittel können unterstützend wirken.

Es ist wichtig, bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Symptomen einen Arzt aufzusuchen, um die beste Behandlungsstrategie zu finden und schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden. Ein bewusstes Verhalten im Alltag, gepaart mit professioneller Betreuung, kann die Lebensqualität erheblich steigern und zu gesunden, schönen Beinen verhelfen.

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