15/01/2026
Viele frischgebackene Eltern stellen sich die Frage: Wie kann ich mein Baby am besten unterstützen und ihm zu einem ruhigen Schlaf verhelfen? Die Antwort könnte einfacher sein, als du denkst: Babymassage. Vielleicht interessierst du dich schon dafür, aber dir schwirren etliche Fragen durch den Kopf: Ab wann kann ich beginnen? Wie massiert man richtig? Kann ich dabei etwas falsch machen? Oder sollte ich lieber einen Kurs besuchen? Keine Sorge – Babymassage ist überhaupt nicht schwierig und kann eine wunderbare Bereicherung für dich und dein Baby sein. Mit unseren umfassenden Informationen kannst du sofort loslegen und dein Baby mit einer liebevollen und entspannenden Massage verwöhnen. Außerdem erfährst du, welche vielfältigen Vorteile und wohltuenden Wirkungen die Babymassage hat, und das nicht nur für dein Baby, sondern auch für dich als Elternteil.

- Die transformative Kraft der Babymassage: Mehr als nur Berührung
- Wann ist der perfekte Zeitpunkt für den Start?
- Deine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Babymassage
- Wichtige Hinweise: Das solltest du unbedingt beachten
- Babymassage und Schlaf: Eine tiefe Verbindung
- Häufig gestellte Fragen zur Babymassage
- Ab wann kann ich mit der Babymassage beginnen?
- Welche Öle sind für die Babymassage am besten geeignet?
- Kann ich bei der Babymassage Fehler machen?
- Wie lange sollte eine Babymassage dauern?
- Hilft Babymassage wirklich bei Schlafproblemen?
- Was tun, wenn mein Baby die Massage nicht mag?
- Kann ich mein Baby durch zu viel Körperkontakt verwöhnen?
- Fazit: Ein Geschenk der Liebe und Nähe
Die transformative Kraft der Babymassage: Mehr als nur Berührung
Die Bezeichnung „Massage“ ist bei Babys ein bisschen irreführend, denn eine Babymassage ist eher ein sanftes Streicheln und Verwöhnen als eine klassische Massage, wie wir sie von Erwachsenen kennen. Es geht nicht darum, tiefsitzende Muskelverspannungen zu lösen oder Rückenschmerzen zu lindern. Doch wozu ist eine Babymassage dann eigentlich gut? Kann sie bei Bauchweh helfen oder das Immunsystem deines Babys stärken? Wird dein Schreibaby dadurch zu einem ruhigen, tief entspannten Säugling? Nun, Wunder vollbringt die Massage natürlich nicht, aber Fakt ist: Babymassage wirkt sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden und die Entwicklung deines Babys aus. Dies belegen zahlreiche Studien und die Erfahrungen unzähliger Eltern weltweit.
Die Vorteile regelmäßiger Babymassage sind vielfältig und beeindruckend:
- Fördert die Eltern-Kind-Bindung und stärkt das Urvertrauen.
- Verbessert die Körperwahrnehmung deines Babys.
- Hilft bei Verdauungsproblemen wie Blähungen und Koliken.
- Kann den Schlaf deines Babys positiv beeinflussen und vertiefen.
- Fördert die Entspannung und reduziert Stress bei Baby und Eltern.
- Stimuliert die Durchblutung und das Nervensystem.
- Unterstützt die Entwicklung des Immunsystems (indirekt durch weniger Stress und bessere Schlafqualität).
- Kann Schreibabys beruhigen und ihnen helfen, zur Ruhe zu kommen.
Besonders die Förderung der Eltern-Kind-Bindung und die damit verbundene Stärkung des Urvertrauens sind enorm wichtig und wertvoll für dich und dein Baby. Gerade wenn du dein Kind nicht (mehr) stillst oder dir als Vater mehr Nähe wünschst, solltest du diesen Punkt beherzigen. Mit regelmäßiger Babymassage schenkst du deinem Kind Nähe, Liebe und Zuwendung. Es kann dadurch ein starkes Urvertrauen aufbauen, und dies wiederum sorgt für eine gesunde psychische Entwicklung.
Doch nicht nur dein Kind profitiert davon! Auch dir als Elternteil kann regelmäßige Babymassage helfen, ruhiger und entspannter zu werden. Durch den intensiven Körperkontakt schüttest du außerdem das Glückshormon Oxytocin (auch „Kuschelhormon“ genannt) aus. Dieses Hormon fördert das Gefühl der Zuneigung und Verbundenheit und kann dich sogar bei einer Wochenbettdepression positiv unterstützen, indem es Wohlgefühle auslöst und Stress reduziert. Du siehst also – Babymassage hat zahlreiche Vorteile für die gesamte Familie. Und das Beste daran ist: Du kannst sie ganz leicht zu Hause durchführen und brauchst dabei nicht viel zu beachten.
Wann ist der perfekte Zeitpunkt für den Start?
Grundsätzlich kannst du bereits direkt nach der Geburt mit der Babymassage beginnen. Anfangs sollte es jedoch wirklich nur ein sanftes Streicheln sein, da die Haut deines Neugeborenen noch sehr empfindlich ist und es sich erst an die neue Welt gewöhnen muss. Es ist wichtig, die Intensität und Dauer der Massage an das Alter und die Reaktion deines Babys anzupassen.
Die ersten 1 bis 3 Wochen:
In dieser frühen Phase geht es vor allem darum, sanfte Berührungen zu etablieren und die Bindung zu stärken.
- Streichle sanft und langsam über Arme, Beine, Rücken, Brust, Bauch und Gesicht deines Babys.
- Nutze dafür die gesamten Handflächen, anstatt nur mit den Fingerspitzen zu kitzeln – das könnte Babys eher irritieren als entspannen.
- Verzichte zu Beginn noch auf Öle oder Lotionen, um mögliche Hautirritationen bei der sehr empfindlichen Neugeborenenhaut zu vermeiden.
- Die Dauer sollte maximal 5 Minuten täglich betragen, um dein Baby nicht zu überfordern.
Ab der 4. Woche:
Nun kannst du das Streicheln langsam intensivieren, sodass es nach und nach zu einer vollwertigen Babymassage wird. Die Haut deines Babys hat sich in der Regel stabilisiert, und es ist offener für ausgedehntere Berührungen.
- Jetzt dürfen auch spezielle Babyöle oder Lotionen zum Einsatz kommen (eine konkrete Anleitung zur Auswahl findest du weiter unten).
- Mach am besten ein festes Ritual daraus und massiere dein Baby täglich. Beliebte Zeitpunkte sind beispielsweise beim Wickeln, nach dem Baden oder als beruhigendes Ritual vor dem Einschlafen.
- Die Dauer kann nun auf etwa 15 Minuten täglich ausgedehnt werden, je nachdem, wie es deinem Baby gefällt.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Babys mit zunehmendem Alter mobiler werden. Sie beginnen sich zu drehen, zu krabbeln und haben vielleicht nicht mehr die Geduld für eine längere Babymassage. Genieße diese besondere Zeit daher so lange, wie ihr beide Freude daran habt. Und wenn die Massage zu einem liebgewonnenen Ritual geworden ist, lässt sich mitunter auch ein quirliger Dreijähriger noch gerne verwöhnen, da die positiven Assoziationen mit Ruhe und Nähe bleiben.
Deine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Babymassage
Nun geht es endlich los mit der praktischen Durchführung der Babymassage. Wichtig ist: Nimm die folgende Anleitung als Inspiration und probiere aus, was deinem Baby besonders gut gefällt. Beginne nicht gleich mit dem „vollen Programm“, sondern taste dich nach und nach heran. Jedes Baby ist einzigartig und hat seine eigenen Vorlieben.
Der ideale Massageplatz und die richtige Vorbereitung
Bevor du mit der Massage beginnst, schaffe eine ruhige und angenehme Atmosphäre:
- Ungestört sein: Achte darauf, dass du selbst ruhig und entspannt bist und ihr für die nächsten 10-20 Minuten ungestört seid. Schalte das Telefon stumm und sorge dafür, dass keine plötzlichen Unterbrechungen auftreten.
- Ein warmes Plätzchen: Ist der Raum warm genug, damit dein Baby nackt nicht friert? Ideal sind etwa 23-25 Grad Celsius. Alternativ kannst du einen Heizstrahler verwenden oder dein Baby nur dort ausziehen, wo gerade massiert wird, und die anderen Körperteile mit einem weichen Tuch abdecken. Zugluft sollte unbedingt vermieden werden.
- Wohlfühlatmosphäre: Wenn möglich, dimme das Licht oder achte zumindest darauf, dass dein Baby nicht geblendet wird oder direkt in eine Lampe schaut. Auch leise, beruhigende Entspannungsmusik oder Naturklänge können eine wunderschöne Begleitung sein und die Atmosphäre zusätzlich entspannen.
- Alles griffbereit: Lege alles bereit, was du brauchst, bevor du beginnst: Massage-Öl oder Lotion, Tücher (zum Abwischen von überschüssigem Öl oder falls ein kleines „Malheur“ passiert), ein bis zwei Handtücher als Unterlage und zum Zudecken, eine frische Windel und gegebenenfalls frische Anziehsachen fürs Baby. So musst du die Massage nicht unterbrechen.
Die Wahl des richtigen Öls und deine eigene Vorbereitung
- Welches Öl? Als Massage-Öl eignen sich natürliche, reine Öle ohne Parfüm, Duftstoffe und künstliche Zusatzstoffe. Besonders empfehlenswert sind Mandelöl, Sesamöl oder Jojobaöl, da sie gut verträglich sind und die Haut pflegen. Für Babys mit Blähungen oder Bauchweh gibt es in der Apotheke spezielle Fenchel-Kümmel-Öle, die eine zusätzliche beruhigende Wirkung haben können. Auch spezielle Babylotionen sind geeignet, solange sie mild und frei von Reizstoffen sind. Teste jedes neue Produkt vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle auf der Haut deines Babys auf Verträglichkeit, um allergische Reaktionen auszuschließen. Achtung! Verwende niemals ätherische Öle, da diese für Babys zu konzentriert und reizend sein können. Auch im Gesicht des Babys solltest du kein Öl verwenden, damit nichts in die Augen gelangt.
- Kleidung, Schmuck & Co.: Du selbst solltest auch bequeme Kleidung tragen, die notfalls ein bisschen Öl abbekommen darf. Lege alle Ringe, Armreifen, Uhren oder anderen Schmuck ab, der kratzen oder stören könnte. Achte unbedingt darauf, dass deine Fingernägel kurz geschnitten und glatt gefeilt sind, um die zarte Babyhaut nicht zu verletzen.
Massage von Kopf bis Fuß: Sanfte Techniken
- Der Massageplatz: Lege dein Baby nun auf eine bequeme Unterlage. Das kann auf deinen Oberschenkeln sein (wenn du zum Beispiel auf dem Sofa sitzt), auf einer weichen Decke zwischen deinen Beinen oder auf dem Wickeltisch. Lege jeweils ein Handtuch unter, um die Unterlage vor Öl zu schützen und es deinem Baby gemütlich zu machen. Achte darauf, dass ihr beide für die nächsten 10-20 Minuten bequem und entspannt seid.
- Öl anwärmen: Gib nun eine kleine Menge des Massageöls oder der Lotion in deine Hände. Reibe es kurz zwischen deinen Handflächen, um es anzuwärmen. Erst wenn das Öl angenehm temperiert ist, berührst du damit dein Baby. Kalte Hände oder kaltes Öl könnten dein Baby erschrecken.
- Massage mit sanftem Druck: Massiere dein Baby mit sanftem, aber bestimmtem Druck – nicht zu fest, aber auch nicht zu zart, denn ein zu leichtes Streicheln kann kitzeln und irritieren. Beginne traditionell mit den Beinen und Füßen, da viele Babys diese Berührungen gut akzeptieren. Anschließend widmest du dich den Armen und Händen, dann dem Bauch und zuletzt dem Rücken. Je mehr Körperteile du sanft berührst, desto erlebnisreicher ist die Massage für dein Baby und desto umfassender ist die entspannende Wirkung. Achte aber darauf, es nicht zu überfordern. Wiederhole jede Massage-Bewegung 3 bis 5 Mal, sofern es deinem Baby gefällt. Ansonsten gehst du einfach zum nächsten Körperteil über.
Die Signale deines Babys verstehen und darauf reagieren
- Achte auf dein Baby: Das Wichtigste bei der Babymassage ist, sich stets an dein Baby anzupassen. Genießt es, was du gerade tust, oder wirkt es angespannt? Wenn es zuckt und zappelt, sich wegdreht, steif wird oder sogar weint, halte kurz inne und warte, bis es sich wieder beruhigt hat. Du kannst es währenddessen sanft festhalten und leise mit ihm sprechen. Mach erst weiter, wenn es wieder ruhig und entspannt ist. Dein Baby gibt dir die Signale, wann es genug hat oder eine Pause braucht.
- Voll und ganz dabei sein: Lass dich während der Massage nicht ablenken, sondern schenke deinem Baby deine volle Aufmerksamkeit. Halte Blickkontakt, sprich leise und liebevoll mit ihm, summe ein ruhiges Lied oder erzähle ihm, was du gerade tust. Auch solltest du möglichst immer eine Hand am Baby haben, damit du es nicht durch unerwartete Berührungswechsel erschreckst. Diese ungeteilte Aufmerksamkeit stärkt die emotionale Bindung und vermittelt deinem Baby Sicherheit.
- Abschluss: Am Ende der Massage kuschelst du dein Baby in eine warme Decke oder ziehst es behutsam an. Vorgewärmte Kleidung ist dann besonders schön und angenehm. Beende die Massage möglichst langsam und nicht abrupt und hektisch.
Zusatztipp: Hat dein Baby Spaß an Bewegung, kannst du die Massage mit ein bisschen Baby-Yoga kombinieren. Dazu streckst und bewegst du behutsam Arme und Beine. Du kannst zum Beispiel die Knöchel greifen und die Beinchen so bewegen, als würde dein Baby Fahrrad fahren – das kann auch bei Blähungen helfen.
Wichtige Hinweise: Das solltest du unbedingt beachten
Wie bereits erwähnt, kannst du bei der Babymassage nicht viel falsch machen, solange du behutsam vorgehst und auf die Signale deines Babys achtest. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die du beachten solltest, um die Sicherheit und das Wohlbefinden deines Babys zu gewährleisten:
- Führe KEINE Babymassage durch, wenn dein Kind Fieber hat, geschwollene Lymphdrüsen aufweist oder sich unwohl fühlt. Bei Krankheiten ist Ruhe und Schonung angesagt.
- Auch bei einem Nabelbruch darfst du keine Massage durchführen. Im Zweifelsfall immer Rücksprache mit dem Kinderarzt halten.
- Bauchmassage ist erst erlaubt, wenn der Nabel vollständig abgeheilt ist. Vorher besteht ein Infektionsrisiko.
- Bei Bauchschmerzen und Koliken kann eine Bauchmassage die Schmerzen lindern, ist deinem Baby aber eventuell auch unangenehm. Mitunter reicht es dann, deine (warmen) Hände sanft auf den Babybauch zu legen und leichten Druck auszuüben. Das allein kann schon Linderung verschaffen.
- Die Bauchmassage sollte immer im Uhrzeigersinn erfolgen, vor allem wenn du sie bei Bauchweh einsetzt. Das ist die Richtung, in der sich auch der Darm windet, und unterstützt so die Verdauung.
- Massiere dein Baby nicht direkt nach einer Mahlzeit – es sollte allerdings auch nicht hungrig sein. Ein guter Zeitpunkt ist etwa eine Stunde nach dem Essen, wenn das Baby satt und zufrieden, aber nicht vollgestopft ist.
- Achte genau auf dein Baby. Dreht es sich weg, versteift es sich, ist es unruhig oder weint es sogar? Dann ist vielleicht gerade nicht der richtige Moment für eine Massage. Respektiere seine Grenzen und probiere es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.
- Während Wachstums- und Entwicklungsphasen ist dein Baby mitunter quengeliger als sonst. Probiere aus, ob es sich bei der Massage trotzdem entspannt oder ihm gerade alles zu viel ist. Manchmal brauchen Babys in diesen Phasen einfach nur Ruhe.
- Es gibt auch Babys, die überhaupt keine Freude an Babymassage haben. So empfinden zum Beispiel Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung direkten Körperkontakt oft als unangenehm. (Dies bedeutet natürlich nicht, dass dein Baby Autist ist, nur weil es keine Massage mag – es ist einfach eine individuelle Präferenz, die respektiert werden sollte.)
- Massiere stets achtsam und behutsam. Hektik ist hier fehl am Platz. Wenn du merkst, dass du selbst gerade gestresst oder schlecht drauf bist, verschiebe die Massage lieber auf einen anderen Zeitpunkt. Deine Stimmung überträgt sich auf dein Baby.
Merke: Dein Baby bestimmt den Ablauf der Massage! Nur wenn es sich dabei wohlfühlt, kann es die Massage und ihre positive Wirkung, insbesondere die Entspannung und die Förderung des Schlafs, genießen.
Eifersüchtige Geschwister? Ältere Geschwisterkinder sind oft eifersüchtig, wenn du dich während der Babymassage so intensiv dem neuen Familienmitglied zuwendest. Nutze daher zu Beginn die Zeit, wenn Geschwisterkinder im Kindergarten oder der Schule sind, um dein Baby ungestört zu massieren. Ist dein Baby an die Prozedur gewöhnt und zeigt sich das Geschwisterkind interessiert, kannst du es später in das Massage-Ritual mit einbinden. Vielleicht mag es selbst auch massiert werden oder hat Freude daran, sein Brüderchen oder Schwesterchen sanft zu streicheln und so an der besonderen Bindung teilzuhaben.
Babymassage und Schlaf: Eine tiefe Verbindung
Die ursprüngliche Frage war, wie sich Babymassage auf den Schlaf auswirkt. Die Verbindung ist tatsächlich sehr stark und vielschichtig. Eine regelmäßige Babymassage kann maßgeblich dazu beitragen, das Schlafverhalten deines Kindes positiv zu beeinflussen und zu verbessern. Hier sind die Hauptgründe, warum Babymassage zu einem besseren Schlaf führt:
- Tiefere Entspannung: Die sanften Berührungen und der ruhige Ablauf der Massage signalisieren dem Baby Sicherheit und Geborgenheit. Dies führt zu einer tiefen körperlichen und geistigen Entspannung. Ein entspanntes Baby schläft leichter ein und hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, länger und ruhiger durchzuschlafen.
- Linderung von Verdauungsbeschwerden: Viele Babys leiden unter Blähungen und Koliken, die ihren Schlaf erheblich stören können. Spezielle Bauchmassagen (immer im Uhrzeigersinn!) helfen, die Darmtätigkeit zu regulieren und Gase zu lösen. Ein Baby, das weniger Bauchweh hat, kann deutlich besser schlafen.
- Reduzierung von Stresshormonen: Studien zeigen, dass regelmäßige Berührungen den Spiegel von Stresshormonen wie Cortisol senken können. Weniger Stress bedeutet mehr Ruhe und eine bessere Fähigkeit, zur Ruhe zu kommen und in den Schlaf zu finden.
- Förderung des Urvertrauens und der Bindung: Wenn Babys sich sicher und geliebt fühlen, sind sie weniger ängstlich und können sich leichter der Nachtruhe hingeben. Die intensive Bindung, die durch die Massage entsteht, vermittelt genau diese Sicherheit und Geborgenheit, die für einen erholsamen Schlaf unerlässlich ist. Das ausgeschüttete Oxytocin bei Eltern und Kind trägt ebenfalls zu diesem Gefühl bei.
- Etablierung eines Schlaf-Rituals: Wenn die Babymassage zu einem festen Bestandteil des abendlichen Schlaf-Rituals wird, lernt das Baby, die Abfolge der Ereignisse mit dem Zubettgehen und dem Einschlafen zu verknüpfen. Dies schafft Vorhersehbarkeit und Routine, was für Babys sehr beruhigend wirkt und das Einschlafen erleichtert. Der Körper stellt sich auf die Ruhephase ein.
- Verbesserung der Körperwahrnehmung: Durch die Massage lernt das Baby seinen Körper besser kennen und spürt, wie sich Entspannung anfühlt. Dies hilft ihm auch im Schlaf, sich selbst zu regulieren und zur Ruhe zu finden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Babymassage eine ganzheitliche Methode ist, die nicht nur die physische, sondern auch die emotionale und psychische Entwicklung deines Babys fördert, was sich direkt und positiv auf die Qualität und Dauer seines Schlafs auswirkt.
Häufig gestellte Fragen zur Babymassage
Ab wann kann ich mit der Babymassage beginnen?
Du kannst grundsätzlich direkt nach der Geburt mit sehr sanften Streicheleinheiten beginnen. In den ersten 1-3 Wochen sollte die Massage maximal 5 Minuten dauern und ohne Öl erfolgen. Ab der 4. Woche kannst du die Intensität steigern, Öle verwenden und die Dauer auf etwa 15 Minuten ausdehnen. Wichtig ist immer, auf die Signale deines Babys zu achten.
Welche Öle sind für die Babymassage am besten geeignet?
Am besten eignen sich natürliche, reine Pflanzenöle ohne Parfüm, Duft- oder Zusatzstoffe. Empfehlenswert sind Mandelöl, Sesamöl oder Jojobaöl. Für Babys mit Blähungen kann auch Fenchel-Kümmel-Öl aus der Apotheke hilfreich sein. Wichtig: Niemals ätherische Öle verwenden und vor der ersten Anwendung an einer kleinen Hautstelle auf Verträglichkeit testen. Im Gesicht des Babys sollte kein Öl verwendet werden.
Kann ich bei der Babymassage Fehler machen?
Solange du behutsam vorgehst, auf die Signale deines Babys achtest und die genannten Vorsichtsmaßnahmen (keine Massage bei Fieber, Nabelbruch, etc.) beachtest, kannst du nicht viel falsch machen. Das Wichtigste ist, dass sich dein Baby wohlfühlt. Wenn es unruhig wird, sich wegdreht oder weint, ist es Zeit für eine Pause oder ein Ende der Massage.
Wie lange sollte eine Babymassage dauern?
Zu Beginn, in den ersten 1-3 Wochen, genügen 5 Minuten. Ab der 4. Woche kannst du die Massage auf etwa 15 Minuten ausdehnen. Die ideale Dauer hängt jedoch stark von der Stimmung und Geduld deines Babys ab. Manche Babys genießen längere Massagen, andere sind nach wenigen Minuten schon zufrieden. Lass dein Baby das Tempo bestimmen.
Hilft Babymassage wirklich bei Schlafproblemen?
Ja, Babymassage kann maßgeblich zu einem besseren Schlaf beitragen. Sie fördert tiefe Entspannung, lindert Verdauungsbeschwerden, reduziert Stresshormone und stärkt die Bindung, was alles zu einem ruhigeren Einschlafen und einem längeren, erholsameren Schlaf führt. Zudem kann sie als festes Einschlaf-Ritual etabliert werden.
Was tun, wenn mein Baby die Massage nicht mag?
Nicht jedes Baby mag Massagen. Wenn dein Baby sich wegdreht, unruhig wird, steif ist oder weint, respektiere dies. Versuche es zu einem anderen Zeitpunkt oder an einem anderen Ort erneut. Es kann auch helfen, die Berührungen noch sanfter zu gestalten oder die Dauer zu verkürzen. Wenn dein Baby dauerhaft keine Freude daran hat, zwinge es nicht. Es gibt viele andere Wege, Nähe und Geborgenheit zu schenken.
Kann ich mein Baby durch zu viel Körperkontakt verwöhnen?
Nein, du kannst deinem Baby niemals zu viel Liebe, Nähe und Körperkontakt geben. Babys brauchen diese Zuwendung, um sich geborgen und sicher zu fühlen und sich gesund zu entwickeln. Körperkontakt und liebevolle Berührungen sind essenziell für die emotionale und psychische Entwicklung deines Kindes.
Fazit: Ein Geschenk der Liebe und Nähe
Die Babymassage ist eine wundervolle Möglichkeit, dir und deinem Kind etwas Gutes zu tun. Du kannst sie als tägliches Ritual in euren Alltag integrieren und zusätzlich nutzen, wenn dein Baby Verdauungsprobleme, Schlafstörungen oder andere Probleme hat, bei denen Entspannung guttut. Gleichzeitig stärkt die Babymassage eure Bindung zueinander und eignet sich daher auch besonders für Väter oder Mütter, die nicht stillen, um eine intensive Form der körperlichen Nähe aufzubauen.
Du kannst die Babymassage mit unserer kostenlosen Anleitung ganz einfach zu Hause durchführen. Möchtest du lieber einen Kurs besuchen, frag einfach mal deine Hebamme oder deine Krankenkasse nach Angeboten in deiner Nähe. Letztere übernehmen oft sogar ganz oder teilweise die Kosten, da die positiven Effekte auf die Gesundheit von Mutter und Kind anerkannt sind. Und zu guter Letzt noch ein wichtiger Hinweis, der nicht oft genug betont werden kann: Mach dir keine Sorgen, dass du dein Baby durch zu viele Streicheleinheiten verwöhnen könntest! Du kannst deinem Baby niemals zu viel Liebe, Nähe und Körperkontakt geben. Es ist ein Geschenk, das ein Leben lang nachwirkt.
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