Wie verwende ich ätherische Öle gegen Husten?

Aromatherapie: Natürliche Kraft für Wohlbefinden

12/09/2023

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Die Aromatherapie ist eine jahrhundertealte Praxis, die die Kraft von ätherischen Ölen nutzt, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Weit mehr als nur angenehme Düfte, sind diese konzentrierten Pflanzenextrakte wahre Multitalente, die in verschiedenen Kulturen seit Langem zur Förderung der Gesundheit eingesetzt werden. Insbesondere bei Atemwegserkrankungen entfalten sie ihre beeindruckende Wirkung und bieten eine natürliche Alternative oder Ergänzung zu konventionellen Behandlungen. Tauchen wir ein in die Welt der Aromatherapie und entdecken, wie sie unser Wohlbefinden auf vielfältige Weise bereichern kann.

Was ist Aromatherapie und Wie funktioniert sie?
Die Aromatherapie hat folgende Anwendungsmöglichkeiten: Bei Inhalation gelangen die ätherischen Öle über die Atemluft in die Atemwege und können gereizte und entzündete Schleimhäute der oberen und tiefen Atemwege therapieren. Die ganzheitliche Wirkung wird durch das Riechen der natürlichen Dufte vervollständigt.
Inhaltsverzeichnis

Was ist Aromatherapie und wie funktioniert sie?

Im Kern ist die Aromatherapie die Anwendung von ätherischen Ölen zur therapeutischen Zwecken. Diese Öle sind hochkonzentrierte flüchtige Verbindungen, die aus Pflanzen gewonnen werden und deren Essenz, Duft und Heilkräfte enthalten. Ihre Anwendung ist vielfältig, doch ein besonders effektiver Weg ist die Inhalation. Wenn ätherische Öle über die Atemluft aufgenommen werden, gelangen sie direkt in die Atemwege. Dort können sie gereizte und entzündete Schleimhäute der oberen und tiefen Atemwege gezielt therapieren. Die Wirkung ist jedoch nicht nur lokal begrenzt: Das Einatmen der natürlichen Düfte vervollständigt eine ganzheitliche Wirkung, die über die physische Ebene hinausgeht.

Die Wirkungsweise ätherischer Öle ist faszinierend und komplex. Sie entfalten ihre Effekte über zwei Hauptmechanismen:

  1. Über den Geruchssinn: Beim Riechen der Duftstoffe setzen diese effektive Impulse am Riechnerv frei. Diese Impulse werden innerhalb von Sekundenbruchteilen an spezifische Areale im Mittel- und Zwischenhirn weitergeleitet. Diese Gehirnbereiche sind von größter Bedeutung für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Sie sind beispielsweise für die Schmerzempfindung und -beurteilung, für Gedächtnis und Lernen, für Stimmung und Wahrnehmung sowie für das vegetative Nervensystem zuständig. Auf diese Weise beeinflussen ätherische Öle indirekt alle Organsysteme im Körper und können beispielsweise Stress reduzieren, die Stimmung aufhellen oder sogar die Schmerzwahrnehmung modulieren.
  2. Über pharmakologische/biochemische Mechanismen: Die Inhaltsstoffe der ätherischen Öle entfalten ihre Eigenschaften auch direkt am Zielort, beispielsweise in den Atemwegen. Hier können sie durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Die winzigen Moleküle der Öle können in den Blutkreislauf gelangen und so ihre Wirkung systemisch im Körper entfalten.

Vorteile der Aromatherapie mit ätherischen Ölen

Die medizinische Aromatherapie mit hochwertigen, zu 100 Prozent natürlichen ätherischen Ölen zeigt insbesondere bei Erkrankungen der Atemwege eine bemerkenswerte Wirkung. Zahlreiche Studien belegen die vielfältigen positiven Effekte bei Infektionen des respiratorischen Trakts. Das Wirkspektrum ausgewählter ätherischer Öle ist breit und reicht von der Förderung der Durchblutung über die Hemmung von Entzündungen und die Linderung von Schmerzen bis hin zu ausgeprägten antimikrobiellen Eigenschaften. Besonders hervorzuheben ist die nachgewiesene Wirkung der Aromatherapie mit ätherischen Ölen gegen Viren, Bakterien und sogar Pilze.

Bewährte Aromatherapie-Anwendungen bei Atemwegserkrankungen

Atemwegsinfektionen sind ein dankbares Einsatzgebiet für ätherische Öle. Bei fachkundiger Anwendung gelangen die Wirkstoffe durch die Inhalation sicher, einfach, zuverlässig und gut verträglich an den gewünschten Wirkort. Besonders bewährt haben sich hierbei ätherische Öle von Nadelhölzern wie Latschenkiefer, Weißtanne und Atlaszeder, aber auch Cajeput, Thymian, Oregano, Myrte und Eukalyptus.

Positive Effekte, die durch Studien belegt sind, umfassen:

  • Durchblutungsförderung in den Schleimhäuten
  • Entzündungshemmung
  • Regenerierende Wirkung auf geschädigte Schleimhäute
  • Erleichterung des Hustens und leichteres Abhusten von Sekret
  • Leichte Erweiterung der Bronchien, was das Atmen erleichtert
  • Effektive Wirkung gegen Viren, Bakterien und Pilze

Qualität und Anwendungsformen

In der medizinischen Aromatherapie kommen ausschließlich hochwertige, zu 100 Prozent natürliche ätherische Öle zum Einsatz. Diese werden in den meisten Fällen schonend durch Wasserdampfdestillation extrahiert. Citrusöle hingegen werden typischerweise durch Pressung der Schale gewonnen. Es handelt sich dabei um komplexe Gemische von meist mehr als 50, oft sogar über 100 unterschiedlichen Inhaltsstoffen, die alle zur Gesamtwirkung beitragen.

Die Anwendungsformen sind vielfältig und reichen von:

  • Einreibung und Massage
  • Inhalation (Dampf, Diffuser)
  • Teil- oder Vollbad
  • Kompresse und Wickel

Tradition trifft Wissenschaft

Ätherische Öle spielten bereits in der traditionellen Medizin vieler Hochkulturen eine bedeutende Rolle – von China, Tibet und Indien über Ägypten bis hin zur europäischen Klostermedizin. Heutzutage haben Wissenschaftler in hunderten seriösen Studien die Effekte von Einzelsubstanzen und Wirkstoffgemischen sowohl in der Grundlagenforschung als auch im klinischen Bereich detailliert beschrieben und belegt. Dies unterstreicht die Relevanz der Aromatherapie in der modernen Gesundheitsversorgung.

Sicherheit und Verträglichkeit in der Aromatherapie

Hochqualitative ätherische Öle zeichnen sich durch eine gute Verträglichkeit aus. Es ist jedoch essenziell, Produkte von schlechter oder fragwürdiger Qualität zu meiden, wie beispielsweise zu alte oder verfälschte Öle. Wichtig ist stets eine gut verträgliche Dosierung und Anwendung, um Reizungen zu verhindern. Dies ist besonders wichtig bei empfindsamen Personen oder in speziellen Zuständen:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kindesalter und hohes Alter
  • Epilepsie
  • Tumorerkrankungen

Konsultieren Sie im Zweifelsfall immer einen Arzt oder erfahrenen Aromatherapeuten.

Wie wirkt sich ätherisches Öl auf die Lunge aus?
Ätherische Öle könnten zur Prävention von Lungenkrankheiten eingesetzt werden. Sie scheinen die schädlichen Einflüsse aus der heute allgegenwärtigen Luftverschmutzung kompensieren zu können – wie Forscher verkündet haben.

Fertigprodukte versus individuelle Medizin

Bereits die Aromatherapie mit einem einzelnen ätherischen Öl von hoher Qualität kann gute Wirkungen erzielen. Die praktische Erfahrung zeigt jedoch, dass die Mischung von zumindest drei bis fünf verschiedenen ätherischen Ölen die Wirkung der Aromatherapie, insbesondere auf die Atemwege, noch verbessern kann. Der ganzheitliche Ansatz der Aromatherapie kommt hier verstärkt zur Geltung, da ein breiteres Spektrum an Wirkstoffen und Duftprofilen abgedeckt wird. Individuell zubereitete Mischungen bieten den Vorteil, dass sie nicht nur körperliche Symptome, sondern auch die Stimmungslage sowie die Gesamtheit von Körper, Geist und Seele positiv beeinflussen können. Daneben gibt es auch qualitativ hochwertige Fertigprodukte, die insbesondere in Apotheken oder im seriösen Fachhandel erhältlich sind.

Aromatherapie bei Erkältungen und grippalen Infekten: Praktische Anwendungen

Ätherische Öle sind wahre Helfer in der Erkältungszeit und bei grippalen Infekten. Viele besitzen stark antibakterielle und antivirale Eigenschaften, die Krankheitserreger effektiv abtöten oder abschwächen können. Zudem stärken sie die Immunabwehr und den gesamten Organismus. Einige wirken schleimlösend und auswurffördernd, was bei Husten, Bronchitis und Schnupfen Linderung verschafft. Andere wiederum haben fiebersenkende Eigenschaften. Oft vereinen ätherische Öle sogar mehrere dieser wertvollen Eigenschaften in sich.

Bei der Auswahl der ätherischen Öle für Erkältungskrankheiten sollten Sie nach folgenden Wirkungen Ausschau halten:

WirkungAnwendungsbereichBeispielöle (Erwachsene)
AntibakteriellBakterielle Erkältungen (Mandelentzündung, Halsentzündung), RaumluftdesinfektionThymian Ct. Thymol, Teebaum, Salbei
AntiviralVirale Infekte (Grippe, grippaler Infekt, Schnupfen), RaumluftdesinfektionRavintsara, Eukalyptus radiata, Zitrone
Schleimlösend & auswurfförderndErkrankungen mit Schleimbildung (Bronchitis, Husten, Schnupfen)Eukalyptus globulus, Cajeput, Fichtennadel
ImmunstimulierendAlle Erkältungserkrankungen, präventivZitrone, Ravintsara, Thymian Ct. Linalool
Stärkend & entspannendAllgemeine Stärkung, Förderung der ErholungLavendel fein, Orange, Ho-Baum

Wichtiger Hinweis zur Anwendung bei Kindern und Babys!

Für Kinder, Kleinkinder und Babys müssen altersgerechte und sichere ätherische Öle gewählt und entsprechend niedrig dosiert werden. Vorsicht ist geboten bei Ölen mit hohem Mentholgehalt (Ackerminze, Pfefferminze), Kampfergehalt oder Eukalyptolgehalt (1,8-Cineol), da diese bei Babies und Kleinkindern zu Kehlkopfkrämpfen oder Atemnot führen können. Diese Öle dürfen nicht in der Nähe des Gesichts von Babies und Kleinkindern angewendet werden!

  • Menthol (Pfefferminze, Ackerminze): Kann bei Babies und Kleinkindern zu Kehlkopfkrampf und im schlimmsten Fall zum Ersticken führen. Nicht für Babies und Kleinkinder geeignet.
  • Eukalyptol (1,8-Cineol) (Eukalyptus globulus, Eukalyptus radiata, Cajeput, Niaouli, Rosmarin Ct. Cineol): Wirkt stark schleimlösend. Babies und Kleinkinder können diesen Schleim oft nicht ausreichend abhusten. Eine Hyperämisierung (Mehrdurchblutung) kann die empfindliche Bronchialschleimhaut anschwellen lassen und zu lebensgefährlicher Atemnot führen. Für Babies nicht geeignet. Bei älteren Kindern nur sehr vorsichtig dosieren.
  • Sichere Öle für Babies (nur in niedrigster Dosierung): Atlaszedernöl, Benzoe-Siam-Öl, Angelikawurzel, Lavendelöl fein.

Anwendung von ätherischen Ölen bei Erkältungen

Aromalampe und Aromadiffuser

Verdampfte ätherische Öle in der Aromalampe oder im Diffuser können Keime in der Raumluft abtöten, die Immunabwehr stärken und das Durchatmen erleichtern. Empfohlene Öle: Eukalyptus globulus, Eukalyptus radiata, Cajeput, Salbei, Pfefferminze, Weißtanne, Fichtennadeln, Thymian, Lavandin. Dosierung: 2 – 6 Tropfen in Wasser, je nach Raumgröße. Nicht im Dauerbetrieb laufen lassen, idealerweise 1/2 Stunde an, dann 1/2 Stunde aus. Im Kinderzimmer elektrische Diffuser verwenden (Brandgefahr bei Kerzen).

Raumsprays

Praktisch für die schnelle Raumbeduftung und Desinfektion. Mischung: 100 ml Wodka, Wasser oder Hydrolat mit 40 – 60 Tropfen ätherischer Öle in einer Sprühflasche. Vor Gebrauch gut schütteln. Einige Sprühstöße mehrmals täglich genügen. Beispielmischungen: 15 Tr. Zitronenöl + 10 Tr. Thymian Ct. Thymol (oder Ct. Linalool für Kinder) + 15 Tr. Lavandin; oder 20 Tr. Eukalyptus radiata (oder Cajeput für Kinder) + 20 Tr. Orangenöl. Regelmäßiges Stoßlüften nicht vergessen!

Kissensprays

Fördern erholsamen Schlaf und stärken das Immunsystem. Mischung: 100 ml Wodka, Wasser oder Hydrolat mit 20 – 40 Tropfen ätherischer Öle in einer Sprühflasche. Kombinieren Sie schlaffördernde, beruhigende Öle mit immunstimulierenden und atemwegserleichternden Ölen. Beispiel: 20 Tr. Lavendel fein + 10 Tr. Mandarine oder Orange + 10 Tr. Cajeput (oder 5 Tr. Eukalyptus radiata).

Erkältungsbad

Ein duftendes Bad entspannt und stärkt die Abwehrkräfte. Wichtig: Ätherische Öle nie direkt ins Badewasser geben, da sie sonst die Haut reizen können. Immer einen Emulgator verwenden (Salz, Honig, Sahne, Mulsifan). Für ein Vollbad 5 – 8 Tropfen ÄÖ mit 2 – 3 EL Salz verreiben. Badetemperatur ca. 37 Grad Celsius, Dauer 10-15 Minuten. Beispielmischungen: 20 Tr. Eukalyptus globulus oder E. radiata (Cajeput für Kinder) + 20 Tr. Orange; oder 20 Tr. Weißtanne + 20 Tr. Orange.

Aroma-Dusche

2 – 3 Tropfen ätherisches Öl auf den Duschboden (weg vom Ablauf) tropfen. Der warme Wasserdampf verwandelt die Duschkabine in ein Mini-Dampfbad. Geeignet sind Öle wie Eukalyptus globulus, Eukalyptus radiata, Cajeput, Salbei, Pfefferminze, Weißtanne, Fichtennadeln, Lavandin.

Dampfinhalation

Hilft bei Atemwegsinfektionen mit antiseptischen und schleimlösenden Ölen. Schüssel mit heißem (nicht kochendem!) Wasser vorbereiten. 1 – 2 Tropfen ätherisches Öl in 1 – 2 TL Salz verreiben und im Wasser verteilen. Kopf über die Schüssel halten, mit Handtuch bedecken und Dämpfe tief einatmen (Augen schließen). Danach Gesicht abtrocknen, nachruhen und nicht ins Freie gehen. Nicht für Asthmatiker oder COPD-Patienten geeignet. Kinder unter 6 Jahren nie alleine inhalieren lassen. Erwachsene: Eukalyptus globulus, Eukalyptus radiata, Thymian Ct. Thymol, Pfefferminze, Cajeput. Kinder: Cajeput, Niaouli, Thymian Ct. Linalool, Teebaum, Lavandin, Ho-Baum.

Welche Vorteile bietet die Aromatherapie mit ätherischen Ölen?
Besonders hervorzuheben ist dabei eine nachgewiesene Wirkung der Aromatherapie mit ätherischen Ölen gegen Viren. Bei der Aromatherapie mit ätherischen Ölen setzen die einzelnen Duftstoffe durch das Riechen effektive Impulse am Riechnerv.

Inhalierstifte

Praktisch für unterwegs bei Schnupfen. Ca. 6 Tropfen ätherisches Öl auf den Wattestab tropfen und in den Stift geben. Erwachsene: Pfefferminze, Eukalyptus globulus, Eukalyptus radiata, Thymian Ct. Linalool. Kinder > 3 Jahre: Mandarine, Orange, Cajeput, Niaouli, Teebaum, Thymian Ct. Linalool, Weißtanne. Für Babies nicht geeignet.

Nasenöl

Pflegt gereizte Haut und lässt Schleimhaut abschwellen. Nur niedrigst dosiert anwenden (Erwachsene < 1%, Kinder < 0,5%). 2 – 4 mal täglich 1 Tropfen in jedes Nasenloch. Erwachsene: 4 Tropfen ÄÖ auf 30 ml Johanniskrautöl oder Ringelblumenöl (z.B. Zypresse, Thymian Ct. Linalool, Lavandin, Benzoe Siam). Kinder: 2 Tropfen ÄÖ auf 30 ml Öl (z.B. Lavendel fein, Ho-Baum). Für Babies nicht geeignet.

Nasenbalsam

Pflegt wunde Haut um die Nase und befreit sanft. Rezept: Wollwachs, Bienenwachs, Johanniskrautöl oder Ringelblumenöl schmelzen, ÄÖ dazugeben und in Tiegel abfüllen. Dosierung nach Alter anpassen (Erwachsene 1%, Kinder 0,5%, Babies 0,2%). Beispiel Babies: 3 Tr. ÄÖ (1 Tr. Angelikawurzel, 1 Tr. Majoran, 1 Tr. Lavendel fein) auf 3 EL Wollwachs, 1 EL Johanniskrautöl, 1 TL Bienenwachs.

Brustbalsam

Verbessert das freie Durchatmen und befreit die Atemwege. Auf Brust und oberen Rücken auftragen. Rezept: Trägeröl (Johanniskrautöl), Bienenwachsperlen schmelzen, ÄÖ dazugeben. Dosierung nach Alter (Erwachsene 3%, Kinder über 6 Jahren 2%, Kinder unter 6 Jahren 1%, Babies < 3 Monate 0,5%). Beispiel Babies: 10 Tr. ÄÖ (6 Tr. Lavendel fein, 2 Tr. Atlaszeder, 2 Tr. Benzoe Siam) auf 100g Trägeröl.

Gurgelsalz

Bei Halsschmerzen und Mandelentzündung. 1 TL naturbelassenes Salz mit 1 – 2 Tropfen ätherischen Ölen verreiben und in 1/2 Glas warmem Wasser lösen. Mehrmals täglich gurgeln. Erwachsene: Thymian Ct. Thymol, Ravintsara, Zitrone, Teebaum. Kinder: Cajeput, Zitrone, Teebaum, Thymian Ct. Linalool.

Ätherische Öle und die Lunge: Prävention und Schutz

Jenseits der akuten Behandlung von Atemwegsinfektionen könnten ätherische Öle auch eine Rolle bei der Prävention von Lungenkrankheiten spielen. Forscher haben Anzeichen dafür gefunden, dass sie in der Lage sein könnten, die schädlichen Einflüsse der heute allgegenwärtigen Luftverschmutzung zu kompensieren. Dies eröffnet spannende Perspektiven für den langfristigen Schutz unserer Atemwege und unserer allgemeinen Gesundheit in einer zunehmend belasteten Umwelt. Die Forschung in diesem Bereich ist vielversprechend und unterstreicht das Potenzial von ätherischen Ölen als wichtigen Baustein für ein gesundes Leben.

Was hilft bei Infektionen der Atemwege?
Bei Infektionen der Atemwege hilft eine Dampfinhalation mit antiseptischen (keimtötenden) und bei Bedarf schleimlösenden ätherischen Ölen. Schüssel mit heißem Wasser (nicht kochend – Verbrühungsgefahr!) vorbereiten. 1 – 2 Tropfen ätherisches Öl in 1 – 2 TL Salz verreiben und im Wasser verteilen.

Häufig gestellte Fragen zur Aromatherapie

Was ist der Unterschied zwischen einem Aromaöl und einem ätherischen Öl?

Ein ätherisches Öl ist ein reines, natürliches Pflanzenextrakt, das durch Destillation oder Pressung gewonnen wird und die gesamte therapeutische Kraft der Pflanze enthält. Ein Aromaöl hingegen kann synthetische Duftstoffe, Verdünnungsmittel oder andere Zusätze enthalten und hat in der Regel keine therapeutische Wirkung.

Sind ätherische Öle sicher für Schwangere?

Die Anwendung ätherischer Öle während der Schwangerschaft sollte nur unter fachkundiger Anleitung und mit größter Vorsicht erfolgen. Viele Öle sind in dieser Zeit kontraindiziert. Es gibt jedoch einige wenige, die in sehr geringer Dosierung als sicher gelten, wie z.B. Lavendel fein oder Mandarine. Immer einen Arzt oder erfahrenen Aromatherapeuten konsultieren.

Kann man ätherische Öle einnehmen?

Die orale Einnahme ätherischer Öle ist in den meisten Fällen nicht empfehlenswert und sollte nur unter ärztlicher Aufsicht und mit speziell dafür zugelassenen, reinen Ölen erfolgen. Viele ätherische Öle sind bei innerlicher Anwendung toxisch oder können die Schleimhäute reizen.

Wie lagere ich ätherische Öle richtig?

Ätherische Öle sollten dunkel, kühl und gut verschlossen gelagert werden, idealerweise in Braunglasflaschen. So bleiben ihre Qualität und Wirksamkeit länger erhalten. Direkte Sonneneinstrahlung und Hitze sollten vermieden werden.

Wie lange sind ätherische Öle haltbar?

Die Haltbarkeit variiert je nach Öl. Zitrusöle sind oft nur 1-2 Jahre haltbar, während Harze oder Holzöle mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte haltbar sein können. Achten Sie auf das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum und verlassen Sie sich auf Ihren Geruchssinn: Wenn das Öl ranzig oder unangenehm riecht, ist es wahrscheinlich nicht mehr gut.

Die Aromatherapie ist eine wunderbare Ergänzung für die Hausapotheke und bietet vielfältige Möglichkeiten, das Wohlbefinden auf natürliche Weise zu fördern. Mit dem richtigen Wissen und Respekt vor der Kraft der Natur können Sie die positiven Effekte dieser ganzheitlichen Heilmethode sicher nutzen.

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