28/06/2025
Die Naturheilkunde erfreut sich wachsender Beliebtheit, da immer mehr Menschen einen ganzheitlichen Ansatz für ihre Gesundheit suchen. Im Herzen dieser Bewegung stehen Naturheiltherapeuten, die sich der Bewahrung traditioneller Volksmedizin und der Naturheilkunde verschrieben haben. Ihr Fokus liegt auf dem Menschen als Ganzes, Körper und Geist in Einheit betrachtend, um die natürlichen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Doch gerade in Österreich gibt es Besonderheiten, die es zu beachten gilt, wenn man diesen Berufsweg einschlagen möchte. Während zertifizierte Naturheiltherapeuten existieren, ist die Ausübung dieser Tätigkeit ohne medizinische Ausbildung gesetzlich nicht erlaubt. Begriffe wie Naturheilpraktiker oder Naturheiler finden in Österreich keine offizielle Anerkennung. Dennoch gibt es gangbare Wege, wie etwa die Tätigkeit als Energetiker oder Humanenergetiker, die als freies Gewerbe ausgeübt werden kann. Dieser Artikel beleuchtet die Ausbildungsmöglichkeiten, die Inhalte und die rechtlichen Rahmenbedingungen für angehende Naturheiltherapeuten und Energetiker in Österreich.

Die Philosophie und Rolle des Naturheiltherapeuten
Naturheiltherapeuten folgen einem tiefgreifenden, ganzheitlichen Prinzip in ihrer Arbeit. Sie betrachten den Menschen nicht nur als eine Summe von Symptomen, sondern als ein komplexes Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele. Ihr primäres Ziel ist es, die Selbstheilungskräfte von Patienten mithilfe spezieller naturheilkundlicher Methoden zu aktivieren und zu stärken. Dies geschieht durch eine individuelle Herangehensweise, die auf die einzigartigen Bedürfnisse jedes Einzelnen zugeschnitten ist. Naturheiltherapeuten sehen ihre Behandlungsmethoden oft als wertvolle Ergänzung oder sogar als Alternative zur etablierten Schulmedizin, insbesondere wenn es um die Prävention oder die Unterstützung bei chronischen Beschwerden geht. Darüber hinaus engagieren sie sich aktiv für eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung. Sie beraten Menschen umfassend zu diesen Themen, um ihnen zu helfen, ein vitales und gesundes Leben zu führen und ihre Gesundheit langfristig zu erhalten oder zu verbessern.
Die vielfältigen Aufgaben eines Naturheiltherapeuten
Die Hauptaufgabe von Naturheiltherapeuten ist es, die körpereigenen Selbstheilungskräfte ihrer Patienten zu stärken oder zu aktivieren. Dies erreichen sie durch das Anwenden althergebrachter und bewährter Methoden. Sie leiten Menschen an, wie sie ihre inneren Ressourcen am besten nutzen können, und unterstützen sie dabei aktiv. Das Spektrum der angewandten Methoden ist breit und kann je nach individueller Situation variieren. Dazu gehören beispielsweise Lichttherapien, die zur Beeinflussung des Biorhythmus und zur Stimmungsaufhellung eingesetzt werden können, sowie Aromatherapien, bei denen ätherische Öle zur Förderung des Wohlbefindens und zur Linderung von Beschwerden genutzt werden. Auch Meridianstreichungen, eine Technik aus der traditionellen chinesischen Medizin, die den Energiefluss im Körper harmonisieren soll, finden Anwendung. In vielen Fällen werden zudem Heilkräuter und homöopathische Mittel eingesetzt, die auf die natürlichen Wirkstoffe der Natur setzen, um sanfte Heilungsprozesse zu initiieren und zu unterstützen. Die Beratung und Begleitung der Patienten auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden steht dabei stets im Vordergrund.
Voraussetzungen: Für wen ist die Ausbildung geeignet?
Eine Ausbildung zum Naturheiltherapeuten oder zur Naturheiltherapeutin ist eine Berufung und erfordert bestimmte persönliche Eigenschaften sowie ein tiefes Interesse an den zugrundeliegenden Prinzipien. Sie eignet sich in erster Linie für Personen, die:
- Respektvoll und verantwortungsbewusst mit Menschen umgehen können: Dies ist die Grundlage jeder therapeutischen Tätigkeit. Es geht darum, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und die individuelle Situation jedes Patienten ernst zu nehmen.
- Imstande sind, eigene Grenzen zu erkennen: Ein Naturheiltherapeut muss wissen, wann die Grenzen der Naturheilkunde erreicht sind und wann eine schulmedizinische Behandlung oder die Konsultation eines Arztes unerlässlich ist. Dies erfordert Urteilsvermögen und Professionalität.
- Die Naturheiltherapie als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin betrachten: Es geht nicht darum, die Schulmedizin abzulehnen, sondern die Naturheilkunde als eine wertvolle Erweiterung des Behandlungsspektrums zu sehen, die in vielen Fällen unterstützend oder präventiv wirken kann.
- Über ein günstiges Maß an Empathie verfügen: Die Fähigkeit, sich in die Gefühlswelt der Patienten hineinzuversetzen und ihre Bedürfnisse zu verstehen, ist entscheidend für eine erfolgreiche Begleitung.
- Ein ausgeprägtes Interesse an traditionellen Naturheilmethoden besitzen: Dies beinhaltet die Bereitschaft, sich mit alten Lehren und neuen Erkenntnissen auseinanderzusetzen und diese in die eigene Arbeit zu integrieren.
- Kenntnisse der Heilkräuterkunde mitbringen oder sich diese aneignen wollen: Viele naturheilkundliche Ansätze basieren auf der Verwendung von Pflanzen und ihren Wirkstoffen.
Diese Eigenschaften sind entscheidend, um den komplexen Anforderungen des Berufs gerecht zu werden und Patienten auf ihrem Heilungsweg bestmöglich zu unterstützen.
Einkommen und berufliche Perspektiven in Österreich
Die Frage nach dem Einkommen ist für viele angehende Naturheiltherapeuten von großer Bedeutung, doch in Österreich ist die Situation aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen speziell. Die Ausübung des Gewerbes als Naturheiltherapeut oder Energetiker ist in Österreich ein selbstständiges und freiberufliches Gewerbe. Das daraus erzielte Einkommen ist somit stark vom Erfolg der eigenen Praxis abhängig und kann nicht pauschal beziffert werden. Es gibt keine festen Gehälter oder Tarifverträge, da man in der Regel selbstständig tätig ist. Der Verdienst hängt von Faktoren wie der Anzahl der Klienten, dem Preis der angebotenen Leistungen, dem Standort der Praxis und dem eigenen Marketing ab. Wer in Österreich jedoch über ein abgeschlossenes Medizinstudium verfügt, kann die Naturheiltherapie als alternativmedizinische Behandlungsmethode im Rahmen seiner ärztlichen Tätigkeit anbieten. Aus diesem Grund bieten manche Ärzte Naturheiltherapie als zusätzliche Behandlungsmethode bei bestimmten Krankheiten an, was ihnen ermöglicht, ihren Patienten ein breiteres Spektrum an Heilmethoden zugänglich zu machen.
Inhalte, Struktur und Dauer einer Ausbildung zum Naturheiltherapeuten
Da es in Österreich keine gesetzlich geregelte Ausbildung zum Naturheiltherapeuten gibt, bieten private Anbieter Lehrgänge an, die oft in einzelne Module gegliedert sind. Diese Ausbildungen zielen vor allem auf die Qualitätssicherung im Bereich der Naturheiltherapie ab und vermitteln umfassendes Wissen. Zu den wichtigsten Ausbildungsinhalten zählen dabei:
- Die naturheilkundliche Diagnostik: Hier lernen die Teilnehmer, den Körper auf ganzheitliche Weise zu lesen. Dazu gehören detaillierte Untersuchungen von Zunge (Zungendiagnose), Iris (Iridologie), Gesicht (Gesichtsdiagnose) sowie Bauch (Palpation und Anamnese zur Beurteilung der Organe und des Verdauungssystems).
- Die traditionelle Naturheilkunde: Dieser Bereich umfasst altes Wissen und bewährte Heilmethoden. Dazu zählen beispielsweise die Humoralmedizin, eine Lehre von den Körpersäften (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle), die das Gleichgewicht im Körper beeinflussen, oder die Lehre von den Blutsäften, die auf ähnlichen Prinzipien basiert.
- Die Laborkunde: Hier erwerben die Kursteilnehmer die Fähigkeit, Laborwerte aus einer naturheilkundlichen Perspektive zu interpretieren. Dies ermöglicht es ihnen, Zusammenhänge zu erkennen, die über die schulmedizinische Interpretation hinausgehen und Hinweise auf Ungleichgewichte im Körper geben können.
- Die Darmsanierung: Ein zentraler Pfeiler der Naturheilkunde. Darunter fallen die Kenntnis der komplexen Darmflora, des Mikrobioms und das faszinierende Zusammenspiel von Gehirn und Darm (Darm-Hirn-Achse), das einen erheblichen Einfluss auf die gesamte Gesundheit hat.
Darüber hinaus beschäftigen sich die Teilnehmer in einer derartigen Ausbildung intensiv mit mentalen Entspannungsmethoden wie Meditation, Achtsamkeitsübungen oder Atemtechniken, die zur Stressreduktion und zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen. Auch die Heilkräuterkunde, das Wissen um die Anwendung und Wirkung von Heilpflanzen, ist ein fester Bestandteil. Traditionelle Heilmethoden aus verschiedenen Kulturen werden ebenfalls zur Kenntnis gebracht, um ein breites Spektrum an therapeutischen Ansätzen zu ermöglichen. Viele dieser Lehrgänge schließen mit einem Diplom oder einem Zertifikat ab. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Zertifikate in Österreich keine gesetzliche Gültigkeit für die Ausübung des Heilberufs haben, sofern keine medizinische Ausbildung vorliegt.
Ausbildungsanbieter für Naturheiltherapeuten in Österreich
In Österreich gibt es, wie bereits erwähnt, keine staatlich geregelte Ausbildung zum Naturheiltherapeuten. Die gewerbliche Ausübung als Naturheilpraktiker ist sogar untersagt und kann rechtliche Konsequenzen haben. Dies ist ein entscheidender Punkt, den angehende Praktiker unbedingt beachten müssen. Viele Menschen, die in diesem Bereich tätig sein möchten, finden jedoch einen legalen Weg über die Tätigkeit als Energetiker. Dabei handelt es sich um ein freies Gewerbe, das keine spezifische vorgeschriebene Ausbildung erfordert. Die Tätigkeit des Energetikers ähnelt in vielen Aspekten der des Naturheiltherapeuten, da sie sich ebenfalls auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte und die ganzheitliche Betrachtung des Menschen konzentriert. Die meisten Naturheiltherapeuten in Österreich, die diese Tätigkeit ausüben, sind oft Mitglieder eines Dachverbands, der bestimmte Ausbildungen anbietet und Diplome vergibt, um eine gewisse Qualität und Standardisierung zu gewährleisten.
Ein solcher Dachverband ist der Verband der ganzheitlichen Naturheiltherapeuten Österreichs (VGNÖ), der fundierte Ausbildungen anbietet. Aber auch jene, die diesem Dachverband nicht angehören, können sich einer privaten Ausbildung an einem Institut unterziehen. Wer sich für den Beruf des Naturheiltherapeuten in Österreich interessiert, kann spezielle Ausbildungen in Angriff nehmen, die von einigen privaten Anbietern geboten werden, um sich das notwendige Wissen und die Fähigkeiten anzueignen.
Im Folgenden finden Sie eine Übersicht einiger bekannter Anbieter und ihrer Angebote:
| Anbieter | Standort/Art | Fokus der Ausbildung | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| KUGE Akademie | Günsendorf, St. Pölten | Naturheiltherapeut | Konzipiert für schnellen Praxisaufbau (nach 1 Jahr), praxisorientiert |
| Institut Besser Leben | Bad Tatzmannsdorf, Oberwart | Humanenergetiker | Fokus auf energetische Methoden, freies Gewerbe |
| VGNÖ (Verband der ganzheitlichen Naturheiltherapeuten Österreichs) | Österreichweit (Dachverband) | Ganzheitlicher Naturheiltherapeut (GNT) | Dreistufiges Modell (zertifizierter, diplomierter, Master GNT), fundierte Diplomausbildung |
| ZentrumTier Österreich | Georgenberg (Salzburg) | Tierheilmasseur, alternativmedizinische Tätigkeiten | Kein Fernstudium, Fokus auf Tierenergetik/Tiermassage |
| FH Campus Wien | Wien | Ganzheitliche Therapie und Salutogenese (Master MSc) | Akademisches Studium, berufsbegleitend, für Gesundheitsberufe mit Bachelor |
Tierheilpraktiker in Österreich: Eine verwandte, aber andere Welt
Ähnlich wie bei den Human-Naturheiltherapeuten ist die Situation für Tierheilpraktiker in Österreich geregelt. Tierheilpraktiker behandeln Tiere mithilfe von alternativen Heilmethoden und arbeiten in den meisten Fällen freiberuflich, oft direkt bei den Tierbesitzern zu Hause. Auch hier ist die gewerbliche Ausübung dieses Berufs in Österreich verboten. Aus diesem Grund arbeiten Tierheilpraktiker in Österreich meist als Tierenergetiker oder als Tiermasseure, um legal tätig sein zu können.
Für die Ausbildung zum Tierheilpraktiker stehen in erster Linie Schulen aus Deutschland zur Verfügung, da dort die rechtliche Anerkennung anders ist. Es ist möglich, die notwendigen Kenntnisse auch mittels Fernstudium zu erwerben. Einige empfehlenswerte deutsche Anbieter sind:
- sgd: Bietet ein Fernstudium zum Tierheilpraktiker an, das sich über einen Zeitraum von 20 Monaten erstreckt.
- ILS: Auch die deutsche Fernschule ILS ermöglicht ein Fernstudium zum Tierheilpraktiker, ebenfalls mit einer Dauer von 20 Monaten, die bei Bedarf verlängert werden kann. Das ILS bietet zudem das Fernstudium Praktische Homöopathie an, das eine perfekte Vorbereitung zur Ausbildung zum Naturheiltherapeuten darstellt.
- Rolf-Schneider-Akademie: Eine in Deutschland staatlich anerkannte Ausbildung zum Tierheilpraktiker. Dieser Fernstudienlehrgang dauert 24 Monate und liefert eine fundierte tiermedizinische Ausbildung. Personen mit medizinischer Vorbildung können hier sogar den Abschluss als tierärztlich geprüfter Tierheilpraktiker erlangen.
- BTB (Bildungswerk für therapeutische Berufe): Bietet eine 24-monatige Ausbildung zum geprüften Tierheilpraktiker an, die mit einem Zertifikat abschließt.
- Impulse e.V.: Die Fernschule für freie Gesundheitsberufe gewährleistet ebenfalls eine 24-monatige Ausbildung zum Tierheilpraktiker, die mit einem Zertifikat abschließt.
Das ZentrumTier in Georgenberg südlich von Salzburg bietet eine Ausbildung zum Tierheilmasseur, verbunden mit anderen alternativmedizinischen Tätigkeiten an. Allerdings handelt es sich dabei um kein Fernstudium, sondern um Präsenzunterricht.
Akademische Wege zur ganzheitlichen Therapie
Für Personen, die ein akademisches Studium anstreben und sich für Naturheilkunde und alternativmedizinische Behandlungen interessieren, bietet sich eine besondere Möglichkeit an der FH Campus Wien. Dort wird ein berufsbegleitendes Studium für Ganzheitliche Therapie und Salutogenese angeboten. Diese viersemestrige Ausbildung schließt mit einem Master (MSc) ab und richtet sich an Personen, die bereits über ein abgeschlossenes Bachelorstudium oder eine vergleichbare Ausbildung in einem Gesundheitsberuf verfügen. Dazu zählen Ärzte, Psychologen, Apotheker, aber auch Hebammen und Psychotherapeuten. Dieses Studium bietet eine wissenschaftlich fundierte Perspektive auf ganzheitliche Ansätze und ist eine hervorragende Option für bereits etablierte Gesundheitsfachkräfte, die ihr Wissen im Bereich der Naturheilkunde erweitern möchten.
Den richtigen Ausbildungsanbieter wählen: Worauf Sie achten sollten
Gerade bei Ausbildungen, die nicht gesetzlich geregelt sind, wie im Bereich des Naturheiltherapeuten oder der Energetik, ist es oft eine Herausforderung, den passenden und seriösen Anbieter zu finden. Bei der Vielzahl an Angeboten ist es wichtig, die „Spreu vom Weizen“ zu trennen, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu gewährleisten. Wer sich für ein Fernstudium oder eine Ausbildung zum Naturheiler interessiert, sollte in erster Linie einen seriösen Anbieter wählen. Dafür sind mehrere Faktoren ausschlaggebend:
- Transparenz: Ein guter Anbieter informiert klar und deutlich über Ausbildungsinhalte, Kosten, Dauer und die Abschlüsse.
- Referenzen und Erfahrungsberichte: Suchen Sie nach Meinungen ehemaliger Studenten oder Absolventen.
- Qualifikation der Dozenten: Achten Sie darauf, dass die Lehrenden über fundiertes Fachwissen und praktische Erfahrung verfügen.
- Struktur und Lehrplan: Der Lehrplan sollte logisch aufgebaut sein und alle relevanten Themenbereiche abdecken.
- Praxisbezug: Auch wenn es sich um theoretische Ausbildungen handelt, ist ein Bezug zur praktischen Anwendung wichtig.
- Beratung: Ein seriöser Anbieter bietet umfassende Beratung vor, während und nach der Ausbildung an.
- Anerkennung des Abschlusses: Auch wenn die Zertifikate in Österreich keine gesetzliche Gültigkeit als Heilberuf haben, können sie von Berufsverbänden oder Dachorganisationen anerkannt sein, was für die spätere Berufsausübung von Vorteil ist.
Eine sorgfältige Recherche und das Einholen mehrerer Angebote sind unerlässlich, um die beste Entscheidung für Ihre berufliche Zukunft zu treffen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist die Tätigkeit als Naturheiltherapeut in Österreich legal?
Die Ausübung als Naturheiltherapeut oder Naturheilpraktiker ohne medizinische Ausbildung ist in Österreich nicht erlaubt und gilt als illegal. Es besteht jedoch die Möglichkeit, als Energetiker oder Humanenergetiker ein freies Gewerbe zu betreiben, dessen Tätigkeiten denen des Naturheiltherapeuten ähneln.
Was ist der Unterschied zwischen einem Naturheiltherapeuten und einem Energetiker in Österreich?
Im Grunde sind die Tätigkeiten sehr ähnlich, da beide die Selbstheilungskräfte aktivieren und ganzheitlich arbeiten. Der entscheidende Unterschied liegt in der rechtlichen Anerkennung: Der Begriff 'Naturheiltherapeut' ist in Österreich nicht geschützt und die Heilbehandlung ohne medizinische Ausbildung verboten. 'Energetiker' ist ein freies Gewerbe, das in einem anderen rechtlichen Rahmen agiert und keine spezifische Ausbildung erfordert, aber dennoch fundiertes Wissen voraussetzt.
Wie lange dauert eine Ausbildung zum Naturheiltherapeuten oder Energetiker?
Die Dauer variiert stark je nach Anbieter und Umfang der Ausbildung. Private Lehrgänge können von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren dauern, oft modular aufgebaut. Die Diplomausbildung des VGNÖ erfolgt beispielsweise in einem dreistufigen Modell. Akademische Studiengänge wie der Master an der FH Campus Wien dauern vier Semester.
Muss ich eine medizinische Vorbildung haben, um Naturheiltherapeut zu werden?
Für die Ausübung als 'Naturheiltherapeut' im Sinne einer Heilbehandlung ist in Österreich eine medizinische Ausbildung (z.B. Medizinstudium) notwendig. Für die Tätigkeit als Energetiker ist keine spezifische Vorbildung gesetzlich vorgeschrieben, aber eine fundierte Ausbildung bei einem seriösen Anbieter ist dringend empfohlen.
Welche Kosten sind mit einer Ausbildung verbunden?
Die Kosten variieren stark je nach Anbieter, Dauer und Umfang der Ausbildung. Da es sich um private Angebote handelt, gibt es keine festen Sätze. Interessenten sollten sich direkt bei den jeweiligen Instituten nach den genauen Gebühren erkundigen. Diese können von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro reichen.
Kann ich als Tierheilpraktiker in Österreich arbeiten?
Nein, die Ausübung als Tierheilpraktiker ist in Österreich ebenfalls verboten. Viele arbeiten stattdessen als Tierenergetiker oder Tiermasseure, um legal alternative Methoden bei Tieren anwenden zu können. Ausbildungen zum Tierheilpraktiker werden hauptsächlich von Schulen in Deutschland angeboten, oft als Fernstudium.
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