Kann man einen Akku auch ohne Ladegerät Aufladen?

Akku Laden: Notlösungen und Qi-Komfort

13/09/2023

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Stellen Sie sich vor: Sie sind unterwegs, Ihr Smartphone-Akku meldet sich mit den letzten Prozenten, und kein Ladegerät ist in Sicht. Eine frustrierende Situation, die wohl jeder schon einmal erlebt hat. Doch was, wenn es Notlösungen gäbe, um Ihrem Gerät wieder Leben einzuhauchen? Und wie sieht die Zukunft des Ladens aus, die uns von Kabeln befreit und ein Höchstmaß an Komfort verspricht? Dieser Artikel beleuchtet beide Aspekte: ungewöhnliche Methoden zur Notladung Ihres Akkus und die faszinierende Welt des kabellosen Ladens mit der Qi-Technologie.

Kann man einen Akku auch ohne Ladegerät Aufladen?
So kannst du einen Akku auch ohne Ladegerät aufladen: Entferne den Akku aus dem Gerät. Du brauchst freien Zugang zu den Kontakten des Akkus. Denke daran, dass es mittlerweile Mobiltelefone gibt, bei denen der Akku nicht herausgenommen werden kann. Das gilt vor allem für Apple Geräte.
Inhaltsverzeichnis

Notfall-Laden: Akku ohne Ladegerät aufladen

Die Vorstellung, einen Akku ohne sein spezifisches Ladegerät aufzuladen, mag auf den ersten Blick wie ein Zaubertrick erscheinen. Doch es ist reine Physik. Energie kann nicht aus dem Nichts erschaffen werden; sie kann lediglich von einer Form in eine andere umgewandelt werden – das ist der grundlegende Energieerhaltungssatz. Wenn Ihr Akku leer ist, benötigen Sie eine externe Energiequelle, um ihn wieder aufzuladen. Eine unorthodoxe, aber unter bestimmten Umständen mögliche Methode ist die Nutzung anderer Batterien.

Was Sie dafür benötigen und warum es funktioniert

Um einen Akku mit anderen Batterien aufzuladen, müssen Sie verstehen, dass sowohl der Akku Ihres Geräts als auch gewöhnliche AA-, AAA- oder 9-Volt-Batterien mit Gleichstrom (DC) arbeiten. Der Strom aus der Steckdose hingegen ist Wechselstrom (AC), der erst von einem Ladegerät in Gleichstrom umgewandelt wird. Für diese Notlösung benötigen Sie Folgendes:

  • Den Akku aus Ihrem Gerät (falls entnehmbar).
  • Mehrere AA- oder AAA-Batterien oder eine 9-Volt-Blockbatterie.
  • Zwei isolierte Metalldrähte (außer den Enden).
  • Optional: Klebeband oder kleine Klammern zur Fixierung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Notfall-Laden

Beachten Sie, dass diese Methode ein gewisses Risiko birgt und nur im absoluten Notfall angewendet werden sollte. Eine falsche Verbindung kann Ihr Gerät dauerhaft beschädigen. Sicherheit geht vor!

  1. Akku aus dem Gerät entfernen

    Dies ist der erste und entscheidende Schritt. Sie benötigen freien Zugang zu den Kontakten des Akkus. Bei vielen Android- oder Windows-Handys lässt sich die Rückabdeckung entfernen. Bei Apple-Geräten oder neueren Smartphones ist der Akku oft fest verbaut und nicht ohne Weiteres zugänglich. Vergewissern Sie sich im Vorfeld, ob Ihr Akku entnehmbar ist, und versuchen Sie nicht, ihn gewaltsam zu entfernen.

  2. Geeignete Batterien auswählen

    Ihre Hilfsbatterien sollten Gleichstrom liefern. Handelsübliche AA- und AAA-Batterien liefern jeweils 1,5 V. Eine 9-V-Blockbatterie ist ebenfalls eine Option. Moderne Handyakkus benötigen meist über 3,7 V DC zum Laden. Um diese Spannung zu erreichen, müssen Sie mehrere AA- oder AAA-Batterien in Reihe schalten. Zum Beispiel liefern drei AA-Batterien in Reihe geschaltet 1,5 V + 1,5 V + 1,5 V = 4,5 V, was für viele Smartphone-Akkus ausreichend ist.

  3. Pole identifizieren

    Auf handelsüblichen Batterien sind Plus (+) und Minus (-) deutlich gekennzeichnet. Bei den meisten Smartphone-Akkus ist der Plus-Pol der äußerste Kontakt, während der Minus-Pol der Kontakt ist, der am weitesten in der Mitte des Akkus liegt. Die mittleren Kontakte dienen in der Regel der Temperaturregulierung oder anderen Funktionen und sollten nicht verbunden werden.

  4. Verbinden der Drähte

    Nehmen Sie die zwei isolierten Metalldrähte. Verbinden Sie den Plus-Pol Ihrer Hilfsbatterien (oder der in Reihe geschalteten Batterien) mit dem Plus-Pol des zu ladenden Akkus. Machen Sie dasselbe mit den Minus-Polen. Es ist entscheidend, dass Sie die Pole korrekt verbinden, um einen Kurzschluss oder eine Beschädigung des Akkus zu vermeiden. Sie können die Drähte mit Klebeband fixieren oder mit kleinen Klammern befestigen, da der Ladevorgang eine Weile dauern kann und Sie die Komponenten nicht die ganze Zeit festhalten möchten. Achten Sie darauf, dass die Drähte nicht übermäßig heiß werden, was auf eine falsche Verbindung hindeuten könnte.

Diese Methode ist eine absolute Notlösung und birgt Risiken. Sie ist nicht effizient und sollte keinesfalls eine dauerhafte Alternative zu einem passenden Ladegerät sein. Die Gefahr, den Akku oder das Gerät zu beschädigen, ist real.

Kabelloses Laden: Komfort und Zukunft der Energieversorgung

Während die Notfall-Ladung eine manuelle, riskante Angelegenheit ist, bietet das kabellose Laden eine zukunftsweisende und bequeme Alternative zum traditionellen Ladevorgang. Mit dem iPhone 8 und iPhone X stieg Apple in den Markt ein, während Samsung bereits seit dem Galaxy S6 bzw. Note 5 diese Funktion anbietet.

Der Qi-Standard: Die Energie des Lebens

Qi, das chinesische Wort für Lebensenergie, ist der weltweit am weitesten verbreitete Standard für drahtlose Energieübertragung. Das Wireless Power Consortium (WPC), ein Zusammenschluss namhafter Hersteller wie Samsung, Sony, Nokia und neuerdings auch Apple, steht hinter diesem Prinzip. Mittlerweile gibt es über 850 Produkte, die den Qi-Standard unterstützen.

Wie funktioniert kabelloses Laden?

Das Prinzip basiert auf Induktion. Sowohl das Smartphone (oder die elektrische Zahnbürste) als auch die Ladestation enthalten Spulen. Wenn Strom durch die Sendespule in der Ladestation fließt, erzeugt sie ein magnetisches Feld. Liegt das empfangende Gerät (mit seiner Empfängerspule) direkt über der Sendespule und ist kompatibel, wird der Ladevorgang durch dieses magnetische Feld induktiv gestartet. Ein anschauliches Beispiel sind elektrische Zahnbürsten, die einfach auf ihre Ladestation gesteckt werden, ohne dass ein Kabel direkt angeschlossen werden muss.

Wie kann ich mein Smartphone über Nacht Laden?
So kennen es die meisten: Am Abend wird das Smartphone mit den letzten Akku-Prozenten ans Ladekabel gehängt und über Nacht geladen. So kann man es machen, aber es geht auch bequemer, nämlich mit Wireless Charging oder dem kabellosen Laden. Was Sie dafür brauchen, ist eine Qi-Ladestation, auf die Sie Ihr Handy legen.

Vorteile des kabellosen Ladens

Der Umstieg auf kabelloses Laden bietet eine Reihe von Annehmlichkeiten und Vorteilen:

  • Einfache Anwendung: Kein Suchen nach dem passenden Kabel, kein mühsames Einstecken. Einfach das Gerät auf die Ladestation legen, und der Ladevorgang beginnt. Das ist purer Komfort.
  • Weniger Verschleiß: Die physischen Steckkontakte am Smartphone und am Ladekabel werden geschont, da sie nicht ständig beansprucht werden. Dies kann die Lebensdauer beider Komponenten verlängern.
  • Ein Standard für viele Geräte: Dank des Qi-Standards können Handys verschiedener Hersteller mit derselben Ladestation geladen werden, was die Kompatibilität und den Gebrauch vereinfacht.
  • Platz für mehrere Geräte: Viele moderne Ladeschalen bieten Platz für zwei oder mehr Geräte, sodass Sie an einer einzigen Steckdose mehrere Smartphones gleichzeitig laden können.
  • Integration in den Alltag: Qi-Ladepads können nahtlos in Möbelstücke (z.B. von Ikea), Autos oder sogar öffentliche Orte wie Cafés (Starbucks, McDonalds) integriert werden, was das Laden noch unauffälliger und zugänglicher macht.

Nachteile und Herausforderungen

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Aspekte, die beim kabellosen Laden bedacht werden sollten:

  • Nachrüstung oft erforderlich: Ältere Smartphone-Modelle sind oft nicht standardmäßig Qi-fähig und müssen durch spezielle Hüllen, Klebepads oder Rückwände nachgerüstet werden.
  • Zusätzliche Anschaffungskosten: Kabellose Ladegeräte gehören in der Regel nicht zum Lieferumfang des Smartphones und müssen separat erworben werden, was zusätzliche Kosten verursacht.
  • Direkter Kontakt zur Ladeschale: Das Smartphone muss direkt auf der Ladestation aufliegen, was die gleichzeitige Nutzung während des Ladevorgangs erschwert. Ladegeräte mit Standfunktion können hier Abhilfe schaffen.
  • Hüllendicke kann stören: Dickere Schutzhüllen können den induktiven Ladevorgang beeinträchtigen oder sogar verhindern, sodass die Hülle eventuell entfernt werden muss.
  • Längere Ladezeiten und geringerer Wirkungsgrad: Obwohl es Fortschritte bei der Ladegeschwindigkeit gibt, ist kabelloses Laden oft noch langsamer als das Laden per Kabel. Der Wirkungsgrad der induktiven Übertragung ist geringer, was zu einem höheren Energieverlust und somit zu längeren Ladezeiten führt.

Worauf es bei Qi-Ladegeräten ankommt

Beim Kauf einer Qi-Ladestation sollten Sie auf folgende Merkmale achten:

  • Ladespulen: Einfache Ladegeräte haben oft nur eine Ladespule, was eine präzise Platzierung des Smartphones erfordert. Ladestationen mit mehreren Spulen erleichtern die Positionierung und sorgen für einen zuverlässigeren Ladevorgang.
  • Leistung und Ladezeit: Achten Sie auf die Wattzahl. Standard-Qi-Geräte bieten meist 5 Watt. Schnellladefunktionen für kompatible Geräte erreichen 10 Watt oder sogar 15 Watt (z.B. für LG). Zum Vergleich: Ein typisches Apple USB-Ladegerät liefert 12 Watt. Prüfen Sie, ob ein Schnellladeadapter im Lieferumfang enthalten ist oder separat erworben werden muss.
  • Auflagefläche: Eine gummierte oder rutschfeste Auflagefläche ist hilfreich, um zu verhindern, dass das Smartphone verrutscht und der Ladevorgang unterbrochen wird oder das Gerät herunterfällt.
  • Praktische Features: LEDs zeigen den Ladestatus an. Eine automatische Abschaltfunktion bei vollem Akku ist wünschenswert, um Überladung zu vermeiden. Achten Sie auch auf die Wärmeentwicklung und mögliche Störgeräusche während des Betriebs. Es gibt auch Qi-Ladegeräte mit integriertem Akku, die als Powerbank für unterwegs dienen können.

Marktübersicht: Qi-Ladestationen im Vergleich

Der Markt bietet eine Vielzahl von Qi-Ladestationen in verschiedenen Preisklassen und Ausführungen. Hier ein Vergleich einiger gängiger Modelle, basierend auf den bereitgestellten Informationen:

ModellMax. Leistung (W)KompatibilitätMax. Hüllen-Dicke (mm)Besonderheiten / LieferumfangPreis (ca.)
Andobil Wireless Charger15 W (LG), 10 W (Samsung), 7,5 W (iPhone), 5 W (andere)LG G3/V30/Nexus 4/5, Samsung S9/S9+, S8/S8+, Note8, S7/S7 Edge, S6/S6 Edge, iPhone X/XS/XS Max/XR, 8/8+, alle Qi-fähigen6 mmErste 15-W-Qi-zertifizierte Ladestation; inkl. Micro-USB-Kabel, Bedienungsanleitung33,99 Euro
Ravpower RP-PC01410 W (Samsung), 7,5 W (iPhone), 5 W (andere)Samsung S9/S9+, S8/S8+, Note 8, iPhone X, 8/8+, alle Qi-fähigen3 mmBenötigt separaten Adapter für Schnellladefunktion; inkl. Ladegerät, QC-3.0-Adapter, Micro-USB-Kabel, Bedienungsanleitung12,99 Euro
Ravpower (Modell nicht spez.)10 W (Samsung), 7,5 W (iPhone), 5 W (andere)Samsung S9/S9+, S8/S8+, S7, iPhone X/XS/XR/XS/Max/8/8+, alle Qi-fähigenNicht spezifiziertInkl. Ladegerät, QC-3.0-Adapter, Micro-USB-Kabel, Bedienungsanleitung28,99 Euro
Anker PowerWave Pad10 W (Samsung), 7,5 W (iPhone), 5 W (andere)Samsung S9, iPhone X/XS/XR, alle Qi-fähigenRelativ dicke Hüllen möglichInkl. Ladestation, Micro-USB-Kabel, Bedienungsanleitung; kein Netzteil25,99 Euro
Yootech Wireless Charger10 W (Samsung), 7,5 W (iPhone), 5 W (andere)Samsung S9/S9+, S8/S8+, S7/S7 Edge, S6 Edge+, Note 5/8/9, iPhone X/XS/Max/XR/8, alle Qi-fähigen4 mmInkl. Ladestation, Micro-USB-Kabel, Bedienungsanleitung12,99 Euro

Achten Sie beim Kauf auf den Lieferumfang, da günstigere Modelle oft keinen Schnellladeadapter oder Netzteil beinhalten, was zusätzliche Kosten verursachen kann.

Andere Übertragungsstandards

Neben dem dominierenden Qi-Standard gibt es zwei weitere bedeutende Technologien für Wireless Charging:

  • Powermat-Technologie: Entwickelt von der Power Matters Alliance (PMA), setzt diese wie Qi ebenfalls auf induktive Kopplung.
  • Rezence-Technik: Der Alliance for Wireless Power (A4WP) gehört diese Technologie, die eine resonante magnetische Kopplung nutzt. Einige Samsung-Smartphones unterstützen auch Rezence.

Interessanterweise haben sich die Konkurrenten Powermat und Rezence bereits 2014 zusammengeschlossen, um ihre Standards kompatibel zu machen und eine breitere Akzeptanz zu fördern.

Wie mache ich mein Handy fit für Qi-Ladepads?

Die Zahl der Smartphones, die standardmäßig Qi-fähig sind, wächst stetig (z.B. iPhones X und 8, Samsung ab S6, diverse Nokia Lumia-Modelle, ältere Google Nexus 4, 5 und 7). Doch auch für viele ältere Modelle ist eine Nachrüstung möglich:

  • Spezielle Cover: Viele Hersteller und Drittanbieter bieten Hüllen an, die einen Qi-Empfänger integriert haben.
  • Klebepads: Kleine, dünne Empfänger-Pads, die an der Rückseite des Smartphones befestigt und mit dem Ladeanschluss (Micro-USB oder Lightning) verbunden werden.
  • Komplett neue Rückwände: Bei einigen Modellen kann die originale Rückwand durch eine Qi-fähige Variante ersetzt werden.

Beachten Sie, dass die meisten Nachrüstlösungen einen Steckplatz (Micro-USB oder Lightning) belegen. Die Kosten für solche Lösungen beginnen oft schon bei wenigen Euro.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Ist die Strahlung bei kabellosem Laden gefährlich?

Experten sind sich uneinig. Einige argumentieren, dass die geringe elektromagnetische Strahlung des Wireless Charging harmlos sei, während andere Bedenken äußern, dass auch kleinste Mengen schädlich sein könnten. Die Reichweite der Geräte ist sehr gering, und die Strahlung wird zudem durch Inaktivität oder geringere Leistung begrenzt, wenn kein Smartphone zum Laden aufgelegt ist. Die Intensität der Strahlung nimmt mit der Entfernung drastisch ab.

Warum dauert kabelloses Laden oft länger als kabelgebundenes Laden?

Der Hauptgrund ist der geringere Wirkungsgrad der induktiven Energieübertragung im Vergleich zur direkten Kabelverbindung. Bei der Umwandlung von elektrischer Energie in ein magnetisches Feld und zurück geht ein Teil der Energie als Wärme verloren. Dies führt zu längeren Ladezeiten und einem höheren Energieverbrauch.

Kann ich mein Smartphone über Nacht kabellos laden?

Ja, das ist sogar ein Hauptvorteil des kabellosen Ladens: Der Komfort, das Smartphone einfach auf die Ladestation zu legen, wenn man ins Bett geht. Die meisten modernen Ladestationen verfügen über Mechanismen, die den Ladevorgang stoppen oder auf Erhaltungsladung umschalten, sobald der Akku voll ist, um ihn zu schonen. Es ist eine bequeme Methode, um sicherzustellen, dass Ihr Gerät am Morgen vollständig geladen ist.

Welche Smartphones sind bereits standardmäßig Qi-fähig?

Die Liste der Qi-fähigen Smartphones wächst stetig. Zu den bekanntesten gehören:

  • Apple: iPhone 8, iPhone 8 Plus, iPhone X, iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone XR und neuere Modelle.
  • Samsung: Galaxy S6, S6 Edge, S6 Edge+, Note 5, S7, S7 Edge, S8, S8+, Note 8, S9, S9+, Note 9 und neuere Modelle.
  • Nokia: Viele Lumia-Modelle (z.B. Lumia 920, 930, 1520).
  • Google: Ältere Nexus-Modelle (Nexus 4, 5, 7 Tablet). Die Google Pixel-Phones sind jedoch nicht Qi-fähig.

Fazit: Bequem oder Praktisch? Irgendwann beides!

Ob Wireless Charging nun tatsächlich als rein praktisch oder eher als besonders bequem einzustufen ist, bleibt eine Debatte. Die Möglichkeit, das Smartphone auf dem Restauranttisch, am Flughafen, im Büro oder auf dem Nachttisch einfach nebenbei zu laden, ohne nach einem Kabel suchen zu müssen, ist zweifellos ein enormer Komfortgewinn. Ein vergessenes Ladekabel stellt dann kein Problem mehr dar.

Die größten Herausforderungen bleiben derzeit die oft noch längeren Ladezeiten und der geringere Wirkungsgrad im Vergleich zu kabelgebundenen Lösungen. Doch die Fortschritte im Bereich des Fast Charging für kabellose Geräte sind vielversprechend. Die Entscheidung von Apple, mit seinen iPhones und dem angekündigten AirPower-Ladegerät (auch wenn dieses nie auf den Markt kam) auf die Qi-Technologie zu setzen, hat dem Wireless Power Consortium einen enormen Schub verliehen und die Weiterentwicklung des kabellosen Aufladens maßgeblich vorangetrieben.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die verschiedenen Standards weiterentwickeln und welcher sich langfristig durchsetzen wird. Eines ist jedoch klar: Das kabellose Laden ist mehr als nur ein Trend; es ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nahtloseren und benutzerfreundlicheren Integration unserer Geräte in den Alltag. Die Notlösungen für leere Akkus bleiben zwar eine Möglichkeit für den äußersten Notfall, doch der Weg geht klar in Richtung drahtloser Bequemlichkeit und Effizienz.

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