02/03/2025
Ein Besuch in der Sauna ist für viele Menschen ein fester Bestandteil der wöchentlichen Routine, eine Oase der Ruhe und Entspannung vom Alltagsstress. Besonders in den kälteren Monaten dient das Saunieren nicht nur der Entschleunigung, sondern auch der Stärkung des Immunsystems. Die gezielte Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 39°C simuliert ein künstliches Fieber, das die Aktivität von Immunzellen ankurbelt und so die Abwehr von Infekten effektiver macht. Darüber hinaus kann regelmäßiges Saunabaden positive Effekte auf die Hautalterung haben und lindernd bei Beschwerden wie Arthrose, Rückenschmerzen oder Störungen des vegetativen Nervensystems wirken. Doch damit Ihr Saunabesuch zu einem rundum positiven Erlebnis wird, gibt es einige wichtige Regeln und Verhaltensweisen zu beachten. Besonders für Sauna-Neulinge, aber auch für erfahrene Saunagänger, ist es entscheidend zu wissen, was man in der Sauna tun sollte – und vor allem: was nicht.

Dieser umfassende Sauna-Knigge bereitet Sie optimal vor und beantwortet die Kernfrage: Was darf man nicht in die Sauna tun? Wir führen Sie durch alle Phasen Ihres Saunabesuchs, von der Vorbereitung über den eigentlichen Saunagang bis hin zur wichtigen Abkühlphase und den Ruhepausen, damit Sie die maximale Wirkung für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden erzielen können.
- Die richtige Vorbereitung: Der Grundstein für Ihr Saunaerlebnis
- Was darf man nicht in die Sauna tun? Die wichtigsten No-Gos im Überblick
- 1. Krank in die Sauna gehen
- 2. Mit Badekleidung oder Badelatschen in die Saunakabine
- 3. Ohne Handtuch unter sich sitzen oder liegen
- 4. Laute Gespräche führen, lachen oder telefonieren
- 5. Starren oder mustern
- 6. Zärtlichkeiten austauschen
- 7. Den Aufguss stören
- 8. Die Abkühlung und Ruhephasen vernachlässigen
- 9. Abstand nicht halten
- Der Ablauf des Saunierens: So geht’s richtig
- Sauna-Knigge: Eine Übersicht der Dos & Don'ts
- Häufig gestellte Fragen zum Saunabesuch
- Fazit: Ihr Weg zum perfekten Saunaerlebnis
Die richtige Vorbereitung: Der Grundstein für Ihr Saunaerlebnis
Ein gelungener Saunabesuch beginnt bereits vor dem Betreten der Kabine. Eine sorgfältige Planung und Vorbereitung tragen maßgeblich zu einem entspannten und effektiven Erlebnis bei.
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit
Saunieren ist kein Wettlauf. Um die volle Wirkung von Entspannung und Entschleunigung zu entfalten, sollten Sie genügend Zeit einplanen – mindestens zwei Stunden, besser drei, sollten Sie sich freihalten. So haben Sie genug Zeit für mehrere Saunagänge, die notwendigen Abkühlphasen und ausgedehnte Ruhepausen, ohne in Hektik zu geraten. Eine entspannte Zeiteinteilung verhindert Stress und ermöglicht es Ihrem Körper und Geist, sich vollständig auf das Erlebnis einzulassen.
Ihre Sauna-Tasche: Was gehört hinein?
Damit Sie sich beim Sauna-Besuch später nicht ärgern, checken Sie vorher, ob alles Nötige in der Tasche verstaut ist. Eine gut gepackte Tasche erspart Ihnen unnötigen Stress vor Ort und sorgt dafür, dass Sie sich voll und ganz auf die Entspannung konzentrieren können. Achten Sie darauf, folgende Dinge einzupacken:
- Zwei große Handtücher: Eines dient als Unterlage in der Sauna, um hygienisch zu sitzen oder zu liegen und Schweiß aufzufangen. Das zweite Handtuch ist zum Abtrocknen nach dem Duschen gedacht. Achten Sie darauf, dass diese groß genug sind, um Ihren gesamten Körper zu bedecken, wenn Sie liegen.
- Bademantel: Ideal für die Ruhephasen zwischen den Saunagängen und für den Weg durch den Saunabereich. Ein Bademantel hält Sie warm und sorgt für ein Gefühl von Gemütlichkeit und Privatsphäre.
- Badelatschen: Für den Gang zu den Duschen, dem Tauchbecken oder dem Ruhebereich – wichtig für Ihre Hygiene und um Rutschgefahren auf nassen Böden zu vermeiden.
- Ausreichend Wasser: Um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen auszugleichen. Vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke oder Alkohol. Eine große Wasserflasche oder eine Thermoskanne mit ungesüßtem Tee ist ideal.
Essen und Trinken vor dem Saunabesuch
Ihr Magen sollte beim Saunabesuch weder ganz leer noch überfüllt sein. Beides kann zu Kreislaufproblemen oder Übelkeit führen, da der Körper mit der Verdauung oder dem Ausgleich eines niedrigen Blutzuckerspiegels beschäftigt ist. Am besten ist eine leichte Mahlzeit etwa ein bis zwei Stunden vorher, zum Beispiel ein Salat, Obst oder eine Handvoll Nüsse. Verzichten Sie laut Sauna-Knigge bereits am Tag vorher auf Zwiebeln und Knoblauch, um unangenehm riechende Ausdünstungen zu vermeiden, die für andere Saunagäste störend sein könnten.
Ihre Gesundheit geht vor: Wann Sie die Sauna meiden sollten
Obwohl ein Saunabesuch die Abwehrkräfte stärkt, ist er bei akuten Krankheiten oder bestimmten gesundheitlichen Beschwerden tabu. Der Saunabesuch stellt eine Belastung für den Kreislauf dar und kann den Heilungsprozess bei bereits bestehenden Infekten negativ beeinflussen. Zudem besteht die Gefahr, andere Saunagäste anzustecken. Vermeiden Sie die Sauna unbedingt, wenn Sie:
- Eine Erkältung, Grippe oder Fieber haben.
- Unter akuten Entzündungen leiden (z.B. Gelenkentzündungen).
- Offene Wunden, frische Operationen, Thrombosen oder ausgeprägte Krampfadern haben. Die Hitze kann hier kontraproduktiv wirken.
- Bei Herz-Kreislauf-Beschwerden, hohem Blutdruck oder im höheren Alter sollten Sie vor dem Saunabesuch unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Dieser kann Ihnen individuelle Empfehlungen geben und mögliche Risiken abklären.
Die Dusche vor dem Saunagang: Ein Muss für Hygiene und Haut
Vor dem ersten Saunagang ist eine gründliche Dusche unerlässlich. Dies dient nicht nur der Entfernung von Schweiß, Schmutz und Kosmetikrückständen, die sonst die Poren verstopfen könnten, sondern auch der allgemeinen Hygiene für alle anderen Saunagäste. Nach dem Duschen sollten Sie sich gründlich abtrocknen, da trockene Haut schneller und effektiver schwitzt. Verzichten Sie am Saunatag auf stark duftende Shampoos, Parfüms oder Deos, da diese in der Hitze unangenehm riechen, sich intensivieren und bei anderen Gästen Allergien oder Unwohlsein auslösen könnten. Geruchsneutralität ist hier der Schlüssel zu einem angenehmen Miteinander.
Was darf man nicht in die Sauna tun? Die wichtigsten No-Gos im Überblick
Um Ihr Saunaerlebnis und das der anderen Gäste nicht zu trüben, gibt es einige Verhaltensregeln, die unbedingt beachtet werden sollten. Diese „No-Gos“ sind oft unausgesprochene Regeln des Respekts und der Hygiene, die für ein harmonisches Miteinander sorgen.
1. Krank in die Sauna gehen
Wie bereits erwähnt, ist dies ein absolutes Tabu. Eine Sauna ist kein Ort zur Genesung von einer akuten Krankheit. Sie belasten nicht nur Ihren eigenen Körper unnötig, da der Kreislauf stark gefordert wird, sondern riskieren auch, Viren und Bakterien an andere Saunagäste weiterzugeben. Ihre Gesundheit und die der Gemeinschaft haben oberste Priorität. Bleiben Sie zu Hause und kurieren Sie sich aus.
2. Mit Badekleidung oder Badelatschen in die Saunakabine
In Deutschland ist es üblich, die Sauna nackt zu betreten. Badekleidung, ob Badehose oder Bikini, ist in der Sauna unerwünscht. Der Stoff behindert nicht nur die natürliche Verdunstung des Schweißes und somit die Kühlung des Körpers, was die positiven Effekte des Saunierens mindert. Zudem gilt bekleidung in der Sauna als unhygienisch, da sich im feuchten Stoff Keime und Bakterien sammeln und vermehren können. Badelatschen gehören ebenfalls nicht in die Kabine, sondern bleiben davor stehen, um die Holzböden sauber zu halten und Stolperfallen zu vermeiden. Wer sich dennoch unwohl fühlt, kann sich mit einem zweiten großen Handtuch oder einem speziellen Saunakilt bedecken, sollte aber stets darauf achten, dass der Körper dennoch atmen kann und die Hygiene gewahrt bleibt.
3. Ohne Handtuch unter sich sitzen oder liegen
Dies ist einer der häufigsten Fehler von Sauna-Neulingen und ein grober Verstoß gegen die Hygiene. Ihr Schweiß sollte niemals direkt auf die Holzbänke gelangen. Das Holz ist porös und nimmt Schweiß auf, was zu unhygienischen Bedingungen und unangenehmen Gerüchen führen kann. Legen Sie immer ein ausreichend großes Handtuch unter Ihren gesamten Körper, sodass kein Tropfen Schweiß das Holz berührt. Dies schützt nicht nur die Bänke, sondern auch die nachfolgenden Gäste und trägt zur Langlebigkeit der Saunainstallation bei.
4. Laute Gespräche führen, lachen oder telefonieren
Die Sauna ist ein Ort der Ruhe und Besinnung. Viele Menschen suchen hier Stille, um zu meditieren oder einfach nur abzuschalten. Laute Gespräche, Gelächter oder gar Telefonate stören die Entspannung anderer Gäste erheblich. Halten Sie Ihre Stimme gedämpft und vermeiden Sie unnötige Unterhaltungen. Wenn Sie mit Begleitung sind, führen Sie leise Gespräche oder genießen Sie einfach die Stille. Musik hören über Kopfhörer ist in den meisten Saunen ebenfalls unerwünscht, da die Geräusche oft nach außen dringen und andere stören können.
5. Starren oder mustern
In einer Umgebung, in der die meisten Menschen unbekleidet sind, ist es absolut unangebracht, andere Saunagäste anzustarren oder zu mustern. Respektieren Sie die Privatsphäre jedes Einzelnen und halten Sie Blickkontakt auf ein Minimum beschränkt. Diskretion ist hier das oberste Gebot des Respekts und der Höflichkeit. Jeder hat das Recht, sich in der Sauna wohl und unbeobachtet zu fühlen.
6. Zärtlichkeiten austauschen
Auch wenn Sie mit Ihrem Partner in der Sauna sind, ist der öffentliche Saunabereich kein Ort für Zärtlichkeiten. Das Austauschen von Küssen, Umarmungen oder anderen intimen Gesten stört die Atmosphäre und kann andere Gäste unangenehm berühren oder ihnen das Gefühl geben, in einer privaten Situation zu stören. Bewahren Sie sich solche Momente für private Umgebungen auf.
7. Den Aufguss stören
Der Aufguss ist für viele Saunagänger der Höhepunkt des Besuchs. Er wird oft von einem Saunameister zelebriert, der Wasser mit duftenden Essenzen auf die heißen Steine gießt und den Dampf mit einem Handtuch verteilt. Es ist ein Akt der Wertschätzung und des Respekts, diesen Moment nicht zu stören. Vermeiden Sie es daher unbedingt, die Sauna während eines Aufgusses zu betreten oder zu verlassen, da dies den Dampf und die ätherischen Öle entweichen lässt und die Konzentration der Hitze stört. Kommen Sie pünktlich und bleiben Sie bis zum Ende des Aufgusses.
8. Die Abkühlung und Ruhephasen vernachlässigen
Das Schwitzen ist nur die halbe Miete für einen erfolgreichen Saunatag. Die Abkühlung ist ebenso wichtig, um den Kreislauf zu trainieren, die Gefäße zu verengen und die gesundheitlichen Vorteile der Sauna voll auszuschöpfen. Das sofortige Verlassen des Saunabereichs ohne Abkühlung und anschließende Ruhepause kann den Körper überlasten und die positiven Effekte minimieren. Auch das Trinken von Alkohol nach dem Saunieren ist ein absolutes No-Go, da es den Kreislauf zusätzlich belastet und die Unfallgefahr erhöht. Planen Sie diese Phasen fest in Ihren Saunabesuch ein.
9. Abstand nicht halten
Zu den unausgesprochenen Saunaregeln gehört auch, anderen nicht zu nahe zu kommen. Halten Sie zu den übrigen Saunagästen etwa 30 Zentimeter Abstand (das ist ungefähr eine Unterarmlänge). Dies gewährleistet, dass jeder seinen persönlichen Raum hat und sich nicht bedrängt fühlt. Auch wenn man sich kennt, ist ein respektvoller Abstand in der Saunakabine angebracht.
Der Ablauf des Saunierens: So geht’s richtig
Nachdem wir nun die wichtigsten „No-Gos“ besprochen haben, hier eine kurze Zusammenfassung des idealen Saunabades, die Ihnen hilft, das Beste aus Ihrem Besuch herauszuholen:
- Vorbereitung: Planen Sie ausreichend Zeit ein (2-3 Stunden). Nehmen Sie eine leichte Mahlzeit zu sich, die Ihren Magen nicht überfordert.
- Duschen: Gründliche Dusche vor dem ersten Saunagang, um Schmutz und Kosmetik zu entfernen. Trocknen Sie sich gut ab, da trockene Haut schneller schwitzt.
- Wärmebad (optional): Ein warmes Fußbad vorab kann die Durchblutung anregen und das Schwitzen erleichtern, indem es die Körperkerntemperatur sanft erhöht.
- Erster Saunagang: Betreten Sie die Sauna nackt und legen Sie sich auf ein großes Handtuch, das Ihren gesamten Körper bedeckt. Anfänger beginnen auf den unteren Bänken bei etwa 60-80°C, da die Hitze dort weniger intensiv ist. Der Saunagang sollte 8-12 Minuten dauern, maximal 15 Minuten. Eine Sanduhr in der Sauna hilft bei der Zeitmessung. Verlassen Sie die Sauna, sobald Sie sich unwohl fühlen, auch wenn die Zeit noch nicht um ist. Hören Sie immer auf die Signale Ihres Körpers.
- Abkühlung: Nach dem Saunagang ist eine sofortige Abkühlung entscheidend. Gehen Sie zunächst für einige Minuten an die frische Luft (Luftbad), um die Atemwege zu kühlen und frischen Sauerstoff zu tanken. Danach folgt eine kalte Dusche, beginnend an den Extremitäten (Füße, Beine, Arme) und sich langsam zum Herzen vorarbeitend, um den Kreislauf nicht zu überlasten. Ein Tauchbecken kann, wenn vorhanden, ebenfalls genutzt werden, aber nur nach einer Vordusche.
- Ruhepause: Ziehen Sie einen trockenen Bademantel an und gönnen Sie sich eine Ruhepause von mindestens 15, besser 30 Minuten in einem dafür vorgesehenen Ruhebereich. Diese Phase ist essenziell für die Regeneration des Körpers. Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, aber keinen Alkohol.
- Wiederholung: Wiederholen Sie die Schritte 4 bis 6 zwei- bis dreimal. Die Anzahl der Saunagänge hängt von Ihrem persönlichen Wohlbefinden ab.
- Abschluss: Nach dem letzten Saunagang, Abkühlung und Ruhephase, duschen Sie sich noch einmal gründlich und cremen Sie Ihre Haut ein, da die Sauna die Haut austrocknen kann.
Sauna-Knigge: Eine Übersicht der Dos & Don'ts
Um es Ihnen noch einfacher zu machen, haben wir die wichtigsten Verhaltensregeln in einer übersichtlichen Tabelle zusammengefasst:
| Dos (Was Sie tun sollten) | Don'ts (Was Sie vermeiden sollten) |
|---|---|
| Genügend Zeit einplanen (2-3 Stunden) | Hektik und Zeitdruck aufkommen lassen |
| Leichte Mahlzeit vorher essen | Mit vollem/leerem Magen oder nach Knoblauch/Zwiebeln in die Sauna |
| Vor dem Saunagang gründlich duschen und abtrocknen | Ungeduscht in die Sauna gehen oder stark parfümierte Produkte verwenden |
| Immer ein großes Handtuch als Unterlage nutzen | Direkt auf das Holz schwitzen oder keine Unterlage nutzen |
| Nackt in die Sauna gehen (in Deutschland) | Badekleidung oder Badelatschen in der Kabine tragen |
| Leise sein und Privatsphäre respektieren | Laute Gespräche, Lachen, Telefonieren oder Starren |
| Den Saunagang auf 8-12 Minuten beschränken | Länger als 15 Minuten in der Sauna bleiben oder sich zwingen |
| Nach jedem Saunagang abkühlen und ruhen | Abkühlung und Ruhepausen überspringen |
| Ausreichend Wasser oder Tee trinken | Alkohol trinken |
| Auf den Körper hören und bei Unwohlsein abbrechen | Sich zwingen, wenn man sich nicht gut fühlt oder krank ist |
| Den Aufguss nicht stören und pünktlich sein | Während des Aufgusses die Sauna betreten/verlassen oder Gespräche führen |
| Höflich und rücksichtsvoll sein, Abstand halten | Unangemessene Zärtlichkeiten austauschen oder zu nah sitzen |
Häufig gestellte Fragen zum Saunabesuch
Warum geht man in Deutschland nackt in die Sauna?
Die Nacktkultur in der Sauna hat in Deutschland eine lange Tradition und ist primär hygienischen und gesundheitlichen Gründen geschuldet. Textilien, insbesondere nasse Badekleidung, bieten einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze, die sich in der feuchtwarmen Umgebung schnell vermehren können. Zudem behindert Stoff die natürliche Schweißverdunstung und somit die effektive Kühlung des Körpers, was die positiven Effekte des Saunierens mindern kann. Nackt kann der Körper ungehindert schwitzen und die Haut besser atmen, was die Reinigung und Entgiftung fördert. Es ist eine Frage der Hygiene und der Effektivität des Saunagangs.
Wie lange sollte ein Saunagang dauern?
Ein Saunagang sollte idealerweise zwischen 8 und 12 Minuten dauern, maximal jedoch 15 Minuten. Die Dauer ist sehr individuell und hängt von Ihrem persönlichen Empfinden und Ihrer Kondition ab. Hören Sie dabei immer auf Ihren Körper. Sobald Sie sich unwohl fühlen, Schwindel verspüren oder Ihr Herzschlag zu schnell wird, verlassen Sie die Sauna sofort. Die Qualität des Schwitzens und das Wohlbefinden sind wichtiger als die Dauer des Aufenthalts.
Was tun bei Schwindel oder Unwohlsein in der Sauna?
Sollten Sie sich während des Saunagangs unwohl oder schwindlig fühlen, verlassen Sie die Sauna umgehend. Setzen Sie sich kurz auf die unterste Bank, bevor Sie aufstehen, um Ihren Kreislauf langsam an die aufrechte Position zu gewöhnen. Gehen Sie an die frische Luft und kühlen Sie sich langsam ab. Trinken Sie etwas Wasser. Wenn das Unwohlsein anhält, suchen Sie das Personal auf oder brechen Sie den Saunabesuch ab. Es ist wichtig, die Signale Ihres Körpers ernst zu nehmen.
Darf ich in der Sauna lesen oder mein Handy benutzen?
Das Lesen eines Buches oder einer Zeitschrift ist in der Sauna meist erlaubt, solange es andere nicht stört und Sie die Ruhe bewahren. Allerdings sollten Sie bedenken, dass die extreme Hitze dem Papier schaden kann und die Konzentration auf das Buch Sie von der eigentlichen Entspannung und den gesundheitlichen Vorteilen ablenken könnte. Die Nutzung von Mobiltelefonen ist in der Saunakabine, aber auch in den meisten Ruhebereichen, aus Gründen der Privatsphäre, der Ruhe und der Sicherheit (Überhitzung des Geräts) strikt untersagt. Genießen Sie die digitale Auszeit und die Stille.
Dürfen Kinder in die Sauna?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen dürfen auch Kinder in die Sauna. Es wird jedoch empfohlen, dass Kinder nicht jünger als 3 Jahre sind und bereits selbstständig ihre Bedürfnisse äußern können. Die Saunatemperatur sollte für Kinder deutlich niedriger sein (z.B. Bio-Sauna mit ca. 60°C oder Dampfbad), und die Saunagänge sollten sehr kurz sein (maximal 3-5 Minuten). Kinder müssen ständig beaufsichtigt werden, und die Abkühlphasen sind besonders wichtig, da ihr Kreislauf anders reagiert. Bei Unsicherheiten sollte immer ein Arzt konsultiert werden, bevor Kinder die Sauna besuchen.
Fazit: Ihr Weg zum perfekten Saunaerlebnis
Ein Saunabesuch ist weit mehr als nur Schwitzen; es ist ein Ritual, das Körper und Geist reinigt und stärkt. Durch die Beachtung der hier genannten Regeln, insbesondere der „No-Gos“, tragen Sie nicht nur zu Ihrem eigenen Wohlbefinden bei, sondern auch zum Respekt und zur Hygiene in der gesamten Saunalandschaft. Nehmen Sie sich die Zeit, hören Sie auf Ihren Körper und genießen Sie die wohltuende Wirkung der Wärme und die anschließende Erfrischung. Ein bewusster Saunabesuch ist eine Investition in Ihre Gesundheit und innere Balance. Wir wünschen Ihnen eine entspannte Zeit!
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