Wie wirkt sich Sauna auf die Haut aus?

Sauna: Ihr Weg zu Gesundheit & tiefem Wohlbefinden

02/08/2024

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Die Sauna ist weit mehr als nur ein Ort zum Schwitzen; sie ist eine Oase der Regeneration, ein ritueller Akt der Reinigung und ein bewährter Verbündeter für Ihre Gesundheit. Millionen von Menschen weltweit, insbesondere in Deutschland, schwören auf die transformative Kraft regelmäßiger Saunabesuche. Sie berichten von einem gesteigerten Wohlbefinden, einer sichtbar schöneren Haut und einer bemerkenswerten Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber den alltäglichen Belastungen und Krankheitserregern. Doch was genau steckt hinter diesem Phänomen? Wie wirkt die wohlige Hitze und die anschließende kühle Erfrischung auf unseren Körper und unsere Seele? Tauchen Sie mit uns ein in die faszinierende Welt des Saunierens und entdecken Sie die neun überzeugenden Gründe, warum die Sauna auch Ihr Leben gesünder, strahlender und vitaler machen kann.

Welche Vorteile bietet ein Saunagang?
Das ähnelt einer Massage, bei der die Muskeln wieder an das Entspannen erinnert werden. Dadurch wird Stress abgebaut, auch psychisch. Durch das Schwitzen, die zusätzlichen Wasseranwendungen und die Durchblutung der Haut wirkt sich ein Saunagang auch positiv auf diese aus.
Inhaltsverzeichnis

Warum die Sauna für viele Deutsche ein fester Bestandteil des Lebens ist

Die Beliebtheit der Sauna in Deutschland ist unbestreitbar. Statistiken zeigen, dass über fünf Millionen Deutsche regelmäßig die Sauna oder das Dampfbad besuchen, und weitere 21 Millionen tun dies zumindest gelegentlich. Diese Zahlen unterstreichen die tiefe Verankerung der Saunakultur in der deutschen Gesellschaft. Eine Umfrage aus dem Jahr 2017 beleuchtet die Motivationen hinter diesen Besuchen – oder eben deren Ausbleiben. Für eine beachtliche Mehrheit der Saunagänger, nämlich 63 Prozent, steht die pure Entspannung im Vordergrund. Es ist der Moment der Ruhe, des Abschaltens vom Alltag, in dem Körper und Geist zur Ruhe kommen können. Eng damit verbunden ist der gesundheitliche Aspekt: 46 Prozent der Befragten gaben an, die Sauna sei gesundheitsfördernd. Dies zeigt, dass die positiven Effekte auf die körperliche Verfassung nicht nur gefühlt, sondern auch bewusst wahrgenommen werden. Darüber hinaus spielen auch soziale Aspekte eine Rolle: 14 Prozent der Saunagänger nutzen die Sauna als Ort, um Zeit mit Freunden und Bekannten zu verbringen, was das Gemeinschaftsgefühl stärkt und den sozialen Austausch fördert. Andere schätzen den Spaßfaktor (24 Prozent) oder mögen schlichtweg die Hitze (16 Prozent).

Interessanterweise gibt es auch eine Gruppe von Menschen, die der Sauna fernbleiben. Ein Drittel der Deutschen hat noch nie eine Sauna besucht. Die Gründe hierfür sind vielfältig: 42 Prozent empfinden die Hitze als zu intensiv, 24 Prozent sind schlichtweg noch nicht auf die Idee gekommen, und jeweils 19 Prozent meiden die Sauna aus Scham oder Langeweile. Diese unterschiedlichen Perspektiven zeigen, dass die Saunaerfahrung sehr individuell ist und nicht jeder sofort die Vorteile für sich entdeckt. Doch für diejenigen, die sich darauf einlassen, offenbart sich eine Welt voller gesundheitlicher Vorteile.

Wie Ihr Körper auf Saunahitze, Abkühlung und Ruhe reagiert

Der Besuch einer Sauna ist ein intensives Training für Ihren Körper, ein Wechselspiel aus extremen Temperaturen, das eine Vielzahl von physiologischen Reaktionen auslöst. Sobald Sie den Saunaraum betreten, beginnt Ihr Kreislauf auf Hochtouren zu arbeiten. Die Hitze, die je nach Saunatyp zwischen 40 und 110 Grad Celsius variieren kann (in der weit verbreiteten Finnischen Sauna sind es typischerweise 75 bis 110 Grad Celsius), versetzt Ihren Körper in einen kontrollierten „Stresszustand“. Stresshormone werden ausgeschüttet, Ihre Blutgefäße weiten sich drastisch, und Ihr Herzschlag beschleunigt sich, um alle Organe optimal mit Blut zu versorgen. Der Blutdruck sinkt in dieser Phase, da die Gefäße erweitert sind. Es ist wichtig, das Herz nicht zu überfordern; daher sollte ein Saunagang nicht länger als acht bis zwölf Minuten dauern.

Die hohen Temperaturen bewirken auch eine tiefe Entspannung Ihrer Muskeln, was besonders nach körperlicher Anstrengung wohltuend ist. Gleichzeitig verbessert die heiße Luft die Durchblutung der Schleimhäute in Nase, Mund und Rachen, was die Atemwege befreit. Ihr Stoffwechsel wird angekurbelt, und Ihr körpereigenes Abwehrsystem, das Immunsystem, wird aktiviert. Die Hauttemperatur kann auf bis zu 40 Grad Celsius ansteigen, und der Blutfluss in der Haut verdoppelt sich, was zu einer intensiven Reinigung und Versorgung führt. Die Kerntemperatur Ihres Körpers erhöht sich um ein bis zwei Grad Celsius, ähnlich einem künstlichen Fieber, das die Abwehrmechanismen des Körpers mobilisiert.

Der entscheidende Teil des Saunierens, der die gesundheitliche Wirkung erst voll entfaltet, ist jedoch die anschließende Abkühlphase. Wenn Sie Ihren aufgeheizten Körper einem Kälteschock aussetzen – sei es durch kalte Luft, eine kalte Dusche oder ein Tauchbecken – ziehen sich Ihre Blutgefäße schlagartig zusammen. Der Blutdruck steigt abrupt an, und der Körper schaltet auf „Alarm“. Dies führt zur Ausschüttung von Adrenalin und weiteren Hormonen. Dieser abrupte Wechsel trainiert die Gefäße und macht sie elastischer. In der anschließenden Ruhephase beruhigt sich der Herzschlag wieder, wird gleichmäßig und kräftig, und die Haut fühlt sich angenehm frisch an. Dieser Wechsel zwischen Hitze, Kälte und Ruhe ist das Geheimnis der vielfältigen gesundheitlichen Vorteile der Sauna.

9 überzeugende Gründe für den regelmäßigen Saunabesuch

Die volle Bandbreite der positiven Effekte der Sauna entfaltet sich erst bei regelmäßiger Anwendung. Nach etwa einem halben Jahr kontinuierlichen Saunierens können Sie die tiefgreifende Wirkung auf Ihren Körper und Ihr Wohlbefinden spüren. Hier sind neun gute Gründe, die Sie überzeugen werden:

  1. Saunieren stärkt Ihre körpereigene Abwehr

    Der charakteristische Wechsel von Heiß und Kalt im Saunabad hat eine bemerkenswert vorteilhafte Wirkung auf Ihr vegetatives Nervensystem. Dieser thermische Reiz trainiert die Anpassungsfähigkeit Ihres Körpers und macht ihn widerstandsfähiger. Es wird angenommen, dass dieser Wechsel entzündliche Prozesse im Körper mindert. Ein optimal funktionierendes Immunsystem lässt Erregern kaum eine Chance, was bedeutet, dass die Sauna nachhaltig Infekten wie Erkältungen und grippalen Effekten vorbeugt. Sie werden seltener krank und erholen sich schneller.

  2. Saunieren bringt Ihren Kreislauf auf Trab

    Der wiederholte Temperaturwechsel in der Sauna wirkt wie ein intensives Training für Ihr Herz-Kreislauf-System. Die Gefäße weiten sich unter Hitze und ziehen sich bei Kälte zusammen, was ihre Elastizität fördert und die Durchblutung des gesamten Körpers verbessert. Regelmäßige Saunagänge sind somit ein hervorragendes Herz-Kreislauf-Training, das die Versorgung Ihres Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen optimiert. Eine Studie der Universität Ostfinnland hat sogar gezeigt, dass regelmäßige Saunabesuche besonders wirksam vor einem plötzlichen Herztod und anderen Herzrisiken schützen können.

  3. Saunieren erhöht die Lebenserwartung

    Basierend auf der bereits erwähnten, klinisch relevanten Studie der Universität Ostfinnland gibt es Hinweise darauf, dass Personen, die regelmäßig in die Sauna gehen, mit einer höheren Lebenserwartung rechnen können. Obwohl die genauen Mechanismen, die zu dieser Verlängerung des Lebens beitragen, noch nicht vollständig geklärt sind, deutet dies auf die tiefgreifenden positiven Effekte des Saunierens auf die allgemeine Gesundheit und Vitalität hin. Es ist ein starkes Argument für die Integration der Sauna in einen gesunden Lebensstil.

  4. Saunieren verbessert Ihr Hautbild

    Die Hitze in der Sauna bewirkt eine starke Weitung der Blutgefäße und eine erhöhte Durchblutung der Haut. Dadurch wird die Haut besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was ihr ein rosiges, frisches und gesundes Aussehen verleiht. Mit der Abkühlung nach dem Schwitzen verengen sich die Blutgefäße wieder, was ein effektives Gefäßtraining darstellt. Abgestorbene Hautschüppchen werden durch den starken Schweißfluss abtransportiert, was für eine porentiefe Reinigung sorgt. Besonders trockene Haut profitiert von der hohen Luftfeuchtigkeit in der Sauna, da sie mehr Feuchtigkeit speichern kann – ein wichtiger Faktor, um der Faltenbildung entgegenzuwirken. Insgesamt verjüngt der regelmäßige Saunabesuch das Hautbild und kann sogar bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Akne und Neurodermitis lindernd wirken, indem er die Haut beruhigt und ihre Regeneration fördert.

  5. Saunieren verbessert Ihre Atmung

    Auch Ihre Atmungsorgane werden durch den Temperaturwechsel zwischen dem Saunaraum und der frischen Luft angeregt und trainiert. In der heißen, feuchten Luft der Sauna können Sie tiefer und bewusster durchatmen, was die Atemmuskulatur stärkt und langfristig zu einer verbesserten Lungenkapazität führen kann. Die feucht-heiße Luft sorgt zudem für eine bessere Durchblutung der Schleimhäute und kann bei Problemen mit den Bronchien Linderung verschaffen. Asthma-Patienten und Menschen mit chronischer Bronchitis berichten oft von einer Milderung ihrer Beschwerden: Die Wärme entspannt die Bronchialmuskulatur der Atemwege und regt die Schleimproduktion an, was das Abhusten erleichtert und die Atemwege freihält.

  6. Saunieren entspannt Ihre Muskeln

    Die intensive Hitze in der Sauna fördert eine tiefe Muskelentspannung. Dies ist besonders vorteilhaft nach körperlicher Betätigung oder intensivem Sport. Die Wärme hilft, Verspannungen zu lösen und die Muskeln zu lockern, was nicht nur das Wohlbefinden steigert, sondern auch einem Muskelkater effektiv vorbeugen kann. Eine Studie hat bestätigt, dass der Saunabesuch nach dem Sport die Regeneration der Muskeln unterstützt und die Erholung beschleunigt.

  7. Saunieren verbessert das Wohlbefinden

    Der Gang in die heißen Temperaturen einer Sauna löst laut Studien eine erhöhte Produktion von körpereigenen Glückshormonen aus, darunter Serotonin und Endorphine. Diese Neurotransmitter sind maßgeblich für die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens verantwortlich und können ein Gefühl der Euphorie und inneren Zufriedenheit auslösen. Der Saunabesuch wird so zu einem stimmungsaufhellenden Ritual, das Stress abbaut und die mentale Gesundheit fördert.

  8. Saunieren hilft gegen Einschlafprobleme

    Der durch den Saunagang erhöhte Serotoninspiegel im Gehirn hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Stimmung, sondern wirkt sich auch schlaffördernd aus. Serotonin ist eine Vorstufe des Schlafhormons Melatonin. Ein entspannter Körper und ein beruhigter Geist, kombiniert mit der hormonellen Wirkung, können dazu beitragen, dass Sie nach einem Saunabesuch leichter einschlafen und eine tiefere, erholsamere Nachtruhe genießen können. Die Sauna ist somit eine natürliche Hilfe bei Schlafstörungen.

  9. Saunieren lindert Kopfschmerzen

    Eine kleine Studie konnte belegen, dass der regelmäßige Gang in die Sauna die Intensität von Schmerzen und insbesondere von Kopfschmerzen bei Patienten, die an chronischen Kopfschmerzen des Spannungstyps (CTTH) litten, minderte. Die entspannende Wirkung auf die Muskulatur, die verbesserte Durchblutung und die allgemeine Stressreduktion können dazu beitragen, die Häufigkeit und Schwere von Spannungskopfschmerzen zu verringern.

Macht der Sauna-Aufguss die Sauna gesünder?

Der Sauna-Aufguss ist für viele Saunagänger ein fester Bestandteil des Erlebnisses und wird oft als Höhepunkt des Saunagangs empfunden. Er erhöht kurzzeitig den Hitzestress, den Ihr Körper erfährt, indem er die Luftfeuchtigkeit im Saunaraum sprunghaft ansteigen lässt. Die gefühlte Temperatur erhöht sich dadurch drastisch, da der Schweiß auf der Haut weniger gut verdunsten kann. Dies führt zu einem intensiveren Schwitzerlebnis und kann das Gefühl der Reinigung verstärken. Für die meisten der oben genannten positiven Wirkungen der Sauna, die auf dem Wechsel von Hitze und Kälte basieren, ist der Aufguss jedoch irrelevant. Er ist eher eine zusätzliche Intensivierung des Erlebnisses und ein sensorisches Highlight.

Machen Düfte im Sauna-Aufguss die Sauna gesünder?

Duftende Essenzen, zumeist in Form von ätherischen Ölen, werden oft den Aufgusswässern beigefügt, um die positiven Effekte der Sauna, insbesondere auf die Atemwege, zu verstärken und das Wohlbefinden durch Aromatherapie zu steigern. Eukalyptus, Minze oder Fichte sollen beispielsweise das Durchatmen erleichtern und eine belebende Wirkung haben. Sie sind daher gängige Praxis in vielen Saunen und tragen zur sensorischen Vielfalt des Saunierens bei.

Doch Vorsicht ist geboten: Die Aromastoffe können, insbesondere in zu hoher Konzentration oder bei empfindlichen Personen, die Bronchien und Lunge reizen und Hustenattacken auslösen. Dies gilt vor allem für Kinder und Allergiker, da ätherische Öle Atemnot verursachen können. Auch Personen mit niedrigem oder hohem Blutdruck sollten duftende Aufgüsse meiden, da die intensiven Gerüche und die plötzliche Hitzewelle den Kreislauf zusätzlich belasten können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der oft übersehen wird, betrifft die chemische Zusammensetzung der Aufgussmittel. Laut dem Abschlussbericht „Gefahrenstoffexposition bei Saunaaufgüssen“ der DGUV (2016) können Saunaaufgussmittel bei hohen Temperaturen durch Pyrolyse Aldehyde und Ketone freisetzen. Formaldehyd und Aceton stellen dabei den Hauptanteil der Emissionen dar. Obwohl bei Einhaltung der Herstellerangaben und Empfehlungen die Formaldehydgrenzwerte in der Regel eingehalten werden, können Dosierungen über der Herstellerempfehlung und schnelle, intensive Aufgüsse zu Formaldehydkonzentrationen führen, die über den zulässigen Grenzwerten liegen. Die Freisetzung von Formaldehyd ist besonders kritisch, da es als Humankanzerogen (K1B) eingestuft wird, im Verdacht steht, mutagene Wirkungen zu haben (M2), und eine hautsensibilisierende Wirkung (H1) besitzt. Dies ist ein wichtiger Hinweis, der die Bedeutung der korrekten Anwendung und Dosierung von Aufgussmitteln unterstreicht, um die gesundheitlichen Vorteile des Saunierens nicht zu beeinträchtigen.

Wann ist die Sauna ungesund? Wichtige Vorsichtsmaßnahmen

Obwohl die Sauna zahlreiche gesundheitliche Vorteile bietet, gibt es bestimmte Situationen und Personengruppen, für die ein Saunabesuch nicht ratsam oder sogar gefährlich sein kann. Die intensive Belastung des Kreislaufs und des gesamten Organismus erfordert eine gute Grundgesundheit. Es ist entscheidend, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten und im Zweifelsfall einen Arzt zu konsultieren. Folgenden Personengruppen wird ein Saunabesuch dringend abgeraten:

  • Menschen mit akuten Asthma-Problemen: Der Kälteschock beim Abkühlen kann zu einer reflexartigen Verengung der Bronchien führen und einen akuten Asthmaanfall auslösen. In stabilen Phasen und nach ärztlicher Rücksprache kann dies anders aussehen.
  • Personen mit Rheuma in entzündlichen Phasen: Bei akut entzündlichen rheumatischen Erkrankungen kann die Hitze die Entzündung sogar verschlimmern. Nur in entzündungsfreien Intervallen ist ein Saunabesuch in der Regel unbedenklich.
  • Menschen mit Entzündungen der inneren Organe und Blutgefäße: Die zusätzliche Belastung durch die Hitze und den Kreislaufreiz kann den Zustand verschlimmern und die Entzündungsreaktion verstärken.
  • Personen mit Nierenproblemen: Die Nieren werden beim Saunieren stark beansprucht, da der Körper Flüssigkeit verliert und der Urin konzentrierter wird. Dies kann die Bildung von Nierensteinen fördern und die Nierenfunktion zusätzlich belasten.
  • Patienten mit koronarer Herzkrankheit und Herzschwäche: Der starke Kreislaufreiz durch den Wechsel von Hitze und Kälte kann das bereits geschwächte Herz überfordern und zu gefährlichen Komplikationen führen.
  • Bei grippalen Infekten und Erkältungen: Auch wenn die Sauna vorbeugend wirkt, sollte man bei einer bereits bestehenden Erkältung, Fieber oder Grippe auf den Saunabesuch verzichten. Der Körper ist bereits geschwächt und die zusätzliche Belastung kann den Zustand verschlimmern oder sogar zu einer Herzmuskelentzündung führen.
  • Menschen mit Bluthochdruck: Obwohl die Hitze den Blutdruck zunächst senkt, kann es wegen der plötzlichen Verengung der Blutgefäße bei einem kalten Guss oder beim Einstieg in das Tauchbecken zu einem massiven Blutdruckanstieg kommen, der gefährlich sein kann.
  • Personen mit Schwindelanfällen: Die Kreislaufregulation kann auf die schnell wechselnden Zustände des Kreislaufsystems beim Wechsel von Kalt zu Warm nicht ausreichend schnell reagieren, was weitere Schwindelattacken mit Sturzgefahr nach sich ziehen kann.

Es ist immer ratsam, auf den eigenen Körper zu hören und bei Unsicherheiten vor dem ersten Saunabesuch ärztlichen Rat einzuholen.

Wie viel Sauna ist gesund? Die optimale Häufigkeit

Die positive Wirkung eines mehrgängigen Saunabesuchs ist nachhaltig und hält etwa eine Woche an. Daher ist es ratsam, regelmäßig einmal pro Woche in die Sauna zu gehen, um die vollen Vorteile zu nutzen. Diese Frequenz ermöglicht es dem Körper, sich an die thermischen Reize anzupassen und die positiven Effekte kontinuierlich zu erfahren. Häufigere Saunabesuche, beispielsweise zwei- oder dreimal pro Woche, sind durchaus machbar und können die positiven Effekte noch verstärken, solange man dabei die Anzahl der einzelnen Gänge pro Besuch reduziert.

Es gilt die Faustregel: Je öfter Sie pro Woche in der Sauna sind, desto weniger Gänge sollten Sie pro Besuch absolvieren. Bei einem wöchentlichen Besuch sind zwei bis drei Gänge à acht bis zwölf Minuten ideal. Bei häufigeren Besuchen, zum Beispiel zweimal pro Woche, könnten ein bis zwei Gänge pro Session ausreichen, um den Körper nicht zu überfordern und dennoch die positiven Reize zu setzen. Wichtig ist immer, auf die individuellen Bedürfnisse und Reaktionen des eigenen Körpers zu achten und ausreichend Ruhephasen zwischen den Gängen und nach dem Saunabesuch einzuplanen.

Häufig gestellte Fragen zum Saunieren

Um Ihnen den Einstieg in die Welt des Saunierens zu erleichtern und häufige Unsicherheiten zu klären, haben wir hier einige der am häufigsten gestellten Fragen zusammengestellt:

FrageAntwort
Kann ich jeden Tag in die Sauna gehen?Theoretisch ja, wenn Ihr Körper daran gewöhnt ist und Sie die Anzahl der Gänge pro Besuch reduzieren. Für die meisten Menschen ist ein- bis zweimal pro Woche jedoch ausreichend, um die gesundheitlichen Vorteile zu erzielen, ohne den Körper zu überlasten. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers.
Ist Sauna gut bei Erkältung?Nein, bei einer bereits bestehenden Erkältung, Fieber oder grippalen Infekten sollten Sie die Sauna meiden. Die zusätzliche Belastung könnte Ihren Zustand verschlimmern und das Risiko einer Herzmuskelentzündung erhöhen. Die Sauna ist zur Vorbeugung ideal, nicht zur Heilung akuter Krankheiten.
Was muss ich vor dem Saunagang beachten?Duschen Sie sich gründlich, um Schmutz und Schweißfilme zu entfernen. Trocknen Sie sich gut ab, da trockene Haut schneller schwitzt. Nehmen Sie ein Handtuch zum Unterlegen mit. Essen Sie nicht zu viel, aber auch nicht mit leerem Magen. Trinken Sie vorab ausreichend Wasser.
Wie lange sollte ein Saunagang dauern?Ein Saunagang sollte idealerweise zwischen 8 und 12 Minuten dauern. Hören Sie auf Ihren Körper: Wenn Sie sich unwohl fühlen, verlassen Sie die Sauna früher. Längere Gänge können den Kreislauf zu stark belasten.
Was mache ich nach dem Saunagang?Nach dem Saunagang ist die Abkühlung entscheidend. Gehen Sie an die frische Luft, um die Atemwege zu kühlen. Nehmen Sie eine kalte Dusche oder ein Tauchbad, um die Gefäße zu trainieren. Anschließend ist eine ausgedehnte Ruhephase von 15-20 Minuten wichtig, um dem Körper Zeit zur Regeneration zu geben und den Kreislauf zu beruhigen. Trinken Sie danach ausreichend Flüssigkeit.

Fazit: Die Sauna – ein Geschenk für Körper und Seele

Wie Sie gesehen haben, ist der regelmäßige Saunabesuch ein wahres Geschenk für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Von der Stärkung Ihres Immunsystems über die Verbesserung der Herz-Kreislauf-Funktion und des Hautbildes bis hin zur Linderung von Schlafstörungen und Kopfschmerzen – die positiven Effekte sind vielfältig und wissenschaftlich belegt. Die Sauna ist ein Ort der tiefen Entspannung, der körperlichen Reinigung und der mentalen Erholung, der Ihnen hilft, dem Alltagsstress zu entfliehen und neue Energie zu tanken. Die bewusste Entscheidung für regelmäßiges Saunieren ist eine Investition in Ihre langfristige Gesundheit und Lebensqualität.

Wir hoffen, dass unsere detaillierten Erläuterungen und die neun guten Gründe Sie neugierig gemacht haben und Sie bald selbst die wohltuende Wirkung der Sauna erfahren möchten. Vielleicht entdecken Sie ja eine neue Leidenschaft, die Ihr Leben auf vielfältige Weise bereichert. Wenn der Wunsch nach einer eigenen Wellness-Oase zu Hause in Ihnen geweckt wurde, sei es eine moderne Innensauna, eine charmante Gartensauna oder eine rustikale Fasssauna, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, diesen Traum zu verwirklichen und das Saunieren zu einem festen und entspannenden Ritual in Ihrem eigenen Heim zu machen.

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