Wann sollte man nicht in die Sauna?

Sauna: Wann Sie lieber darauf verzichten sollten

14/02/2025

Rating: 4.84 (2458 votes)

Der Besuch einer Sauna ist für viele Menschen ein fester Bestandteil ihres Wellness- und Gesundheitsrituals. Schon in der Antike wussten die Menschen die wohltuende und reinigende Wirkung von Dampf- und Schwitzbädern zu schätzen. Besonders in nördlichen Ländern, wo die Temperaturen oft tief fallen, erfreut sich das Saunieren größter Beliebtheit. Es ist unbestreitbar, dass regelmäßige Saunabesuche zahlreiche positive Effekte auf den menschlichen Organismus haben können, von der Stärkung des Immunsystems bis zur tiefen Entspannung der Muskulatur und des Geistes. Doch so vorteilhaft die Sauna auch sein mag, es gibt Situationen und gesundheitliche Bedingungen, unter denen ein Saunabesuch nicht nur unratsam, sondern sogar gefährlich sein kann. Es ist von entscheidender Bedeutung, die potenziellen Risiken zu kennen und zu wissen, wann man auf die Hitze verzichten sollte, um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden.

Welche Düfte darf man in einem Dampfbad verwenden?
In der Regel werden in dem Dampfbad weder Aroma-Öle noch Düfte verwendet. Dieses Vorgehen ist normalerweise eher für andere Arten der Sauna vorbehalten. bei denen ein Aufguss integriert ist. Allerdings muss deswegen nicht auf Düfte verzichtet werden. Eine traditionelle Kombination ist beispielsweise das Peeling nach dem Saunagang.

Bevor wir uns den spezifischen Fällen widmen, in denen die Sauna gemieden werden sollte, ist es wichtig zu verstehen, wie die Sauna auf den menschlichen Körper wirkt. In einer typischen Schwitzstube oder einem Dampfbad herrschen Temperaturen zwischen 80 und 110 Grad Celsius. Nach dem Schwitzen folgt oft ein Sprung in ein kaltes Tauchbecken mit Temperaturen von 15 Grad Celsius oder weniger. Dieser extreme Temperaturwechsel ist es, der den Körper fordert und trainiert. Die Körpertemperatur steigt um etwa 2 Grad Celsius an, die Haut erwärmt sich sogar um 3 bis 10 Grad Celsius. Das Herz schlägt schneller, die Blutgefäße weiten sich, und die Muskeln entspannen sich. Der Körper verliert durch Schwitzen bis zu einem Liter Wasser in nur 15 Minuten, was zur Ausscheidung von Schlacken und Giftstoffen beitragen kann. Diese intensiven Reize sind für einen gesunden Körper in der Regel gut zu verkraften und führen zu einem Gefühl der Erneuerung und Leichtigkeit. Doch bei bestimmten Vorerkrankungen oder akuten Zuständen kann dieser Stress zu einer Überforderung führen.

Inhaltsverzeichnis

Die Wirkung der Sauna auf den menschlichen Organismus im Detail

Ein Saunabesuch ist ein wahrer Marathon für den Körper. Die hohe Umgebungstemperatur führt dazu, dass die Blutgefäße in der Haut stark erweitern, um Wärme abzugeben und den Körper vor Überhitzung zu schützen. Dies wiederum führt dazu, dass mehr Blut an die Hautoberfläche geleitet wird, wodurch die Durchblutung angeregt wird. Gleichzeitig steigt die Herzfrequenz um bis zu 50 Prozent, ähnlich wie bei leichter körperlicher Anstrengung. Das Herz muss also stärker arbeiten, um das Blut durch den erweiterten Gefäßkreislauf zu pumpen. Dieser Effekt ist für gesunde Menschen ein gutes Training für das Herz-Kreislauf-System. Doch für Personen mit bereits bestehenden Herzproblemen kann dies eine erhebliche Belastung darstellen, die das Risiko von Komplikationen erhöht.

Der intensive Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen ist ein weiterer zentraler Aspekt. Während des Saunierens verliert der Körper eine beträchtliche Menge an Wasser und Elektrolyten. Dieser Flüssigkeitsverlust führt zu einer Verdickung des Blutes, da dem Blut ein großer Anteil Wasser entzogen wird. Obwohl der Körper diesen Verlust in der Regel durch Umverteilung von Flüssigkeit aus Muskel- und Gewebezellen ausgleicht, ist dies ein Prozess, der bei bestimmten Vorerkrankungen problematisch sein kann. Besonders Nieren und Leber spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts sowie beim Abbau von Stoffwechselprodukten. Eine zusätzliche Belastung dieser Organe kann daher negative Folgen haben.

Nicht jeder verträgt die Sauna-Hitze gleich gut. Während die finnische Sauna mit ihrer trockenen Hitze und hohen Temperaturen für einige ideal ist, bevorzugen andere das Dampfbad, das mit hoher Luftfeuchtigkeit bei moderateren Temperaturen punktet. Die Wahl der richtigen Saunaart hängt stark von der individuellen Verträglichkeit und den eigenen gesundheitlichen Voraussetzungen ab. Ein besonderes Element ist der Aufguss, der die Temperaturen in der Schwitzkabine noch einmal in die Höhe treibt. Das Aufgießen von Wasser auf die heißen Steine erzeugt einen kurzzeitigen Hitzeschwall und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Dies kann für Menschen mit Kreislaufbeschwerden eine zusätzliche Herausforderung darstellen, weshalb viele die Sauna vor dem Aufguss verlassen.

Wann ist die Sauna tabu? Absolute Kontraindikationen

Es gibt eine Reihe von gesundheitlichen Zuständen, bei denen ein Saunabesuch unbedingt zu vermeiden ist. Diese Bedingungen stellen ein hohes Risiko dar und erfordern absolute Vorsicht. Eine ärztliche Beratung vor dem Saunagang ist für Betroffene in jedem Fall ratsam.

Akute Infekte und Entzündungen

Der wohl bekannteste Grund, die Sauna zu meiden, sind akute Infekte wie Erkältungen, Grippe mit Fieber oder andere virale und bakterielle Infektionen. Auch wenn die Sauna das Immunsystem stärken kann, gilt dies nur für einen gesunden Körper. Ist der Körper bereits durch eine Infektion geschwächt, bedeutet der Saunabesuch eine zusätzliche Belastung, die den Krankheitsverlauf verschlimmern und die Genesung verzögern kann. Zudem besteht die Gefahr, andere Saunagäste anzustecken, da Viren und Bakterien in der feuchtwarmen Umgebung gut überleben und sich verbreiten können. Gleiches gilt für akute Entzündungszustände im Körper. Hohe Temperaturen können Entzündungen verstärken, anstatt sie zu lindern. Dies betrifft beispielsweise:

  • Akute Gelenkentzündungen (z.B. bei Rheuma in der akuten Phase)
  • Tiefe Venenthrombose
  • Akute Hautinfektionen oder offene Wunden

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blutdruckprobleme

Menschen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten äußerst vorsichtig sein oder gänzlich auf die Sauna verzichten. Die erhöhte Herzfrequenz und die starken Temperaturreize stellen eine erhebliche Belastung für das Herz dar. Dazu gehören:

  • Herzinsuffizienz: Das Herz ist bereits geschwächt und kann die zusätzliche Pumpleistung nicht erbringen.
  • Koronare Herzkrankheit (KHK) oder Zustand nach Herzinfarkt: Das Risiko eines erneuten Herzereignisses kann steigen. Die Belastung für das Herz ist hier unkalkulierbar.
  • Schwerer Bluthochdruck (Hypertonie): Die starken Blutdruckschwankungen durch den Temperaturwechsel können gefährlich sein. Auch bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie) ist Vorsicht geboten, da die Gefäßerweiterung zu Schwindel und Ohnmacht führen kann.
  • Einnahme von Blutverdünnern: Durch den Flüssigkeitsverlust verdickt sich das Blut, was die Wirkung von Blutverdünnern beeinträchtigen oder zu einem erhöhten Thromboserisiko führen kann.

Neurologische Erkrankungen

Bestimmte neurologische Erkrankungen erfordern ebenfalls einen Verzicht auf die Sauna:

  • Epilepsie: Die extremen Reize und der Stress für den Körper können Krampfanfälle auslösen. Der plötzliche Temperaturwechsel und die Beanspruchung des Nervensystems können einen Anfall provozieren.
  • Zustand nach Schlaganfall: Der ohnehin schon vorbelastete Organismus kann durch die erhöhten Temperaturen weiter geschwächt werden, was das Risiko eines erneuten Schlaganfalls erhöhen könnte. Die Belastung des Gehirns und des Kreislaufs ist hier zu hoch.

Augenerkrankungen

Personen mit erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) sollten die Sauna meiden. Der plötzliche Temperaturanstieg und die damit verbundene Weitung der Gefäße können den Augeninnendruck weiter erhöhen und somit das Sehvermögen gefährden. Die Wärme kann die Druckverhältnisse im Auge negativ beeinflussen.

Nieren- und Lebererkrankungen

Da Nieren und Leber entscheidend am Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt sowie an der Entgiftung des Körpers beteiligt sind, kann der hohe Flüssigkeitsverlust in der Sauna diese Organe zusätzlich belasten. Bei schweren Nieren- oder Lebererkrankungen ist ein Saunabesuch daher kontraindiziert oder nur nach strenger ärztlicher Absprache möglich. Die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und die Regulation des Wasserhaushalts könnten überfordert werden.

Relative Kontraindikationen und besondere Vorsicht

Neben den absoluten Kontraindikationen gibt es Zustände, bei denen ein Saunabesuch mit Vorsicht zu genießen ist oder bestimmte Anpassungen erfordert.

Spezielle Erkrankungen und Zustände

  • Rheuma, Krampfadern und Venenprobleme: Bei diesen Erkrankungen ist ein Saunabesuch nur in entzündungsfreien Intervallen und nach Rücksprache mit dem Arzt ratsam. Die Wärme kann Schmerzen und Schwellungen bei akuten Entzündungen verstärken. Bei Krampfadern kann die Gefäßerweiterung die Symptome verschlimmern und zu einem Stau in den Venen führen. Kältere Anwendungen können hier sinnvoller sein, um die Venen zu stärken.
  • Asthma und Atemwegserkrankungen: Ein Saunabesuch kann entspannend und klärend auf die Atemwege wirken. Jedoch ist bei Asthma Vorsicht bei der anschließenden Abkühlung geboten. Ein Sprung ins kalte Tauchbecken kann aufgrund des starken Temperaturgefälles zu einem plötzlichen Zusammenziehen der Atemwege führen und einen Asthmaanfall auslösen. Eine langsame Abkühlung unter der Dusche ist hier die bessere Wahl.
  • Allergien: Allergiker sollten bei Aufgüssen mit ätherischen Ölen oder anderen Zusätzen vorsichtig sein. Diese können Atemprobleme oder Hautreaktionen auslösen. Fragen Sie im Zweifelsfall nach den Inhaltsstoffen oder bevorzugen Sie Saunen ohne Aufgüsse, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden.

Schwangerschaft und Kinder

Schwangere Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft regelmäßig sauniert haben und sich wohlfühlen, können dies in der Regel fortsetzen. Es wird jedoch empfohlen, die Dauer der Saunagänge auf maximal 10 Minuten zu begrenzen und auf das Tauchbecken zu verzichten, da der plötzliche Kälteschock zu Kontraktionen führen könnte. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören und bei Unwohlsein sofort die Sauna zu verlassen. Für Schwangere, die nicht an die Sauna gewöhnt sind, ist der Besuch nicht ratsam, da der Körper nicht auf die extremen Temperaturreize eingestellt ist. Kinder können ebenfalls in die Sauna, sollten aber nicht länger als 10 Minuten den hohen Temperaturen ausgesetzt sein und stets unter Aufsicht eines Erwachsenen bleiben. Ihre Temperaturregulation ist noch nicht so ausgeprägt wie bei Erwachsenen, und sie können schneller überhitzen.

Welche Vorteile bietet ein Saunagang?
Das ähnelt einer Massage, bei der die Muskeln wieder an das Entspannen erinnert werden. Dadurch wird Stress abgebaut, auch psychisch. Durch das Schwitzen, die zusätzlichen Wasseranwendungen und die Durchblutung der Haut wirkt sich ein Saunagang auch positiv auf diese aus.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Nicht zuletzt sollte beachtet werden, dass Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich sind, die bei bestimmten Beschwerden oder Krankheiten regelmäßig einzunehmen sind. Viele Medikamente können in ihrer Wirkung durch die hohen Temperaturen und den Flüssigkeitsverlust in der Sauna beeinflusst werden. Dies gilt insbesondere für Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes oder Psychopharmaka. Die Wechselwirkungen können zu unerwünschten Nebenwirkungen oder einer veränderten Wirksamkeit der Medikamente führen. Klären Sie unbedingt mit Ihrem Arzt ab, ob Ihre Medikation einen Saunabesuch zulässt, um potenzielle Risiken zu vermeiden.

Tabelle: Sauna – Ja oder Nein? Ein schneller Überblick

Zustand / ErkrankungSauna empfohlen?Begründung / Empfehlung
Akute Infekte (Fieber, Grippe, Schnupfen)NeinZusätzliche Belastung für den Körper, Ansteckungsgefahr für andere.
Herzinsuffizienz, Koronare Herzkrankheit (KHK)NeinHohe Belastung für das Herz-Kreislauf-System, erhöhtes Risiko für Herzereignisse.
Schwerer oder instabiler BluthochdruckNeinGefährliche Blutdruckschwankungen möglich, Risiko für Schwindel oder Ohnmacht.
Epilepsie, Zustand nach SchlaganfallNeinErhöhtes Risiko für Krampfanfälle oder Rezidive aufgrund der extremen Reize.
Glaukom (erhöhter Augeninnendruck)NeinKann Augeninnendruck weiter erhöhen und das Sehvermögen gefährden.
Schwere Nieren- oder LebererkrankungNein (oder nur nach ärztl. Absprache)Zusätzliche Belastung für die Organe durch Flüssigkeits- und Elektrolytverlust.
Akute Entzündungen (z.B. Rheuma, Venenentzündungen)NeinWärme kann Entzündungen verstärken und Schmerzen hervorrufen. Nur in entzündungsfreiem Intervall.
Einnahme von BlutverdünnernNeinBlutverdickung durch Flüssigkeitsverlust kann die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen.
AsthmaJa, mit VorsichtLangsames Abkühlen unter der Dusche empfohlen, Aufgüsse mit ätherischen Ölen meiden.
Allergien (insb. Atemwege)Ja, mit VorsichtAufgüsse mit ätherischen Ölen oder Duftstoffen meiden, da diese Reaktionen auslösen können.
SchwangerschaftJa, mit Vorsicht (wenn gewohnt)Kürzere Aufenthalte (max. 10 Min.), kein Tauchbecken, bei Unwohlsein sofort verlassen.
KinderJa, mit VorsichtKürzere Aufenthalte (max. 10 Min.), immer unter Aufsicht, nicht bei Unwohlsein oder Müdigkeit.
Regelmäßige MedikamenteneinnahmeÄrztliche AbspracheMögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten, die zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können.

Häufig gestellte Fragen zum Saunabesuch und Kontraindikationen

Was passiert nach dem Saunagang mit meiner Haut und meinen Haaren?

Nach einem Saunagang ist die Haut tiefengereinigt und entschlackt. Die Durchblutung wird stark angeregt, was den Schutzmantel der Haut stärkt und den Stoffwechsel beschleunigt. Das Ergebnis ist oft eine rosige, elastische und straffe Haut am ganzen Körper und im Gesicht. Die intensive Schweißproduktion kann zudem wie eine Tiefenreinigung wirken, was bei Aknehaut lindernd sein kann. Es ist ideal, nach der Ruhephase und dem letzten Saunagang eine feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme aufzutragen, da die Haut die Nährstoffe dann besonders gut aufnehmen kann. Für die Haare ist es unschädlich, ob Sie mit trockenen oder nassen Haaren in die Sauna gehen. Wer seinen Haaren etwas gönnen möchte, lässt eine Haarkur einwirken, die durch die Hitze besonders gut aufgenommen wird. Dies kann die Pflegeintensität deutlich erhöhen.

Kann ich Alkohol vor oder nach dem Saunagang konsumieren?

Vom Konsum von Alkohol vor oder während eines Saunagangs ist dringend abzuraten. Alkohol belastet das Herz-Kreislauf-System zusätzlich und kann die Fähigkeit des Körpers, auf die Hitze zu reagieren, beeinträchtigen. Dies erhöht das Risiko von Kreislaufproblemen, Schwindel oder sogar Bewusstlosigkeit. Alkohol erweitert zudem die Blutgefäße, was in Kombination mit der Sauna zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen kann. Auch nach dem Saunagang sollte Alkohol nur in Maßen genossen werden, da der Körper bereits durch den Flüssigkeitsverlust beansprucht ist und es zu einer verstärkten Dehydrierung kommen kann.

Wie lange sollte ich nach dem Essen warten, bevor ich in die Sauna gehe?

Es ist ratsam, nicht mit vollem Magen in die Sauna zu gehen. Eine größere Mahlzeit erfordert, dass der Körper viel Energie für die Verdauung aufwendet und Blut in den Verdauungstrakt leitet. Dies kann die Herz-Kreislauf-Belastung in der Sauna zusätzlich erhöhen und zu Unwohlsein, Übelkeit oder Magenkrämpfen führen. Warten Sie idealerweise ein bis zwei Stunden nach einer Hauptmahlzeit, bevor Sie die Sauna besuchen. Ein kleiner, leichter Snack wie Obst oder Joghurt ist meist unproblematisch und kann sogar helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

Was soll ich tun, wenn ich mich während des Saunagangs unwohl fühle?

Das Wichtigste ist, sofort auf Ihren Körper zu hören. Wenn Sie sich schwindelig, übel, zu heiß oder einfach unwohl fühlen, verlassen Sie die Sauna umgehend. Setzen Sie sich kurz auf die unterste Bank, bevor Sie die Kabine verlassen, um Ihren Kreislauf langsam anzupassen. Gehen Sie an die frische Luft und kühlen Sie sich langsam ab, beginnend mit den Extremitäten. Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Zögern Sie nicht, bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Beschwerden medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Darf ich in die Sauna, wenn ich unter Migräne leide?

Migräne-Patienten sollten sehr vorsichtig sein, da die Sauna bei ihnen sowohl lindernd als auch auslösend wirken kann. Für manche kann die Wärme entspannend wirken und eine Migräne lindern, für andere kann der Temperaturreiz, der plötzliche Temperaturwechsel beim Abkühlen oder der Flüssigkeitsverlust einen Anfall auslösen. Es ist sehr individuell. Wenn Sie dazu neigen, Migräne durch Hitze, Dehydration oder starke Reize zu bekommen, ist es ratsamer, die Sauna zu meiden oder nur sehr kurze, moderate Saunagänge zu wählen und extrem auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Im Zweifelsfall ist es besser, auf den Saunabesuch zu verzichten oder dies mit Ihrem behandelnden Arzt zu besprechen, der Ihre individuelle Situation am besten einschätzen kann.

Fazit: Hören Sie auf Ihren Körper!

Die Sauna ist zweifellos eine wunderbare Einrichtung zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden. Sie kann die Abwehrkräfte aktivieren, den Kreislauf in Schwung bringen und für tiefe Entspannung sorgen. Doch wie bei vielen guten Dingen gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift, und die individuellen Voraussetzungen sind entscheidend. Die Informationen in diesem Artikel sollen Ihnen als Leitfaden dienen, um besser einschätzen zu können, wann ein Saunabesuch für Sie persönlich nicht geeignet ist. Es ist unerlässlich, auf die Signale Ihres eigenen Körpers zu achten und im Zweifelsfall immer professionellen medizinischen Rat einzuholen. Ihre Gesundheit sollte stets oberste Priorität haben. Genießen Sie die Sauna nur dann, wenn Sie sich absolut sicher und wohl dabei fühlen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sauna gewährleistet, dass Sie die positiven Effekte voll ausschöpfen können, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Wichtiger Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen in keiner Weise eine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte dieses Artikels können und dürfen nicht dazu verwendet werden, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Bedenken immer einen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachkraft.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Sauna: Wann Sie lieber darauf verzichten sollten kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Gesundheit besuchen.

Go up