22/07/2022
Eine glatte, strahlende und makellose Haut ist der Wunsch vieler Menschen. Im Laufe des Lebens sammeln sich auf der Hautoberfläche abgestorbene Zellen und kleine Unreinheiten an, die den Teint fahl und uneben erscheinen lassen können. Hier kommt die Schälkur, auch bekannt als Peeling oder Exfoliation, ins Spiel. Der Begriff „to peel“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „schälen“, und genau das ist das Prinzip: Wie beim Schälen eines Apfels werden bei einer Schälkur die obersten, abgestorbenen Hautschichten entfernt, um den natürlichen Erneuerungsprozess der Haut zu unterstützen und eine frische, gesunde Haut zum Vorschein zu bringen.

Der oft synonym verwendete Begriff „Exfoliation“ leitet sich vom lateinischen Wort „exfoliare“ (die Blätter entfernen) ab. Tatsächlich können mit Schälkuren und anderen Peeling-Behandlungen die „toten Blätter der Haut“ entfernt werden. Als solche können die sogenannten Korneozyten bezeichnet werden, die sich auf der Hautoberfläche ansammeln. Durch die Entfernung dieser abgestorbenen Zellen und kleiner Unvollkommenheiten wie Flecken oder Verunreinigungen wird der Zellumsatz stimuliert. Das Ergebnis ist eine weichere, glattere und durchscheinendere Hautoberfläche, die jugendlich und vital wirkt.
- Was ist eine Schälkur und wozu dient sie?
- Arten von Schälkuren nach Eindringtiefe
- Wirkstoffe in chemischen Peelings
- Mechanische Peelings (Scrubs)
- Vorsichtsmaßnahmen und Nachsorge
- Mögliche Nebenwirkungen
- Gegenanzeigen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Was ist der Unterschied zwischen einem sanften und einem tiefen Peeling?
- Welche Hautschichten werden bei einem sanften Peeling erreicht?
- Kann ich chemische Peelings zu Hause anwenden?
- Welche Nebenwirkungen können bei einem Peeling auftreten?
- Wie bereite ich meine Haut auf ein professionelles Peeling vor?
- Ist Sonnenschutz nach einem Peeling besonders wichtig?
Was ist eine Schälkur und wozu dient sie?
Im Allgemeinen versteht man unter einer Schälkur eine Peelingbehandlung, die darauf abzielt, die obersten Schichten der Haut zu entfernen. Diese Behandlungen haben in den letzten Jahren aufgrund ihrer nachweisbaren und oft sofort sichtbaren Vorteile, ihrer relativ einfachen Durchführung und der Vielfalt an verfügbaren Produkten erheblich an Popularität gewonnen. Dennoch ist es wichtig, zwischen verschiedenen Arten von Schälkuren zu unterscheiden, da nicht alle für die eigenständige Anwendung zu Hause geeignet sind.
Je nach Vorgehensweise können unterschiedliche Arten von Schälkuren unterschieden werden:
- Mechanische Peelings (Scrubs): Diese verwenden abrasive Partikel, die durch Reibung die abgestorbenen Hautzellen entfernen.
- Chemische Peelings: Diese nutzen Säuren oder andere chemische Substanzen, um die Bindungen zwischen den abgestorbenen Zellen zu lösen und so deren Ablösung zu fördern.
- Kombinierte Anwendungen: Hier werden mechanische und chemische Methoden miteinander verbunden, um einen synergistischen Effekt zu erzielen.
Der Hauptzweck einer Schälkur ist es, die Haut aufzufrischen und ihre Aufnahmebereitschaft für nachfolgende Pflegeprodukte zu verbessern. Sie verleiht der Haut Leuchtkraft, stimuliert die Zellerneuerung und trägt dazu bei, kleinere Schönheitsmakel wie erweiterte Poren, oberflächliche Fältchen oder leichte Pigmentstörungen zu mildern.
Arten von Schälkuren nach Eindringtiefe
Die Wirkung und Intensität einer Schälkur hängt maßgeblich davon ab, wie tief sie in die Haut eindringt. Man unterscheidet grundsätzlich drei Hauptkategorien:
Oberflächliche Schälkuren (Sanfte Peelings)
Eine sanfte Schälkur, die mit chemischen Peelingmitteln, mechanischen Peelingmethoden oder kombiniert durchgeführt werden kann, erreicht die oberste Schicht der Haut: die Hornzellschicht (Stratum Corneum) der Oberhaut (Epidermis). Einige Wissenschaftler unterteilen diese sogar noch feiner in sehr sanfte (bis zur Stachelzellschicht) und sanfte (bis zur Basalzellschicht) Peelings.
Diese Behandlungen sind ideal für die regelmäßige Anwendung zu Hause oder als vorbereitende Maßnahme in professionellen Kosmetikstudios. Sie bereiten die Haut auf eine bessere Resorption der im Anschluss aufgebrachten Wirkstoffe vor. Zudem schenken sie der Haut Leuchtkraft, stimulieren die Zellerneuerung und tragen dazu bei, kleinere Schönheitsmakel wie erweiterte Poren und oberflächliche Falten zu entfernen. Sie können auch leichte Akne und Verfärbungen verbessern sowie die Kollagen- und Hyaluronsäure-Synthese stimulieren.
Mitteltiefe Schälkuren
Mitteltiefe Peelings dringen tiefer in die Haut ein, bis in die Papillar- und obere Retikularschicht der Dermis (Lederhaut). Diese Art von Peeling ist deutlich intensiver als oberflächliche Behandlungen und sollte ausschließlich von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. Sie eignen sich besonders gut zur Behandlung von lichtgeschädigter Haut (Lichtalterung), unregelmäßigem Hautton, aktinischer Keratose und postinflammatorischer Hyperpigmentierung. Mitteltiefe Peelings können auch oberflächliche bis mitteltiefe Narben verbessern.
Tiefenwirksame Schälkuren
Tiefenwirksame Peelings sind die aggressivste Form der Schälkur und erreichen die mittlere Retikularschicht der Dermis. Aufgrund ihrer Intensität und der damit verbundenen Risiken dürfen diese Behandlungen ausschließlich von erfahrenen Fachärzten durchgeführt werden. Sie kommen zur Anwendung, um tiefe Falten, ausgeprägte Aknenarben und präkanzeröse Läsionen wie aktinische Keratosen zu entfernen. Tiefenwirksame Peelings erfordern eine sorgfältige Vorbereitung und Nachsorge und sind mit einer längeren Ausfallzeit verbunden.
Wirkstoffe in chemischen Peelings
Die Intensität eines chemischen Peelings hängt nicht nur von der Eindringtiefe ab, sondern auch von der Art des gewählten Peelingwirkstoffes, seiner Konzentration und dem pH-Wert der Lösung. Je höher die Konzentration und je niedriger der pH-Wert, desto intensiver ist der Peeling-Effekt.
Alpha-Hydroxysäuren (AHA)
AHA sind Carbonsäuren, die natürlicherweise in Obst vorkommen. Dazu zählen Glykolsäure (aus Zuckerrohr), Milchsäure (aus Milch) und Citronensäure (aus Zitrusfrüchten). Die in der Bittermandel enthaltene Mandelsäure eignet sich besonders gut für empfindliche Haut. AHA sind übliche Inhaltsstoffe in kosmetischen Peelings und werden typischerweise für sehr oberflächliche und oberflächliche Peelings verwendet.
Beta-Hydroxysäuren (BHA)
Im Allgemeinen Sprachgebrauch werden Beta-Hydroxysäuren (BHA) meist mit Salicylsäure gleichgesetzt. Dieses Peelingmittel wird für sehr oberflächliche und oberflächliche Peelings bei leichter Akne sowie bei fettiger und zu Akne neigender Haut bevorzugt. Eine weithin bekannte medizinische Lösung ist die Jessner-Lösung, die Salicylsäure, Milchsäure und Resorcinol enthält.
Poly-Hydroxysäuren (PHA)
Poly-Hydroxysäuren, wie Lactobionsäure und Gluconolacton, eignen sich für oberflächliche Peelingbehandlungen bei empfindlicher Haut und sind sogar für die Anwendung zu Hause geeignet, da sie milder wirken und weniger Irritationen verursachen.
Nur für den medizinischen Gebrauch vorgesehene Substanzen
Stoffe wie Trichloressigsäure (TCA) sind weit verbreitete Peelingmittel, deren Wirkung je nach Konzentration variiert. Phenol ist eine sehr starke chemische Substanz, die ausschließlich in tiefenwirksamen Peelings unter strenger ärztlicher Aufsicht verwendet wird.
Übersicht der chemischen Peelings nach Tiefe
| Peeling-Tiefe | Anzeigen | Beispiele für Wirkstoffe | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Besonders Oberflächlich & Oberflächlich | Steigerung der Leuchtkraft der Haut; Aufhellung dunkler Flecken; Stimulation der Kollagen- und Hyaluronsäure-Synthese; gesteigerte Aufnahme von Wirkstoffen; Stimulation des Zellumsatzes; leichte Akne; leichte Verfärbungen; trockene Haut; Lichtalterung (feine Linien, Sommersprossen). | Trichloressigsäure (10-20%), Resorcin, Jessner-Lösung, Salicylsäure (4-8%), Alpha-Hydroxysäuren (Glykolsäure, Citronensäure, Apfelsäure, Weinsäure, Milchsäure), Beta-Hydroxysäuren (Salicylsäure), Poly-Hydroxysäuren (Gluconolacton, Lactobionsäure), Retinoide, Urea. | Bei fettiger/zu Akne neigender Haut wird Salicylsäure oder Retinoide bevorzugt. Bei sensibler Haut werden Poly-Hydroxysäuren oder Mandelsäure empfohlen. Bei trockener Haut Alpha-Hydroxysäuren wie Glykolsäure und Urea. Retinoide stimulieren bei reifer Haut die Kollagensynthese. |
| Mitteltief | Oberflächliche und mitteltiefe Narben; unregelmäßiger Hautton; aktinische Keratose; postinflammatorische Hyperpigmentierung. | Glykolsäure (70%), Trichloressigsäure (35-40%), Benztraubensäure (30-40%). | Wird häufig bei lichtgeschädigter Haut eingesetzt. Dritthäufigstes minimalinvasives schönheitsmedizinisches Verfahren in den USA. |
| Tiefenwirksam | Tiefe Falten; ausgeprägte Narben; Präkanzerosen. | Phenol, Benztraubensäure (50-60%), Trichloressigsäure (50%). | Aggressives Verfahren, nur von Fachärzten durchzuführen. Erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen. |
Mechanische Peelings (Scrubs)
Mechanische Peelings, oft auch als Scrubs bezeichnet, verwenden abrasive Substanzen, die durch Reibung einen Peelingeffekt auf der Haut herbeiführen. Der größte Vorteil mechanischer Peelings liegt in ihrer leichten Zugänglichkeit und Verfügbarkeit für die Anwendung zu Hause. Schon das Abkratzen der Haut mit den Fingernägeln oder eine Rasur kann als mechanisches Peelingverfahren betrachtet werden.
Dermaplaning ist ein weiteres Beispiel für mechanische Exfoliation, das von einem Arzt oder Kosmetiker mit einem speziellen Skalpell durchgeführt wird, um feine Härchen und die obersten Zellen der Hornzellschicht zu entfernen.
Peelingsubstanzen für Scrubs
Zahlreiche natürliche Mittel können für selbstgemachte Scrubs verwendet werden, wie beispielsweise Zucker, fein gemahlene Samen, Salz, Kaffee, gemahlener Reis, Getreidemehl, Bentonit oder andere natürliche Tonarten, fein gehackte Trockenfrüchte, Kieselsäure, Zimt und Natriumhydrogencarbonat. Diese Peelingsubstanzen werden normalerweise mit Wasser und Öl (z.B. Kokosöl, Jojobaöl, Olivenöl, Mandelöl, Aprikosenöl, Arganöl, Avocadoöl, Traubenöl) oder Honig vermengt, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Manche verwenden statt Wasser lieber Grünen Tee oder Kaffee, die vor allem aufgrund ihrer antioxidativen und zusammenziehenden Wirkung beliebt sind. Andere hingegen verwenden als Trägerstoff Joghurt oder Honig.
Da die Gesichtshaut empfindlicher und sensibler als die Körperhaut ist, sollten Gesichtspeelings feinere und sanftere Partikel enthalten und weniger energisch einmassiert werden.
| Peelingsubstanzen für Körperpeelings | Peelingsubstanzen für Gesichtspeelings |
|---|---|
| Zucker | Fein gemahlene Getreidesorten (Hafer, Gerste, Weizen); Hafermehl ist besonders für sensible und gereizte Haut geeignet |
| Salz | Zimt |
| Gemahlener Kaffee | Natriumhydrogencarbonat in geringen Mengen |
| Gemahlene Samen | |
| Mikrofasertücher | |
| Abrasive Materialien (Schwämme, pflanzliche Schwämme, Bürsten) | |
| Bimstein oder Vulkangestein (zum Entfernen von Verhornungen an der Ferse) |
Mechanische Peelings können bei ausgeprägteren Schönheitsmakeln eine professionelle Peelingbehandlung vielleicht nicht ersetzen, sie können aber dazu beitragen, der Haut Leuchtkraft und Schönheit zu verleihen.
Vorsichtsmaßnahmen und Nachsorge
Unabhängig von der Art des Peelings ist der Schutz vor UV-Strahlung überaus wichtig, und zwar sowohl vor als auch nach der Behandlung. Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens SPF30+) ist unerlässlich, und direkte Sonneneinstrahlung sollte für mindestens eine Woche vermieden werden.
In Vorbereitung auf ein professionelles Peeling wird den Patienten empfohlen, hautirritierende Verfahren, wie Dermabrasion und Wachsenthaarung, zu vermeiden. Am Behandlungstag sollte die Haut sauber sein, und es sollten weder Hautpflegeprodukte noch Make-up aufgetragen werden. Vor Beginn des chemischen Peelings wird die Haut des Patienten mit fettlösenden Mitteln, wie Isopropylalkohol oder Aceton, gereinigt, um eventuelle Rückstände zu entfernen.
Nach der Behandlung müssen die Empfehlungen des Arztes oder Kosmetikers unbedingt berücksichtigt werden. Dazu zählen:
- Verwendung von kalten Umschlägen und möglicherweise nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln zur Eindämmung von Entzündungen.
- Verwendung spezieller feuchtigkeitsspendender und weichmachender Lotionen zur topischen Anwendung, oft auf Basis von Hyaluronsäure, um die Haut geschmeidig und feucht zu halten.
- Auftragen von antibiotischen und/oder antimykotischen Salben, falls erforderlich.
- Vermeidung von Wirkstoffen wie Alpha-Hydroxysäuren oder Retinoiden für eine bestimmte Zeit.
- Aufrechterhaltung einer angemessenen Feuchtigkeitsversorgung durch vermehrtes Trinken.
Die Anwendung von aktiven Kosmetika, wie einem Antioxidansserum (das Vitamin C und Vitamin E enthält), kann nach sanften Peelings lokal sinnvoll sein, da die Wirkung durch die zuvor erfolgte Exfoliation verstärkt wird.
Mögliche Nebenwirkungen
Als allgemeine Faustregel im Zusammenhang mit den Risiken einer Peelingbehandlung gilt: Je tiefer das Peeling wirkt, desto größer ist der therapeutische Nutzen, aber auch das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen. Einige Patienten sind anfälliger für Komplikationen, einschließlich dunkelhäutiger Personen mit einer bekannten Neigung zur Narbenbildung.
Wenn zu aggressive Schälkuren auf empfindlichen Stellen (wie Gesichtshaut) angewendet werden, können folgende Probleme auftreten:
- Irritationen und Hautrötungen
- Brennen und Trockenheit
- Kratzer und Wunden
- Schwellungen
Mitteltiefe und tiefe Peelings sind deutlich aggressiver und es besteht das Risiko schwerer Nebenwirkungen, wie:
- Pigmentveränderungen der Hautfarbe (Hypo-/Hyperpigmentierung), insbesondere bei dunkelhäutigen Personen
- Juckreiz und Narbenbildung
- Hautatrophie (Hautverdünnung)
- Allergische Reaktionen (selten)
- Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze
- Systemische Schäden, da die chemischen Substanzen bei großflächigen Peelingbehandlungen vom Körper resorbiert werden können.
Gegenanzeigen
Nicht jeder ist für eine Schälkur geeignet. Zu den wichtigen Gegenanzeigen zählen:
- Eine bekannte allergische Reaktion auf einen im Rahmen des Verfahrens verwendeten Wirkstoff in der Vergangenheit.
- Akute Infektionen (z.B. Herpes Simplex), offene Wunden oder Verletzungen im zu behandelnden Bereich.
- Einnahme von Isotretinoin in den letzten 6 Monaten (insbesondere bei mitteltiefen und tiefen Peelings relevant).
- Kürzlich durchgeführte schönheitsmedizinische Behandlungen, wie Laserbehandlungen, Dermabrasion und andere Verfahren, bei denen die Struktur der Haut beeinträchtigt wird.
- Schwangerschaft und Stillzeit (insbesondere für chemische Peelings).
- Patienten, die an Schuppenflechte oder Neurodermitis leiden oder sich kürzlich einer Strahlentherapie oder eines gesichtschirurgischen Eingriffs unterzogen haben, sollten im Allgemeinen keine chemischen Peelingbehandlungen vornehmen.
Eingehendere Überlegungen sind auch bei Patienten mit einer bekannten Neigung zur Keloidbildung oder einer schlechten Wundheilung (z.B. bei unkontrolliertem Diabetes oder Immunsuppression) erforderlich.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen einem sanften und einem tiefen Peeling?
Der Hauptunterschied liegt in der Eindringtiefe und der Intensität der Behandlung. Ein sanftes Peeling (oberflächlich) entfernt nur die oberste Hornzellschicht der Haut und ist für die Verbesserung des Hautbildes, Leuchtkraft und die Reduzierung feiner Linien gedacht. Ein tiefes Peeling hingegen dringt bis in die mittlere Retikularschicht der Dermis vor und wird zur Behandlung schwerwiegenderer Probleme wie tiefer Falten, Aknenarben und präkanzeröser Läsionen eingesetzt. Tiefe Peelings dürfen nur von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden und erfordern eine längere Erholungszeit.
Welche Hautschichten werden bei einem sanften Peeling erreicht?
Bei einem sanften Peeling werden die Hornzellschicht (Stratum Corneum) der Oberhaut (Epidermis) und in manchen Fällen auch die Stachelzellschicht und Basalzellschicht erreicht. Das Ziel ist die Entfernung abgestorbener Hautzellen und die Anregung der Zellerneuerung an der Oberfläche, ohne tiefere Hautschichten zu beeinträchtigen.
Kann ich chemische Peelings zu Hause anwenden?
Ja, sehr oberflächliche und oberflächliche chemische Peelings mit niedrigen Konzentrationen von Alpha-Hydroxysäuren (AHA) oder Poly-Hydroxysäuren (PHA) sind für die sichere Anwendung zu Hause erhältlich. Mitteltiefe und tiefenwirksame chemische Peelings sind jedoch ausschließlich medizinischem Fachpersonal vorbehalten, da sie kontrollierte Schäden an tieferen Hautschichten verursachen und bei unsachgemäßer Anwendung schwere Nebenwirkungen haben können.
Welche Nebenwirkungen können bei einem Peeling auftreten?
Leichtere Peelings können vorübergehende Rötungen, Brennen, Trockenheit und leichte Irritationen verursachen. Bei mitteltiefen und tiefen Peelings sind die Risiken deutlich höher und können Pigmentveränderungen (Hypo-/Hyperpigmentierung), Narben, Hautatrophie, allergische Reaktionen, Infektionen und in seltenen Fällen systemische Schäden umfassen. Die Schwere der Nebenwirkungen korreliert direkt mit der Eindringtiefe des Peelings.
Wie bereite ich meine Haut auf ein professionelles Peeling vor?
Vor einem professionellen Peeling sollten hautirritierende Verfahren wie Dermabrasion, Wachsenthaarung oder die Anwendung von Retinoiden und starken Säuren vermieden werden. Am Behandlungstag sollte die Haut sauber und frei von Make-up und anderen Pflegeprodukten sein. Ihr Arzt oder Kosmetiker wird Ihnen spezifische Anweisungen zur Vorbereitung geben, die Sie unbedingt befolgen sollten.
Ist Sonnenschutz nach einem Peeling besonders wichtig?
Ja, Sonnenschutz ist absolut entscheidend vor und nach jeder Peeling-Behandlung. Die Haut ist nach einem Peeling besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlung, da die obersten Schutzschichten entfernt wurden. Das Auftragen eines Breitspektrum-Sonnenschutzes mit einem hohen Lichtschutzfaktor (mindestens SPF30+) ist unerlässlich, und direkte Sonneneinstrahlung sollte für mindestens eine Woche vermieden werden, um Pigmentstörungen und andere Schäden zu verhindern.
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