Was tun gegen Pickel nach einem Waxing?

Pickel nach Waxing? So bleibt Ihre Haut makellos!

05/03/2023

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Das Gefühl glatter, haarfreier Haut nach einem Waxing ist wunderbar. Doch oft trüben unschöne Pickel oder Hautirritationen das Ergebnis. Diese kleinen roten Pusteln, manchmal auch schmerzhaft, sind eine häufige Reaktion der Haut auf die Haarentfernung. Sie entstehen, wenn die Haarfollikel durch das Ziehen der Haare gereizt werden oder Bakterien in die geöffneten Poren eindringen. Aber keine Sorge: Mit der richtigen Vorbereitung und Nachsorge lassen sich diese ungeliebten Begleiter effektiv vermeiden oder zumindest minimieren. Als erfahrene Hautpflegespezialistin weiß ich, dass die richtige Strategie entscheidend ist, um dauerhaft seidenglatte Haut ohne unschöne Nachwirkungen zu genießen. In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles über die Ursachen, Präventionsstrategien und die besten Behandlungen, falls doch einmal Pickel auftreten sollten.

Was tun gegen Pickel nach einem Waxing?
Enge Kleidung kann Schmutz und Schweiß einschließen und dadurch die Entstehung von Pickeln nach einem Waxing fördern. Trage stattdessen lieber weite, atmungsaktive Kleidung nach einem Waxing. Dadurch kann deine Haut besser atmen, und du kannst möglicherweise der Entstehung oder Verschlimmerung unschöner Pickel vorbeugen.
Inhaltsverzeichnis

Warum entstehen Pickel nach dem Waxing?

Die Haut ist nach dem Waxing besonders empfindlich und anfällig für Irritationen. Mehrere Faktoren können zur Entstehung von Pickeln beitragen:

1. Follikulitis (Haarbalgentzündung)

Dies ist die häufigste Ursache. Beim Waxing werden die Haare mit der Wurzel entfernt, wodurch kleine, temporäre Öffnungen in der Haut entstehen. Bakterien, die normalerweise harmlos auf der Haut leben (wie Staphylococcus aureus), können in diese geöffneten Follikel eindringen und eine Entzündung verursachen. Das Ergebnis sind kleine, rote Beulen, die manchmal eitrig sein können.

2. Eingewachsene Haare

Manchmal wachsen Haare nach dem Waxing nicht gerade aus dem Follikel heraus, sondern krümmen sich zurück in die Haut. Der Körper erkennt diese Haare als Fremdkörper und reagiert mit einer Entzündung, die zu roten, juckenden Beulen oder sogar eitrigen Zysten führen kann. Dies ist besonders häufig bei Menschen mit lockigem oder dickem Haar.

3. Verstopfte Poren

Direkt nach dem Waxing sind die Poren geöffnet. Wenn Schmutz, abgestorbene Hautzellen, Schweiß oder Öle in diese Poren gelangen, können sie verstopfen und Pickel oder Mitesser verursachen. Dies ist ein häufiger Grund, warum man direkt nach dem Waxing körperliche Aktivitäten oder das Tragen enger Kleidung vermeiden sollte.

4. Hautreizung und Empfindlichkeit

Das Waxing selbst ist ein physikalischer Reiz für die Haut. Bei empfindlichen Hauttypen kann dies zu Rötungen, Schwellungen und kleinen Pickeln führen, selbst ohne bakterielle Infektion. Auch die Inhaltsstoffe des Wachses oder verwendete Vor- und Nachbehandlungsprodukte können Reizungen auslösen.

5. Hygienemängel

Wenn die Haut vor dem Waxing nicht gründlich gereinigt wird oder die Hygienestandards im Studio nicht eingehalten werden (z.B. doppeltes Eintauchen des Spatels), können Bakterien leicht übertragen werden und Infektionen verursachen.

Vorbereitung ist die halbe Miete: Was Sie vor dem Waxing tun können

Eine sorgfältige Vorbereitung minimiert das Risiko von Pickeln und sorgt für ein besseres Waxing-Ergebnis:

1. Regelmäßiges Peeling

Etwa 2-3 Tage vor dem Waxing sollten Sie ein sanftes Peeling durchführen. Dies entfernt abgestorbene Hautzellen, die die Poren verstopfen und das Risiko eingewachsener Haare erhöhen könnten. Verwenden Sie ein chemisches Peeling mit Salicylsäure oder Glykolsäure oder ein sehr feinkörniges mechanisches Peeling. Vermeiden Sie aggressive Peelings, die die Haut reizen könnten.

2. Saubere Haut

Stellen Sie sicher, dass Ihre Haut am Tag des Waxings sauber und frei von Ölen, Lotionen oder Deodorants ist. Eine saubere Oberfläche hilft dem Wachs besser zu haften und reduziert das Risiko bakterieller Infektionen. Duschen Sie vor dem Termin und verwenden Sie eine milde, parfümfreie Seife.

3. Richtige Haarlänge

Die Haare sollten eine optimale Länge haben, damit das Wachs sie gut greifen kann. Idealerweise sind die Haare etwa 0,5 bis 1 cm lang. Sind sie zu kurz, werden sie möglicherweise nicht richtig entfernt; sind sie zu lang, kann das Waxing schmerzhafter sein und die Haut stärker reizen.

4. Hydration von innen und außen

Trinken Sie ausreichend Wasser, um Ihre Haut von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen. Eine gut hydrierte Haut ist elastischer und weniger anfällig für Risse oder Irritationen. Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum oder Koffein vor dem Termin, da diese die Haut empfindlicher machen können.

5. Vermeiden Sie Sonnenbrand und Bräunung

Waxing auf sonnenverbrannter oder frisch gebräunter Haut ist äußerst schmerzhaft und kann zu schweren Hautreizungen führen. Planen Sie Ihr Waxing so, dass Ihre Haut nicht direkt vor dem Termin der Sonne ausgesetzt war.

6. Wählen Sie das richtige Studio und den richtigen Spezialisten

Ein hygienisches Umfeld und eine erfahrene Kosmetikerin sind entscheidend. Achten Sie darauf, dass der Spezialist Einweghandschuhe trägt, das Wachs nicht doppelt eintaucht und die Haut vor und nach dem Waxing richtig reinigt und behandelt. Eine gute Ausbildung und Erfahrung, wie die von Melissa Jannes, die sogar einen "Best of Beauty" Award für Bikini-Waxing gewonnen hat, garantieren oft eine professionellere Durchführung und minimieren Risiken.

Sofortmaßnahmen nach dem Waxing: Haut beruhigen und schützen

Direkt nach dem Waxing ist die Haut am empfindlichsten. Die richtigen Schritte in den ersten 24-48 Stunden sind entscheidend:

1. Kühlen und Beruhigen

Legen Sie sofort nach dem Waxing eine kalte Kompresse oder ein Kühlpack auf die gewachste Stelle. Dies hilft, Rötungen und Schwellungen zu reduzieren und die Poren zu schließen. Aloe Vera Gel ohne Alkohol oder Parfüm ist ebenfalls hervorragend geeignet, um die Haut zu beruhigen und Entzündungen entgegenzuwirken.

2. Lockere Kleidung tragen

Vermeiden Sie in den ersten 24-48 Stunden nach dem Waxing enge Kleidung, insbesondere Synthetikstoffe. Enge Kleidung reibt an der empfindlichen Haut und kann die geöffneten Poren verstopfen sowie Reibung und Irritationen verursachen. Entscheiden Sie sich für weite Baumwollkleidung, die die Haut atmen lässt.

3. Hitze und Schweiß meiden

Vermeiden Sie für mindestens 24-48 Stunden heiße Bäder, Saunabesuche, Dampfbäder, Schwimmen (Chlorwasser) und intensive sportliche Betätigung, die starkes Schwitzen verursacht. Hitze und Schweiß können die Poren öffnen und ein ideales Umfeld für Bakterienwachstum schaffen, was zu Pickeln führen kann.

4. Berührungen vermeiden

Fassen Sie die frisch gewachste Haut nicht unnötig an. Ihre Hände können Bakterien übertragen, die in die geöffneten Follikel gelangen und Infektionen verursachen. Wenn Sie Produkte auftragen müssen, waschen Sie Ihre Hände gründlich.

5. Milde, parfümfreie Produkte

Verwenden Sie in den ersten Tagen ausschließlich milde, parfümfreie und nicht komedogene Produkte. Produkte mit Duftstoffen, Alkohol oder schweren Ölen können die Haut reizen und die Poren verstopfen. Spezielle beruhigende Lotionen nach dem Waxing, oft mit Teebaumöl, Kamille oder Calendula, können hilfreich sein.

6. Sonnenschutz

Die gewachste Haut ist anfälliger für Sonnenbrand und Hyperpigmentierung. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und tragen Sie immer einen Breitband-Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor auf die gewachsten Bereiche auf, wenn Sie sich im Freien aufhalten.

Langfristige Pflege: Dauerhaft glatte Haut ohne Pickel

Um das Risiko von Pickeln und eingewachsenen Haaren dauerhaft zu minimieren, ist eine regelmäßige Pflegeroutine entscheidend:

1. Regelmäßiges sanftes Peeling

Beginnen Sie 2-3 Tage nach dem Waxing wieder mit einem sanften Peeling, 2-3 Mal pro Woche. Dies hilft, abgestorbene Hautzellen zu entfernen, die Poren frei zu halten und eingewachsenen Haaren vorzubeugen. Chemische Peelings (AHA/BHA) sind oft sanfter als mechanische Peelings.

2. Feuchtigkeit spenden

Halten Sie Ihre Haut gut hydriert. Eine gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut ist gesünder, elastischer und weniger anfällig für Reizungen. Verwenden Sie täglich eine leichte, nicht komedogene Feuchtigkeitslotion, idealerweise mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure oder Glycerin.

3. Produkte gegen eingewachsene Haare

Es gibt spezielle Seren und Lotionen, die Salicylsäure oder Glykolsäure enthalten, um eingewachsenen Haaren vorzubeugen. Diese Produkte helfen, die oberen Hautschichten sanft zu exfolieren und die Haare am geraden Herauswachsen zu hindern.

4. Kontinuierliches Waxing

Je regelmäßiger Sie waxen, desto feiner und schwächer können die Haare werden. Dies kann das Waxing weniger reizend machen und das Risiko von Pickeln und eingewachsenen Haaren im Laufe der Zeit verringern. Halten Sie einen festen Waxing-Zeitplan ein, in der Regel alle 3-6 Wochen.

5. Gesunde Lebensweise

Eine ausgewogene Ernährung, ausreichender Schlaf und Stressmanagement tragen zur allgemeinen Hautgesundheit bei. Eine gesunde Haut kann sich besser von Reizungen erholen und ist widerstandsfähiger gegen Probleme.

Was tun, wenn Pickel doch auftreten?

Manchmal lassen sich Pickel nicht vollständig vermeiden. Wenn sie auftreten, ist es wichtig, sie richtig zu behandeln, um weitere Irritationen oder Narben zu verhindern:

1. Nicht drücken oder kratzen!

Dies ist der wichtigste Ratschlag. Das Ausdrücken von Pickeln kann Bakterien tiefer in die Haut drücken, zu Entzündungen führen, Narben verursachen oder die Heilungszeit verlängern. Lassen Sie die Pickel in Ruhe heilen.

2. Warme Kompressen bei eingewachsenen Haaren

Bei eingewachsenen Haaren können warme, feuchte Kompressen helfen, die Poren zu öffnen und das Haar an die Oberfläche zu bringen. Tunken Sie ein sauberes Tuch in warmes Wasser und legen Sie es für 5-10 Minuten auf die betroffene Stelle. Wiederholen Sie dies mehrmals täglich. Versuchen Sie niemals, ein eingewachsenes Haar mit einer Pinzette herauszuziehen, es sei denn, es liegt deutlich an der Oberfläche.

3. Punktuelle Behandlungen

Verwenden Sie punktuell Produkte mit Inhaltsstoffen wie Salicylsäure (BHA) oder Benzoylperoxid. Salicylsäure hilft, die Poren zu reinigen und Entzündungen zu reduzieren. Benzoylperoxid wirkt antibakteriell. Tragen Sie diese Produkte sparsam und nur direkt auf die Pickel auf, da sie die Haut austrocknen können.

4. Beruhigende Inhaltsstoffe

Tragen Sie beruhigende Produkte mit Aloe Vera, Kamille oder Teebaumöl auf die betroffenen Stellen auf. Diese können helfen, Rötungen und Irritationen zu lindern.

5. Wann zum Arzt?

Wenn die Pickel sehr schmerzhaft sind, sich ausbreiten, eitrig werden oder Fieber auftritt, suchen Sie einen Arzt auf. Dies könnte auf eine bakterielle Infektion hindeuten, die möglicherweise Antibiotika erfordert.

Do's und Don'ts nach dem Waxing: Eine schnelle Übersicht

Do's (Was Sie tun sollten)Don'ts (Was Sie vermeiden sollten)
• Sofort kühlen (kalte Kompressen, Aloe Vera)• Enge Kleidung tragen
• Lockere, atmungsaktive Kleidung tragen• Heiß duschen/baden oder Saunagänge
• 24-48 Stunden auf Sport/Schwimmen verzichten• Die gewachste Haut anfassen oder kratzen
• Regelmäßig sanft peelen (ab 2-3 Tagen danach)• Schwere, parfümierte Lotionen verwenden
• Haut täglich mit Feuchtigkeit versorgen• Sonnenbaden oder Solarium besuchen
• Sonnenschutz auftragen• Pickel ausdrücken oder manipulieren
• Produkte gegen eingewachsene Haare verwenden• Aggressive Peelings direkt nach dem Waxing

Häufig gestellte Fragen zu Pickeln nach dem Waxing

Wie lange dauert es, bis die Pickel nach dem Waxing verschwinden?
In der Regel sollten leichte Rötungen und Pickel innerhalb von 24 bis 48 Stunden abklingen. Bei stärkeren Irritationen oder eingewachsenen Haaren kann es jedoch einige Tage bis zu einer Woche dauern. Bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Symptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Kann ich nach dem Waxing Make-up oder Deodorant auftragen?
Es wird dringend empfohlen, in den ersten 24 Stunden nach dem Waxing auf Make-up, Deodorant oder andere schwere Produkte auf der gewachsten Stelle zu verzichten. Diese können die geöffneten Poren verstopfen und das Risiko von Pickeln erhöhen. Wenn unbedingt nötig, verwenden Sie nicht-komedogenes Mineral-Make-up und parfümfreie Produkte.
Ist Waxing für jeden Hauttyp geeignet?
Grundsätzlich ja, aber Menschen mit sehr empfindlicher Haut, Rosacea, Ekzemen oder Akne sollten vor dem Waxing einen Dermatologen konsultieren. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Retinoide) kann die Haut empfindlicher machen und Waxing ungeeignet. Eine professionelle Kosmetikerin wird Ihre Haut vor der Behandlung beurteilen.
Was ist der Unterschied zwischen Pickeln und eingewachsenen Haaren?
Pickel nach dem Waxing sind oft kleine, rote Pusteln, die durch eine Entzündung der Haarfollikel (Follikulitis) oder verstopfte Poren entstehen. Eingewachsene Haare entstehen, wenn das Haar unter die Haut zurückwächst und eine Entzündungsreaktion hervorruft. Sie können wie Pickel aussehen, haben aber oft einen dunklen Punkt in der Mitte (das eingewachsene Haar) und können schmerzhafter sein.
Sollte ich vor dem Waxing peelen?
Ja, ein sanftes Peeling 2-3 Tage vor dem Waxing wird empfohlen. Es hilft, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und sorgt dafür, dass die Haare besser vom Wachs erfasst werden können und weniger wahrscheinlich einwachsen. Direkt vor dem Waxing sollte die Haut jedoch nur gereinigt, nicht gepeelt werden.
Gibt es Alternativen zum Waxing, die weniger Pickel verursachen?
Ja, Laser-Haarentfernung oder IPL können eine gute Alternative sein, da sie die Haarfollikel dauerhaft reduzieren und somit das Risiko von Follikulitis und eingewachsenen Haaren minimieren. Auch Sugaring (Haarentfernung mit Zuckerpaste) wird oft als sanfter empfunden, da die Paste nur an den Haaren und nicht an der Haut haftet.

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