25/12/2023
Das Entdecken von Blut im Stuhl kann ein erschreckender Moment sein, der sofort Sorgen und Ängste auslöst. Es ist ein Symptom, das niemals ignoriert werden sollte, auch wenn die Ursachen oft harmlos sind. Doch genau diese Unsicherheit macht es so wichtig, die Anzeichen zu kennen, zu verstehen, was sie bedeuten könnten, und zu wissen, wann professionelle medizinische Hilfe unerlässlich ist. Dieser Artikel soll Ihnen einen umfassenden Überblick über das Thema Blut im Stuhl geben – von der visuellen Erkennung über versteckte Blutungen bis hin zu den vielfältigen Ursachen und den notwendigen Schritten zur Diagnose und Behandlung.

Blut im Stuhl ist ein Warnsignal des Körpers, das auf eine Blutung irgendwo im Magen-Darm-Trakt hinweist. Die Farbe und Beschaffenheit des Blutes können dabei entscheidende Hinweise auf die Lage und Art der Blutungsquelle geben. Es ist von größter Bedeutung, solche Anzeichen ernst zu nehmen und nicht zu zögern, medizinischen Rat einzuholen.
Wie erkenne ich Blut im Stuhl? Sichtbares und verstecktes Blut
In vielen Fällen ist Blut im Stuhl mit bloßem Auge erkennbar. Die Farbe und Form des Blutes können dabei erste Hinweise auf die Ursache und den Ort der Blutung geben. Chefarzt Dr. Frost erklärt, dass die Art, in der das Blut im Stuhlgang vorliegt, einen Hinweis darauf geben kann, von welcher Stelle des Magen-Darm-Traktes die Verletzung stammt. Allgemein gilt: Ist das Blut im Stuhl noch als solches zu erkennen oder bildet sich um den Stuhl ein blutiger Hof, liegt die Blutungsquelle nicht weit vom Darmausgang entfernt. Dies deutet oft auf frisches, hellrotes Blut hin, das typischerweise von Problemen im unteren Verdauungstrakt stammt, wie Hämorrhoiden oder Analfissuren.
Je weniger das Blut hingegen im Stuhl als solches zu erkennen ist, desto höher liegt die Blutungsquelle im Verdauungstrakt. Blut aus dem oberen Dickdarm, aus dem Dünndarm oder gar aus dem Magen ist, wenn überhaupt, nur noch als schwarzer Stuhl – sogenannter Teerstuhl – zu erkennen. Dies liegt daran, dass das Blut auf seinem langen Weg durch den Verdauungstrakt verdaut und chemisch verändert wird. Dr. Frost ergänzt, dass oft Polypen oder Darmtumore nur sehr gering oder mit Unterbrechungen bluten, sodass Blutspuren mit dem bloßen Auge gar nicht auszumachen sind. Dies führt uns zum Konzept des okkulten Blutes.
Okkultes Blut im Stuhl: Der unsichtbare Hinweis
Blut, welches nicht mit dem bloßen Auge erkennbar ist, wird als okkultes Blut bezeichnet. Es wird meist zufällig bei routinemäßigen Untersuchungen entdeckt, oft im Rahmen der Darmkrebsvorsorge. Bei einem Verdacht auf Schleimhautschäden, beispielsweise in der Magenschleimhaut oder Darmschleimhaut, kann mittels eines Guajak-basierten Stuhlbluttests (Hämoccult-Test) okkultes, beziehungsweise verborgenes Blut, nachgewiesen werden. Diese Tests suchen nach Spuren von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, der selbst in geringsten Mengen im Stuhl vorhanden sein kann.
Wie funktioniert ein Stuhltest?
Ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl zählt zu den wichtigsten Früherkennungsuntersuchungen bei Darmkrebs. Seit dem 1. April 2017 haben alle Versicherten ab dem 50. Lebensalter in Deutschland einen Anspruch auf einen immunologischen Okkultbluttest (iFOBT). Dieser hat den vorherigen chemischen Okkultbluttest (gFOBT) abgelöst und gilt als wesentlich zuverlässiger. Der iFOBT ist spezifischer für menschliches Hämoglobin und wird weniger durch Nahrungsmittel oder Medikamente beeinflusst. Darüber hinaus kann ein immunologischer Test auch in der Apotheke erworben werden, wobei diese Tests jedoch als weniger treffsicher gelten als die vom Arzt verschriebenen Labortests.
Die Nachweisgrenze eines immunologischen Okkultbluttests hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert: Mittlerweile können Blutmengen unter 0,5 Mikrogramm pro Gramm Stuhlgewicht durch einen Test nachgewiesen werden. So kann beispielsweise Darmkrebs in einem sehr frühen Stadium erkannt werden, oft bevor sichtbare Symptome auftreten. Das ist ein entscheidender Vorteil, da die Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose deutlich höher sind.
Vor einem Stuhltest sind in der Regel keine besonderen Vorbereitungen zu treffen. Essgewohnheiten können wie gewohnt weitergeführt werden. Da die korrekten Vorgehensweisen der verschiedenen Tests voneinander abweichen, muss die beigefügte Anleitung genau gelesen und befolgt werden. Die entnommene Probe sollte den behandelnden Ärztinnen und Ärzten direkt am nächsten Tag vorliegen. Nach einigen Tagen sind die Ergebnisse abrufbar und geben Klarheit.
Ergänzend zu einem Stuhltest empfiehlt Chefarzt Dr. Frost eindringlich: „Ich rate jedem Menschen ab dem 50. Lebensjahr alle zehn Jahre eine Darmspiegelung, auch unter Koloskopie bekannt, zur Darmkrebsvorsorge durchführen zu lassen. Die Kosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.“ Eine Koloskopie ist die präziseste Methode zur Darmkrebsfrüherkennung und zur Entfernung von Polypen, die sich zu Krebs entwickeln könnten.

Wann in die ärztliche Praxis bei Blut im Stuhl?
Um abzuklären, ob es sich bei der Blutung um etwas Harmloses oder etwas Schwerwiegendes handelt, sollte immer zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden. Blut im Stuhl ist niemals normal und sollte als Warnsignal verstanden werden. Je mehr Blut im Stuhl vorhanden ist oder je länger die Blutung anhält, desto schneller sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Zu welchen Ärzten bei Blut im Stuhl?
Zunächst sollte die hausärztliche Praxis konsultiert werden. Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin ist die erste Anlaufstelle und kann eine erste Einschätzung vornehmen. Nach einer Untersuchung wird gegebenenfalls eine Überweisung zu einem Fachbereich ausgestellt. Mit der Überweisung können Sie im Rahmen der Sprechstunden direkt in ein Helios Darmzentrum oder zu einem Spezialisten für Gastroenterologie (Magen-Darm-Heilkunde) oder Proktologie (Enddarm-Heilkunde) kommen. Diese Fachärzte verfügen über die notwendigen Kenntnisse und Diagnosemöglichkeiten, um die Ursache der Blutung genau zu bestimmen.
Blut im Stuhl: Was passiert bei der ärztlichen Untersuchung?
Sind behandelnde Ärztinnen und Ärzte über die Beschwerden informiert, können sie anhand des Aussehens der Blutung und der Vorgeschichte der Patientinnen und Patienten einige Anhaltspunkte für die Ursache gewinnen. Im Anschluss an die gründliche Anamnese, bei der detailliert nach Symptomen, Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und Lebensgewohnheiten gefragt wird, werden Fachärzte gegebenenfalls eine rektale Untersuchung durch Fingertasten vornehmen. Diese Untersuchung ermöglicht es, mögliche Verletzungen der Anal- und Rektalschleimhaut, aber auch Hämorrhoiden oder Tumore im unteren Enddarmbereich zu ertasten.
Ziel ist es, die Blutungsquelle zu identifizieren. Klärt sich die Herkunft der Blutung durch die Anamnese und die rektale Untersuchung noch nicht, können weitere bildgebende oder endoskopische Untersuchungen folgen. Dazu gehören eine Magenspiegelung (Gastroskopie), um den oberen Verdauungstrakt (Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm) zu untersuchen, oder eine Darmspiegelung (Koloskopie), um den gesamten Dickdarm zu inspizieren. Führen auch diese Untersuchungen zu keiner eindeutigen Diagnose, sind eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) sinnvoll, um weitere Bereiche des Bauches und des Beckens zu beurteilen und die Blutungsquelle zu lokalisieren.
Was sind die Ursachen für Blut im Stuhl? Eine Vielfalt der Möglichkeiten
Wer bei sich Blut im Stuhl entdeckt, bekommt schnell einen Schrecken und denkt vielleicht sofort an eine bösartige Erkrankung. Doch blutiger Stuhlgang hat viele verschiedene mögliche Ursachen, je nach Blutungsquelle – nicht immer steckt eine ernste oder gar lebensbedrohliche Erkrankung dahinter. Tatsächlich sind die häufigsten Ursachen beziehungsweise Auslöser für Blut im Stuhl sogar harmlos, wie Beate Wagner in ihrem Artikel zum Thema betont. Im Zweifel sollte aber immer ärztlicher Rat gesucht werden, um einer gefährlichen Blutungsquelle auf den Grund zu gehen. Eine schnelle Abklärung ist immer empfehlenswert.
Grundsätzlich sind mögliche Ursachen für blutigen Stuhlgang vielfältig. Die gute Nachricht: In den meisten Fällen verbirgt sich keine lebensbedrohliche Erkrankung, wie zum Beispiel Darmkrebs, dahinter. Dennoch ist es wichtig, die Bandbreite der Möglichkeiten zu kennen:
- Hämorrhoiden: Vergrößerte, geschwollene Blutgefäße im Analkanal. Dies ist die häufigste Ursache für hellrotes Blut auf dem Stuhl oder Toilettenpapier.
- Analfissuren: Kleine Risse in der Analschleimhaut, oft durch harten Stuhl verursacht, die Schmerzen und helles Blut verursachen können.
- Risse in der Speiseröhre: Seltenere Ursache, kann durch starkes Erbrechen entstehen.
- Entzündungen und Reizungen der Schleimhäute: Im Darm oder Magen, wie zum Beispiel durch Refluxerkrankung, Magengeschwüre oder ein Zwölffingerdarmgeschwür. Diese können zu dunkelrotem bis schwarzem Stuhl führen.
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten: In seltenen Fällen können schwere Unverträglichkeiten zu Schleimhautreizungen und Blutungen führen.
- Vergiftungen: Bestimmte Toxine können den Verdauungstrakt schädigen.
- Nebenwirkungen von Medikamenten: Insbesondere Blutverdünner (Antikoagulantien) oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) können Magen-Darm-Blutungen verursachen.
- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED): Dazu gehören Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Beide können zu Entzündungen und Geschwüren im Darm führen, die Blutungen verursachen. Bei Colitis ulcerosa ist blutiger Schleim im Stuhl ein typisches Symptom.
- Divertikel beziehungsweise Divertikulitis: Kleine Ausstülpungen der Darmwand (Divertikel), die sich entzünden können (Divertikulitis) und dann bluten.
- Darmkrebs oder Analkrebs: Dies ist die schwerwiegendste, aber glücklicherweise seltenere Ursache. Blutungen sind oft schleichend und können okkult sein.
- Verschiedene Infektionen: Bakterielle Infektionen wie Salmonellen oder auch seltenere wie Milzbrand können blutigen Durchfall verursachen.
Manchmal geht Blut im Stuhl mit Bauchschmerzen einher oder der Stuhl sieht aus wie blutiger Schleim. Oft sind unangenehme, aber harmlose Hämorrhoiden die Auslöser. Aber: Ursachen für „schwarzes Blut“ oder Blut, das nicht nur auf der Oberfläche des Kots zu sehen ist, sollten schnellstmöglich durch eine Ärztin oder einen Arzt abgeklärt und therapiert werden.
Wie sieht Blut im Stuhl aus? Die Bedeutung der Farbe und Konsistenz
Farbe und Konsistenz des blutigen Stuhls, sowie die Verteilung des Blutes, lassen oft Rückschlüsse auf die Blutungsquelle und somit die Ursachen für Blut im Stuhl zu:
- Hellrotes oder frisches Blut: Wenn der Stuhl nur einmalig oder kurze Zeit rötlich verfärbt ist, können Lebensmittel wie zum Beispiel rote Beete, Heidelbeeren, Rotwein oder dunkler Traubensaft dahinterstecken. Ist der Stuhl aber über mehrere Tage oder länger rot verfärbt, ist es wahrscheinlicher, dass Blut aus dem Verdauungstrakt, genauer Dickdarm oder Enddarm, austritt und die rote Farbe bedingt – was von Arzt oder Ärztin abgeklärt werden muss. Hellrotes oder dunkelrotes Blut, das entweder beigemischt oder streifenförmig auf dem Kot aufgelagert ist, weist meist auf eine frische Blutung im mittleren oder unteren Teil des Magen-Darm-Trakts hin. Auch bei vergrößerten Hämorrhoiden ist Blut im Stuhl meist hellrot, da das Hämorrhoidal-Geflecht ein besonders gut durchblutetes Gewebepolster am Ende des Mastdarms ist. Solche Auflagerungen von frischem Blut auf dem Stuhl werden auch Hämatochezie genannt.
- Dunkelrotes, gleichmäßig gefärbtes Blut: Ist der Stuhl gleichmäßig dunkelrot gefärbt, kann dies auf eine stärkere Blutung im Dickdarm hindeuten.
- Geleeartige Spuren: Schwächere Blutungen hinterlassen eher geleeartige Spuren im Kot, oft vermischt mit Schleim.
Was bedeutet schwarzes Blut im Stuhl (Teerstuhl)?
Der sogenannte Teerstuhl (Meläna) wirkt optisch schwarz und riecht oft auffällig unangenehm, fast faulig. Auch Teerstuhl kann verschiedene Ursachen haben: Manchmal färben eine eisenreiche Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel den Stuhl schwarz. Hinter schwarzem Stuhl kann sich aber auch eine stärkere Blutung im oberen Verdauungstrakt, beispielsweise im Magen oder im Zwölffingerdarm, verbergen – was von Arzt oder Ärztin dringend abgeklärt werden sollte.
Folgendermaßen entsteht der Teerstuhl bei Blutungen in den oberen Bereichen des Verdauungstraktes: Durch den Kontakt mit Magensäure und Bakterien oxidiert das Eisen im roten Blutfarbstoff Hämoglobin, sodass schwarzes Hämatin den Stuhl schwarz einfärbt. Müssen Betroffene mit schwarz verfärbtem Stuhl zusätzlich erbrechen und ist auch das Erbrochene kaffeesatzartig schwarz verfärbt, deutet das auf Blutungen im Magen oder Magengeschwüre hin. Sind Blutungen im Darm die Ursache für den schwarzen Teerstuhl, entsteht die Verfärbung nicht durch die Magensäure, sondern Bakterien verstoffwechseln das Blut und setzen dabei Hämatin nach einiger Zeit frei. Das passiert aber nur, wenn der Stuhl sehr lange in der entsprechenden Darmpassage verbleibt (mindestens fünf Stunden), also bei langsamen Darmpassagen. Schwarzer Stuhl lässt also nicht ganz genau auf die Blutungsquelle schließen, deutlich häufiger liegt diese aber im oberen Verdauungstrakt.

Diagnose-Möglichkeiten bei Blut im Stuhl
Zur Diagnose haben Fachärztinnen und Fachärzte verschiedene Möglichkeiten, um die Ursache der Blutung zu ermitteln:
- Gründliche Anamnese: Erhebung der Krankengeschichte, Symptome, Medikamenteneinnahme.
- Rektale Untersuchung: Tastuntersuchung des Enddarms, zum Beispiel zum Ausschluss von Hämorrhoiden oder Fissuren.
- Magenspiegelung (Gastroskopie): Untersuchung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms.
- Darmspiegelung (Koloskopie): Untersuchung des Dickdarms und gegebenenfalls des letzten Teils des Dünndarms.
- Kapselendoskopie: Eine kleine Kamera in Kapselform, die geschluckt wird und Bilder vom Dünndarm aufzeichnet.
- Computertomografie (CT): Detailreiche Röntgenbilder zur Darstellung von Organen und Geweben.
- Magnetresonanztomografie (MRT): Bilder des Körperinneren mittels Magnetfeldern und Radiowellen, besonders gut für Weichteile.
Diese Untersuchungen helfen, die genaue Lokalisation und Ursache der Blutung zu finden, um eine gezielte Behandlung einzuleiten.
Übersicht: Blut im Stuhl – Farbe als Hinweis
| Farbe des Blutes im Stuhl | Mögliche Ursache / Ort der Blutung | Dringlichkeit des Arztbesuchs |
|---|---|---|
| Hellrot, frisch, auf dem Stuhl | Hämorrhoiden, Analfissuren, Blutungen im unteren Dickdarm/Enddarm (z.B. Divertikel) | Zeitnah, aber oft keine akute Notlage |
| Dunkelrot, vermischt, klumpig | Stärkere Blutung im Dickdarm oder unteren Dünndarm | Zeitnah bis dringend, je nach Blutmenge |
| Schwarz (Teerstuhl), übler Geruch | Blutung im oberen Verdauungstrakt (Magen, Zwölffingerdarm, Speiseröhre) | Dringend, kann auf erhebliche Blutung hinweisen |
| Okkult (nicht sichtbar) | Geringe, chronische Blutungen aus Polypen, Tumoren oder Entzündungen überall im Magen-Darm-Trakt | Abklärung im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung oder bei Verdacht |
| Rote Verfärbung durch Lebensmittel | Rote Beete, Heidelbeeren, Rotwein – keine Blutung | Kein Arztbesuch nötig, wenn keine weiteren Symptome vorliegen |
Häufig gestellte Fragen zu Blut im Stuhl
Was ist der Unterschied zwischen Hämatochezie und Meläna?
Hämatochezie bezeichnet das Ausscheiden von frischem, hellrotem Blut über den After, oft vermischt mit dem Stuhl oder als Auflagerung darauf. Dies deutet in der Regel auf eine Blutung im unteren Verdauungstrakt (Dickdarm, Enddarm, After) hin. Meläna hingegen ist der medizinische Begriff für Teerstuhl, also schwarzen, klebrigen und übelriechenden Stuhl, der durch die Verdauung von Blut im oberen Verdauungstrakt (Magen, Zwölffingerdarm) entsteht.
Kann Stress Blut im Stuhl verursachen?
Direkt kann Stress in der Regel keine Blutungen im Stuhl verursachen. Allerdings kann chronischer Stress die Funktion des Verdauungssystems beeinträchtigen und bestehende Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa verschlimmern, was wiederum zu Blutungen führen kann. Stress kann auch zu einem erhöhten Säuregehalt im Magen führen, was das Risiko von Magengeschwüren erhöhen könnte.
Sind Hämorrhoiden immer die Ursache für helles Blut im Stuhl?
Hämorrhoiden sind tatsächlich die häufigste Ursache für helles, frisches Blut auf dem Stuhl oder Toilettenpapier. Sie sind jedoch nicht die einzige Ursache. Auch Analfissuren (kleine Risse am After), Divertikel (Ausstülpungen der Darmwand) oder in selteneren Fällen Polypen und Tumore im unteren Dickdarm können zu hellroten Blutungen führen. Deshalb ist eine ärztliche Abklärung immer notwendig, um die genaue Ursache zu bestimmen und andere, potenziell ernstere Erkrankungen auszuschließen.
Wie oft sollte ich einen Stuhltest auf okkultes Blut machen lassen?
In Deutschland haben alle Versicherten ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf einen immunologischen Okkultbluttest (iFOBT) zur Darmkrebsfrüherkennung. Dieser Test sollte in der Regel jährlich durchgeführt werden, bis die Patientin oder der Patient 55 Jahre alt ist. Ab dem 55. Lebensjahr wird dann eine Darmspiegelung (Koloskopie) als Goldstandard der Vorsorge empfohlen, die bei unauffälligem Befund alle zehn Jahre wiederholt werden sollte. Wenn der Stuhltest positiv ist, sollte immer eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung erfolgen.
Was ist der erste Schritt, wenn ich Blut im Stuhl bemerke?
Der erste und wichtigste Schritt ist, umgehend ärztlichen Rat einzuholen. Zögern Sie nicht und vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin. Beschreiben Sie die Farbe, Menge und Beschaffenheit des Blutes sowie alle weiteren Symptome, die Sie bemerkt haben. Ihr Arzt wird dann die notwendigen Untersuchungen einleiten, um die Ursache der Blutung zu finden und eine geeignete Behandlung zu planen.
Blut im Stuhl ist ein Symptom, das ernst genommen werden muss. Auch wenn die Ursachen oft harmlos sind, kann es ein Anzeichen für schwerwiegende Erkrankungen wie Darmkrebs sein. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für den Therapieerfolg. Seien Sie aufmerksam auf die Signale Ihres Körpers und suchen Sie im Zweifelsfall immer professionelle medizinische Hilfe auf.
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